Beiträge von Patirou

    Aber Regen spült doch socher Sediment in Bäche und Tümpel.

    Wenn es im Sediment gebunden ist, wird es filtriert. Problem ist, wenn es herausgelöst wird (wenn pH, Alkalinität und Temperatur stimmt). Ausserdem sind nicht alle Metalle in allen Oxydationsstufen giftig (beispiel Bromid und Bromat. Eins der beiden ist Krebserregend, das andere hat keine Auswirkungen).

    Bei Metalbelastungen aus den Böden geht es auch meist nicht um Regen der direkt in die Bäche fliesst und ein bisschen Sediment mitnimmt (welches eher unbelastet ist), sondern um das Wasser was erst tief in den Boden infltriert, dort Metalle herauslöst und dann über Quellen Tage/Monate/Jahre (die Zeitspannen können je nach Geologie sehr unterschiedlich sein) später wieder hervorkommt.

    Dass die Aussage Quatsch ist, zeigt ja schon die Tatsache, dass Wasser der Innerste (also stark belasteter Fluss) über die Granetalsperre (dorthin wird das Wasser gepumpt) für die Trinkwasserversorgung von solchen Städten wie Hildesheim, Hannover und Bremen gebraucht wird.

    Ganz Quatsch nicht, das Wasser aus der Granetalsperre wird aufbereitet, insbesondere mit Stufen, welche auch Metalle (Eisen, Mangan) entfernen, welche auch Spuren von Schwermetallen entfernen würde. Nicht nur der Beschrieb der Anlage auf der Webseite, auch die Aufbereitungsstufen lassen darauf schliessen.

    Microsoft Word - Analysebericht _ Aufbereitungsstoffe 2023 _ 16.01.2024 _ _ HWW.doc

    Grundsätzlich richtig, dass erst die Böden, und dann das Oberflächenwasser belastet ist, ich würde es aber nicht sofort abschreiben. Insbesondere da das Granewerk ein Mischwasserreservoir ist, wo am Ende verschiedene Gewässer aus verschiedenen Quellen gemischt werden. Es kann sein, dass eine oder mehrere Zuflüsse belastet sind, in der Summe man aber unter den Grenzwerten sind. Wird in dem Werk wo ich arbeite z.B. wegen Nitrat und Metaboliten von Pestiziden so gemacht.

    Die Frage, ob ein Metall aus dem Boden herausgelöst wird, hängt von den Parametern Temperatur, pH und Alkalinität ab. Dass heisst es kann sich auch mal ändern. (je nach Witterung, wie schnell das Regenwasser infliltriert und wieder "ausgespuckt" wird etc.

    ist halt schwierig, wenn man dafür dann schon das gefilterte / desinfizierte Wasser nehmen muss.

    Nach dem schöpfen die Finger waschen bzw. disinfizieren meinte ich, und nichts davor essen. Und ja darauf achten nicht das Trinkstück zu verschmutzen. Ist aber auf einer Wanderung zugebenerweise nicht immer umzusetzen. Und wenn man in einer Gruppe ist: einer macht es dann irgendwann eh falsch -> daher vor allem auf die Quelle achten. Wenn im Weideland grad links liegen lassen. Am Besten ist, wenn das Wasser aus dem Boden kommt (auch nicht immer umsetzbar, ich weiss).

    Habe auch im französischen Web nachgeschaut. Ist nicht wirklich klar was da los ist.

    Aber:

    -es ist kein neues Phänomen, sondern jedes Jahr wieder (es wurde halt dieses Mal von den Medien aufgegriffen)
    -es wird davor gewarnt, dass die "gourdes filtrantes" nicht ausreichend sein können. Was die auch immer damit meinen (ich würde jetzt auch Befree und Konsorten rauslesen).

    Es sind jetzt mehrere Gruppen unabhängig voneinander an verschiedenen Orten gewesen. Frage ist auch: hat in der einen Gruppe für alle gekocht und mit der Hygiene war was nicht ganz ok -> dann wäre gar nicht mal das Wasser schuld. Bei solchen Wanderungen wird ja gerne mal auch geteilt (ein Biss vom Sandwich, gib mal die Flache rüber, der Griff in die gleiche Trailmix-Tüte etc.). Wenn einer in der Wandergruppe es bekommt, sind die anderen auch dran.


