Beiträge von Werner Wanderfreund

    Brouter ist der heilige Gral. BRouter lässt sich sehr genau konfigurieren - oder eigentlich programmieren. So bezieht BRouter natürlich Höhenmeter ein, ob es sich um einen Radfernweg handelt, ob die Wegoberfläche geeignet ist, ob der Weg durch einen Wald führt, ob der Weg an einem Bach entlang führt, oder ob in der Nähe eine laute Straße ist, etc.

    Die Konfiguration ist nicht so einfach, allerdings gibt es haufenweise vorkonfigurierte Profile im Netz.

    Hier hat DL1JPH erklärt, wie man BRouter mit einem Fahrrad-Profil in Kombination mit OsmAnd auf dem Handy einrichtet:

    DL1JPH
    27. September 2024 um 10:37


    Natürlich gebt es das auch als Website: https://brouter.de/brouter-web/


    Ich persönlich habe aber noch keine Erfahrung mit BRouter fürs Fahrrad. Zu Fuß bin ich aber mal 2000 km mit meinem eigenen BRouter-Profil gewandert, was sehr gut funktioniert hat:

    Werner Wanderfreund
    31. März 2026 um 15:30

    Die Nähte der Decathlon-Regenjacken sind von innen getaped, zumindest da wo es nötig ist. In meiner Erfahrung sind die fast dicht - nur der Reißverschluss ist nicht wasserdicht, was in der Praxis für mich bisher nicht so schlimm war. Ansonsten gibt es sicher auch Modelle mit Abdeckleiste, oder du probierst dich mal am Abdichten, mit dieser Anleitung von Christian Wagner : http://flusslinie.de/wprv.htm

    Der Stoff wirkt auf mich recht robust, wegen den Schultergurten würde ich mir keine Sorgen machen, auch wenn ich nicht so viel trage.

    Einfach eine Decathlon-Regenjacke für etwa 15 Euro? Ich habe da zumindest noch nie ein Loch oder Riss reinbekommen. Allerdings bin ich kein Kletterer und schleife nicht an Felswänden entlang.

    Kann man ja ausprobieren, wenn nicht dann wirds halt ne teurere - oder eine zweite Decathlon-Regenjacke.

    • Brauchst du wlrklich 15 Heringe? Ich weiß nicht wie windig es da so ist, vielleicht ist das schon eine gute Idee die mitzunehmen
    • Packsack vom Schlafsack weglassen. Ist einfach praktischer ohne
    • Kochkram komplett weglassen, stattdessen zu den Hauptmahlzeiten Brot mit Belag essen oder das gastronomische Angebot wahrnehmen. Das ist viel unkomplizierter.
    • Sitzkissen weglassen. Laut OSM-Daten gibt es auf Bornholm 365 Bänke.
    • 80g Toilettenpapier ist schon viel, man kann ja immer wieder an öffentlichen Toiletten ein paar Blatt nachtanken.
    • Wozu sind die 2 T-Shirts gut? Weglassen, du hast ja den Sun Hoodie.
    • Longsleeve durch einen Fleecepulli ersetzen. Dann hast du auch eine vernünftige warme Schicht
    • Windbreaker durch Regenjacke ersetzen
    • Seife weglassen. Oder zumindest weniger. Beim Baden in Bächen oder im Meer würde ich die sowieso aus naturschutzgründen nicht verwenden. Außerdem bist du nur 7 Tage unterwegs
    • Handtuch weglassen, stattdessen irgendein Kleidungsstück verwenden was du gerade nicht trägst. Das kann dann außen am Rucksack trocknen.
    • Ich weiß nicht, wozu so ein Stirnband gut sein soll
    • Deo weglassen. Entweder du stinkst nach Schweiß, oder nach Deo und Schweiß.
    • Wasserfilter kann ich schlecht einschätzen. Wenn man öffentliche Toiletten, Friedhöfe und Trinkbrünnen zusammennimmt gibt es auf Bornholm 74 Wasserquellen. Das sagt aber nicht sehr viel aus. Jedoch filtere ich persönlich nur sehr ungerne Wasser aus landwirtschaftlichen Gegenden, und Salzwasser filtern geht halt eh nicht. Daher würde ich den Filter weglassen.
    • Footprint weglassen
    • Isomatte durch die Schaumstoffmatte für 8,99 Euro von Decathlon ersetzen. Das Beste: Wenn man die in zwei schneidet, bekommt man zum gleichen Preis doppelt so viele Matten!
    • Sonnencreme nicht vergessen, nimm ruhig gleich 100ml pro Person
    • Nagelschere nicht vergessen
    • Powerbank nicht vergessen, etwa 10 000 mAh

