Beiträge von Eichkatz

    Was die konkrete Frage nach einer Jacke angeht: Ich habe die beiden Decathlon-Jacken, die bekannte MT100 Daune die ja genau in die Gewichtsklasse passt und die entsprechende Kunstfaser. Beide liegen unter 100 €.

    Nach einer ernüchternden Erfahrung mit, zugebenermassen recht langer, aber immerhin komplett trockener Kompression der Daunenjacke in England vor 2 Jahren bin ich auf die Kunstfaser-Version umgestiegen. Decathlon bezeichnet sie als äquivalent ("bis -5 Grad bei Aktivität, bis 5 Grad bei Ruhe") und das würde ich unterschreiben. Das Gewicht ist in Größe L ~300 zu ~400 g. Beim Packmaß hat die Daunenjacke etwa 2/3 des Volumens

    Die Form der Daunenjacke ist verpackt asymmetrisch. Die KF-Jacke ist in sich selbst verpackt symmetrisch und gibt für meinen Nacken ein bequemes Lesekissen ab. Die Daunenjacke gabs als ich sie gekauft habe nur in Dunkelblau, die KF hingegen in Schwarz. Letzteres ist mir wegen trocknen lieber. Die KF-Jacke hat keine Aufhängeschlaufe, ich habe eine hinzugefügt.

    Abschließend habe ich meine Ki noch gefragt, wie sie die von Ragadabing im zweiten Beitrag verlinkten Eischätzung bewertet, da diese Seite ja recht umfangreich ist.
    Hier die Antwort (... Daune: hier weicht die Seite stark ab, und ihre Werte halte ich für falsch. Sie gibt für 850er-Daune 2,53 clo pro oz/yd² an, für 800er nur 1,68. Das wären 51 % mehr Wärme bei nur 6 % mehr Bauschkraft, physikalisch nicht plausibel.

    Ja, diese Tabelle wird gebetsmühlenartig immer wieder zitiert obwohl sie komplett unplausibel ist.

    Wir erinnern uns: Fillpower (deutsch: "Bauschkraft", so taucht es iirc auch hier im Wiki auf) ist per Definition ein lineares Maß. Es bedeutet, dass 850 er Daune pro Unze (~28,35 g) Daunengewicht eben 850 cubic inches (~13,93 l) an Volumen einnimmt, vs 800 cubic inches (~13,11 l) für 800 er Daune.

    Ich hatte hier mal angeregt, das zu diskutieren. Freut mich, dass dieser Widerspruch nicht nur mir auffällt 😀

    Ich habe Fortschritte gemacht:

    Mittlerweile gelingt es mir zuverlässig, auf dem Rücken einzuschlafen. Die ersten Wochen war das nicht gerade einfach: Oft habe ich genervt nach einiger Zeit aufgegeben und zwischendurch auch mal ein paar Tage Pause gemacht. Der Schlüssel für mich war, gedanklich loszulassen: „Alles kann, nichts muss“ und “Ich darf über alles nachdenken, auch beliebig komplizierten Kram”. Genauso handhabe ich meinen 15 min Mittagsschlaf, der zu 80 % funktioniert, deswegen kam ich drauf. Geholfen hat mir darüber hinaus die Kopfhaltung: Wie in der Hängematte drehe ich meinen Kopf auf dem Kissen komplett nach links. Aktuelle Herausforderung für mich: Morgens den Halbschlaf auf dem Rücken geniessen lernen. Das ist mir bisher erst selten gelungen. Fernziel: Wenn ich nachts auf der Seite aufwache wieder auf den Rücken drehen und einschlafen.

    Eingefärbtes Ikea-Frakta-Taschenmaterial? 🤔

    Aber ohne Quatsch: Einerseits nähern wir uns dem mit immer dünneren Stoffen mindestens gefühlt an. Andererseits habe ich für ein anderes Projekt gerade Ikea-Stoffe in Benutzung (heisser Tipp: Pärkla) und die Reissfestigkeit ist um Größenordnungen geringer. Abriebfestigkeit würde mich zwar interessieren, kann ich aber nicht gut testen.

