Beiträge von Hike-a-Bike

    Verliert ihr eure Stöcke nicht? Ich Kauf nur gebrauchte für 2-3 Euro aus dem Sozialkaufhaus. Bin schon etliche Kilometer wieder zurückgegangen, weil ich meinen Stock irgendwo stehen gelassen habe. Zweimal in Genf auf dem Bahnhof und einmal in Olsberg, da konnte ich nicht mehr zurückgehen.

    Schon 1-2 mal passiert für maximal ein paar hundert Meter. Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen...

    Ja SEV gibt es, dauert leider meist doppelt so lange und kommt dann auch manchmal einfach nicht. Ich vermeide das wenn möglich …

    Meinte eher die Linienbusse, die dann vlt. bis zur nächsten Brücke etc fahren. Vermutlich mitten im Mittelrheintal eher keine Alternative, aber in Richtung nördliches oder südliches Ende des brückenlosen Bereichs vlt. eine Möglichkeit.

    Hallo,

    ich wollte gerne am Wochenende ein, zwei Etappen auf dem Rheinsteig machen. Der rechtsrheinische Zug scheint momentan nicht zu fahren. Früher wurde mir dann immer der linksrheinische Zug und dann die Fähre angezeigt. Fahren die momentan alle nicht ? Ist es besser den Rheinburgenweg zu nehmen?

    Zumindest viele Fähren fuhren zuletzt wegen des niedrigen Wasserstands nicht. Evtl. Busse als Alternative? Hier z.B.: https://www.vrminfo.de/fahrplanauskunft/

    Für mich als Außenstehende (Alunutzerin - halten ewig) die seit vielen Jahren immer wieder neidvoll auf das geringe Gewicht schielt: Bei Carbon scheint es doch immer darauf anzukommen, es (nur) in der Richtung zu belasten, in der es auch intendiert ist. Solange man das schafft, ist das Material super. Wenn man es aber in einer anderen Richtung / quer belastet, dann eben nicht unbedingt. Darauf führe zumindest ich zurück, dass ich in früheren Jahren im Zusammenhang mit Carbonstock-Brüchen immer wieder „ bin selber daran schuld, dass er gebrochen ist“ gelesen habe. Also Carbonstocknutzende ihren Stock in Schutz nahmen , anstatt von diesem zu verlangen, dass ihr Unterstützungsinstrument einfach funktioniert.

    Oder schreibe ich nur alte Vorurteile fort?

    Prinzipiell ist das auch mein Verständnis. Allerdings verstehe ich die Debatte zwischen Carbon=teuer=leicht und Alu=schwer nicht so ganz, wenn es mit zB den Fizan Compact ein sehr leichtes und verstellbares Angebot aus Alu auf dem Markt gibt, dass noch dazu im eher unteren Preisbereich angesiedelt ist.

    Nachdem es mir im Sarek vor Jahren mal einen Leki-Karbonstock bei einer abstützenden etwas schnelleren Bewegung geschreddert hat, bin ich mit meinen Fizans (die ich zudem stets als Zeltgestänge nutze) äußerst zufrieden.

    Und: Fast 200€ für Karbonstöcke sind wirklich grenzwertig.

    Fizan jetzt in den Alpen für Zelt genutzt und auch einige heftigere Belastungen beim Laufen gehabt inkl. seitlicher Gewalt durch zw. Felsen hängenbleiben - haben sie alles komplett unbeschadet überstanden.

