Beiträge von lampenschirm

    Das Thema wird - zum wiederholten Male - unter uns Mods diskutiert. Bitte entschuldigt, wenn das noch ein paar Tage dauert, grade ist ja Urlaubszeit. Sobald wir etwas bekanntzugeben haben, werden wir das tun, bis dahin wâre es gut, wir würden zum eigentlichen Thema zurückkommen.

    bin vor 3 Wochen von Urmatt nach Pirmasens gelaufen. Wasser fand ich gar nicht so einfach, hab meistens 3L geschleppt. Natürliche Quellen hab ich keine benutzt / gesehen, ich hab vorwiegend an Friedhöfen und Trinkwasserbrunnen geholt. In Wangenbourg hats mehrere öffentliche Toiletten, die hinter der Touri-Info ist sauber und offen.

    kann von den Traverse ähnliches berichten. Habe letztes Jahr aufm CDT 3 Paar verbraucht und bin sehr zufrieden. Bei mir war allerdings immer nach rd. 800km die Dämpfung so durch, dass ich neue gekauft hab, was schade war, weil der restliche Schuh wie auch die Sohle noch komplett intakt war.

    finde, dass Jerky kein gutes Preis-/Kaloriendichteverhältnis hat. Habs trotzdem öfter gekauft, weil lecker. Einmal hat mir jemand ne Tüte selbstgemachtes Rehjerky geschenkt:love:

    Es ging ja hier um Protein und die Attraktivität beim Essen. Für die Kalorien ist Fett unschlagbar.

    stimmt. Das Problem an Jerky ist aber auch wie gesagt der Preis. Und Fisch hat ja auch Proteine. Aber es ist ja eh gut, Abwechslung zu haben :)

    finde, dass Jerky kein gutes Preis-/Kaloriendichteverhältnis hat. Habs trotzdem öfter gekauft, weil lecker. Einmal hat mir jemand ne Tüte selbstgemachtes Rehjerky geschenkt:love:

    Für Proteine habe ich - wie die meisten CDTler - eine Thunfischpackung am Tag gekauft, die hab ich meistens in einen Wrap oder ins Ramen. Die haben zwar nicht viel kcal, aber brauchen kaum Platz und sind nicht allzu teuer.

    sieht gut aus, alles in allem.

    Hatte vor 2 Jahren im Juli nen WM Megalite mit, etwas leichteres hätts aber auch getan.

    Grödel: Hatte damals in nem schneereichen Jahr und eher früh in der Saison Pickel und Spikes dabei und war ziemlich froh drum. Gute Infos hab ich damals.aus verschiedenen Facebook Gruppen bekommen mit aktuellen Fotos. Würde aber vermuten, im August eher nicht nötig.

    Solarpanel: hatte das Lixada Panel und ne 5Ah Powerbank dabei. Hat super funktioniert. Immer nachts hab ich das Handy geladen, und meist war am frühen Nachmittag die PB wieder voll.

    Wünsche viel Spaß, ist ne super Tour!

    outdoorrama interessant, danke! Nichts für mich dabei, aber schön zu wissen, dass er das doch noch zumindest abgespeckt weitermacht.

    fatrat danke, den kannte ich noch gar nicht. Sieht aber nicht so aus, als ob ich da Handy + Kamera reinkriege? Ist wohl eher für nir Handy gedacht?

    Hab noch Weitläufer gefunden, das könnte funktionieren, wenn ich das Handy ins Mesh vorne packe. Ist dann zwar nicjt wetterfest, aber ich konnte bisher den Rolltop auch nicht zumachen, wenn das Handy drin war, bei Regen hab ichs immer in die Hosentasche unter der Regenjacke gepackt.

    Weitläufer Schultergurttasche

    Ich brauche mal eine neue Schultergurttasche. Aktuell habe ich eine von Treadlitegear, die ist allerdings am Ende der Lebensdauer angekommen. Leider gibts TLG nicht mehr :(

    Ist ne ziemlich praktische Tasche: Es passen mein Handy und eine Kompaktkamera rein, und sie hat eimen Rolltop, daher wasserdicht. Kennt jemand was ähnliches?

    An meine Rucksäcken hab ich Daisy Chains, irgendwie sollte man das Teil daran befestigen können.

    JayJay  schwyzi ja, ca. 19kg verloren, und da ist das Mehrgewicht vom Bart schon mit drin. Der musste allerdings noch vor dem Rückflug wieder ab, ich hatte keine Hausschlüssel dabei, insofern hatte meine Frau da eine recht gute Verhandlunsposition… :P Und insgesamt siehts leider inzwischen wieder eher dem Anfangsbild ähnlich:saint:

    Lumberjack vielen Dank nochmal für deine Hilfe im Vorfeld!