    Was ich vermute: nicht sauberes arbeiten beim abfüllen (auch die Finger beim schöpfen, die danach nicht gewaschen werden), viel Weidevieh, und Probleme beim LNT (zu nahes kacken an Wasserquellen von früheren biwakierenden). Wenn mitten auf der Weide Wasser geschöpft wird, hat man selbst Schuld (der Norovirus ist von den Viren eher Widerstandsfähig - im Normalfall kann er 7-14 Tage an Oberflächen überleben - in den Bergen eher kürzer durch die UV-Belastung). Der Norovirus braucht auch relativ wenig funktionierende Keime, um Symptome auszulösen (10-100 Keime reichen schon, das ist extrem wenig).
    KSBL_M15041-07_Norovirus_Flyer_A5_202403_WEB.pdf


    Beim Norovirus wird man auch in wenigen Stunden symptomatisch (6-24h), bei Ecoli Bakterien eher in Tagen (2-10 Tagen). Aufgrund der Ausführungen die ich lesen konnte, würde ich daher eher auf die Viren tippen.


    Eventuell wäre eine Lösung die Kombi Filtern + Micropur, da wäre man dann ganz auf der richtigen Seite falls die Wasserquellen wirklich mit Viren belastet wären. Funktioniert halt nur solange die Trinköffnung nicht verschmutzt wird (und alle in der gleichen Gruppe elementare Hygieneregeln anwenden).

    Hoi zusammen,

    eventuell für die, die ein neues Bike fürs Bikepacking suchen:
    SCOTT Scale Gravel 20 Bike

    Das ist die Aluversion, gibt es auch als Carbonversion:
    SCOTT Scale Gravel 10 Bike

    Das 20er hat meine Frau gekauft, war mit 1'400 CHF relativ günstig. Die erste Reise steht schon an.

    Vorteile:

    • starres MTB mit grosser Reifenfreiheit, 2.4'' ab Werk
    • MTB-Standards bei den Achsen
    • 10-52er Kassette von SRAM mit der Transmission, für ab Rahmenbauer UDH-Schnittstelle
    • Preis
    • Inner Barends ab Werk
    • kleine Rahmenhöhe (meine Frau mit 155 cm kann locker drübersteigen)
    • Preis: 1'400 CHF

    Nachteile:

    • Wenig Anbaupunkte, ein Ortlieb Quickrack über die Achse wäre möglich, sonst schwierig für Gepäckträger. Anbaupunkte an der Gabel vorhanden. In Grösse S nur ein Flaschhalter-Anbaupunkt im Rahmen (am Unterrohr). In grösseren Rahmen gibt es 2.  Unter dem Unterrohr keine vorhanden. Keine Anbaubunkte an Ketten- und Sitzstreben.
    • Die günstigste Version der Transmission verbaut (die 70er - was die 90er für genaue Vorteile bringt, keine Ahnung und kann man nach dem Abfahren der ersten easy austauschen)
    • Kein Dynamo ab Werk

    Was ich auch nicht verstehe: alle 3 Apps die ich oben genannt habe, zeigen einen Wanderweg ca. 40 km durch Wald an, halt paar Km länger als die ausgeworfenen Fahrradstrecken/Varianten, der prima fahrbar ist, breit und einfach, schon paar Mal gefahren.

    Das liegt vermutlich an der verknüpften Datenlage. Der Algorithmus sieht längere Strecke, dazu vielleicht noch falsch attributiert mit sehr schlechtem Untergrund-> Die andere Strasse ist die bessere Wahl.


    Muss ich also wirklich händisch vorher gucken

    Wenn das reicht. Auf einer Wanderstrecke ist das noch easy, auf einer Radtour die mehrere 100 km-1000 km lang ist viel spass. Es geht immer eine Abzweigung die man verpasst wo es eventuell eine bessere Variante gibt. Leider ist das auch nicht immer auf der Karte sichtbar (die Qualität des Untergrunds wird z.B. darstellerisch nicht voll angezeigt -> man sieht es gar nicht).

    Fazit: Das Routing, was mit dem Auto schon gut funktioniert, ist für Wanderungen und Fahrradfahren noch in den Kinderschuhen. Insbesondere weil die Ansprüche so verschieden sind. Daher ja die ausgeschilderten Fernradwege/Wanderwege, weil die Algos nicht so einfach konfigurierbar sind.

    Mein Vorgehen: mal eine Route ausspucken lassen, und dann anpassen. Am Ende vor Ort noch umentscheiden, aber das ist eher selten. Welche App, ist am Ende eher egal. Alle Router kochen nur mit Wasser (das heist ab der Datenlage die im OSM vorhanden ist - oder nicht oder falsch). Die Konfigurierbarkeit von Brouter ist spannend, bei mir ist da der Zeitfaktor mich einzuarbeiten (und dann ist die Route halt mal nicht Ideal - ich bin immer noch draussen auf dem Velo und bei den restlichen 95% ist die Route schön). Ob Du jetzt komoot, OSMand, Locus nutzt, solange es einen Router für Velo hat der für Dich passt, wirst Du überleben.

