Beiträge von lampenschirm

    sieht gut aus, alles in allem.

    Hatte vor 2 Jahren im Juli nen WM Megalite mit, etwas leichteres hätts aber auch getan.

    Grödel: Hatte damals in nem schneereichen Jahr und eher früh in der Saison Pickel und Spikes dabei und war ziemlich froh drum. Gute Infos hab ich damals.aus verschiedenen Facebook Gruppen bekommen mit aktuellen Fotos. Würde aber vermuten, im August eher nicht nötig.

    Solarpanel: hatte das Lixada Panel und ne 5Ah Powerbank dabei. Hat super funktioniert. Immer nachts hab ich das Handy geladen, und meist war am frühen Nachmittag die PB wieder voll.

    Wünsche viel Spaß, ist ne super Tour!

    outdoorrama interessant, danke! Nichts für mich dabei, aber schön zu wissen, dass er das doch noch zumindest abgespeckt weitermacht.

    fatrat danke, den kannte ich noch gar nicht. Sieht aber nicht so aus, als ob ich da Handy + Kamera reinkriege? Ist wohl eher für nir Handy gedacht?

    Hab noch Weitläufer gefunden, das könnte funktionieren, wenn ich das Handy ins Mesh vorne packe. Ist dann zwar nicjt wetterfest, aber ich konnte bisher den Rolltop auch nicht zumachen, wenn das Handy drin war, bei Regen hab ichs immer in die Hosentasche unter der Regenjacke gepackt.

    Weitläufer Schultergurttasche

    Ich brauche mal eine neue Schultergurttasche. Aktuell habe ich eine von Treadlitegear, die ist allerdings am Ende der Lebensdauer angekommen. Leider gibts TLG nicht mehr :(

    Ist ne ziemlich praktische Tasche: Es passen mein Handy und eine Kompaktkamera rein, und sie hat eimen Rolltop, daher wasserdicht. Kennt jemand was ähnliches?

    An meine Rucksäcken hab ich Daisy Chains, irgendwie sollte man das Teil daran befestigen können.

    JayJay  schwyzi ja, ca. 19kg verloren, und da ist das Mehrgewicht vom Bart schon mit drin. Der musste allerdings noch vor dem Rückflug wieder ab, ich hatte keine Hausschlüssel dabei, insofern hatte meine Frau da eine recht gute Verhandlunsposition… :P Und insgesamt siehts leider inzwischen wieder eher dem Anfangsbild ähnlich:saint:

    Lumberjack vielen Dank nochmal für deine Hilfe im Vorfeld!

    WonderBär

    ja, ich war am 13.11. fertig. Ich hatte ein Sabbatical genommen, bin insofern also wieder auf meinem alten Job, in meiner Branche sind Jobwechsel schwierig bis unmöglich. Tatsächlich hatte ich aber Zeit, schon bestehende Gedanken bzgl. Arbeit weiter- genauer zu durchdenken. Eine weitere Veränderung, die ich festgestellt habe, ist, dass die Flexibilität, die dieser Trail erfordert, mir etwas mehr zu eigen geworden ist, das war früher nicht immer meine große Stärke. Gleichzeitig ist die auch im Blog angesprochene Risikobereitschaft und Zuversicht, dass es schon gutgehen wird, auch stärker geworden, ich bin eigentlich ein eher sicherheitsbedürftiger Mensch. Das hat insgesamt zu.ein paar größeren Entscheidungen geführt, z.B. trotz des alten Jobs den Wohnort zu verändern (tatsächlich allerdings in eine wesentlich größere Stadt), in Teilzeit zu gehen und mehr nebenher selbstständig zu arbeiten. Diese Gedanken gabs vorher schon, aber der Mix aus dem Erwähnten und dem Abstand zur Arbeit haben das ganze doch sehr klar werden lassen. Insgesamt bin ich wieder etwas ruhender und gelassener geworden, dass war ich eigentlich schon immer, ist mir aber in den letzten 3 Jahren oder so etwas abhanden gekommen. Eine Rolle haben da sicher auch die anderen Wanderer gespielt, grade die jüngeren. Aber mal aus meiner tendenziell etwas steifen, und mangels eines besseren Wortes, sozial konservativen Blase in diese doch etwas im positiven Sinne verrückte Thruhiker Welt reinzukommen, hat gut getan.

    Oder, wie meine Frau meinte: man braucht jetzt etwas mehr Geduld mit mir :D

    Geschafft! Und ein Fazit.