    Sorry für die späte Antwort -

    so ganz kann ich auf dem Bild nicht nachvollziehen, was da wie genäht ist. Wie du es beschrieben hast, klang es auf jeden Fall interessant. Selber bin ich noch nicht auf die Idee gekommen, Gurtband zur Verstärkung längs in die Naht einzubauen, den Trick merke ich mir

    Ich glaube aber, dass das auf Dauer immer noch nicht stabil genug sein wird. Lieber würde ich doch das Gurtband einfach direkt aufnähen.


    Noch einmal zur Veranschaulichung:

    Danke für den Input. Reicht da 90 g? Ich bin mir halt nicht sicher, ob das für die Kraftübertragung reicht (bedenke, dass ist mein erste großes Nähprojekt).

    90g/m² sind prima. Bei Rucksackstoffen muss man sich echt nicht so viele Gedanken machen, ich nehme meistens einfach das günstigste mit Silikon oder PU-Beschichtung um die 100g^m².

    Nur solltest du das Gurtband dann nicht direkt außen aufnähen, sondern solltest an der Innenseite noch eine größere Verstärkung anbringen - z.B. aus einem Stück 40mm Gurtband.

    Aber wie Christian Wagner schon meinte - Mein Vorschlag ist ja eigentlich nichts anderes als ein normaler Rucksack mit Rahmen, bei dem die Schultergurte viel zu hoch eingestellt wurden, sodass auf den Schultern keine Last mehr liegt. Das kannst du ja mal testen, und sobald es wirklich ultraleichtes sein soll selber etwas nähen.

    Könnte man das Wippen vielleicht durch einen Brustgurt verhindern - Am besten schön bequem, ähnlich wie bei einer Trailrunningweste?


    Als Stoff musst du übrigens nicht gleich zu teurem Gridstop greifen, schon gar nicht bei einem Prototyp. Ich verwende auch bei richtigen Rucksäcken gerne das günstige Heißluftballon-Silnylon von Extremtextil: https://www.extremtextil.de/nylon-silikonb…m-2.-wahl/70166
    Das ist für die meisten Zwecke vollkommen ausreichend.

    Ich habe einen Röstzwiebelbehälter benutzt und einigermaßen erträgliche Erfahrungen gemacht mit verschiedenen Kombinationen aus Mi-Nudeln mit Tüten-Tomatensuppe, Zwiebelsuppe, Chili-Con-Carne-Pulver und ähnlichem. Auch Linsen gehen einigermaßen, die werden halt nicht ganz so weich, bleibt etwa bei der Festigkeit von Paprika.

    Für besonders gut habe ich Maggi-Würzpaste befunden, ist leider nur recht teuer.

    Warm habe ich eigentlich nichts gegen Couscous, aber irgenswie konnte ich meinen gecoldsoakten Couscous nie ausstehen.


    Mitlerweile bin ich aber ein großer Anhänger von Brot mit irgendeinem Belag. Fast keine Zubereitungszeit, überall erhältlich, schmackhaft und macht zufrieden. Davon kann ich mich (in Kombination mit dem üblichen Junkfood und auch mal was Gesundes) mindestens zwei Monate lang ernähren, ohne auch nur annähernd etwas zu vermissen. Länger als zwei Monate konnte ich bisher leider noch nicht wandern. Die ca. 400g Brot pro Tag schleppe ich dafür gerne.

    Vorab: Dieser Beitrag ist nicht ganz ernst gemeint, aber auch nicht komplett ironisch - Wir sind ja immer noch ein Ultraleicht-Forum.

