Alternative Tragesysteme

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  • Das Problem ist: Oft funktioniert er gut, aber wenn er nicht funktioniert, dann muss ich ihn tragen (z. B. umgefallene Bäume, Treppen, Einkaufen). Und das Tragen ist ja ein großes Problem.

    Hm,
    ich glaube nicht, dass es eine alleinige Lösung für solch ein Problem gibt.
    Hast Du denn das ganze Gepäck auf dem Wagen gehabt oder mit Deinen Hüftgurt-Taschen kombiniert?

    Wenn nur ein Teil Deines Gepäcks auf den Wagen muss, könnte eine V-Konstruktion mit nur einem Rad eine Möglichkeit sein ...

  • ob ich etwas Gewicht nach vorne bekomme, aber bisher noch keine zündenden Gedanken gehabt.

    Vlt. könnte man ähnlich vielen UL-Rucksäcken, welche an die Schultergurte Wasserflaschen hängen, ebenfalls versuchen Wasser auf der Vorderseite zu transportieren. Evtl. in Weich("schwabbel")flaschen, die zB bei Ultramarathons usw. benutzt werden, damit sie besser/weicher am Körper liegen. Waagerechte Anbringung dürfte die Beinbewegung nicht/kaum einschränken. - Wobei Wasserbehälter eben laufend ihr Gewicht ändern; daher könnte ein anderes Ausrüstungsteil, das länglich, weich und nicht zu lang (Zeltrolle?) auch in Frage kommen, um es vorne irgendwie dranzuschnallen und das nach hinten-unten ziehende Gewicht der Hüfttasche etwas nach vorne auszugleichen. Fertige Modelle kenne ich nicht. Ich habe vor vielen Jahren mit Hüfttaschen von Mountain Smith experimentiert (aber sehr schwere Dinger) und fand im Grunde gerade das Absacken nach hinten-unten das Hauptproblem daran, was ich durch einen Schultergurt deutlich verbessern konnte. Er lief schräg über die Brust und über nur eine Schulter. Die Schultern habe ich dabei regelmäßig abgewechselt.

    Im Militärbereich habe ich auch schon Tragesysteme gesehen, die zwar über die Schultern gehen (also wie Rucksack), aber nur unten Hüfttaschen (usw.) dranhängen (ich glaube, man spricht hier von Koppeltragesystem). Vlt. kann man da was umbauen oder abschauen?

    Einmal editiert, zuletzt von Steintanz (24. Mai 2026 um 07:32)

  • Eine andere Idee wurde weiter oben schon angeschnitten: Ein bombenstabiler Hüftgurt, auf welchem das Gewicht komplett sitzt und evtl. mittels Streben senkrecht übertragen wird. Und ein Stück weiter oben stabilisiert ein Brustgurt und/oder Schultergurte, evtl. auch nur ein Gurt, der schräg über die Brust und über eine Schulter läuft, lediglich damit das System nicht nach hinten wegkippt; das Gewicht bleibt aber weg von der Wirbelsäule, also drückt nicht senkrecht nach unten in die Wirbelsäule hinein. Dafür würde ich Rucksäcke mit Außengestell anschauen, ob sich daraus (bzw. aus Ersatzteilen dafür) etwas umbauen ließe. Der alte Fjällräven Gyro, der immer wieder gebraucht online zu finden ist, wäre evtl. ein Kandidat, der einem beim Austüfteln des Prinzips weiterhilft. wilbo kennt den Rucksack.

    Einmal editiert, zuletzt von Steintanz (24. Mai 2026 um 07:34)

  • Vorab: Dieser Beitrag ist nicht ganz ernst gemeint, aber auch nicht komplett ironisch - Wir sind ja immer noch ein Ultraleicht-Forum.

    Esel können am Tag etwa 30km laufen, und kommen im Gegensatz zu Pferden lange ohne Essen und Wasser aus. Sie ernähren sich vornehmlich von verholzten Sträuchern, wie man sie Überfall findet. Dazu sind sie noch schwindelfrei. Nicht um sonst verwendet man in manchen Ländern der Welt immer noch Packesel. Und das Baseweight ließe sich so auf 0g reduzieren. Mehr ultraleicht geht nicht.