    3,5 Tage, 130km

    So, geschafft. Ein hartes Stücke Arbeit liegt hinter mir. Wie es war? Das erste war das mir dazu einfällt ist „lang“. Es fühlt sich gleichzeitig wie eine Ewigkeit und wie gestern an, dass ich in Glacier National Park an der kanadischen Grenze zu dieser Wanderung aufgebrochen bin. Die Zeitwahrnehmung hat mich immer wieder fasziniert, fast jeder Tag fühlt sich lang an, aber insgesamt ging es doch gefühlt sehr schnell vorbei.
    Es bleiben unzählige Erinnerungen an gute Tage, schlechte Tage, anstrengende und weniger anstrengende Tage, an bestimmte Situationen, Berge, Tiere, Ausblicke und natürlich an viele Menschen, sowohl andere Wanderer, als auch sonstige Begegnungen. Letzten Endes habe ich glaube ich noch gar nicht vollständig realisiert, was ich geschafft habe und dass es jetzt vorbei ist. Obwohl ich so lange auf diesen Moment hingearbeitet habe, ging es dann doch sehr plötzlich vorbei. Ich bin nun schon am Flughafen in Phoenix, warte auf meinen Flug nach Nashville, wo ich noch bis Dienstag bei einem Freund bin, bevor es dann zurück nach Deutschland geht.
    Sehr gespannt bin ich darauf, wie es wird, wieder ein „Zivilleben“ zu führen. Draußen zu sein ist Normalität geworden und ein natürlicher Zustand. Alles was man braucht, im Rucksack zu haben, und einfach nur laufen zu müssen, gibt ein großes Gefühl von Freiheit. Auch wenn man draußen natürlich irgendwo auch vielen Zwängen ausgesetzt ist, bspw. Wasser, Wetter, Zeitplan, Gelände, weiß man doch nach einiger Zeit auf dem Weg, dass man alle Fähigkeiten und Ausrüstung besitzt, um mit dem umzugehen, was der Weg und die Natur einem entgegenschleudern. Es ist eigentlich ein recht simples Leben, auch wenn es sich wirklich nicht immer so anfühlt.
    Auf jeden Fall bin ich erstmal ziemlich zufrieden, dass ich es tatsächlich geschafft habe, den Continental Divide Trail zu laufen.

    Und hier noch die Statistik:

    Tage: 141
    Pausentage: 14
    Gesamt km: 4231km
    Durchschnitt pro Tag: 30km
    Durchschnitt ohne Pausentage: 33,31km
    längster Tag: 50km
    kürzester Tag: 11km
    höchster Punkt: 4350m ü.N.N., Gray’s Peak, Colorado
    niedrigster Punkt: 1278m ü.N.N., NM bei Lordsburg
    allein vs. nicht allein gezeltet: 55 vs. 58 Nächte
    Anzahl Townstops: 28
    durchschnittl km zwischen Orten: 151,1km
    durchschnitt Tage zwischen Orten: 5
    längste Strecke zwischen Orten: 281km
    kürzeste Strecke zwischen Orten: 63km
    kleinster Ort: Leadore, Idaho (106 Einwohner)
    größter Ort: Helena, Montana (32.901 Einwohner)
    Nächte in richtigen Betten: 10
    Duschen: 19
    Schuhe: 5 Paar
    Socken: 9 Paar
    Blasen: 2
    Regentage: 46
    Bären gesichtet (und überlebt): 4 (alle auf einmal)
    Tarantulas: 0!!!
    andere SoBo Wanderer getroffen: 86 (55 Männer, 31 Frauen)

    Lordsburg.