    Auf deinen spezifischen Fall bezogen

    Garmin-Uhr oder so ist nicht vorhanden und Knopf im Ohr auch Nein Danke. Diesmal sind wir aber als Gruppe unterwegs, mit ganz unterschiedlichen Rädern und zT noch nie zusammen gefahren oder vor Jahrzehnten mal. Jedenfalls kommen endlich mal wieder mehrere Zelte aus meiner Sammlung gleichzeitig zum Einsatz:-) und wir "müssen" pünktlich an Fähren und v.a. zu einem Event wo sein. Habe für den Weg keine Verantwortung übernommen, aber es hat sich glaube ich auch noch niemand Gedanken gemacht.

    Bei grösserer Gruppe (so ab 5-6) die auch noch sehr heterogen scheint, und es noch Zwischentermine gibt würde ich empfehlen genauer zu planen und genügend Zeitpolster einzuplanen. Einer ist immer dabei, der verspätet ist, irgendein Problem hat etc. Und dann bei einer grösseren Gruppe Zeit aufzuholen ist mehr stress als sonst. Auch das Übernachten würde ich vorher besser ausgucken (je nachdem wo es hingeht natürlich). Im Planer deiner Wahl die Strecke "auskundschaften", mit genügend Polster Übernachtungen haben. Alternativrouten dann vor Ort anschauen.


    Wo es mal bei mir ganz schief gelaufen ist : Eine Strasse, wo es hiess die hängt am regionalen Radnetz. Ich denke: joa da wird wohl ein Radweg sein. Am Ende kurvige Landstrasse, nicht mal ein Fahrradstreifen, steil rauf wo die Autos mit 100 an einem viel zu dicht vorbeischiessen. Waren nur ein paar km, hat aber mehr als gereicht. Vor Ort war es aber auch als Fahrradverbindung ausgeschildert. Der Verkehrsplaner war wohl nie auf einem Rad....

    Da finde ich es besser, dass bei https://cycling.waymarkedtrails.org

    Jo die Darstellung ist da besser. Aber auch hier finde ich es ein bisschen schwach. Ich würde erwarten dass man auf ein Kürzel klicken kann, und dass dann die gesamte Route "hervorgehoben" wird (Beispiel Schweiz mobil wo dann rote Punkte die Gesamtroute markieren). Bei mir ist es oft so dass ich Start- und Zielort festlege und dann einen Weg aus verschiedenen Routen zusammenbastel. Das würde enorm helfen (plus vielleicht noch das Kürzel dann mal ausschreiben). Wobei da hilft : DE:Bicycle/Liste aller Relationen mit "route=bicycle" – OpenStreetMap Wiki

    Premium bietet die ausgeschilderten (Fern)Radwege an, denen wir unterwegs, wenn es passt, gerne mal zumindest abschnittsweise folgen. Ob es passt, lässt sich aber halt nur abschätzen, wenn man den Verlauf sieht, das war für mich der Hauptgrund fürs Abo.

    Auf der Basisversion kann man auch die OpenCycleMap einblenden lassen (kostenlos). Nur am PC, nicht auf der App (benutze eh den PC zum planen). Unten links auf Ebenen/Layer (je nach Spracheinstellung Browser/PC) -> Rubrik Kartentyp -> OpenCycleMap. Funktioniert auch ohne Premium.

    Die Velorouten sind dann angeschrieben. Leider nicht "anklickbar", dass man Sie verfolgen kann, aber für die Planung reichts.

    Wieso nutze ich das statt Brouter ? Integration mit der Garmin Uhr, weil ich auf dem Handy in der Sonne nichts sehe (und ich kein Knopf im Ohr haben möchte).

    Was für Wassertemperaturen hattest Du denn?

    Ich nehme an, es geht eher um die direkte Sonneneinstrahlung als die Wassertemperatur. Hinzu kommt noch, dass das Wasser ein grossteil der Strahlung zurückreflektiert.... Das macht schon richtig was aus.

    Faltkanu oder Aufblaskanu sehen auch ganz nett aus als Sportgerät. Sind wohl schwere und sperriger. Gibt es einen Vorteil zum Packraft?