    So: da Arbeit heute eher so träge ist, hier mal ein etwas ausführlicher Bericht meiner Tour:

    Tag 1: Nach der Anreise mit Flixbus über Nacht komme ich über Lyon und Grenoble gegen 12 Uhr mittags am Start in Le Bourg an. Grober Plan ist ein schöner Schlafplatz unterhalb der Meije im Bereich des Lac Noir. Mein Navigationstool sagt mir allerdings, dass es bis dahin über 31km sein werden. Naja schauen wir mal ... Es geht zunächst wirklich steil nach oben bis man die berühmten Kehren von Alpe-d'Huez verlässt. Danach immer weiter bergauf, bis es nach kurzem Zwischenabstieg ins Sarenne-Tal geht. Hier dann wieder aufwärts. Da die Temperaturen steigen, gönne ich mir ein Kaltgetränk in einer Hütte am Weg, gehe aber dann direkt weiter. Im oberen Bereich wird das Tal offener und die Sonne brennt. Vor dem Pass schwindet mein Glauben an den Schlafplatz mit Panorama. Meine Motivation ist aber auf einen Schlag wieder da, als ich nach dem Pass die ersten Blicke auf den Gletscher erhasche. ICH WILL DA HIN! Ein schneller Check ergibt, dass ich die Hälfte der Tagesstrecke geschafft habe. Es geht aber jetzt zunächst bergab durch zwei hübsche kleine Dörfchen, bevor es dann kurz vor Besse wieder bergauf geht. In Besse gönne ich mir noch eine Limo im Dorfladen und halte mir beim sehr einladenden Campspot hinter dem Ortsausgang kurz die Augen zu... 18:30 Uhr! Das wird ein langer Tag! Der Anstieg zum Emparis-Plateau zieht sich wie Kaugummi. Nur der schnelle Zucker aus der frisch gekauften Limo lässt mich nicht völlig zusammenbrechen. Angekommen auf dem Plateau bin ich dann wieder frisch. Es ist abgekühlt und erstmal relativ flach. Zum ersten mal wirkt die Distanz zum Tagesziel überschaubar. Allerdings gilt es noch einen letzten kurzen Anstieg zu überwinden. Es dämmert. Das Abendrot glüht hinter den Bergen, bei der Hütte auf dem nächsten Bergrücken herrscht reges Abendtreiben. Den See erreiche ich dann schon im letzten Tageslicht. Zum Glück finde ich schnell einen schönen Platz mit Blick über den See zum Gletscher. Als das Zelt steht ist es dunkel und ich so platt, dass ich ohne Essen in den Schlafsack krieche. 31km mit 2700hm bei 12 Uhr Start waren dann doch stramm, aber ich schlafe zufrieden ein....