    3,5 Tage, 120km

    Lordsburg, der letzte townstop vor der Grenze! Ein letztes mal Essen kaufen, Geräte laden, Dusche und Wäsche spare ich mir jetzt, und schon am Donnerstag werde ich am Grenzzaun stehen und ich werde es endlich geschafft haben.
    Inzwischen bin ich wieder weitgehend hergestellt und in der Lage, halbwegs normale Taegsetappen zu laufen. Da ich konservativ gerechnet habe, habe ich aber sowieso keine allzu langen Etaplen mehr vor mir. Und inzwischen gibt es auch eine Lösung für das Grenzproblem, auch Ausländer dürfen nun in Begleitung einer Person, die eine ID Card des Kriegsministeriums (sic!) hat, auf Antrag in die National Defense Areas. Da ich sowieso ein Shuttle von der Grenze zurück nach Lordsburg brauche – die einzige Möglichkeit, hierher zurückzukommen außer zu laufen – und mein Shuttlefahrer eine solche ID Card hat, war das zum Glück recht unkompliziert.
    Ansonsten geht das ganze nun recht unspektakulär aufs Ende zu. Den letzten Berg habe ich vorgestern erklommen, nun kommt noch weitgehend flache Hochwüste mit wenig Vegetation und vielen Rindviechern, das Wetter ist mit etwas über 20 Grad und ausschließlich blauem Himmel (habe gestern zum ersten Mal seit mindestens 10 Tagen wieder ein paar Wolken gesehen) auch sehr angenehm. Ist aber auch nicnt schlecht so, Anstrengung war es ja nun wirklich genug.
    So, ich melde mich dann wieder Ende der Woche.

    Haha :D Tatsächlich wars in NM tagsüber super angenehm, meist so etwas über 20°C.

    Ich werde, wenn ich den Bericht hier fertig habe, noch einen eigenen Gear Review Thread aufmachen. Insgesamt kann ich sagen, dass die Ausrüstung, so wie sie war, ziemlich gut funktioniert hat. Manches etwas besser, manches etwas schlechter, aber Totalausfälle gabs nicht. Probleme haben hin und wieder die Heringe gemacht, je nach Boden, und die Regenjacke war irgendwann an manchen Stellen nicht mehr ganz dicht. Außerdem musste ich die Stöcke auswechseln, weil die Spitzen in den Stock hineingedrückt wurden, das gleiche passierte dann kurz vor Ende nochmal mit dem Ersatzpaar. Sehr zufrieden war ich mit dem Tarp und der Puffy.

    Pie Town.


    3,5 Tage, 145km.

    New Mexiko ist nach wie vor sehr vielfältig. In den letzten Tagen bin ich sehr viel über Kuhweiden gelaufen, große Grasflächen mit nur wenigen Büschen und Bäumen, was zwar nicht sehr spektakulär ist, dafür kommt man sehr gut vorwärts. Aber zwischendurch bin ich zum Beispiel auch durch Canyons gelaufen oder über ein riesiges Lavafeld.
    Ich bin nun in Pie Town angekommen, einem der kleinsten Orte entlang des Weges, tatsächlich so klein, dass es hier nicht mal einen Laden gibt. Deswegen habe ich mir ein Paket mit Essen für die nächsten Tage postlagernd an die Post hier geschickt, das ich gleich abholen werde. In der nächsten Etappe kommt nun ein letztes großes Highlight, die Gila River Wilderness gilt als eine der schönsten Gegenden entlang des CDT und wird auch noch mal eine Abwechslung zu der wüstenartigen Landschaft der letzten Wochen. Teil der Abwechslung wird sein, dass es dort wieder reichlich Wasser gibt. Vor allem in der letzten Woche gab es praktisch gar keine natürlichen Wasserquellen, Wasser findet man eigentlich nur auf zwei Arten, entweder Kuhtränken, das können befestigte wannenartige Tränken sein oder auch einfach mal ein großer Traktorreifen mit einer Plane drin. Wie die Wasserqualität ist, könnt ihr euch vermutlich vorstellen. Ansonsten gibt es zum Glück immer wieder Einheimische, die an strategisch günstigen Stellen ein paar Liter Wasser hinstellen und manchmal vielleicht noch sogar ein paar Coladosen oder ähnliches.
    Ich habe nur noch ungefähr zwei Wochen, bis ich an der Grenze angelangt bin!

    WonderBär danke :)

    in NM waren die Temperaturen nachts meist um die 0°C. Mal bisschen drunter, mal bisschen drüber, auch schlafplatzabhängig: z.B. hab ich in der Gila immer unter Bäumen übernachtet und hatte dadurch nie gefrorene Schuhe, das ging anderen, die unter offenem Himmel übernachtet haben anders :D

    Wasser war in NM ein großes Thema. Glücklicherweise gab es v.a. ab etwa Grants recht viele Caches von locals, ab Lordsburg für die letzten 100km oder so gibts dann auch die offiziellen von der CDTC. Ansonsten meistens Kuhtränken, mal bessere, mal schlechtere. Aber richtig schlimmes Wasser gabs so gut wie nie, bzw. konnte man das weitgehend vermeiden. Die Tränken waren oft ziemlich veralgt, aber das Wasser war klar und hat meist gut geschmeckt. Nur einmal, interessanterweise bei einer Quelle, hats stark nach Kuhfladen geschmeckt. Ich füg in den nächsten Beiträgen ein paar entsprechende Fotos ein.

