Beiträge von wilbo

    Bring es doch mit zu den Fernwandertagen, dann schaue ich mal drauf.
    Wie groß wäre denn die zu verklebende Fläche?
    Im Zweifel nehme ich einige DCF-Flicken in Camo mit.

    Gibt es einen Kleber, den ich einfach dazwischenschmieren kann, der das wieder hält?

    So was habe ich noch nie mit SeamGrip+WP Versucht. Wenn Du Dein Zeltchen dafür hergeben magst, packe ich gerne ein ambulantes Klebe-Set mit ein. (Wenn ich noch Zeit habe, mache ich einen Klebetest mit dem DCF)

    Ich erinnere mich jetzt, dass es wahrscheinlich nicht funktioniert. :(
    @Ameisenigel hat das im blauen Forum ja ausführlich beschrieben.

    wilbo Ich bin 183 cm groß :)

    Prima, ich bin nur 2 cm länger. Also sollten alle Schnitte von mir passen.

    ... 3mx3m wären sicher gut,

    3 m Länge ist gut, 2 m Meter Breite reichen mir. Mit einer 150er Stoffbreite kann man ein 295 x 200 cm nähen.
    Beim 3x3 Aufbau bleibt für eine Person meist zu viel Stoff ungenutzt. Zudem hat das Tarp eine große Segelfläche.

    Aus dem 2x3 Tarp kannst noch gut eine Halb-Pyramide bauen, auch mit Beak:

    Das ist 2x3,15 m, (aus einer 1,6 m Stoffbreite)

    Oder ein Asysmmetric Holden:

    Als Stoff werde ich diess hier (weil günstig) verwenden und als Verstärkung dachte ich hier dran.

    Wie gesagt, ich würde Muster bestellen und mir selber ein Bild von der Rutschigkeit und Reißfestigkeit machen.

    Welche Nadel müsste ich denn zu dem Garn verwenden?

    Offengestanden weiß ich gar nicht, was für eine Nadel ich in der Pfaff für die Verstärkungen nutze. :) (90-110) je nach Stoffstärke.

    Dort wurde aber Bodenmaterial als Verstärkung verwendet

    Das hat sich irgendwann mal eingebürgert und wurde nicht weiter hinterfragt.
    Diese PU-Beschichteten Stoffe haben wenig Dehnung, nur leider sind sie überhaupt nicht reißfest und aufgrund der geringen Fadenstärke des Gewebes weiten sich die Nahtlöcher dann doch. :(

    Auch interessant dass zwischen den SilPo interessanterweise nur wenig Unterschied ist. Da könnte man das 20D klar vorziehen

    Die Verarbeitung vom Silikon-Beschichtetem 20 D ist für mich nicht so einfach wie erhofft. Wenn man den Schnitt diagonal zur Webrichtung wählt, ist das Nähen von Doppelkappnähten, selbst mit Folder p.i.t.a. :(
    Zum anderen ist beim einem Tarp im 20 D viel mehr Dehnung im Material als bei einem 40 D. Das kann bei etwas größeren Flächen und besonders in der Diagonalen nerven.


    (KI-erstellte Grafik)

    Und natürlich nimmt die Reißfestigkeit bei dünneren Fadenstärken ab. Ist allerdings sehr von den Beschichtungen des Gewebes abhängig!

    ... und würde mit einem Tarp anfangen wollen.

    Top!
    Wie groß bist Du?

    Welcher der oben genannten Stoffe wäre für mich als absoluter Anfänger (insbesondere in Sachen Nähen) zu empfehlen? Mir wäre ein einfacher zu verarbeitender Stoff erst einmal lieber als das Gesamtgewicht

    Ich habe gestern mal geschaut welcher der Stoffe die ich in den letzten Wochen verarbeitet hatte wenig rutschig war.

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    Die Reißfestigkeit dieser Stoffe ist allerdings fraglich. Ich kann mich nur grob daran erinnern, dass sie deutlich unter dem oben genannten Silnylon lagen.
    Ich würde einmal 5 Muster von Extex bestellen, die am Rand einmal kurz einschneiden und selber einen Reiß-Test machen. Solltest Du dich für einen Stoff entscheiden, weißt Du wenigstens auf welchen Kompromiss Du Dich eingelassen hast. ;)

    Das mit dem Garn ist eine gute Idee.