    Tag 2: ... und verschlafe auch den Sonnenaufgang. Gegen 7:30 Uhr schäle ich mich aus dem Schlafsack und gehe erstmal eine Runde um den See, um den Ausblick zu genießen, den ich am Tag zuvor nur noch im Dämmer- und Sternenlicht gesehen habe. Nach ausgiebigem Landschaftsgenuss und einem kurzen Schnack mit einem Holländer, der auf der anderen Seeseite gezeltet hatte, geht es dann etwas verspätet erst nach 9 Uhr los. Der Blick auf die schroffe Meije und den Geltscher begleitet mich weiter - kleiner See mit Gletscherhintergrund - Kühe mit Gletscherhintergrund - Bergdorf mit Gletscherhintergrund. Währenddessen steige ich mehr und mehr ab und meine Knie vermelden, dass der vorherige Tag doch recht anstrengend war. Daher erstmal Pause. Gegen 11 Uhr gibt es ein frühes Mittagessen in Le Chazelet mit Kaffee und Crepes mit Bergkäse, Schinken und Ei! Crepes ala Meije ... wie sollte er auch sonst heißen?! Hinter dem Ort gibt es dann nochmal einen besonders spektakulären Meije-Moment auf einer Aussichtplattform, die waghalsig über dem Abgrund hängt. Handy und Stöcke besonders festhalten! Dann weiter bergab nach La Grave. Noch eine kleine Stärkung im Dorfladen und einmal Wasser auffüllen aus dem Dorfbrunnen, dann geht es weiter entlang des Tales der Romanche. Auch nicht ganz ohne Höhenmeter aber doch vergleichsmäßig entspannt und landschaftlich doch recht ansprechend wandere ich weiter bis zum Lac d'Arsine. Dort kehre ich kurz in das Cafe am Campingplatz ein, bevor es dann in den Anstieg Richtung Col d'Arsine geht. Landschaftlich wird es jetzt wirklich schön. Den Aufstieg begleiten steile Hänge mit Wasserfällen auf allen Seiten bevor es dann abflacht und man über das Hochtal schöne Blicke in Richtung Refuge und Col aber auch hinunter ins obere Tal der Romanche hat, das eingerahmt von 3500ern wild und lockend wirkt (vielleicht beim nächsten mal!). Neben Kühen finden sich hier oben übrigens auch unzählige Murmeltiere. Bisher war es ein heißer sonniger Tag, aber auf den letzten Kilometern hinauf zum Pass zeigen sich dunkle Wolken über den umliegenden Bergen. Eigentlich hatte ich über ein Nachtlager am etwas über dem Pass liegenden Gletschersee nachgedacht, aber die Wolken wirken zunehmend bedrohlich, weshalb ich den Gletschersee schweren Herzens auslasse und in den Abstieg übergehe - wird dann doch wieder ein langer Tag. Landschaftlich ist es aber imemrnoch wunderschön. Der Weg wird von einem bläulich-weißen Bach begleitet, der sich zuerst immer mal wieder zu kleinen milchigen Becken staut und dann nach einem besonders steilen Abschnitt einen kleinen Milchsee bildet. Im oberen Bereich hätte es auch ein oder zwei schöne Campspots gegeben, das Wetter droht aber leider immer offener, weshalb ich mich für den weiteren Abstieg entscheide. Als ich den Wald erreiche, beginnt es dann auch etwas zu regnen. Bevor es zu nass wird erreiche ich aber eine kleine Zeltwiese im Wald, die schon gut besucht ist. Vor dem Regen, der fast die ganze Nacht anhält habe ich noch Gelegenheit zu einer kurzen Unterhaltung mit zwei Litauern (die beiden werden mir in den nächsten Tagen noch öfter - und meistens mit Bier - begegnen). Dann wiegt mich das Prasseln gemeinsam mit dem Rauschen des angrenzenden Baches in den Schlaf. Waren dann doch wieder 31km.

    Tag 3: Ich breche früh auf und genieße die frische Morgenluft. Nach kurzer Strecke erreiche ich das Dorf Le Casset, das noch zu schlafen scheint und folge dem wolkenverhangenen Tal nach Le Monetier, wo ich mir ein ausgiebiges Frühstück mit Kaffee und Teilchen in der örtlichen Bäckerei gönne und mir auch noch etwas für unterwegs einpacke. Danach wieder bergauf. Die Wolken reißen genau zum richtigen Zeitpunkt auf und ich erhasche immer wieder Blicke auf das umliegende Bergpanorama, während ich durch den Wald aufsteige. Ein kurzes landschaftliches Highlight bietet der Weg nochmal als der Wald sich etwas lichtet und man unter hohen Felsriesen einem kleinen lieblichen Bach folgt. Dann jähes Ende des Genusswanderns. Ski-Station, Schotterpiste, Wasserreservoir am Pass - schnell weiter! Auf der anderen Seite ist es wieder besser. Hier hätte es auch eine Alternativroute gegeben, die aber auch ein (wohl auch alpinerer) Umweg gewesen wäre. Nach den letzten zwei langen Tagen wähle ich den Weg des geringsten Widerstands und steige lieber direkt in den Abstieg ein. Der führt mich in einen weiten Talkessel und mündet bei einer bewirtschafteten Hütte mit Parkplatz zunächst auf eine kleine Straße, die ich aber relativ bald wieder verlasse, um durch den Wald weiter dem Tale zuzustreben. Heute brauche ich Erholung! Daher nur noch schnell ein Getränk aus dem kleinen Supermarkt in Saint-Antoine und dann nach kurzem Schlussspurt entlang des reißenden Baches ab ins Hotel in Vallouise. Hier gibt es übrigens auch einen Sport- und Outdoorladen, wo ich mich mit einem neuen Paar Socken versorge, da ich versehentlich ein beschädigtes Paar eingepackt hatte. Den Abend lasse ich dann mit einer warmen Mahlzeit ausklingen, bevor ich mich ins wohlverdiente Hotelbett fallen lasse.