    4 Tage, 150km


    In Grants habe ich keinen Beitrag verfasst, da ich keinen richtigen Stop gemacht habe. Es ist kein Hitch nötig, dadurch konnte ich einfach kurz einkaufen, Handy laden, essen und weiterlaufen.

    Der Abschnitt von Cuba nach Grants war für mich wahrscheinlich der schönste in NM. Läuft sich angenehm, und die Ausblicke über die Wüste sind einfach cool. Auch auf Mt. Taylor hochzulaufen, hat mir gefallen, leider hatte ich ausgerechnet an diesem Tag ein bisschen Pech mit dem Wetter, aber immerhin noch ein letztes Mal über 3000m. Es zeigt sich dort auch mal wieder die faszinierende Vielfalt der Landschaft in New Mexico, abends pennt man noch in der Wüste, am nächsten Mittag steht man oben in Nadelwäldern und Espen.

    Cuba.

    240km, 6,5 Tage

    Ich hab die Ghost Ranch Alternate genommen und dort ein Resupply Packet abgeholt, aber nicht übernachtet.

    Keine Angst, ich bin nicht falsch abgebogen. Tatsächlich heißt die Kleinstadt, in der ich mich gerade befinde, Cuba.
    Wie geplant habe ich noch am Sonntagabend die Grenze zu New Mexico überschritten. Am Wochenende davor war ich mit zehn anderen Wanderern in Albuquerque bei einem Heißluftballon Festival, es war schlechtes Wetter, da hat sich das angeboten. Die ersten paar Tage in New Mexico habe ich also nun hinter mir und tatsächlich ist es hier ganz anders als in Colorado. Bisher ist die Landschaft geprägt von Mesas, es sind deutlich weniger Anstiege, oft laufe ich kilometerlang oben über die Tafelberge durch Wiesen und Wälder. Eine schöne Abwechslung, es gefällt mir, mal wieder Bäume zu sehen, zumal es auch sehr interessant ist, wie auf den verschiedenen Höhenlagen unterschiedliche Pinienarten wachsen, ganz oben gibt es dann vor allem auch Kiefern und dazwischen immer wieder auch hier noch die Espen, die zumindest teilweise immer noch herrliche Herbstfarben haben. Aber vor allem in tieferen Lagen, ich war kürzlich zum ersten Mal seit Mitte Juli über eine längere Strecke unter 2000m, ist es eine Art Hochwüste. Das ist ziemlich spektakulär für mich, wie im letzten Beitrag schon angekündigt findet man hier die vielleicht aus Filmen bekannten Landschaften mit roten Felsen, Kakteen, engen Schluchten, niedrigen Büschen und dazwischen immer wieder vereinzelt Bäume. Es ist etwas wärmer als in Colorado, für kommende Woche sind bis zu 20° angesagt, die Nächte hingegen sind teilweise nach wie vor sehr kalt, immer wieder auch mit Frost.
    Und leider ist auch das eingetreten, wovor es mich seit Beginn meiner Wanderung graust: ich bin nun in Tarantelgebiet, wie mir ein Mitwanderer per Foto auch schon bewiesen hat.

    Hallo zusammen,

    aufgrund diverser Vorkommnisse hat der Trägerverein des Forums auf unseren Antrag hin beschlossen, die Nutzungsbedingungen anzupassen. Konkret gab es Änderungen im Bezug auf politische Äußerungen.
    Aus rechtlichen Gründen müsst ihr diesen Änderungen zustimmen, um das Forum weiterhin nutzen zu können. Die Zustimmung wird automatisch abgefragt, ihr könnt dann auf Zustimmen oder Ablehnen klicken.


    Viele Grüßer, euer Modteam

    New Mexico! (Also, fast).