    Meine Recherche zeigt, dass man einen Esel etwa ab 1000 Euro bekommt. Das ist so viel wie ca. 20 Laufmeter DCF.

  • lampenschirm und Christian Wagner : Meine Packliste habe ich euch hier gepostet: RE: Alternative Tragesysteme Bin auf eurer Feedback gespannt.

    Mir fällt da das Tragesystem von Dan Timmerman ein: https://timmermade.com/2021/03/my-packs-bags/

    Wahrscheinlich eine gute Gelegenheit, um mit MYOG anzufangen.

    Wow, das sieht wirklich interessant aus. Das muss ich mir in Ruhe mal detaillierter anschauen.

    Das Problem ist: Oft funktioniert er gut, aber wenn er nicht funktioniert, dann muss ich ihn tragen (z. B. umgefallene Bäume, Treppen, Einkaufen). Und das Tragen ist ja ein großes Problem.

    Hm,
    ich glaube nicht, dass es eine alleinige Lösung für solch ein Problem gibt.
    Hast Du denn das ganze Gepäck auf dem Wagen gehabt oder mit Deinen Hüftgurt-Taschen kombiniert?

    Ich hatte meine Huckepacks auf dem Wagen. Die Hüfttasche hatte ich damals noch gar nicht.

    Ziege oder Hund als Tragetier?

    Besitze ich beides nicht.

    Gibt hier jemand, der einen Hund hat? Hunde brauchen ja auch Futter und Wasser. Können die überhaupt zusätzliches Zeug tragen (Tierschutz)?


    Vlt. könnte man ähnlich vielen UL-Rucksäcken, welche an die Schultergurte Wasserflaschen hängen, ebenfalls versuchen Wasser auf der Vorderseite zu transportieren. Evtl. in Weich("schwabbel")flaschen, die zB bei Ultramarathons usw. benutzt werden, damit sie besser/weicher am Körper liegen. Waagerechte Anbringung dürfte die Beinbewegung nicht/kaum einschränken. - Wobei Wasserbehälter eben laufend ihr Gewicht ändern; daher könnte ein anderes Ausrüstungsteil, das länglich, weich und nicht zu lang (Zeltrolle?) auch in Frage kommen, um es vorne irgendwie dranzuschnallen und das nach hinten-unten ziehende Gewicht der Hüfttasche etwas nach vorne auszugleichen. Fertige Modelle kenne ich nicht. Ich habe vor vielen Jahren mit Hüfttaschen von Mountain Smith experimentiert (aber sehr schwere Dinger) und fand im Grunde gerade das Absacken nach hinten-unten das Hauptproblem daran, was ich durch einen Schultergurt deutlich verbessern konnte. Er lief schräg über die Brust und über nur eine Schulter. Die Schultern habe ich dabei regelmäßig abgewechselt.

    Die Idee gefällt mir auch sehr gut. Ich könnte versuchen, die Lenkerrolle bzw. deren Inhalt nach vorne zu verfrachten. Oder vielleicht sogar Wasser. Am Hüftgurt gibts sogar zwei D-Ringe, da könnt man was einhängen.

    Wenn ich Wasser nach vorne kriege, dann könnt ich die (für meinen Geschmack) viel zu schweren Flaschenhalter loswerden (einer wiegt gemoddet 116 g).

    Eine andere Idee wurde weiter oben schon angeschnitten: Ein bombenstabiler Hüftgurt, auf welchem das Gewicht komplett sitzt und evtl. mittels Streben senkrecht übertragen wird. Und ein Stück weiter oben stabilisiert ein Brustgurt und/oder Schultergurte, evtl. auch nur ein Gurt, der schräg über die Brust und über eine Schulter läuft, lediglich damit das System nicht nach hinten wegkippt; das Gewicht bleibt aber weg von der Wirbelsäule, also drückt nicht senkrecht nach unten in die Wirbelsäule hinein. Dafür würde ich Rucksäcke mit Außengestell anschauen, ob sich daraus (bzw. aus Ersatzteilen dafür) etwas umbauen ließe. Der alte Fjällräven Gyro, der immer wieder gebraucht online zu finden ist, wäre evtl. ein Kandidat, der einem beim Austüfteln des Prinzips weiterhilft. wilbo kennt den Rucksack.