    Tag 4: Start mit einem ausgiebigen Hotelfrühstück! Vor lauter Entspanntheit und im wahren UL-Geiste lasse ich erstmal mein Microfasertuch im Badezimmer liegen -50g! Werte das als Erfolg. Danach geht es nach kurzem Abstecher in die örtliche Bäckerei erstmal längere Zeit entlang des Baches das nächste Tal hinauf, was ich trotz fehlender spektakulären Momente nicht allzu störend finde. Als der Weg schließlich das größere Tal verlässt und als Pfad in ein Seitental einbiegt lässt er auch landschaftlich nichts mehr zu wünschen übrig. Das Tal ist zunächst eng und so schattig, dass sich neben dem Weg sogar noch Schnee findet. Nachdem ich eine entgegenkommende Schafshorde überlebt habe, öffnet es sich dann zunehmend und man findet sich in einem herrlichen von hohen Bergen umgebenen Kessel wieder, durch den man weiter aufsteigt. Das letzte Stück ist dann wieder steiler und man merkt so langsam, dass man fast 1500hm am Stück aufgestiegen ist. Am Pass de l'Aup Martin auf über 2700m wirkt das Wetter dann plötzlich gar nicht mehr so freundlich wie am bisherigen Vormittag. Böig bläst mir der Wind den Staub ins Gesicht. Trotzdem beeindruckt die Kulisse. Am Hang entlang geht es zunächst kurz auf gleicher Höhe hinüber zum Cavale-Pass dann beginnt der steile Abstieg zum Refuge Pré de la Chaumette. Über den Nachmittag und beim Abendessen treffe ich hier quasi die gesamte Gesellschaft der nächsten Tage (auch die Litauer sind wieder da - mit Bier), weil die immer enger getakteten Pässe in den letzten Tagen die Etappen immer strenger vorgeben. Das bestimmende Thema ist die Schlechtwetterfront, die am übernächsten Tag eintreffen soll. Gerade für die eher langsameren unter meinen neuen Bekanntschaften stellt sich die Frage, wo man denn am liebsten einen Tag festsitzen will (man ist sich einig: lieber im Tal als in einem Refuge) und ob die Strecke am nächsten Tag machbar sein wird.

