Beiträge von nats

    Rucksack reparieren: Es geht um einen Berghaus Fast Hike, bei dem das Gestell unten rauskommt.

    [...]

    und so das untere Ende. Die mit nur dünnen Plastiknupsis versehenen Enden haben sich durch das Ripsband (?) gearbeitet.

    [...]

    nats , du hattest den vor Ewigkeiten, meine ich mich zu erinnern?

    Ich hatte das gleiche Problem (das sicher mit zur Einstellung des Modells geführt hat). Habe mich, da ich auch nicht wußte, wie einfach reparieren, an Berghaus gewandt – eigentlich gab's damals eine recht umfassende Herstellergarantie. Die Reaktion war aber so unbefriedigend, daß ich das Ding frustriert in die Ecke gepfeffert habe... Falls jemand einen sucht: Meiner ist günstig abzugeben!

    @Mods: Vielleicht sollten wir den Titel des Strangs ändern? Meine ursprüngliche Frage im Titel ist ja längst beantwortet; die nachfolgende Diskussion ist aber weit darüber hinaus wichtig und fruchtbringend. Vorschlag: "Schultergurt-Ansätze" – das ist hinreichend klar und gleichzeitig mehrdeutig genug, alles zu erfassen.

    Hm, würde es nicht reichen einfach den Schultergurt etwas lockerer zu machen und das Teil würde sich "um die Schulter schmiegen"?

    Oder umgekehrt - wie soll man das bei straffen Schultergurten hin bekommen - ohne Load Lifter und somit ohne Rahmen?

    (Das Zitat hätte ich oben gleich einfügen sollen, um den Bezug deutlich zu machen.)

    Nein, den Schultergurt zu lockern bringt nicht das gewünschte Ergebnis; wurde ja schon dargelegt.

    Zur zweiten Frage: Da werden zwei Sachen miteinander vermischt – vermutlich eben auch wegen der Erfahrungen mit modernen UL-Rucksäcken. Wie die Schultergurte um die Schultern laufen, hat mit den Lastenkontrollriemen/load lifters erstmal nichts zu tun, sondern hängt allein ab von Ansatzpunkt und -Winkel, Material, Form und "Geschmeidigkeit" der Schulterträger. Die Lastenkontrollriemen dienen nur dazu, das obere Ende des Rucksacks – das eben bei entsprechend tiefem Ansatzpunkt der Schulterträgerbefestigung ganz schön weit weg sein kann – auch an die Schulterträger zu binden. Die Riemen sollen nicht die Last selbst tragen, sondern nur dafür sorgen, daß nicht das obere Ende rumschlackert, was je nach Umständen unangenehm bis gefährlich sein kann.

    Na ja, zumindest bei rahmenlosen Rucksäcken sind Lastkontrolleriemen halt sinnlos.

    Das erinnert mich an die Aussage eines Rucksackverkäufers vor Jahrzehnten, bei rahmenlosen Rucksäcken seien Hüftgurte sinnlos... Was es braucht, ist Festigkeit – ob die über Rahmen oder entsprechendes Packen (und konsequente Nutzung der Kompressionsriemen!) erreicht wird, ist egal. Wer die Kompressionsriemen gar nicht erst hat oder gleich abschneidet, weil er fünf Gramm sparen will, hat dann natürlich Pech gehabt. Und es braucht Kompressionsriemen, die tatsächlich den ganzen Rucksack in sich so zusammenziehen können, daß er fest wird. Zwei dünne Schnürchen in der unteren Hälfte des Rucksacks z. B. können das nicht. Insofern rächt sich, wenn die Funktion der Kompressionsriemen (oder -schnüre) vorrangig in der Befestigung zusätzlicher Ausrüstung gesehen wird. Gut positionierte und verlaufende Kompressionsriemen können im Zusammenspiel mit der sonstigen Form des Rucksacks einen Rahmen entbehrlich machen – jedenfalls bis zu einer gewissen (Gewichts-) Grenze. Und nur, wenn sie auch genutzt werden.

