Was ich auch nicht verstehe: alle 3 Apps die ich oben genannt habe, zeigen einen Wanderweg ca. 40 km durch Wald an, halt paar Km länger als die ausgeworfenen Fahrradstrecken/Varianten, der prima fahrbar ist, breit und einfach, schon paar Mal gefahren.
Das liegt vermutlich an der verknüpften Datenlage. Der Algorithmus sieht längere Strecke, dazu vielleicht noch falsch attributiert mit sehr schlechtem Untergrund-> Die andere Strasse ist die bessere Wahl.
Muss ich also wirklich händisch vorher gucken
Wenn das reicht. Auf einer Wanderstrecke ist das noch easy, auf einer Radtour die mehrere 100 km-1000 km lang ist viel spass. Es geht immer eine Abzweigung die man verpasst wo es eventuell eine bessere Variante gibt. Leider ist das auch nicht immer auf der Karte sichtbar (die Qualität des Untergrunds wird z.B. darstellerisch nicht voll angezeigt -> man sieht es gar nicht).
Fazit: Das Routing, was mit dem Auto schon gut funktioniert, ist für Wanderungen und Fahrradfahren noch in den Kinderschuhen. Insbesondere weil die Ansprüche so verschieden sind. Daher ja die ausgeschilderten Fernradwege/Wanderwege, weil die Algos nicht so einfach konfigurierbar sind.
Mein Vorgehen: mal eine Route ausspucken lassen, und dann anpassen. Am Ende vor Ort noch umentscheiden, aber das ist eher selten. Welche App, ist am Ende eher egal. Alle Router kochen nur mit Wasser (das heist ab der Datenlage die im OSM vorhanden ist - oder nicht oder falsch). Die Konfigurierbarkeit von Brouter ist spannend, bei mir ist da der Zeitfaktor mich einzuarbeiten (und dann ist die Route halt mal nicht Ideal - ich bin immer noch draussen auf dem Velo und bei den restlichen 95% ist die Route schön). Ob Du jetzt komoot, OSMand, Locus nutzt, solange es einen Router für Velo hat der für Dich passt, wirst Du überleben.
Auf deinen spezifischen Fall bezogen
Garmin-Uhr oder so ist nicht vorhanden und Knopf im Ohr auch Nein Danke. Diesmal sind wir aber als Gruppe unterwegs, mit ganz unterschiedlichen Rädern und zT noch nie zusammen gefahren oder vor Jahrzehnten mal. Jedenfalls kommen endlich mal wieder mehrere Zelte aus meiner Sammlung gleichzeitig zum Einsatz:-) und wir "müssen" pünktlich an Fähren und v.a. zu einem Event wo sein. Habe für den Weg keine Verantwortung übernommen, aber es hat sich glaube ich auch noch niemand Gedanken gemacht.
Bei grösserer Gruppe (so ab 5-6) die auch noch sehr heterogen scheint, und es noch Zwischentermine gibt würde ich empfehlen genauer zu planen und genügend Zeitpolster einzuplanen. Einer ist immer dabei, der verspätet ist, irgendein Problem hat etc. Und dann bei einer grösseren Gruppe Zeit aufzuholen ist mehr stress als sonst. Auch das Übernachten würde ich vorher besser ausgucken (je nachdem wo es hingeht natürlich). Im Planer deiner Wahl die Strecke "auskundschaften", mit genügend Polster Übernachtungen haben. Alternativrouten dann vor Ort anschauen.
Wo es mal bei mir ganz schief gelaufen ist : Eine Strasse, wo es hiess die hängt am regionalen Radnetz. Ich denke: joa da wird wohl ein Radweg sein. Am Ende kurvige Landstrasse, nicht mal ein Fahrradstreifen, steil rauf wo die Autos mit 100 an einem viel zu dicht vorbeischiessen. Waren nur ein paar km, hat aber mehr als gereicht. Vor Ort war es aber auch als Fahrradverbindung ausgeschildert. Der Verkehrsplaner war wohl nie auf einem Rad....