Beiträge von Patirou

    Was ich auch nicht verstehe: alle 3 Apps die ich oben genannt habe, zeigen einen Wanderweg ca. 40 km durch Wald an, halt paar Km länger als die ausgeworfenen Fahrradstrecken/Varianten, der prima fahrbar ist, breit und einfach, schon paar Mal gefahren.

    Das liegt vermutlich an der verknüpften Datenlage. Der Algorithmus sieht längere Strecke, dazu vielleicht noch falsch attributiert mit sehr schlechtem Untergrund-> Die andere Strasse ist die bessere Wahl.


    Muss ich also wirklich händisch vorher gucken

    Wenn das reicht. Auf einer Wanderstrecke ist das noch easy, auf einer Radtour die mehrere 100 km-1000 km lang ist viel spass. Es geht immer eine Abzweigung die man verpasst wo es eventuell eine bessere Variante gibt. Leider ist das auch nicht immer auf der Karte sichtbar (die Qualität des Untergrunds wird z.B. darstellerisch nicht voll angezeigt -> man sieht es gar nicht).

    Fazit: Das Routing, was mit dem Auto schon gut funktioniert, ist für Wanderungen und Fahrradfahren noch in den Kinderschuhen. Insbesondere weil die Ansprüche so verschieden sind. Daher ja die ausgeschilderten Fernradwege/Wanderwege, weil die Algos nicht so einfach konfigurierbar sind.

    Mein Vorgehen: mal eine Route ausspucken lassen, und dann anpassen. Am Ende vor Ort noch umentscheiden, aber das ist eher selten. Welche App, ist am Ende eher egal. Alle Router kochen nur mit Wasser (das heist ab der Datenlage die im OSM vorhanden ist - oder nicht oder falsch). Die Konfigurierbarkeit von Brouter ist spannend, bei mir ist da der Zeitfaktor mich einzuarbeiten (und dann ist die Route halt mal nicht Ideal - ich bin immer noch draussen auf dem Velo und bei den restlichen 95% ist die Route schön). Ob Du jetzt komoot, OSMand, Locus nutzt, solange es einen Router für Velo hat der für Dich passt, wirst Du überleben.

    Auf deinen spezifischen Fall bezogen

    Garmin-Uhr oder so ist nicht vorhanden und Knopf im Ohr auch Nein Danke. Diesmal sind wir aber als Gruppe unterwegs, mit ganz unterschiedlichen Rädern und zT noch nie zusammen gefahren oder vor Jahrzehnten mal. Jedenfalls kommen endlich mal wieder mehrere Zelte aus meiner Sammlung gleichzeitig zum Einsatz:-) und wir "müssen" pünktlich an Fähren und v.a. zu einem Event wo sein. Habe für den Weg keine Verantwortung übernommen, aber es hat sich glaube ich auch noch niemand Gedanken gemacht.

    Bei grösserer Gruppe (so ab 5-6) die auch noch sehr heterogen scheint, und es noch Zwischentermine gibt würde ich empfehlen genauer zu planen und genügend Zeitpolster einzuplanen. Einer ist immer dabei, der verspätet ist, irgendein Problem hat etc. Und dann bei einer grösseren Gruppe Zeit aufzuholen ist mehr stress als sonst. Auch das Übernachten würde ich vorher besser ausgucken (je nachdem wo es hingeht natürlich). Im Planer deiner Wahl die Strecke "auskundschaften", mit genügend Polster Übernachtungen haben. Alternativrouten dann vor Ort anschauen.


    Wo es mal bei mir ganz schief gelaufen ist : Eine Strasse, wo es hiess die hängt am regionalen Radnetz. Ich denke: joa da wird wohl ein Radweg sein. Am Ende kurvige Landstrasse, nicht mal ein Fahrradstreifen, steil rauf wo die Autos mit 100 an einem viel zu dicht vorbeischiessen. Waren nur ein paar km, hat aber mehr als gereicht. Vor Ort war es aber auch als Fahrradverbindung ausgeschildert. Der Verkehrsplaner war wohl nie auf einem Rad....