    Nein, das reicht eben nicht – und es ist ein generelles Problem (unter dem aber wie gesagt Frauen sehr viel mehr leiden, weil bei uns oft gar nichts mehr richtig paßt). Ehrlich gesagt wundere ich mich regelmäßig, womit sich Menschen in dieser Hinsicht zufriedengeben, gerade im UL-Bereich.

    Vielleicht habe ich mich da nicht klar genug ausgedrückt: Für die optimale Verteilung der Last braucht es (nicht dicke Polster, sondern) Schultergurte, die tatsächlich möglichst weit um die Schultern herumlaufen. Diese Gurte wiederum müssen dazu eigentlich zwischen den Schulterblättern mit dem Rucksackkörper verbunden sein, und zwar in einem Winkel, der das Herumschmiegen auch erlaubt. Dann braucht es regelmäßig auch Lastenkontrollriemen, die vom Rucksackträger schräg nach oben laufen, damit der obere Teil des Rucksacks nicht bei entsprechenden Bedingungen rumschaukelt.

    Ray Jardine hat zwar großartige Veränderungen angestoßen – aber seine Simpel-Rucksack-Konstruktion hat den Grundstein gelegt für Rucksackträger-Befestigungen, die heute oftmals alles andere als bequem sind, gerade für Frauen und sonstige Wesen mit schmaleren Schultern sogar schlimmer als das. Zu kompensieren versucht man das dann gern mit immer breiteren und/oder dicker gepolsterten Trägern. Ray Jardine selbst trug seinen Rucksack große Teile der Zeit nur über einer Schulter und propagierte das auch immer wieder; außerdem ging es ihm damals auch um simpelste MYOG-Anleitungen, die wirklich jeder umsetzen können sollte. (Lastenkontrollriemen hat's dafür natürlich auch nicht.) Für eine "klassische" Trageweise ist es aber nicht ideal, die Rucksackträger einfach gerade und fest mit dem Rucksack zu verbinden. Bessere Lösungen hat es schon vor Jahrzehnten, fast Jahrhunderten gegeben, z. B. durch Ringe, deutlich dünnere und flexiblere Riemen zwischen dem eigentlichen Träger und dem Rucksack – bis hin zu Gelenken (!) in den Riemen schweizerischer "Affen" vom Anfang der Vierziger Jahre. Trotzdem haben sich viele kommerzielle Hersteller von UL-Rucksäcken an der Jardine-Konstruktion orientiert. Und vor allem bei Frauen sieht das dann gern so aus:

    Dieses Beispiel ist von Durston, aber nur eines von vielen – und es ist bezeichnend, das selbst hochpreisige Hersteller das nicht mal als problematisch erachten, sondern selbst mit solchen Fotos werben.

    Danke! Den Hüftgurt mit riesigen Flossen brauchen WIR doch alle nicht bei so'nem Rucksack, oder? ;) Und hier ist der Rucksack weder gut gepackt noch gut aufgesetzt.

    Er sitzt aber auch nicht zuletzt deshalb anders, weil die Schultergurte anders angesetzt sind, sehr viel tiefer am Rucksackkörper als heute (leider) üblich – so können sich die Gurte wirklich um die Schultern schmiegen, anstatt nur von oben darauf und dann nach vorn zu laufen. Das ist der Grund, warum ich mich für das konkrete Modell interessiere.

    Moin,

    hab' gestern zum Amüsement eine alte Folge von "Death in Paradise" angeschaut (macht mir in Originalversion einfach gute Laune) und dabei einen Rucksack erspäht, den ich schon beim ersten Sichten vor Jahren spannend fand: wohl weil er doch deutlich anders, nämlich höher sitzt als moderne UL-Rucksäcke. Scheint ein Quechua zu sein, also von Decathlon. Weiß jemand von Euch, um welches Modell es sich dabei handelt?

    ... und Dustin Dawson von Backcountry Cuisine ist nach diversen Einsätzen zwar einerseits enttäuscht von der Temperatur der Mahlzeiten, lobt das Ding aber trotzdem: vorrangig als "Vorwärmer" zwecks Beschleunigung und Brennstoffeinsparung.