    WonderBär

    ja, ich war am 13.11. fertig. Ich hatte ein Sabbatical genommen, bin insofern also wieder auf meinem alten Job, in meiner Branche sind Jobwechsel schwierig bis unmöglich. Tatsächlich hatte ich aber Zeit, schon bestehende Gedanken bzgl. Arbeit weiter- genauer zu durchdenken. Eine weitere Veränderung, die ich festgestellt habe, ist, dass die Flexibilität, die dieser Trail erfordert, mir etwas mehr zu eigen geworden ist, das war früher nicht immer meine große Stärke. Gleichzeitig ist die auch im Blog angesprochene Risikobereitschaft und Zuversicht, dass es schon gutgehen wird, auch stärker geworden, ich bin eigentlich ein eher sicherheitsbedürftiger Mensch. Das hat insgesamt zu.ein paar größeren Entscheidungen geführt, z.B. trotz des alten Jobs den Wohnort zu verändern (tatsächlich allerdings in eine wesentlich größere Stadt), in Teilzeit zu gehen und mehr nebenher selbstständig zu arbeiten. Diese Gedanken gabs vorher schon, aber der Mix aus dem Erwähnten und dem Abstand zur Arbeit haben das ganze doch sehr klar werden lassen. Insgesamt bin ich wieder etwas ruhender und gelassener geworden, dass war ich eigentlich schon immer, ist mir aber in den letzten 3 Jahren oder so etwas abhanden gekommen. Eine Rolle haben da sicher auch die anderen Wanderer gespielt, grade die jüngeren. Aber mal aus meiner tendenziell etwas steifen, und mangels eines besseren Wortes, sozial konservativen Blase in diese doch etwas im positiven Sinne verrückte Thruhiker Welt reinzukommen, hat gut getan.

    Oder, wie meine Frau meinte: man braucht jetzt etwas mehr Geduld mit mir :D

    Geschafft! Und ein Fazit.


    3,5 Tage, 130km

    So, geschafft. Ein hartes Stücke Arbeit liegt hinter mir. Wie es war? Das erste war das mir dazu einfällt ist „lang“. Es fühlt sich gleichzeitig wie eine Ewigkeit und wie gestern an, dass ich in Glacier National Park an der kanadischen Grenze zu dieser Wanderung aufgebrochen bin. Die Zeitwahrnehmung hat mich immer wieder fasziniert, fast jeder Tag fühlt sich lang an, aber insgesamt ging es doch gefühlt sehr schnell vorbei.
    Es bleiben unzählige Erinnerungen an gute Tage, schlechte Tage, anstrengende und weniger anstrengende Tage, an bestimmte Situationen, Berge, Tiere, Ausblicke und natürlich an viele Menschen, sowohl andere Wanderer, als auch sonstige Begegnungen. Letzten Endes habe ich glaube ich noch gar nicht vollständig realisiert, was ich geschafft habe und dass es jetzt vorbei ist. Obwohl ich so lange auf diesen Moment hingearbeitet habe, ging es dann doch sehr plötzlich vorbei. Ich bin nun schon am Flughafen in Phoenix, warte auf meinen Flug nach Nashville, wo ich noch bis Dienstag bei einem Freund bin, bevor es dann zurück nach Deutschland geht.
    Sehr gespannt bin ich darauf, wie es wird, wieder ein „Zivilleben“ zu führen. Draußen zu sein ist Normalität geworden und ein natürlicher Zustand. Alles was man braucht, im Rucksack zu haben, und einfach nur laufen zu müssen, gibt ein großes Gefühl von Freiheit. Auch wenn man draußen natürlich irgendwo auch vielen Zwängen ausgesetzt ist, bspw. Wasser, Wetter, Zeitplan, Gelände, weiß man doch nach einiger Zeit auf dem Weg, dass man alle Fähigkeiten und Ausrüstung besitzt, um mit dem umzugehen, was der Weg und die Natur einem entgegenschleudern. Es ist eigentlich ein recht simples Leben, auch wenn es sich wirklich nicht immer so anfühlt.
    Auf jeden Fall bin ich erstmal ziemlich zufrieden, dass ich es tatsächlich geschafft habe, den Continental Divide Trail zu laufen.

    Und hier noch die Statistik:

    Tage: 141
    Pausentage: 14
    Gesamt km: 4231km
    Durchschnitt pro Tag: 30km
    Durchschnitt ohne Pausentage: 33,31km
    längster Tag: 50km
    kürzester Tag: 11km
    höchster Punkt: 4350m ü.N.N., Gray’s Peak, Colorado
    niedrigster Punkt: 1278m ü.N.N., NM bei Lordsburg
    allein vs. nicht allein gezeltet: 55 vs. 58 Nächte
    Anzahl Townstops: 28
    durchschnittl km zwischen Orten: 151,1km
    durchschnitt Tage zwischen Orten: 5
    längste Strecke zwischen Orten: 281km
    kürzeste Strecke zwischen Orten: 63km
    kleinster Ort: Leadore, Idaho (106 Einwohner)
    größter Ort: Helena, Montana (32.901 Einwohner)
    Nächte in richtigen Betten: 10
    Duschen: 19
    Schuhe: 5 Paar
    Socken: 9 Paar
    Blasen: 2
    Regentage: 46
    Bären gesichtet (und überlebt): 4 (alle auf einmal)
    Tarantulas: 0!!!
    andere SoBo Wanderer getroffen: 86 (55 Männer, 31 Frauen)