    Ich nähe meine Tarps mit einem 35er Rasant.
    Bei einem Tarp oder Zelt würde ich nicht unter einer 50er Stärke gehen.
    Das mit dem Core-Spun klingt total technisch, ist aber nichts anderes als ein Polyester- und Baumwollfaden, einfach verzwirnt. Das heißt, man hat zwei dünne Fäden aus dem jeweiligen Material umeinander gewickelt.
    Dementsprechend nimmt bei einem dünneren Core-Spun die Reißfestigkeit vom Polyester und Quellfähigkeit der Baumwolle entsprechend stark ab.

    Kann ich dann auf Abdichten verzichten oder ist das trotzdem notwendig?

    Das kommt auf die Konstruktion der Nähte und den Aufbau des Tarps an. Nahtabdichtung
    Wenn ich eine Stangentasche oder Lifter auf die Fläche nähe, müssen diese Nähte in der Regel versiegelt werden.

    Was mir nicht ganz klar ist, wie ich die Abspannpunkte am Besten vernähe, so dass es stabil ist.

    Aktuell nutze ich für die Verstärkungen am liebsten diesen Stoff in schwarz: https://www.extremtextil.de/x-pac-x21-rc-rucksack-laminat-150g-qm/71731 Für den Anfang würde ich vielleicht was dünneres nehmen. (Aufgrund der geringen Reißfestigkeit aber kein Bodenmaterial)
    Je nach Winkel der Ecke, messe ich am Rand 15 oder 20 cm ab und verbinde diese Punkte mit einer Linie. Diese Dreiecke schneide ich als Verstärkungen aus und nähe die mit Zick-Zack auf die Fläche.



    Beim Säumen rolle ich die Verstärkung mit ein, sodass am Ende das Pad im Saum dreifach liegt.
    Die Gurtbänder muss man nicht genauso wie bei mir aufnähen. Das hat sich mit der Zeit ergeben, da ich so die Abspannungen in einem Arbeitsgang mit Säumen machen kann.

    Sollte Dich ein besonderer Schnitt interessieren, melde Dich einfach.

    VG. -wilbo-

    Es ist auch nicht so, dass meine direkt durchrutschen, sondern bei viel Spannung und v.A. Wind langsam durchrutschen. Irgendwann in der Nacht ist dann das Zelt locker. Zum Aufbauen reicht es aber, und wenn alle Leinen die richtige Länge haben, gehe ich noch einmal rum und sichere die Linelocs.

    Für mich persönlich, (und auch für Kunden) nutze ich diese Cord-Locs.
    Die klemmen meine 2 mm Polyester-Schnur zuverlässig auch wenn sie nass ist.

    Ein weiter Vorteil ist, dass ich die Cord-Locs selber und ohne nähen auswechseln kann.
    Auf den Produktfotos kann man zu sehen, dass der Steg für die Gurtband-Befestigung innen hohl ist. Da passt 2 x eine 2 mm Schnur durch!

    Nun nehme ich einfach ein Stück Schnur mit einem Knoten am Ende, fädel es durch die Röhre, um die Gurtband-Schlaufe und wieder zurück durch die Röhre. Zum Schluss sichere ich die Schnur einfach wieder mit einem Knoten.
    In dem oben gezeigten Foto kann man den Cord-Loc durch die extra lange Schnur sogar ohne Knoten aus- und einschlaufen.

    Ein Nachteil dieser Teil ist, dass sich die eingestellte Länge der Schnur beim ein- und auspacken des shelters immer wieder verstellt. Daher nutze ich doch hauptsächlich die Leiterschnüre, weil ich damit fixe Abstände habe.

    Jeweils nach Island und Patagonien waren die Reißverschluss-Slider durch, vermutlich wegen Sands.