    3,5 Tage, 110km

    Ich habe es geschafft. Ich bin in New Mexico angekommen, also so mehr oder weniger. Diese Zeilen schreibe ich in Chama, mein erster townstop in New Mexico. Tatsächlich habe ich aber noch etwa 5 km in Colorado, die ich wandern muss. Voraussichtlich am Sonntag werde ich die Grenze überqueren und den letzten großen Abschnitt meiner Wanderung beginnen. Von hier an verläuft der Weg bis auf kleine kurze Ausnahmen unter 3000m und die Gefahr eines größeren Wintereinbruchs ist vorbei.
    Schon in den letzten Tagen habe ich bemerkt, wie sich die Landschaft ganz langsam begann zu verändern, man sieht entlang der Bergketten nicht mehr so viele große Gipfel, es gibt oft lange Hochplateaus, auch die Anstiege werden kleiner (sehr angenehm!), die Höhenunterschiede sind nicht mehr so groß. Mit dem Wetter hatte ich Glück, es war meist sonnig, und hat nur einmal ganz kurz leicht geregnet. Übers Wochenende zieht eine ziemliche Schlechtwetterfront durch, daher habe ich mit einigen anderen Wanderern beschlossen zu einem Heißluftballon Festival nach Albuquerque zu fahren. Am Sonntag fahren wir dann zurück und laufen bei hoffentlich besserem Wetter weiter.
    Ich bin nun deutlich entspannter, insbesondere die letzten beiden Wochen waren doch recht stressig und anstrengend. Auf New Mexico freue ich mich schon lange, insbesondere der Nordteil muss sehr schön sein, geprägt von Mesas und roten Felsen, wie man es aus Western kennt.
    Es sind nun noch ca. 1100 km übrig, einerseits ist das durchaus noch eine Strecke, andererseits neigt sich die Wanderung nun so langsam dem Ende zu. Ich fange schon an zu überlegen, was ich danach noch mache, wie ich wohin komme, wann genau ich zurück fliege, und ähnliche Dinge, und habe mein vermutlich letztes Paar Schuhe bekommen.
    Auch wurden wir Wanderer nun doch noch von der großen Politik eingeholt. Eine der angenehmen Nebeneffekte diese Wanderung war, von der Nachrichtenlage nur sehr wenig mitzubekommen, allerdings hat die Bundesregierung in Washington, D.C., entschieden, in der Grenzregion zwischen New Mexico und Mexiko sogenannte National Defense Areas (NDA’s) einzurichten. Das betrifft auch den offiziellen Endpunkt des CDTs, der sich nun in einem solchen Gebiet befindet. Der Zutritt in diese Gebiete ist nur für US-Bürger und nur auf Antrag möglich. Im Moment sind vor allem wir ausländischen Wanderer noch dabei, unsere Optionen zu prüfen. Es gibt noch zwei inoffizielle Endpunkte, die aber beide gewisse logistische Schwierigkeiten haben, es gibt auch tatsächlich die Möglichkeit, einfach in der Nähe des eigentlichen Endpunktes an die Grenze zu kommen, da die NDAs nur auf Bundesgebiet sind und nicht auf Landesgebiet. Der Föderalismus hat auch in den USA teilweise sehr kuriose Auswirkungen… im Moment ist die Lage diesbezüglich noch sehr unklar, ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

    Diesmal gibt es viele Bilder... die San Juans waren für mich das absolute Highlight des gesamten Trails. Die Schönheit von Colorado, aber genauso weit "draußen" wie Montana, das war ein unglaubliches Erlebnis. Daher auch die vielen Bilder, so viele wie hier habe ich nur in Glacier gemacht, und das war noch mit Anfangseuphorie.

    Pagosa Springs / Bayfield

    6 Tage, 200km

    An der Kürze der Beiträge bemerkt ihr vielleicht, dass die Zeit knapp ist. Sechs Tage bin ich nun durch das San Juan Gebirge gewandert, und tatsächlich hatte ich im großen und ganzen Glück mit dem Wetter. Die ersten Tage war es wunderbar sonnig und warm, und Colorado hat sich nochmal von seiner besten Seite gezeigt. Tatsächlich ist die Gegend hier landschaftlich hier bisher das absolute Highlight meiner Wanderung. Nur vorgestern kam ein mittelschwerer Schneesturm, ein erster Vorbote des Winters und eine freundliche Erinnerung, doch bitte bald Colorado zu verlassen. Es sind nun noch 110km bis zum Cumbres Pass, ab dort bewegt sich der Trail nur noch unterhalb der 3000m-Marke, und große Schneemengen, die die Wege unpassierbar machen, sind ab dort nicht mehr zu erwarten. Am Donnerstag sollte ich dort ankommen.