    Da finde ich es besser, dass bei https://cycling.waymarkedtrails.org

    Jo die Darstellung ist da besser. Aber auch hier finde ich es ein bisschen schwach. Ich würde erwarten dass man auf ein Kürzel klicken kann, und dass dann die gesamte Route "hervorgehoben" wird (Beispiel Schweiz mobil wo dann rote Punkte die Gesamtroute markieren). Bei mir ist es oft so dass ich Start- und Zielort festlege und dann einen Weg aus verschiedenen Routen zusammenbastel. Das würde enorm helfen (plus vielleicht noch das Kürzel dann mal ausschreiben). Wobei da hilft : DE:Bicycle/Liste aller Relationen mit "route=bicycle" – OpenStreetMap Wiki

    Premium bietet die ausgeschilderten (Fern)Radwege an, denen wir unterwegs, wenn es passt, gerne mal zumindest abschnittsweise folgen. Ob es passt, lässt sich aber halt nur abschätzen, wenn man den Verlauf sieht, das war für mich der Hauptgrund fürs Abo.

    Auf der Basisversion kann man auch die OpenCycleMap einblenden lassen (kostenlos). Nur am PC, nicht auf der App (benutze eh den PC zum planen). Unten links auf Ebenen/Layer (je nach Spracheinstellung Browser/PC) -> Rubrik Kartentyp -> OpenCycleMap. Funktioniert auch ohne Premium.

    Die Velorouten sind dann angeschrieben. Leider nicht "anklickbar", dass man Sie verfolgen kann, aber für die Planung reichts.

    Wieso nutze ich das statt Brouter ? Integration mit der Garmin Uhr, weil ich auf dem Handy in der Sonne nichts sehe (und ich kein Knopf im Ohr haben möchte).

    Was für Wassertemperaturen hattest Du denn?

    Ich nehme an, es geht eher um die direkte Sonneneinstrahlung als die Wassertemperatur. Hinzu kommt noch, dass das Wasser ein grossteil der Strahlung zurückreflektiert.... Das macht schon richtig was aus.

    Faltkanu oder Aufblaskanu sehen auch ganz nett aus als Sportgerät. Sind wohl schwere und sperriger. Gibt es einen Vorteil zum Packraft?

    Ich kann für das Faltkanu sprechen: der Aufbau ist z.T. ein ziemliches Gewürge. Ok wenn man anreist, für 1 oder mehr Wochen aufbaut, und am Ende wieder für die abreise abbaut. So für eine Tagesrunde aufbauen ist meh. Aufblaskanu/Packraft ist für mich mehr oder weniger das gleiche (in einer anderen Grössenordnung). Hauptvorteil: man kann mehr Gewicht mitschleppen. Mein Faltkanu kann 350 kg Zuladung ab, das ist eher für Wochenlange Expeditionen gedacht.

    SUP und Packraft wären wohl das richtige für Dich.

    PS: wie lange dauert es bis der erste ein Fahrrad vorschlägt ? :D

    Wenn schon so gefragt wird: Handbike Therapierad – aktiv mobil mit Handantrieb | Hase Bikes
    Ich kenn einen der wegen MS das hat, der hat Schultern !

    Das eine Bild aus dem Doubs Tal nahe St. Ursanne gefällt mir besonders gut. 'Schlucht des Doubs'.

    Wäre eher Les Brenets.

    Kann man auch erwandern mit der Wanderung bzw. mit dem Kanu/Packraft:
    Au fil du Doubs - 95

    Auch sehr schöne Wanderung, habe ich selbst schon gemacht (für eine weite Anreise zu kurz, aber man kann ja weiterlaufen oder mit anderen Tourismusarten kombinieren).

    Leider nein, ich hau einfach das rein was ich glaube zu brauchen.
    Ich würde mal so auf 7 kg extra tippen (inkl. Wasser und essen). Essen habe ich im Gegensatz zum wandern eher wenig dabei da man mit der Distanz irgendwann mal an einem Supermarkt vorbeikommt.