    Tag 5: Der Tag beginnt mit Frühstück im Refuge und anschließend gleich mit steilem Anstieg. Das verhangene und stürmische Wetter wirkt bedrohlich und es gilt drei Pässe hintereinander zu überwinden. Ich fühle mich aber erholt und starte mit gutem Tempo. Schon nach kurzer Strecke überhole ich das Pärchen aus Deutschland, das besonders früh starten wollte, um es vor dem Unwettertag noch ins nächste Dorf zu schaffen (Spoiler: sie haben es geschafft). Nach dem ersten Pass folgt ein kleines Zwischental mit Murmeltieren und kleinem Teich, dann geht es kurz und knackig über Pass Nummer 2 und entlang des Hanges über dem nächsten Zwischental weiter zu Pass Nummer 3 - dem Col de Valonpierre. Dank des weiter oben im Faden stehenden Berichts steige ich vom Col weiter auf in Richtung Pic. Kurz unter dem Gipfel verkrieche ich mich hinter einem Felsen vor dem Sturm und nutze den hier oben völlig richtig angekündigten Netzempfang, um mir ein Zimmer im Tal zu buchen und um meine Freundin über meine Gesundheit zu informieren - immerhin hatte ich seit ca. 24h keinen Empfang mehr und die letzte kurze Nachricht hatte ich ihr vom doch eher schroffen Col de l'Aup Martin geschickt. Dann stürze ich mich in den kaum enden wollenden Abstieg. Motivation gibt zunächst die Aussicht auf Kaffee im Refuge de Vallonpierre, den ich dann auch im Liegestuhl am gleichnamigen See und mit Blick auf schroffe Gipfel und (leider nur noch kleine) Gletscher genießen kann. Dann immer weiter bergab. Die Luft ist dick, wie nach einem Waldbrand, verantwortlich ist aber Sahara-Sand. Der Tag wird trotzdem zunehmend heiß und drückend. Der Weg führt mich weiter steil bergab in den nächsten großen Talkessel. Angekommen auf der Talsohle folge ich dem Bach. Kurze Zeit sogar quasi im Bachbett. Ein paar Tage später werde ich bei einer Refuge-Bekanntschaft ein Video vom Unwettertag an gleicher Stelle zu sehen bekommen. Hüfthohe apokalyptsiche Fluten - wir sind uns einig, dass das Durchwaten lebensgefährlich war. Aber für mich ist es nur etwas steinig im breiten und zu diesem Zeitpunkt trockenen Bachbett. Der Bach begleitet mich danach in mehr oder weniger Abstand weiter durch das langsam flacher und weiter werdende Tal. Leider bleibt der Weg bis zuletzt ausgesprochen steinig. Schlimmer noch: Ich erreiche das Dorf La Chapelle gegen 14 Uhr aber mein Zimmer wird erst um 17 Uhr bereit sein und die drückende Hitze macht mir seltsam heftig zu schaffen. Noch dazu hat der Dorfladen gerade Pause. Naja immerhin der Campingplatz verkauft mir 2 Dosen Orangina. Ich verkrieche mich im Schatten im Garten meiner Unterkunft und fiebere meinem Zimmer und insbesondere der Dusche entgegen. Nach dem schier endlosen Warten gibt es dann die verdiente Dusche und einen Salat mit lokalen Teigtaschen im nahen Restaurant. Außerdem treffe ich noch diverse Bekannte der Vortage (die Litauer natürlich wieder mit Bier) bevor ich mich zur Ruhe lege.

    Tag 6: Der Ruhetag beginnt mit Regen und endet mit Regen. Die Entscheidung im Dorf zu bleiben, bereut an diesem Tag vermutlich absolut niemand. Es regnet quasi durchgehend und gewittert immer mal wieder. Über weite Teile des Tages fällt zunächst der Strom und dann auch der Netzempfang aus. Spannend: Auch die Klospülung in meinem Zimmer läuft nur mit Strom ab (WARUM AUCH IMMER), weshalb ich im Dunkel der fensterlosen Toilette fast eine größere Überschwemmung auslöse. Der tapfere Dorfladen stemmt sich allerdings mit Generatoren gegen jegliche Härten des Lebens und bietet mir so reichlich Nahrung für den Tag mit Baguettes, Käse und Salami + allerlei süßen Leckereien, während ich den Wolken in den Bergen zuschaue und hoffe, dass ich am nächsten Tag weiterziehen kann.