    Ich kann für das Faltkanu sprechen: der Aufbau ist z.T. ein ziemliches Gewürge. Ok wenn man anreist, für 1 oder mehr Wochen aufbaut, und am Ende wieder für die abreise abbaut. So für eine Tagesrunde aufbauen ist meh. Aufblaskanu/Packraft ist für mich mehr oder weniger das gleiche (in einer anderen Grössenordnung). Hauptvorteil: man kann mehr Gewicht mitschleppen. Mein Faltkanu kann 350 kg Zuladung ab, das ist eher für Wochenlange Expeditionen gedacht.

    SUP und Packraft wären wohl das richtige für Dich.

    PS: wie lange dauert es bis der erste ein Fahrrad vorschlägt ? :D

    Wenn schon so gefragt wird: Handbike Therapierad – aktiv mobil mit Handantrieb | Hase Bikes
    Ich kenn einen der wegen MS das hat, der hat Schultern !

    Das eine Bild aus dem Doubs Tal nahe St. Ursanne gefällt mir besonders gut. 'Schlucht des Doubs'.

    Wäre eher Les Brenets.

    Kann man auch erwandern mit der Wanderung bzw. mit dem Kanu/Packraft:
    Au fil du Doubs - 95

    Auch sehr schöne Wanderung, habe ich selbst schon gemacht (für eine weite Anreise zu kurz, aber man kann ja weiterlaufen oder mit anderen Tourismusarten kombinieren).

    Leider nein, ich hau einfach das rein was ich glaube zu brauchen.
    Ich würde mal so auf 7 kg extra tippen (inkl. Wasser und essen). Essen habe ich im Gegensatz zum wandern eher wenig dabei da man mit der Distanz irgendwann mal an einem Supermarkt vorbeikommt.


    Mit Eigengewicht von 90 kg und Fahrrad welches auch noch mal knapp 12kg auf die Waage bringt kommt es da auch nicht wirklich auf jedes g drauf an.

    Du bist nicht über 2000hm bergauf + 125km weit an Tag eins gefahren?

    Doch das ist nur Bergauf und doch, das war der erste Tag. Bergab habe ich nicht gezählt, ist beim Velofahren auch nicht ganz so relevant wie beim wandern (ausser die Abfahrt ist natürlich technisch strapazierend, das war die eine oder andere auch).

    Wie würdest du deinen körperlichen Trainingszustand beschreiben?

    Körperlich nicht so gut wie ich es gerne hätte, aber ganz ok würde ich sagen aber habe da so meine extra-Kilos (so um die 10) auf die ich gerne verzichten würde. Mental kann ich aber relativ viel ab, so eine innerliche Abnegation (eine Art "so isses halt, da muss ich jetzt durch")
    Die Tour war für mich auch dafür gedacht, wirklich an die Grenzen und drüber hinaus zu gehen. Körperlich nie in den roten Bereich gehen dafür möglichst lange treten. Den ersten Tag bin ich z.B. schon um 6h30 los und erst gegen 20 Uhr habe ich das Lager aufgeschlagen.

    Etappe 4: Sainte-Croix - Nyon
    Sainte-Croix - Vallorbe - Lac de Joux - Nyon
    ca. 92 km, 1'770 hm+

    Gut gestärkt ging es nach dem Hotelfrühstück auf die letzte Etappe. Nicht mehr so viele Höhenmeter, aber es müssen noch ein paar km gemacht werden. Erst ging es zwischen den Bergen parallel zur Grenze nach Vallorbe und schliesslich den Lac de Joux. Dort musste ich auch kurzfristig umplanen, da wegen einem Slow-Up (Strassen werden für den Verkehr für den Langsamverkehr gesperrt) ich nur gegen den Uhrzeigersinn um den See konnte. Na denn. Nach dem harten Anstieg zum See rollte es richtig flott Richtung am See entlang. Das war mal auch angenehm, statt immer nur durchgerüttelt zu werden.

    Noch zwei Anstiege, von denen man das Mont-Blanc massif bewundern kann, und dann ging es rasant hinab nach Nyon. Da habe ich irgendwann eine Abzweigung verpasst und ungewollt ein bisschen abgekürzt. Dafür musste ich mein Velo unter Stacheldraht durchschieben (oder wieder 2 km hochschleppen). Wieso da der Draht war, war nicht ersichtlich. Es gab Markierungen, dass es ein öffentlicher Weg sei, auf einmal Stand der einfach da, ohne Möglichkeit zu passieren, mit der Strasse direkt dahinter. Na denn. Unten in Nyon spürte man wie es immer Wärmer wurde, am Ende zeigte mein Thermometer über 38°C an, und die Hitze vom Asphalt wurde ziemlich unerträglich. In Nyon angekommen gab es nichts besonderes. Zack auf den Zug und über Bern wieder zurück nach Brugg.