    Mit Eigengewicht von 90 kg und Fahrrad welches auch noch mal knapp 12kg auf die Waage bringt kommt es da auch nicht wirklich auf jedes g drauf an.

    Du bist nicht über 2000hm bergauf + 125km weit an Tag eins gefahren?

    Doch das ist nur Bergauf und doch, das war der erste Tag. Bergab habe ich nicht gezählt, ist beim Velofahren auch nicht ganz so relevant wie beim wandern (ausser die Abfahrt ist natürlich technisch strapazierend, das war die eine oder andere auch).

    Wie würdest du deinen körperlichen Trainingszustand beschreiben?

    Körperlich nicht so gut wie ich es gerne hätte, aber ganz ok würde ich sagen aber habe da so meine extra-Kilos (so um die 10) auf die ich gerne verzichten würde. Mental kann ich aber relativ viel ab, so eine innerliche Abnegation (eine Art "so isses halt, da muss ich jetzt durch")
    Die Tour war für mich auch dafür gedacht, wirklich an die Grenzen und drüber hinaus zu gehen. Körperlich nie in den roten Bereich gehen dafür möglichst lange treten. Den ersten Tag bin ich z.B. schon um 6h30 los und erst gegen 20 Uhr habe ich das Lager aufgeschlagen.

    Etappe 4: Sainte-Croix - Nyon
    Sainte-Croix - Vallorbe - Lac de Joux - Nyon
    ca. 92 km, 1'770 hm+

    Gut gestärkt ging es nach dem Hotelfrühstück auf die letzte Etappe. Nicht mehr so viele Höhenmeter, aber es müssen noch ein paar km gemacht werden. Erst ging es zwischen den Bergen parallel zur Grenze nach Vallorbe und schliesslich den Lac de Joux. Dort musste ich auch kurzfristig umplanen, da wegen einem Slow-Up (Strassen werden für den Verkehr für den Langsamverkehr gesperrt) ich nur gegen den Uhrzeigersinn um den See konnte. Na denn. Nach dem harten Anstieg zum See rollte es richtig flott Richtung am See entlang. Das war mal auch angenehm, statt immer nur durchgerüttelt zu werden.

    Noch zwei Anstiege, von denen man das Mont-Blanc massif bewundern kann, und dann ging es rasant hinab nach Nyon. Da habe ich irgendwann eine Abzweigung verpasst und ungewollt ein bisschen abgekürzt. Dafür musste ich mein Velo unter Stacheldraht durchschieben (oder wieder 2 km hochschleppen). Wieso da der Draht war, war nicht ersichtlich. Es gab Markierungen, dass es ein öffentlicher Weg sei, auf einmal Stand der einfach da, ohne Möglichkeit zu passieren, mit der Strasse direkt dahinter. Na denn. Unten in Nyon spürte man wie es immer Wärmer wurde, am Ende zeigte mein Thermometer über 38°C an, und die Hitze vom Asphalt wurde ziemlich unerträglich. In Nyon angekommen gab es nichts besonderes. Zack auf den Zug und über Bern wieder zurück nach Brugg.


    Auf dem Weg nach Vallorbes


    Typisches Jura-Städtchen Vallorbe


    Lac de Joux



    Wieder auf dem Berg


    Sicht auf den Mont-Blanc


    Ui, der Wolf, kurz danach der Stacheldraht

    Etappe 3: Les Brenets-Sainte Croix
    Les Brenets - Grand Sommertal - Les Ponts-de-Martel - Crêt du Sapel - Couvet - Creux-du-Van/Le Soliat - Sainte-Croix
    ca. 80 km, 2'120 hm+