    Ich finde den Rebound legitim bzw sogar gut: Wenn der einsetzt weiss man bereits genau, was sich individuell, im Sinne einer optimalen Tour, lohnt mitzunehmen.

    Ich bin selbst grundsätzlich noch auf dem Weg nach unten mit dem Gewicht, hatte aber auch schon mehrfach Gedanken ala „diese X Gramm und Y Liter Volumen investiere ich für Z“.

    Ich hatte auch schon mal eine explizite Genuss-Tour, wo mir die Verpflegung von vornherein mindestens genauso wichtig war wie das fahren. Passenderweise hatte der erste Trekkingplatz dann einen Solar-Kühlschrank 😉

    Beides, also Rebound und unterschiedliche Ziele für unterschiedliche Touren, fühlt sich für mich genau richtig an.

    Der beste Taschenwärmer ist mWn der Hakkin Peacock, erprobt seit > 100 Jahren. Und durchweg gebrannt, bzw katalysiert, hat meiner (Standard-Version, Mini hätte ich gerne gehabt, gabs aber damals nicht so einfach) die ganze Nacht. Die Wirkung steht also eher nicht in Frage, sondern die Sicherheit (s.o.).

    Hier ist ein ganz aufschlussreicher Test der Jagd-Fraktion (= Leute die stundenlang nachts in der Kälte sitzen) was die Wärmeleistung der verschiedenen Aktiv-Systeme (Benzin- / Kohle- / Einweg- / Akku-Handwärmer). Von der Heizleistung ist der Benziner unerreicht.

    Für mich ist im Winter immer ein kleiner Benzintaschenofen dabei um extra Wärme zu haben.

    2 Sachen dazu:

    - Funktioniert sehr gut, bringt auf jeden Fall mehrere Grad. Als Seitenschläfer hatte ich ihn mir hinten in die Unterhose geklemmt, also genau in die Problemregion des Thread-Erstellers.

    - Ist im Schlafsack potenziell wegen unsauberer Verbrennung extrem gesundheitsschädlich. Wir hatten das mal hier im blauen Forum umfassend diskutiert.

    Zunächst mal eine Gegenfrage: Wie sicher bist du, dass deine Unterlage (noch) passt? Hast du sie mal gegens Licht gehalten? Ist es eher wärmer oder eher kälter wenn du zwischen Rückenlage und Seitenlage wechselst?


    Dann zwei Ideen:

    - Kleineres, doppelwandiges Zelt. Mein Nordisk Lofoten bringt ~ 5 Grad

    - Falls es nicht die Mehrheit der Nächte ist: Wärmflasche, such mal den hier der Thread dazu. Keine Ahnung, wie viel Grad die bringt, aber bei den Dimensionen in denen sich dein Schlafsystem bewegt wären 10 g Brennstoff / Nacht vermutlich verschmerzbar. Zumal das Wasser morgens ja noch Restwärme hat.

    Stange hinzugefügt stimmt schon fast, genauer gesagt nutze ich sie anders als bisher: Die Stange ist die Tarpstange aus dem Bonuspack, zumindest zum größeren, unteren Teil. Die alleine wäre aber noch nicht lang genug für die höhere Aufbau-Variante, deswegen habe ich sie verlängert.

    Aber womit? Und wie wird sie befestigt?

    Hier mal ein Bild wo man die Stange besser sieht:

    Ein weiterer Tipp: Insgesamt sind es nur wirklich wenige zusätzliche Teile zu meinem 710 g „Luxus Lofoten“.

    Sitzhöhe im Lofoten?

    Gibts nicht, weiss man doch.

    Oder?