    Daher nutze ich fürs fly entweder gar keine Reißverschlüsse oder wie beim Fire-mid nur 5c aufwärts oder derbe Zahn-Reißverschlüsse.

    Damit lässt sich das zweite Problem mit den durchrutschenden Linelocs mit einem "slippery half hitch/halben Schlag auf Slip" lösen.

    Dann kann ich doch gleich knoten, oder? ;)
    Ich bin, (bis auf wenige Ausnahmen) mit den Leiterschnüren zum Abspannen sehr zufrieden.

    Das ist nichts weiter als 1 m Schnur doppelt gelegt und mit drei Knoten unterteilt.
    Diese Doppel-Schnur ist fest oder variabel mit meinen Abspannschlaufen verbunden.

    So kann ich direkt an der Gurtbandschlaufe, oder in drei weiteren Entfernungs- und Höhen-Abstufungen mit der Doppelschnur abspannen. Alles ohne Knoten-Getüddel!

    Und einige Plastikteile weniger, die kaputt gehen können.

    wilbo hat sich mal ungefähr dahingehend geäußert, dass es auch sinnvoll sein könnte, sich im Notfall lieber mal eine Nacht in sein Zelt / Tarp einzuwickeln und eine ziemlich bescheidene Nacht zu verbringen anstatt möglicherweise sein Zelt zu opfern...

    Das mit dem Einwickeln kommt von jemand anders. ;)
    Ich bin eher ein Freund davon das Tarp flach abzuspannen. Die Nacht unter so einer Flatterwand ist ebenso bescheiden.
    Mit Glück ist man am nächsten Morgen aber nicht vom Kondenswasser komplett durchgeweicht.

    Ist dir ist nicht mal in Patagonien ein Pärchen begegnet, dass im Sturm ein Setup mit einem 3x3 Tarp ähnlich gelöst hat?

    Für einen Zeltboden erscheint mir das kein Problem zu sein.

    Das 0.96er Material ist für eine ausgewählte Anwendung sehr gut. (Ich baue gerade damit Verstärkungs-Pads)
    Bei meiner Fläche waren einige Dyneema-Fasern deutlich ungleichmäßig verteilt. Der Abstand zueinander war recht unterschiedlich. Aber kein Drama.

    dermuthige
    Bei einem shelter würde ich genau schauen, wo die Zugkräfte verlaufen und dort evt. nachbessern.
    Für das Geld kann man sich aus dem 0.96er ein richtiges bombproof shelter bauen. ;)

    Bleibt aber immer noch die blöde Zeltplane/Mesh, was einem fast im Gesicht hängt. Ich finde das Käse.

    Damit das hier nicht zu einseitig wird. ;)

    Ich mag lieber Quer-Lieger weil:

    • Ich kann aus meinem shelter im Liegen herausschauen. Im Längs-Lieger starre ich gegen eine Seitenwand.
    • Der geöffnete Bereich des Eingangs ist beim Quer-Lieger breiter und bietet eine entsprechende Panorama-Aussicht.
    • Der Eingangsbereich ist so großzügig, dass ich auf der einen Seite meinen Kocher laufen lassen kann und auf der Anderen noch gut raus und rein komme. Im Längs-Lieger muss ich diesen Bereich freiräumen oder über meinen Krempel steigen.
    • Ist das shelter entsprechend meiner Körpermaße gebaut, habe ich wenig Probleme mit abgestreiftem Kondenswasser.

    Beziehungsweise gibt es beim Abspannen mit Felsen etwas zu beachten.

    Sollte es richtig stürmen, (also echte Bft. 9) und man ist ausschließlich auf die Steine angewiesen, helfen nur richtig schwere Brocken. Also welche man gerade noch so anheben kann, die sind genau richtig!

    Könnt ihr eine gute, leichte Beine empfehlen? Das ganz große Gewicht sollte dabei ja sowieso nicht zustande kommen.

    Für rund um die Steine würde ich 3 mm PES und als Abspannschnur 2 mm Polyesterschnur verwenden. Durch die Böen kommt es am Fels zu Bewegungen, die eine 2 mm Schnur relativ schnell zum durchscheuern bringt.