Beiträge von Steintanz

    Eine andere Idee wurde weiter oben schon angeschnitten: Ein bombenstabiler Hüftgurt, auf welchem das Gewicht komplett sitzt und evtl. mittels Streben senkrecht übertragen wird. Und ein Stück weiter oben stabilisiert ein Brustgurt und/oder Schultergurte, evtl. auch nur ein Gurt, der schräg über die Brust und über eine Schulter läuft, lediglich damit das System nicht nach hinten wegkippt; das Gewicht bleibt aber weg von der Wirbelsäule, also drückt nicht senkrecht nach unten in die Wirbelsäule hinein. Dafür würde ich Rucksäcke mit Außengestell anschauen, ob sich daraus (bzw. aus Ersatzteilen dafür) etwas umbauen ließe. Der alte Fjällräven Gyro, der immer wieder gebraucht online zu finden ist, wäre evtl. ein Kandidat, der einem beim Austüfteln des Prinzips weiterhilft. wilbo kennt den Rucksack.

    ob ich etwas Gewicht nach vorne bekomme, aber bisher noch keine zündenden Gedanken gehabt.

    Vlt. könnte man ähnlich vielen UL-Rucksäcken, welche an die Schultergurte Wasserflaschen hängen, ebenfalls versuchen Wasser auf der Vorderseite zu transportieren. Evtl. in Weich("schwabbel")flaschen, die zB bei Ultramarathons usw. benutzt werden, damit sie besser/weicher am Körper liegen. Waagerechte Anbringung dürfte die Beinbewegung nicht/kaum einschränken. - Wobei Wasserbehälter eben laufend ihr Gewicht ändern; daher könnte ein anderes Ausrüstungsteil, das länglich, weich und nicht zu lang (Zeltrolle?) auch in Frage kommen, um es vorne irgendwie dranzuschnallen und das nach hinten-unten ziehende Gewicht der Hüfttasche etwas nach vorne auszugleichen. Fertige Modelle kenne ich nicht. Ich habe vor vielen Jahren mit Hüfttaschen von Mountain Smith experimentiert (aber sehr schwere Dinger) und fand im Grunde gerade das Absacken nach hinten-unten das Hauptproblem daran, was ich durch einen Schultergurt deutlich verbessern konnte. Er lief schräg über die Brust und über nur eine Schulter. Die Schultern habe ich dabei regelmäßig abgewechselt.

    Im Militärbereich habe ich auch schon Tragesysteme gesehen, die zwar über die Schultern gehen (also wie Rucksack), aber nur unten Hüfttaschen (usw.) dranhängen (ich glaube, man spricht hier von Koppeltragesystem). Vlt. kann man da was umbauen oder abschauen?

    Ich bin von den Eierkarton Matten komplett abgekommen. Wenn die Fläche irgendwie nass wird, ist es p.i.t.a die Dellen wieder trocken zu wischen.
    Ich kann zwar dann die nasse Matte unter das Zelt / den Poncho legen aber die Nutzung im Lager ist dann eingeschränkt. (Ja, ja ich bin ein Camper!) :S

    Lieber verwende ich flache, leicht abwischbare Oberflächen wie bei der X-Mat, der alten Sirex Faltmatte oder der Kanchenjunga.

    Das und die Bequemlichkeit sind die Gründe, warum ich immer Noppenmatte mit aufgelegter glatter, dünner Matte (Kanchen Junga oder EVA) verwende.

    Unser schwierigster "Spirituseinkauf" war auf einem Bazar in Israel. Es fand sich nach Beteiligung quasi fast aller Anwesenden eine Flasche mit arabischer Aufschrift (lange vor Handy Translator Apps). Der Inhalt brannte tatsächlich im Trangia, aber wir hatten wohl Verdünner-artiges erworben und kochten nur ungern mit diesem Geruch als "Beigeschmack".

    Und noch eine Situation, die man nur bei Spiritus erleben kann: Im kleinen irischen "Allerlei-Laden" fragten wir in unserer Not nach "alcohol for a camping stove". Man sah uns mit aufgerissenen Augen an und erklärte förmlich, dass man hier gar nichts mit Alkohol verkaufe und leider nicht helfen könne. Erst draußen sahen wir dann, der Laden hieß Haram Shop.

    In Tralee, Irland nur in pharmacy gefunden (soll aber in größeren Tesco u.U. vorrätig sein): methylated spirit. Ausweis und Unterschrift nötig, dass man es für Kocher braucht. In GB im Tesco gekriegt, gleicher Name.

    In Kanada im Outdoor-Laden kriegt man eher methyl hydrate (Methanol), das ist für Trangia & Co. dort scheinbar ein üblicher Brennstoff. Marine stove fuel oder denatured alcohol sind Ethanol, also Spiritus am ähnlichsten. Isopropyl oder rubbing alcohol rußt sehr stark, geht aber notfalls (jedenfalls im Trangia) sofern nicht unbrennbar verdünnt; wir hatten auch schon Händedesinfektionsmittel als Brennstoff mit viel Ruß.

    In Norwegen findet man Rødsprit auch im Farbenhandel als Verdünner.

    Weltweit als Tipp: Manchmal lohnt ein kleiner Verbrauchstest vorneweg, denn manches Zeug brennt zwar noch, aber ist so verdünnt, dass man deutlich mehr braucht als etwa beim heimischen Spiritus.

    Gibt es eine Einschätzung, ob der Durston oder der Exped mit Gewicht besser klarkommt?

    Nach den Bildern vom Durston-Gestell, tippe ich auf bessere Lasttauglichkeit des Expeds ab/über 15-16kg. Hatte aber nie den Durston in der Hand oder auf dem Rücken.

    PS: Die Idee mit dem herausnehmbaren Gestell fürs Handgepäck wird wohl nur klappen, wenn mehrere Leute zusammen fliegen und nur einmal check-in-Gepäck gebucht wird, in welches lange/kritische Sachen reinkommen, z.B. auch das Gestell. Alleine würsste ich nicht, ob/wie das akzeptabel wäre bei der Security. - Bei meinem Exped Lightning habe ich das Gestell nie komplett herausgenommen, also nicht sicher, ob das gut rein/raus geht.

    Habe meine seit Jahren ungenutzt herumliegenden Abfahrts-Ski zu Touren-Ski umgebaut, die ich jetzt mit den ebenfalls seit Jahren ungenutzten hohen Wanderschuhen (waren meine ersten Wanderschuhe vor den Trailrunnern) von Hanwag verwenden kann. Zum Rumrutschen im häuslichen Umfeld reicht das vollkommen aus, was ich jetzt in dieser Woche ausgiebig ausprobieren konnte.

    Es ist wunderbar, wenn man direkt vor der Haustür losgehen kann ...

    Nimmst du Steigfelle dazu?

    Ich trug meinen Exped Lightning 60l schon mal grob eine Stunde mit ca. 22kg und fand ihn noch ziemlich stabil und angenehm dabei. Wie das länger gehen würde hinsichtlich Haltbarkeit und sicherem Sitz am Rücken, kann ich nicht wirklich einschätzen. Mir schien aber nicht, dass Rucksack bzw. Tragesystem damit heillos überfordert waren, wenngleich in solchen Gewichtsklassen üblicherweise schwerere Modelle in Betracht kommen.

    Ansonsten scheint ein Crux AK57 (oder AK70) in Frage zu kommen. (Kenne ich nur aus Beschreibungen.)

    Alpine Rucksacks | Crux UK | Clothing | Backpacks | Tents | Sleeping Bags

    Ich habe Beinlinge und eine Regenhose aus Sil-Nylon- Zeltmaterial (von LuxeOutdoor), beide scheinen mir zu gewissem Grad diffusionsoffen und dennoch dicht auch in starkem Regen selbst ohne Nahtversiegelung (Beinlinge in Kombi mit Müllsackrock). - Ich kann dieses Material als Alternative zu "atmungsaktiven" Membran-Stoffen an den Beinen sehr empfehlen und haben die Regenhose auch schon viele Nächte im Schlafsack getragen, wobei sie mir angenehmer schien als meine früheren Membranregenhosen.

    In Norwegen hatte ich schon (lange vor UL) den ganzen Kram ins Gebiet geschleppt, dann Zelt aufgebaut und tagelang Tages-Ausflüge von dort unternommen, also quasi mit Ausrüstungslager an einer Stelle. Bei uns würde ich das nicht machen, zu viele Leute, zu viel Privatgrund, zu wenig Wildnis.

    Meine Daunenweste nutze ich nur in Ruhe bzw. ohne Rucksack. Meistens nutze ich aber als Wärmeschicht in Ruhe doch eher eine Daunenjacke. - Ich empfehle für den Einsatz auch bei Aktivität eine Synthetikfüllung, da sie bei mir seit Jahren auch in Regen/Schneefall, beim Schwitzen und mit Rucksack gut mitmacht; keine Kältebrücke unter den Gurten bei mir.

    Tyvek-Labor-/Einweghosen sind wohl die billigsten Windhosen und dann gibt es noch sog. Aufwärmhosen für Tänzer/innen.

    Ungefütterte Lauf-/Jogginghosen aus (fast) winddichten Materialien (Polyester oder Polyamid, am besten in RipStop) sind meine Standardwanderhosen rund ums Jahr, eben mit mehr oder weniger vielen Unterschichten (vom Slip bis zur Fleecehose). Sind leicht und dennoch dauerhaft gestrüpp- und felstauglich.

    Da ich meist eine Windweste über der Fleeceschicht trage, wäre für mich ein Alpha-Torso mit 100er-Klassikfleece-Ärmeln optimal: passgenauer Teilwindschutz, der sich leicht hochschieben lässt und auch gut bei Niesel und Gestrüpp taugt, während der Rumpf unter der Windweste komplett winddicht bis komplett belüftet variiert werden kann, ohne dass man etwas an-/auszieht.

    Allerdings bevorzuge ich die m.E. etwas bessere Dochtwirkung von Klassikfleece bei nassem Wetter.

    Alpha o.ä. ohne Wind-/Gestrüppschutz darüber taugt mir leider nicht. Die Kombination mit Sonnenhoodie klingt gut, muss ich noch ausprobieren.