    The Crotch Pot
    Is this a gag gift?  Nope, it is a real ultralight way to cook your meals!  With a total weight of only 9 grams including the mini biners, the crotch pot is ...
    m.youtube.com

    Crotch Pot:

    Der hier sagt, das sei doch "every man's dream":

    Crotch Pot by Gossamer Gear - Review - Use Body Heat to Cook!
    Buy the Crotch Pot at https://gossamergear.com/?rfsn=2024242.1f81500:00 The best backpacking innovation00:40 How the Crotch Pot works01:22 Porn02:10 Foreshad...
    m.youtube.com

    (Na ja, fairerweise muß ich anfügen, daß zuvor kam: "Now I've got a serious package")

    ... und er zeigt auf, wie blöd es ist, wenn man den Ziplock nicht richtig verschließt – das ist dann vermutlich "every man's nightmare"?

    [...] die thermos ultimate ist leichter - und hat einen weniger konisch zulaufenden Deckelbecher. https://thermos.eu/products/mountain-beverage-bottle-0-90-l

    ... und besagter Becher hat genau deshalb auch Knubbel am Rand... Kann aus eigener Erfahrung versichern: Da mußte schon dagegen treten, damit da was umfällt.

    (Im übrigen lohnt sich der Umstieg auch – kam von der gleichen Thermos wie noodles, die auch schon gut war; die Ultimate ist aber leichter, hält länger warm und hat mit 900ml wirklich eine tolle Größe.)

    Apropos Slingfin 10D: Hat denn eigentlich irgendjemand das NFT in Verwendung? Ist das hier – außer bei den Schnäppchen – überhaupt schonmal erwähnt worden, bei den Neuheiten oder sonstwo? Immerhin zeigt sich Ryan Jordan ja begeistert:

    Slingfin NFT | #Shorts
    Find out more about the Slingfin NFT at backpackinglight.com/nft#backpacking #ultralightgear #shorts #lightweight #ultralight #tent #shelter
    www.youtube.com

    https://www.getdrip.com/broadcasts/660300291/86fa6e9c53c42a9281992

    Von Stoffen unterhalb von 30 D halte ich perse wenig

    Slingfin weist aber z. B. darauf hin, daß neben der reinen Stoffstärke auch andere Faktoren erheblichen, teils überraschenden Einfluß haben auf die langfristige Haltbarkeit – insbesondere die genaue Zusammensetzung der Beschichtung (und die Lagerung!):

    https://www.slingfin.com/blogs/the-beta…-and-sun-damage

    Wenn das 10d der Slingfing-Zelte nach 208 "UV"-Tagen über 60 Prozent Festigkeit verloren hat, wie wirkt sich das dann in Zahlen auf das 7d aus?

    Wenn man eins sicher aus dem Slingfin-Beitrag lesen kann, dann dies: Einfach nach der Denier-Zahl linear rauf- oder runterrechnen läßt sich das gerade nicht. So liegt z. B. das getestete 40D nach der Zeit sogar in der absoluten Reißfestigkeit unter dem besagten 10D. Und es lohnt sich, tatsächlich auch den Text zu lesen und nicht nur die Grafiken anzuschauen; da wird eben auch eingegangen auf den Vergleich mit unterschiedlichen Nutzungszenarien etc. Was man wirklich mitnehmen sollte: Reine Denier-Zahlen alleine sagen nicht viel über die Qualität des Stoffes – und das deckt sich ja nun wirklich mit allen praktischen Erfahrungen hier, oder?

    P. S.: Hab' die Tage in irgendeinem englischsprachigen Forum was gelesen über Vergleiche ultraleichter Tarp-Ponchos, namentlich ob sich die teuren StS-Nano-Teile wirklich lohnen, wo's doch "das Gleiche" auch superbillig direkt aus China gibt – Ergebnis laut einem Vielnutzer: Wenn's nur als gelegentlicher Notnagel dienen soll, tut's auch das billige Zeug; das teure hingegen läßt sich jahrelang verwenden – und das trotz vermeintlich vergleichbarer Denier-Zahlen.

    Selbstverständlich ändert das nichts an den berechtigten Einwänden, daß zu schwache Gewebe, die nur durch umfangreiche Verstärkungen nutzbar werden, so leicht dann gar nicht mehr sind. Darum ging's mir aber auch gar nicht.