    Tag 7: Nach dem Ruhetag fühle ich mich reichlich erholt und starte somit direkt zu einem kleinen Side-Quest. Die 3000m Marke habe ich noch nie zu Fuß überschritten, weshalb ich nicht zunächst dem Tal folge, um dann zum Refuge des Souffles aufzusteigen, sondern direkt von La Chapelle steil hinauf in Richtung Pic Turbat strebe. Ich breche noch im Dunkeln auf und folge einem Bachtal vorbei an kleineren und größeren Wasserfällen hinauf zum Col de Colombes. Hier biege ich dann fürs Erste ab von der eigentlichen Route und steige weiter auf. Relativ kurz danach gibt es eine kleine Kraxelstelle, dann geht es felsig aber ohne sonstigen alpinen Anspruch weiter bergauf bis kurz unterhalb des Gipfels. Hier ist dann Schluss für mich. Die letzten felsigen Meter spare ich mir. Bei einer Gipfelhöhe von 3028m müsste ich die 3000 ohnehin schon geknackt haben. Ich genieße also den Ausblick, futtere einen Riegel und mache mich an den Abstieg. Am Col sammele ich den zurückgelassenen Rucksack ein (der 70g Mini-Rucksack hat mir für den Abstecher gute Dienste geleistet). Weiter gehts vorbei am sehr hübschen Lac Lautier und über den nächsten Pass, bevor schließlich das Refuge auftaucht, wo ich zuerst die beiden Litauer (an diesem Punkt meiner Erzählung könnt ihr euch vermutlich denken welches Getränk sie gerade genießen), dann das eher langsame deutsche Pärchen und zuletzt eine leckere Suppe treffe. Frisch gestärkt geht es dann zum eigentlichen Pass des Tages, dem Col de la Vauze. Auf dem Weg dahin finden sich einige mit Seilen gesicherte Stellen, die ich allerdings auch ohne Seile eher als harmlos empfinden würde. Ein paar Murmeltierbegegnungen und ein paar Blicke zurück Richtung Refuge und Pic Turbat später erreiche ich dann den Col und mache mich an den überaus steilen und gefühlt endlosen Abstieg in Richtung Le Desert und zum örtlichen Gîte. Nach einer kleinen Nahtoderfahrung mit einem Schäferhund treffe ich dann auf der dortigen Zeltwiese und beim Abendessen nochmal auf die kompletten Bekanntschaften der letzten Tage inkl. natürlich auch der zwei biertrinkenden Litauer.

    Tag 8: Wie gewohnt geht es nach dem für den Preis überaus guten und stärkenden Frühstück erstmal bergauf. Erstes Zwischenziel ist der Col de Côte-Belle. Auf dem Weg hinauf überhole ich die üblichen Verdächtigen der letzten Tag während ich die schattige Kühle des Morgens genieße. Der Weg folgt zunächst dem Bach und windet sich dann über Bergwiesen zum Col. Oben gibt es als schöne Überraschung 5 Gämsen zu sehen, die sich allerdings über meinen Anblick weniger zu freuen scheinen. Gerade noch so kann ich ein paar unscharfe Bilder aufnehmen, da sind sie auch schon in einem seitlichen Einschnitt verschwunden. Für mich gehts weiter bergab mit Blick auf das zweite Zwischenziel des Tages - den Col de la Muzelle. Der bietet einen eher beunruhigenden Anblick. Aus der Distanz wirkt der Pass wie eine etwas niedrigere Mauer zwischen den höheren Mauern der umliegenden Berge. Da soll ich drüber?! Naja nicht verzagen, haben ja auch schon andere geschafft, das wird schon. Zunächst kann ich mich mit den bizarren Felsformationen an der Cote-Belle ablenken, bis der Weg wieder in den Wald eintaucht und mir den Blick hinüber zum Muzelle nimmt. Auf der Talsohle angekommen gibt es erstmal ein zweites Frühstück und eine der Überholten des Morgens - eine Französin aus der Nähe von Paris - holt mich ein und wir gehen gemeinsam weiter. Vielleicht ist es der Respekt vor dem kommenden Pass, der uns die Gesellschaft suchen lässt. Zunächst geht es aber noch recht harmlos bergauf entlang eines weiteren Baches und erneut über hübsche Bergwiesen, die von Schafen beweidet werden. Irgendwann lässt sich dann am über uns aufragenden Pass doch ein Weg erkennen. In unzähligen engen Serpentinen zieht er sich über den einzigen schmalen Abschnitt der vor uns aufragenden Höhe, der irgendwie begehbar scheint. Wir stärken uns noch ein letztes mal und werden von einem weiteren Bekannten eingeholt. Während wir essen, unterhalten uns zwei kleine Wiesel, die über die sich um uns herum ausbreitende Geröllhalde tollen. Dann wird es ernst. Der letzte Abschnitt ist wirklich sehr sehr steil. Ich bin relativ schwindelfrei, aber gerade der Blick nach oben (warum auch immer nicht so sehr der Blick nach unten) lässt mich doch immer wieder kurz verharren. Technisch anspruchsvoll ist der Weg aber nicht wirklich und die größte Gefahr ist eine 1,5l Flasche, die ein anderer Wanderer von der Passhöhe versehentlich fallen lässt. Wir bringen sie ihm zurück. Er freut sich vermutlich weniger über die leicht beschädigte Flasche als darüber, dass wir ihm das Bombardement nicht übelnehmen. Anschließend genießen wir kurz die Blicke in beide Richtungen und steigen dann in Richtung des Refuges ab. Der Weg ist deutlich weniger steil als von der anderen Seite und so sind wir fast im Laufschritt unterwegs. Kaffee, Kuchen und andere Leckereien im Refuge locken. Also erstmal vorbei an der Zeltwiese am See und hinüber zum Refuge und seiner herrlichen Terrasse mit dem Blick über den See und zum Muzelle Gletscher. Nach und nach trudeln die restlichen Bekannten ein (die beiden Litauer erreichen das Refuge nach eigener Aussage exakt um "beer o'clock") und der Abend bietet noch ein Dinner im Refuge und einen schönen Zeltplatz am See.