    Esel können am Tag etwa 30km laufen, und kommen im Gegensatz zu Pferden lange ohne Essen und Wasser aus. Sie ernähren sich vornehmlich von verholzten Sträuchern, wie man sie Überfall findet. Dazu sind sie noch schwindelfrei. Nicht um sonst verwendet man in manchen Ländern der Welt immer noch Packesel. Und das Baseweight ließe sich so auf 0g reduzieren. Mehr ultraleicht geht nicht.

    Meine Recherche zeigt, dass man einen Esel etwa ab 1000 Euro bekommt. Das ist so viel wie ca. 20 Laufmeter DCF.

    Servus.

    Ich hab da mal was erfunden: Ein Langarmshirt, welches ich zur besseren Belüftung aus vielen ca. 12 cm breiten Streifen genäht habe.

    Es war eine Heidenarbeit das zu nähen. Während ich für ein normales Shirt etwa zwei Stunden brauche, hat das hier 15 Stunden gedauert.

    Nach zwei Tageswanderungen kann ich sagen, dass es leider lange nicht so luftig ist wie Alpha, dafür bietet es immerhin einen guten Sonnenschutz.


    Als Stoff habe ich Stretch-Polyamid verwendet: https://www.extremtextil.de/funktions-jers…h-soft-145g-qm/

    Beim nächsten mal würde ich einen weniger elastischen, leichteren Stoff verwenden.


    Wie viel das wiegt weiß ich nicht, habe gerade keine Waage dabei. Jedenfalls wurde durch das Säumen und überlappen der Stoff auf 2/3 gekürzt.

    Ein paar Scheiben Schinken, ein Stücke Käse und ein Baquette waren oft nicht günstiger zu haben als diese Trekkingnahrung.

    Darf ich fragen, wie du dir das ausrechnest? Ein sehr gutes 400g-Baguette kostet in Frankreich 1,40€, und ein sehr schmackhafter Mönchskäse (300g) 3,50€.

    Und niemand muss einen so feinen Käse und ein so hochwertiges Baguette kaufen, das günstigste Baguette kostet übrigens nur 28 cent.


    Da kämen wir auf etwa 4,90€ für 1700 kcal, also 2,90 auf 1000 kcal.

    Eine Treckingmahlzeit kostet etwa 10€ auf 500 kcal.

    Servus.

    Eigentllich wollte ich im Februar und März dieses Jahr den E3 durch Frankreich laufen. Bei einem Blick auf die Karte viel mir aber wie immer sehr viel an der Routenführung auf, womit ich nicht einverstanden bin. Warum hier der Umweg? Warum an der Straße entlang? Und warum für die hunderste alte Burg den Berg hochstapfen?

    Außedem: Wenn ich schon zwei Monate unterwegs bin und etwa 2000km laufen möchte, will ich auch was sehen. Gerne komme ich immer wieder in neue Regionen, und will nicht so lange irgendwo herumdümpeln. Gerade der Frankenweg ist da kein Vorbild.


    Daher habe ich einfach einen Routenberrechner gefragt, und mir über die Stationen Hendaye, Agen, Plomb du Cantal, Le Puy, Dijon, Steinbach, und schlussendlich Erfurt eine Route planen lassen.


    Aber Werner, aber Werner! Läuft man mit einem Routenberrechner nicht nur an Landstraßen entlang oder endet ständig in zugewachsenen Wegen?

    Nein, nicht mit dem richtigen Routenberrechner! Hier habe ich auf nichts geringeres gesetzt als auf den heiligen Gral der Routenberrechnung: BRouter!

    DL1JPH hat schon einmal erklärt, wie man BRouter auf dem Handy mit OSMAnd einrichtet:

    DL1JPH
    27. September 2024 um 10:37

    BRouter ist ein Routenberrechner, den man selber konfigurieren kann, sofern man sich etwas mit OpenStreetMap auskennt. So habe ich BRouter ganz genau gesagt, auf was für Wegen ich laufen möchte. Dabei habe ich auch Details einbezogen wie die Wegoberfläche, wie eben der Weg ist, ob der Weg nahe einer lauten Straße entlang führt, ob ich durch ein hübsches Bachtal laufe, oder ob der Weg durch einen Wald führt.