    Mit Abstand die härteste Etappe, es ging hoch hinauf auf Hochweiden und an Felsen vorbei. Schwieriger wurde das Unterfangen, weil der Campingwärter zwecks Bezahlung erst um 9 Uhr auf der Matte stand. Dadurch konnte ich der Hitze für die härtesten Anstiege nicht entfliehen (normalerweise wäre ich schon gegen 6 Uhr kurz nach Sonnenaufgang unterwegs). Erst ging es über den Grand Sommertal nach Les Ponts-de-Martel, wo es erstmal ein Stück im Tal blieb. Danach auf Soliat und insbesondere an die Creux-du-Van mit einer beeindruckenden Felswand. Heute wurde es wieder richtig heiss. Das Thermometer auf meiner Uhr zeigte trotz der Höhe mehrmals über 30 °C an. Belohnt wurde ich mit super Ausblicken über den wohl höchsten Teil des Schweizer Juras. In Sainte Croix habe ich mir dann ein Hotel gegönnt, um mal richtig schlafen und duschen zu können, bevor ich am nächsten Tag wieder in die Zivilisation zurückkehre.


    Auf dem Sommertal, die Sonne brennt unerbittlich


    Im Tal zwischen den beiden Bergen




    Impressionen Creux-du-Van - die Fotos werden der Landschaft nicht gerecht


    oben am Soliat mit Blick Richtung den Alpen


    Wildziege auf der Abfahrt Richtung Sainte Croix

    Etappe 2 La Combe-Les Brenets
    ca. 109 km, 2'290 hm

    Früh am Morgen ging es mit einem kurzen Restanstieg los, bevor es runter Richtung Saint-Ursanne ging. Hier musste ich aufgrund von Fällarbeiten leicht abkürzen, Erst traf ich auf die mittelalterliche Klosterstadt Saint-Ursanne, danach auf die majestätische Eisenbahnbrücke zu dessen Bahnhof. Man folgt dem Doubs ein kurzes Stück Flussaufwärts, bevor man über einen knackigen Anstieg ein Hochplateau erreicht, bevor es weiter auf den Mont-Soleil mit seinem Energiepark geht (Windrädli und Solar). Da hoppelte mir auch ein Feldhase so einfach über den Weg. Beim ersten Anstieg musste ich wieder einiges schieben, auf den Gipfel kam ich fast ohne schieben aus.

    Nach dem Mont-Soleil ging es abwärts Richtung La Chaux-de-Fonds, wobei man kurz davor eine Schlucht durchquert. Die Abfahrt in die Schlucht brachte mich an die Grenzen meiner Fahrkünste, es war eher ein hinabrutschen als -rollen, zwischen gröberen Steinen, Wurzeln und dickem Gestrüpp. Hinauf konnte ich das Velo mitsamt Gepäck nur schieben, keine Chance. In der Stadt angekommen bin ich grad weitergefahren, um an diesem Tag noch den Gros Crêt zu erklimmen. Schon in der Stadt selbst ging es steil hinauf, und sobald der Untergrund von Asphalt auf lose änderte, musste ich das Velo wieder spazieren führen. Auf der anderen Seite ging es rasant zurück an den Doubs, welcher sich hier durch eine beeindruckende Schlucht schängelt. Am Ende der Abfahrt bin ich froh gewesen, dass es mal zu Ende war. Die Handgelenke taten ziemlich weh und ich notierte mir schon, dass ich wohl die Bremsbeläge am Ende austauschen werden muss.

    In Le Brenets habe ich auf dem lokalen Campingplatz übernachtet, nicht zu übel, recht viele Wohmobile bzw. Mobil-homes - aber immerhin eine Dusche die ich dringendst brauchte.


    Saint-Ursanne inkl. Brücke


    auf dem Weg zum Hochplateu Mont-Soleil


    Kuh hatte Frage was der zweibeiner da macht


    Irgendwo auf dem Haut-plateau, mal mit schön rollendem Untergrund


    und auch mit kaum erkennbaren Weg.