    Tag 9: Nach dem Frühstück wollten wir eigentlich zu dritt los, aber der Dritte im Bunde hatte kein Frühstück geordert und als wir zurück in Sichtweise der Zeltwiese waren, stand sein Zelt noch unberührt. Also ging es zu zweit in Richtung des letzten Passes der Tour dem Col du Vallon. Zu den schönen Blicken zurück zu Refuge, See und Gletscher und in Richtung des Gletschers von Les Deux Alpes, gab es dann leider schon vor dem Pass etwas Niesel, der sich kurz nach dem Pass dann zu wirklichem Regen entwickelte. Dieser war dann zwar nach weniger als einer halben Stunde auch wieder zu Ende, aber der folgende in Teilen sehr steile Abstieg wurde durch die Nässe nicht angenehmer. Trotzdem näherten wir uns zügig dem tiefgrün-türkisen in einem engen Bergkessel gelegenen Lac Lauvitel, an dessen Ufer sich eine schöne Biwakzone befindet. Während dort die letzten Übernachtungsgäste noch ihre Zelte einpackten, hatten wir damit schon die Hälfte des letzten Tages bewältigt. Danach ging es weiter bergab durch den Wald bis wir in Les Gauchoirs das Tal des Veneon erreichten. Spätestens nach dem letzten Highlight, dem schönen Etang de Buclet mischten sich bei uns beiden Wehmut und Vorfreude aufs Ankommen. Das letzte Stück war dann auch nur noch Roadwalk hinein nach Le Bourg. Dort stieß dann auch noch der Dritte wieder dazu und wir schwelgten bei Kaffee, Kuchen und Croque-Monsieur ein wenig in Erinnerungen an die letzten Tage, bevor es dann auf verschiedenen Wegen zurück in Richtung Alltag ging.

    Aber gerade über den Winter könnte das schon gut passen.

    Auch wenn man die Geräte im Studio nicht unbedingt braucht, kann es für regelmäßiges Training extrem hilfreich sein sich einfach feste Termine zu setzen und z.B. 2-3 mal die Woche vor/nach der Arbeit zu trainieren. Ich hatte das auch im letzten Winter und mir hat es extrem geholfen dranzubleiben.

    Exceltabelle anlegen, jeden 2. Tag zuhause im Wohnzimmer 2 Sätze von was auch immer, Balkontür auf, gleich nachher unter die Dusche - es geht eigentlich kaum einfacher und PCT Fitness sollte Motivation genug sein. Auch die Perspektive mit noch mehr Jahren fit und mobil zu bleiben ist eine ziemlich gute Motivation finde ich :).