    Auf dem Weg nach Vallorbes


    Typisches Jura-Städtchen Vallorbe


    Lac de Joux



    Wieder auf dem Berg


    Sicht auf den Mont-Blanc


    Ui, der Wolf, kurz danach der Stacheldraht

    Etappe 3: Les Brenets-Sainte Croix
    Les Brenets - Grand Sommertal - Les Ponts-de-Martel - Crêt du Sapel - Couvet - Creux-du-Van/Le Soliat - Sainte-Croix
    ca. 80 km, 2'120 hm+

    Mit Abstand die härteste Etappe, es ging hoch hinauf auf Hochweiden und an Felsen vorbei. Schwieriger wurde das Unterfangen, weil der Campingwärter zwecks Bezahlung erst um 9 Uhr auf der Matte stand. Dadurch konnte ich der Hitze für die härtesten Anstiege nicht entfliehen (normalerweise wäre ich schon gegen 6 Uhr kurz nach Sonnenaufgang unterwegs). Erst ging es über den Grand Sommertal nach Les Ponts-de-Martel, wo es erstmal ein Stück im Tal blieb. Danach auf Soliat und insbesondere an die Creux-du-Van mit einer beeindruckenden Felswand. Heute wurde es wieder richtig heiss. Das Thermometer auf meiner Uhr zeigte trotz der Höhe mehrmals über 30 °C an. Belohnt wurde ich mit super Ausblicken über den wohl höchsten Teil des Schweizer Juras. In Sainte Croix habe ich mir dann ein Hotel gegönnt, um mal richtig schlafen und duschen zu können, bevor ich am nächsten Tag wieder in die Zivilisation zurückkehre.


    Auf dem Sommertal, die Sonne brennt unerbittlich


    Im Tal zwischen den beiden Bergen




    Impressionen Creux-du-Van - die Fotos werden der Landschaft nicht gerecht


    oben am Soliat mit Blick Richtung den Alpen


    Wildziege auf der Abfahrt Richtung Sainte Croix

    Etappe 2 La Combe-Les Brenets
    ca. 109 km, 2'290 hm

    Früh am Morgen ging es mit einem kurzen Restanstieg los, bevor es runter Richtung Saint-Ursanne ging. Hier musste ich aufgrund von Fällarbeiten leicht abkürzen, Erst traf ich auf die mittelalterliche Klosterstadt Saint-Ursanne, danach auf die majestätische Eisenbahnbrücke zu dessen Bahnhof. Man folgt dem Doubs ein kurzes Stück Flussaufwärts, bevor man über einen knackigen Anstieg ein Hochplateau erreicht, bevor es weiter auf den Mont-Soleil mit seinem Energiepark geht (Windrädli und Solar). Da hoppelte mir auch ein Feldhase so einfach über den Weg. Beim ersten Anstieg musste ich wieder einiges schieben, auf den Gipfel kam ich fast ohne schieben aus.

    Nach dem Mont-Soleil ging es abwärts Richtung La Chaux-de-Fonds, wobei man kurz davor eine Schlucht durchquert. Die Abfahrt in die Schlucht brachte mich an die Grenzen meiner Fahrkünste, es war eher ein hinabrutschen als -rollen, zwischen gröberen Steinen, Wurzeln und dickem Gestrüpp. Hinauf konnte ich das Velo mitsamt Gepäck nur schieben, keine Chance. In der Stadt angekommen bin ich grad weitergefahren, um an diesem Tag noch den Gros Crêt zu erklimmen. Schon in der Stadt selbst ging es steil hinauf, und sobald der Untergrund von Asphalt auf lose änderte, musste ich das Velo wieder spazieren führen. Auf der anderen Seite ging es rasant zurück an den Doubs, welcher sich hier durch eine beeindruckende Schlucht schängelt. Am Ende der Abfahrt bin ich froh gewesen, dass es mal zu Ende war. Die Handgelenke taten ziemlich weh und ich notierte mir schon, dass ich wohl die Bremsbeläge am Ende austauschen werden muss.

    In Le Brenets habe ich auf dem lokalen Campingplatz übernachtet, nicht zu übel, recht viele Wohmobile bzw. Mobil-homes - aber immerhin eine Dusche die ich dringendst brauchte.


    Saint-Ursanne inkl. Brücke


    auf dem Weg zum Hochplateu Mont-Soleil


    Kuh hatte Frage was der zweibeiner da macht


    Irgendwo auf dem Haut-plateau, mal mit schön rollendem Untergrund


    und auch mit kaum erkennbaren Weg.



    Schlucht des Doubs