    Schlucht des Doubs

    Etappe 1: Brugg AG-Aussichtsplattform nahe La Combe
    Brugg AG-Sissach-Liestal-Laufen-Delémont-La Combe
    ca. 125 km, 2'580 hm+

    Den ersten Teil bis Laufen kannte ich schon, Über 2 Hügel gelangt man erst bis nach Liestal, die vor allem für Ihren Feuerumzug mitten in der Altstadt bei der Fasnacht bekannt ist. Bis nach Laufen kam ich auch ziemlich flott voran. Die Hitzewelle der vorherigen Tage war erstmal vorbei, und ich konnte locker, aber zügig fahren. Gegen 14 Uhr und einen Hügel weiter war ich dann auch schon in Laufen. Richtig flott ! Ab hier folge ich der Jura-Bike und ab hier fand ich heraus, was SchweizMobil unter Gravel versteht : Steile Strecke, Faustgrosse Steine auf dem Weg. Kein Grip. der letzte Hügel bis nach Delémont brachte micht fast zur Verzweiflung. Viel schieben, viel schwitzen, viel fluchen. Für knapp 10 km über den Hoggen/Stierenberg, und seine 500 hm brauchte ich über 2 Stunden. Dabei passiert man die Sprachgrenze. An der Bergflanke ging es dann wieder Steil hinab nach Delémont. Da ahnte ich es schon, mit drei Tagen wird das wohl nichts. Das war bei weitem der härteste Anstieg auf der Tour, einfach durch seine Länge und den Untergrund. In Delémont konnte ich mich mit einem Eis wieder sammeln und machte mich direkt an den nächsten Anstieg Richtung Saint-Ursanne. Der war zwar mit knapp 550 hm auf 16 km auch recht wüst, war aber durch besseren Grund einfacher zu bewältigen. Nach knapp 3 Stunden kam ich oben an, füllte meine Wasserflaschen bei einem Hof auf und fand eher zufällig den fast perfekten Camping Spot in Form eines Regimentsplatz. Nur fast perfekt weil der Boden so hart war, dass die Heringe nicht reingingen. Schnell aufs Wetter geguckt, gesehen dass es nicht regnen wird - also wird unter freiem Himmel biwakiert.

    Landschaftlich war die Etappe geprägt von Kulturlandschaft und Wäldern an den steilen Hängen der Hügel.

    Der Jurapark Aargau am fürhen morgen, das Tal noch im Morgendunst



    Impressionen Altstadt Liestal

    Ein paar Störche

    Panoramas aus dem Jura südlich von Basel



    Ist der Boden zu hart, muss man halt aufs Zelt verzichten


    Aber immerhin mit schönem Sonnenuntergang beim Abendessen.

    Hallo zusammen,

    in Vorbereitung auf den EDT nächstes Jahre wollte ich eine kleine Test-Reise machen. Ich hatte 4 Tage mit einem lokalen Feier- und Brückentag. Ziel war es mein Set-Up zu verfeinern, aber auch meine physischen Grenzen auszutesten. Es sollten möglichst viele Höhenmeter werden, und auch ein bisschen raues Terrain. Bei der Suche nach einer geeigneten Strecke bin ich bei Schweiz-Mobil auf die Jura-Bike gestossen. Wurde als Gravelroute präsentiert, geht einmal quer über den Jura - sollte passen !

    Die Route
    Die offizielle Route findet Ihr hier. Für meine Zwecke habe ich Sie ein bisschen angepasst und bin bei mir Zuhause in Brugg gestartet und habe dann auf die Route in Laufen BL . Hatte keine Lust mir die Rausfahrt aus Basel anzutun (und dazu noch ein paar mehr km für den Test):
    Teil Brugg AG-Delémont
    Teil Delémont-La Chaux-de-Fonds
    Teil La Chaux-de-Fonds-Nyon

    Das wären ca. 410 km bei 8'650 hm.