    Das macht 6 Sätze in der Woche und der Effekt ist innerhalb von Wochen sicht- und spürbar

    Sehe ich, aber zuhause gibts halt viele viele andere DInge zu tun... Schon im Studium habe ich in der Bibliothek viel besser gelernt als am heimischen Schreibtisch. I guess jede*r muss da für sich selbst schauen, was funktioniert.

    Aber gerade über den Winter könnte das schon gut passen.

    Auch wenn man die Geräte im Studio nicht unbedingt braucht, kann es für regelmäßiges Training extrem hilfreich sein sich einfach feste Termine zu setzen und z.B. 2-3 mal die Woche vor/nach der Arbeit zu trainieren. Ich hatte das auch im letzten Winter und mir hat es extrem geholfen dranzubleiben.

    Wildtierbegegnungen finde ich auch immer sehr schön - und wenn es nur mal Fuchs, Reh oder Kaninchen in heimischen Gefilden sind... noch toller natürlich, wenn man schafft, sie im Bild einzufangen.

    Gämsen und Murmeltier auf dem GR54. Adler und Geier haben leider zu großen Abstand gehalten, um sie zu knipsen.

    Steinadler in den Cairngorms

    Flamingos in der Camargue und Schlange (ka welche Art) auf dem Rückweg von da (irgendwo im Elsass glaube ich)

    Mehr oder weniger wilde Strandtiere nahe dem Cap Formentor auf Mallorca :D

    Der ursprüngliche ICE wurde gestrichen, Ihre Plätze automatisch umgebucht. Auf der neuen Buchung sah es auf dem ersten Blick so aus, dass die Fahrradmitnahme mit berücksichtigt wurde. Das stimmt natürlich nicht, sondern nur dort, wo es nicht Reservierungspflichtig ist. Im Reservierungspflichtigen ICE wurde die Buchung nicht weitergeführt. Das sieht man aber auch nur als Kenner, beziehungsweise wenn man ganz genau hinschaut.

    Wenn man eine Bahnreise mit unverpacktem Rad mitnimmt, muss man das Ticket schon sehr genau anschauen. Im Zweifelsfall frühzeitig an den Bahnhof gehen und am Infoschalter informieren. Die können mit den Zugbegleitern telefonieren und evtl. einen Notplatz für das Rad frei halten. Hat bei mir zimindest schon einmal so geklappt, als eine Ersatzzug ohne Fahrradabteil kam. Bei der DB Radtickets schon Monate vorher kaufen, macht eigentlich keinen Sinn, da es oft Zugänderungen oder auch Schienenersatzverkehr gibt. Ich empfehle immer einen Plan B und C bereit zu halten, denn bei der DB muss man mit allem rechnen. Ich mache meine Reisen mit Rad am liebsten ins Ausland, aber das kurze Stück bis zur Grenze mit der DB ist, trotz großzügig geplanter Umsteigezeit, immer ein Nervenkitzel.:)

    Glaube es geht weniger darum, wie man mit Trick 17-21 + Navy Seal Ausbildung doch irgendwie durchkommt :D

    Ich bin, trotz des ganzen Elends und vielleicht weil ich als ÖPNV Mitarbeiter relativ gut weiß, wer besagtes Elend verschuldet hat, immer noch ein Fan des Bahnfahrens, aber mit Fahrrad würde ich mir unseren Fernverkehr nie antun (mit einem Brompton vielleicht).

    Same. Meine Erfahrungen waren da in D schn so schlecht, dass ich auch in Frankreich immer lieber auf den Regionalverkehr zurückgreife (ohne zu wissen, ob es da gut geht oder nicht). Übrigens hatte ich da den EIndruck, dass es zumindest im Regionalverkehr mit ein wenig mehr Augenmaß zugeht und mindestens teilweise zumindest ein klein wenig darauf geachtet wird, dass Fahrradabteile tatsächli9ch für Fahrräder (oder Kinderwägen etc) genutzt werden und nicht für Leute, die sich zu fein sind, mit jemand anderem im 4er zu sitzen.