    Umziehen, Innenzelt einräumen, Rucksack packen, kochen: Ab jetzt auch sitzend 😀🙀
    Offensichtlich nicht bei Sturm, aber für viele Situationen sollte es passen. Die Innenhöhe habe ich an der höchsten Stelle mit 112 cm gemessen. Ich kann mit knapp über 1,90 locker aufrecht sitzen.

    Etwas niedriger und abgespannt geht übrigens auch:



    Dann ist es nicht mehr ganz so luxuriös, sitzen geht aber immer noch.

    Ich nenne es „SiSiMod“, für „Situative Sitzhöhen-Modifikation“ 😉

    Das Konzept einer Sitzgelegenheit mit gutem Verhältnis von Gewicht, Packmaß und Bequemlichkeit beschäftigt mich schon eine Weile. Gestern habe ich aus Stoff- und Schnur-Resten sowie etwas Gurtband in verschiedenen Breiten mal den bisher besten Prototyp zusammengedengelt:



    Die Matte ist die NeoAir XLite in Large (ohne „NXT“, also 6,4 cm dick). Man kann sich schön anlehnen, aber auch durch verstellen der oberen beiden Schnüre beim weiter vorne sitzen (zB beim kochen) etwas Rückenlehne geniessen:



    Inspiration waren diese 2 hier :

    Henry in the woods, The Ultralight Hiker

    Praktischerweise passt die Unterseite auch für meinen Lese-Hack:



    Packmaß und Gewicht sind sehr respektabel, finde ich 😀 (die Flasche ist eine 250 ml Nalgene):


    Das Ding werde ich in Zukunft auf Tour mitnehmen.

    Meinen selbst gebauten Footprint / Groundsheet der sich auch in die Apsis erstreckt würde ich nicht missen wollen:

    Der Footprint schafft einen Zwischenraum: Sauberer & trockener als draussen, aber man muss nicht so sehr darauf aufpassen wie aufs Innenzelt.

    100 g, Volumen vernachlässigbar, am Zelt befestigt (fliegt also nicht weg und kann zusammen aufgebaut werden) aber schnell entfernbar (separat einpacken / säubern falls dreckig), Sil/PU Polyester mit PU-Seite nach oben (rutscht nicht).

    Falls sich mal eine gerissene Speiche nach oben drückt oder ähnliches kriegt man es so geflickt:



    Stelle mit Lappen grob reinigen und dann Tape drüber wie hier das Gelbe. Panzertape und das von DT Swiss haben beide für mich nicht funktioniert, das von WTB hingegen schon. Davon habe ich, zusammen mit ein paar Speichen, Nippeln und Unterlegscheiben, immer was im Lenker dabei.

    Luftblasen rausdrücken ist noch wichtig, ähnlich wie beim anbringen einer Display-Schutzfolie.

    Da dachte ich, der Vargo Bot als Wärmflasche wäre bestimmt kluges Multi-Use. Dann stellt sich raus, das wilbo das schon spätestens 2018 ausprobiert und wegen Undichtigkeit bei heissem Wasser verworfen hat (gerade im blauen Forum gefunden) 😀

    Ich habe heute interessehalber mal eine Alternative ausprobiert:

    Das ist eine ~4 m lange 2 mm Dyneema-Kordel mit Polyester-Mantel.

    Ein Fuhrmannsknoten zusammen mit einer Schlaufe in die die ganze Hand passt (man muss abwechselnd kräftig ziehen und Teile des Reifens drücken, Handschuhe sind zu empfehlen) diente dazu, den Reifen eng an der Felge zu halten. Dadurch wurde der vertikal zu füllende Bereich minimiert.

    So sah es von der Seite aus:

    Die Tubeless-Milch war schon drin und verteilt. Das Ventil war ein ganz normales Sclaverand, der Einsatz war drin.

    Dann habe ich mit meiner relativ großen Handpumpe (Specialized Air Tool Big Bore, 90 cm3 Volumen, 157 g) schnell gepumpt und es hat geklappt: