Auf dem Rücken schlafen (lernen)

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  • Warum sollte man auf dem Rücken schlafen wollen?

    Für mich hat das 2 Gründe:

    • Wärmer. Mehr Auflagefläche auf der Matte -> wärmer (meine XLite isoliert deutlich besser als meine Schlafsäcke). Und dann gibts ja noch Schlafsäcke wie den TAR Hyperion mit deutlich ungleich verteilter Daune oben und unten ... da könnte man ja noch viel mehr rausholen ...
    • Bequemer. Trotz Optimierung der Seitenlage (Gewicht verteilt, viel Auflagefläche geschaffen) schmerzt nach einiger Zeit die Hüfte und ich muss mich umdrehen, viel öfter als zuhause

    Kann man das lernen?

    Das frage ich mich und bin optimistisch. Bisher bin ich überwiegend Seitenschläfer. Beim Mittagsschlaf zuhause und in der Hängematte klappt es allerdings schon auf dem Rücken. Dann sollte das doch auch im Zelt gehen, oder?

    questor | hangloose : Jetzt gerne her mit deinen Tipps :)

  • Eichkatz 19. August 2026 um 13:56

    Hat den Titel des Themas von „Auf dem Rücken schlafen“ zu „Auf dem Rücken schlafen (lernen)“ geändert.
  • Kann man das lernen?

    Ja, das geht und habe ich erfolgreich praktiziert: vom Bauchschläfer zum Rückenschläfer.

    Es funktioniert über tägliche Gewöhnung kurz vorm Schlafen gehen. D.h., wenn man sich ins Bett legt, versucht man "aktiv" auf dem Rücken zu liegen. Am Anfang schafft man vlt nur ein bis zwei Minuten, bis es sich zu unbequem anfühlt (u.a. abhängig vom Härtegrad der Matratze: je härter, desto schneller kommt das Unbehagen). Die Rücken-Zeit verlängert sich kontinuierlich. Man schläft immer öfter auf dem Rücken ein.

    Wie schnell die Umgewöhnung dauert, hängt von der eigenen Disziplin, "Einschlafschnelligkeit", Erschöpfung etc ab. Bei mir hat es ungefähr 4 bis 5 Wochen gedauert. Man kann die Gewöhnung am Anfang durch ein unter den Kniekehlen platziertes Kissen unterstützen. Dies erschwert das Drehen im unbewussten Zustand etwas. Zudem entlastet es den unteren Rücken und die Hüftbeuger. Manche bauen auch neben den Oberkörper solche Barrieren.

    Das Kissen unter den Kniekehlen hatte ich nur ein paar Tage genutzt.

  • Hüftbeuger und Rumpfmuskulatur vorm Schlafengehen dehnen könnte auch förderlich sein.

    Rückenschlaf kann die die Schnarchgefahr erhöhen und / oder möglicherweise Atemaussetzer verstärken.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Rückenschlaf kann die die Schnarchgefahr erhöhen und / oder möglicherweise Atemaussetzer verstärken.

    Das kann ich bestätigen. Aus diesem Grund und zur Entlastung des Rückens habe ich es vor ein paar Jahren anders herum gemacht und mich zum seitenschlafen mit angewinkelten Beinen umgewöhnt.

  • Rückenschlaf kann die die Schnarchgefahr erhöhen und / oder möglicherweise Atemaussetzer verstärken.

    Ich hab auch Probleme mit Atmen durch Mund/verstopfte Nase/morgens gerädert beim Rückenschlafen. Bleibe daher auf der Seite.

    Außerdem braucht man mehr Platz/eine längere Isomatte, weil ganz ausgestreckt und nicht mit leicht angewinkelten Beinen. Ebenso seitlich für die Arme. Man verliert evtl. auch Platz nach oben zur Zelt-/Tarpwand, je nachdem wie lang Beine und Füße sind ;)

    Man kann auch auf der Seite lernen, das Gewicht besser zu verteilen und Druckstellen zu minimieren: Leicht nach vorne beugen und mehr Gewicht auf Oberschenkel (ähnlich stabiler Seitenlage). Ausreichend hohes und stabiles Kissen (oder Rucksack, Packsack) macht auch viel aus.

  • aber trotz Schnarchens ist es manchmal einfach herrlich, so richtig alle Viere von sich zu strecken und ein Nickerchen zu halten! Solang ich nicht selber davon aufwache.

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