    Dabei handelt es sich um einen Balanceakt: Wenn ich besser ausgebaute Wege nicht genug bestrafe, dann laufe ich mehr auf asphaltierten Radwegen und Schotterwegen. Wenn ich jedoch besser ausgebaute Wege zu viel bestrafe, dann passiert es, dass ich auf matschigen, grasbewachsenen Feldwegen wandere, nur damit der Weg am Ende mit Brombeeren und Brennnesseln zugewachsen ist.

    Mein BRouter-Profil ist hier zu finden: https://codeberg.org/Werner-Wanderf…uhiking_profile


    Und, wie hats geklappt?

    Insgesamt ist es 13 mal passiert, dass ich mir einen Alternativweg suchen musste (oder hätte suchen sollen), weil der Weg zu überwachsen war oder es sich um ein eingezäuntes Privatgrundstück handelte. Bei 2000km Strecke ist das noch im Rahmen, wie ich finde.

    Auch unschöne Abschnitte haben sich in Grenzen gehalten, wenn ich mal an einer Landstraße entlang musste, dann gab es wirklich keine bessere Alternative, die kein allzu langer Umweg ist.

    Eigentlich habe ich erwartet, dass ich unterwegs ständig feinjustiere. In der Praxis ist das kaum passiert, besser sollte man sowas wahrscheinlich daheim am Computer machen.

    Fazit

    Ich bin auch durch Gegenden gewandert, die einfach keine schönen Wandergegenden sind. Gerade von Hendaye bis nach Dax war eine sehr zersiedelte Gegend, in der ich meistens auf einspurigen Landstraßen entlang gehen musste, weil es nichts besseres gab. Mein BRouter-Profil gibt stehts sein bestes, kann aber auch keinen Nationalpark herbeizaubern.

    Ich bin sehr zufrieden mit meiner Route gewesen, und werde auch in Zunkunft weiterhin mit BRouter wandern.


    Und noch ein letzter Tipp: German Tourist stellt sich ihre Wege ja gerne selbst zusammen, indem sie existierende Wanderwege manuell zusammenbastelt. Mit BRouter geht das automatisch, einfach nonhiking_route_penalty  in meinem BRouter-Profil auf einen besonders hohen Wert setzen, z.B. auf 20.

    Werner, Werner! War das schon alles? Wo ist dein Lighterpack?

    Ist ja gut, das war mein etwas schlampiges Lighterpack: https://lighterpack.com/r/a0csr1

    Ich bin 173 groß und bin mit 107cm gelaufen, mittlerweile ohne Stöcke.

    Aber warum denn nicht in verstellbar, mit Klappverschluss statt Drehverschluss? Bei meinen Decathlon-Stöcken ist da nie etwas durchgerutscht.

    Weiterer Vorteil: Du kannst einfacher die Höhe deines Tarps variieren oder ein Trekkingstockzelt nachstraffen.

    Mittlerweile bin ich auch bei Smartphone & Etrex angekommen, ich möchte aber aufzeigen, dass es auch ohne geht:

    Meine ersten ca. 4000 Fernwanderkilometer habe ich ohne Smartphone, sondern mit einem Tastenhandy bestritten (Nokia 225 4g, 90g, keine Powerbank). Das ist echt nicht so schlimm. Ich habe mir vorher Papierkarten ausgedruckt, und hatte bei einer größeren Zoomstufe dann etwa 15 Seiten für 1000km dabei. Auf diese Karte habe ich mir dann Supermärkte und Co eingezeichneteingezeichnet, die genaue Navigation lief dann mit dem Etrex.

    Auch Unterkünfte zu recherchieren hat mit meinem Nokia geklappt, auch wenn es etwas nervig war.


    Über die Vorteile eines Smartphones muss ich denke ich nicht reden, allein schon die 2. Navigationsmöglichkeit zusätzlich zum Etrex ist ein Argument. Ein bisschen vermisse ich aber, dass ich mich nun ständig um den Akku sorgen muss, und das ich deutlich vorsichtiger mit meinem Smartphone umgehen muss.


    Über flutete Grüße aus Aurillac, auf dem Weg von Hendaye nach Erfurt