    Hm, aber ist so eine Konstruktion nicht schwer als die aktuelle? Mein Hauptfokus ist ja, mein BW wieder runter zu kriegen.

  • Ich selbst mag aus Prinzip oder wegen meines Körpers nicht gerne Gewicht auf den Schultergurten, aber es ist nicht so stark problematisch wie bei Dir.
    Daher komme ich mit Rucksäcken, die das Gewicht gut auf die Hüfte umlagern, noch gut klar.
    Aber wenn es PackSysteme gäbe, die die Schultern auslassen wäre ich auch interessiert.
    Mich würde mal interessieren, wie gut Deine Set mit der Lenkradrolle denn funkttioniert?
    Und ob es die Stabilität des Fjällräven Teils braucht, um die Lenkradrolle darüber anzubringen, ohne dass sie zu stark baumelt?
    Ich selbst war mal überrascht, dass es relativ gut ging, in eine leichte günstige Decathlon Falttasche (von Forclaz und vermutlich eib Vorgänger von dieser hier https://www.decathlon.de/p/umhangetasch…382c382m8560413 ) , den Schultergurz durchzuschneiden, eine große Schnalle reinzusetzem und das Teil als Hüfttasche zu verwenden. Klar baumelt dass dann nach unten etwas, aber es ging in meinen Augen überraschend gut.
    Da diese Taschen billig und relativ leicht sind (vor allem wenn der Gurt noch gekürzt wird), könntest Du damit zumindest mal experimentieren bzw. sie als Teil des Konzeptes zu nehmen..
    Wenn es Dir vor allem um das Basisgewicht geht, wird es vermutlich am Schluss am leichtesten sein, eine Art Gürtel zu haben, in den Du mehrere leichte Taschen einhängst, weil Du dann mehrere Taschen um den Körpter herum verteilen kanst, aber nur einen Gurt hast.
    .
    PS: Ich selbst nutze für Tagestouren manchmal dieses Teil https://www.campingworld.co.uk/en/Terra-Nova-…NUxvL-fro3kBJAr , weil es damals das größte veerfügbare war, aber das wird nicht mehr gehandelt und hergestellt, und eigentlich sind die 6 Liter schnell zu klein, wenn ich für eine Bergwanderung 3 Liter Wasser, Regenklamotten, ne warme Jacke und ein bischen was zu Essen einpacken muss.
    Darum bin ich sehr gespannt, was hier im Thread noch kommt.

  • Mountainsmith macht sogar noch etwas größere Hüfttaschen. Waren allerdings schon immer recht schwer - und wie ich gerade sehe, sind die inzwischen in Richtung military style Molle extra robust abgebogen, also noch schwerer.

    Day EVO Lumbar Pack
    Run with the big dogs and get your Day's adventure EVOlved. Ready to take on anything, the Day EVO lumbar pack (13L) is built for bold adventures.
    mountainsmith.com


    Als jemand, der auch schnell Nackenprobleme bekommt, hatte ich für mich auch mal so eine Hüfttasche getestet. Aber so fest, wie die sitzen muss, fühlte ich mich beim Gehen viel zu eingeschnürt. Und die großen haben dann auch einen Schultergurt oder einen Harness, der stabilisiert.

    Du bist also mit dem Volumen deiner jetzigen Lösung voll zufrieden, es soll tatsächlich nur leichter werden? Ansonsten würde ich wirklich am ehesten wie hier bereits benannt in Richtung Gestellrucksack mit übergroßer Rückenlänge denken, der dann vor allem auf der Brust aufliegt. Hab meine Rucksäcke aus schwereren Zeiten auch am liebsten so getragen.

    "Not all those who wander are lost"

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