    Achtung: Aus meiner Sicht ist das keine Gravel-Route. Sie wird unter anderem auch auf Schweiz-Mobil so beworben. Man fährt aber öfters über lose Steinwege (so Faustgross), manch eine Abfahrt hat mich wirklich an meine Grenzen gebracht, obwohl ich MTB-Reifen habe. Mit weniger wäre das gar nicht spassig geworden. Es kann natürlich auch sein, dass ich die Fahrtechnik eines Pandas habe.

    Geplant war das in ca. 3 Tagen zu machen, am Ende wurden fast 4 draus. Die Schwierigkeit (Höhenmeter, Steilheit nach oben/unten und Fahrtechnik), einen späten Start am 2. Tag und sonst auch einfach fehlender Fitness meiner Seite für solch ein Unterfangen waren die Gründe. Spass gemacht hat es mir am Ende, ich würde aber empfehlen mehr als 4 Tage einzuplanen.

    Die Route führt nicht zu fern von der Zivilisation, jedoch immer in der Natur. Über den Weg sind mir mehrere Füchse, ein paar Rehe, ein Feldhase (!), ein Haufen Störche und vor allem Kühe begegnet (mehr als Menschen). Ein paar Städte hat es, und der einzige Ort, wo man auf Tages-Touris stösst, war der Creux-du-Van. War jetzt aber auch kein Riesen-Auflauf obwohl es am Wochende war. Sie hat einen haufen Höhenmeter und ist keine rollende Strecke. Es hat viele Kuhgatter in allen Formen, der Weg ist z.T. recht schwer bis unmöglich zu befahren.

    Material
    Immer noch das gleiche Velo, die erste grosse Tour mit den Modifikationen, die ich im verlinkten Thread beschreibe. Funktioniert, kam hier mehrmals an die Grenzen, hat aber alles mitgemacht: Wurzelfeld, steile Abfahrten (Abrutschen) über Steinwege. Das Upgrade mit der neuen Kassette funktioniert super.

    Zum schlafen das Middus 1P von Bonfus, diesmal mit der halben Faltmatte von Decathlon und der Yakwoll-Decke. Das Zelt funktioniert, die Yakwoll-Decke mit halber Matter nicht. Da muss ich nochmal über die Bücher. Ich habe einfach kein anständiges Schlafsystem für den Sommer. Mein normaler Quilt geht bis -5°C und auch bei der Matte habe ich noch nicht das wahre gefunden. Vielleicht noch die Plastazote drunterlegen für mehr Comfort ? Ich weiss es noch nicht. Resultat: ich habe relativ schlecht geschlafen. Das werde ich für den EDT nächstes Jahr noch optimieren müssen.

    Als Kleidung Radlerhose und Langarm T-Shirt als Sonnenschutz. Zusätzlich ein Satz Shorts+Unterhose+Langarmshirt für den Abend zum schlafen, ein leichtes Fleece und ein paar Socken zum wechseln. Zum radeln nutze ich gerne Zustiegsschuhe, die sind relativ steif, ermöglich aber gutes Hike-a-Bike im schwierigen Gelände (was diesmal oft genug vorkam). Eine Regenjacke und ein Buff hatte ich noch als Notnagel dabei falls es mal oben am Berg kalt werden sollte. Das Funktioniert. Für den EDT würde ich noch eine Regenhose und eine Puffy dazunehmen, das wars.

    Sonst hatte ich noch das gängige Zeug dabei : Wasserfilter und -Beutel (nicht gebraucht, aber es war auch zum testen was so alles reinpasst), Powerbank von Nitecore etc. Alles nicht wirklich Nennenswert, hat alles funktioniert. Navigiert habe ich wieder mit der Garmin Fenix 8, kombiniert mit Brustgurt im Jackenmodus hat Sie die 4 Tage ohne laden gemacht. Das funktioniert super.

    Zusammengepackt sah das alles so aus:


    Nahrung
    Hatte ich zuhauf dabei, aber ich habe es nicht geschafft, genug zu essen. In 4 Tagen habe ich kann 1-2 kg abgenommen. Konzept waren: Müsliriegel, M&Ms, Isotonisches Pulver in der Flasche über den Tag, Am Morgen und abend Fladenbrot mit reichlich Käse und Wurst. Über den Tag noch Kuchen und/oder Eis sowie Süssgetränke aus dem Laden. Das hat nicht gelangt - ist nun die Frage ob das mit einem weniger hohen Reisetempo wieder einpendelt. Ist für mich noch schwierig abzuschätzen.

    Zusätzlich hatte ich noch Bananenchips mit Chilipulver und gewürzte Erdnüsse dabei, geschmacklich Top, aber auf der Reise unpraktisch aufgrund der Gewürzmischungen. Man hat halt die Gewürzmischung an den Fingern. Eventuell mit Löffel.

    Ich bin mit dem Bonfus Middus 1P unterwegs, ist halt eng dafür fast unschlagbar leicht und stabil. Das baue ich meistens auch nur auf, wenn Regen angesagt wird. Sonst einfach unter den Sternen.

    Im Alpinen Gelände braucht es kein Innernet, nur das Tarp. Man muss halt wissen wann man absteigen muss wenn die Gewitterfront kommt. Würde ich aber mit fast allen hier vorgestellten Varianten machen. Oben auf dem Berg bei Gewitter macht kein Spass.

    Aber, sorry: Worür braucht man das? Man lässt sich de Strich anzeigen und geht einfach statt "von unten nach oben" in die andere Richtung, "von oben nach unten".

    Um die Zeitangaben, Höhenprofile, noch zu laufende hm und km zu haben ? Quality of life halt.

    Hab das mal gegoogelt. Problem: mapy kann ein gpxtrack nicht direkt in eine Route konvertieren bzw. eine Route erstellen. Ehr enttäuschend, das sollte eigentlich Standard sein. Man muss also erst den track in eine Route konvertieren, dann importieren, und dann kann man die Route umdrehen.

    Unterschied track und Route: Track ist nur eine Ansammlung von Punkten in einer Reihenfolge. Eine Route enthält auch Weginformationen zwischen den Punkten (ganz grob).

    Nicht selbst probiert, hier jedoch noch eine Anleitung:

    1. Track in GPXmapy.cz hochladen
    2. Dort mit der Funktion "convert path to plan" nutzen um eine Route zu erstellen
    3. Die Route in mapz importieren - dann sollte die "Route umkehren"-Funktion nutzbar sein.

    (*) Die Physik besagt, das der Druck eines Grases proportional zur Temperatur in Kelvin ist. Diese ist gleich der Temperatur in Celsius + 273. Ein Anstieg der Temperatur von 20 auf 30 Grad verursacht also einen Druckanstieg von (273+30)/(273+20)=1.034, also 3.4%

    Bei gleichbleibendem Volumen - ohne jetzt den Schlaumeier raushängen zu wollen

    .


    Was Du nicht beachtest: der Unterschied von Materialtemperatur zu Lufttemperatur. Bei praller Sonner und schwarzer Oberfläche kann die Oberfläche sich weit mehr erhitzen (lockere 80°C sind möglich wenn Windstill). Gestern habe ich mich an meinem Radl verbrannt weil ich es auf der Terrasse zum trocknen stehen gelassen habe. Da wären wir dann schon bei 20% Druckanstieg. Und das geht relativ fix. Dann kommt noch hinzu, dass bei steigender Temperatur die Materialien meist empfindlicher werden.

    Frage ist: ist der Flug zu billig oder der Zug zu teuer. Wahrscheinlich hat es etwas von beidem.

    Die gleiche Erkenntnis habe ich mit dem ICE Basel/Hamburg und dem gleichen Nachtzzug gemacht. Am Ende war der Nachtzug fast 4x teurer bei einem klassichen 6er-Abteil. Selbst da verstehe ich nicht wirklich wie der Preisunterschied zu Stande kommt. Das rollende Material ist günstiger und wartungsärmer. Klar es gibt weniger Leute in einem Nachtzzug durch die Sitzbelegung, aber nicht 3x weniger.