Sun Hoody - Noch dümmer nachgefragt: Warum?

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  • In den letzten Jahren gibt es diesen Trend zum Sun Hoody. Ja, es gibt wirklich informative Threads zu "welcher Sunhoody", "wie ins Bekleidungs-Setup integrieren" - aber die mag ich mit meiner noch dümmeren Frage nicht zerfleddern, darum hier als ernst gemeinte Frage von jemandem, der zwar ganz gerne dazulernt, oft aber zu bequem (und zu geizig) ist, irgend etwas Funktionierendes (vorzeitig) zu ersetzen (und dann immer wieder traurig ist, wenn es Baugleiches nicht mehr gibt...)

    Was ist der Vorteil von einem Sun Hoody - verglichen mit einem weiten langärmeligen Wanderhemd plus Sonnenhut / Cap?

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Bitte: Ich habe ernsthaft nachgefragt, jedenfalls meine ich es so. Ich möchte kein Bashing von Irgendwas. OK - modische Aspekte sind auch ein Mehrwert, und Gewicht ist es auch wirklich (obwohl: täglich getragen ja wenigstens nicht im Rucksack). Mein Columbia Performance Fishing Hemd (lange gesucht) wiegt übrigens 190g.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Mir geht es um den zertifizierten UV Schutz. Ob das UV Teil nun ein Hoody, Langarmshirt, Wanderhemd ist, ist eine persönliche Vorliebe. Und natürlich die geeignete Kopfbedeckung: Hut, Cap, Sonnenbrille nicht vergessen. Und wenn ich mir schon extra ein Teil für Sonnenschutz kaufe, soll es gleich UPF 50+ haben.

    Meine Motivation: Ich habe unter einem normalen Sport Shirt schon mal einen leichten Sonnenbrand bekommen (wobei dort die UV Belastung wesentlich höher war als zu Hause).

    Einmal editiert, zuletzt von Gams (18. Mai 2026 um 09:34)

  • Ich sehe nur einen Vorteil.

    Das Gewicht könnte bei einem Hemd höher ausfallen, mit Hut oder Cap ist es das wohl der Fall ... Auch wenn es sich nicht im Base Weight wieder findet. Der Kragen schützt den Nacken, die Kopfbedeckung das Gesicht, der Hut auch die Ohren.

    Mit Sun-Hoodie hat man den Vorteil weniger Einzelteile zu haben.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Es gibt keine Vorteile gegenüber Sonnenhut und Hemd. Eher als gleichwertige Alternative zu betrachten. Mit Cap statt Sonnenhut hat der Hoody noch den Vorteil, dass er bei Bedarf Ohren/Nacken schützen kann. Nachteil ist dann oft ein Hitzestau. Vorteil ist, wenn's mal kühler ist, kann ich die Kapuze auch mal kurz drüberwerfen, statt Buff zu nehmen.

    Ansonsten wirklich nur Geschmacksfrage

  • Ich trage ihn eigentlich nur im Hochsommer in den Alpen. Um sicher zu sein, mir weder an Glatze, Ohren oder Nacken einen Sonnenbrand zu holen und keine Basecap tragen zu müssen. Zum Thema Sonnenhut akzeptiere ich die Meinung meiner Tochter. Und ich hasse bei mehrtägigen Wanderungen Sonnencreme.

  • Also ich beschäftige mich mitdem Gedanken/Konzept Sund Hoody da ich eine empfindliche Haut inkl. Sommerspoßen habe.
    Ich es also tunlichst vermeiden sollte zu den gefühlt 100 Sonnenbränden meiner Kindheit noch weitere dazu zu bringen.
    D.h. für mich so ab April bis Oktober schmiere ich mich ständig mit LSF 50 ein. Auch auf meinen Wanderungen.

    Mein Gedanke war nun. Ich lasse das T-Shirt und die Sonnencreme weg ( nur noch ein paar ml. fürs Gesicht) und trage statt T.Shirt und Sonnencreme den Sun Hoody.

    Durch das nicht mehr eincremen müssen erhoffe ich mir das sich auf meiner Haut nicht mehr diese schöne ölig-dreckig-salzige Schicht bildet die Sonnencreme, Schweiß und Wanderdreck so wunderbar hinbekommen. Auch habe ich dann ein Ruhigeres Gewissen wenn ich zur Erfrischung in einen Bach oder See steige und sich um mich herum kein Öliger Film bildet.

    Und ganz ehrlich wie oft laufe ich los und denke dann erst drann das ich mich ja noch eincremen muss.

  • Bin 2 Caminos mit Hemd/Hut gelaufen, das hat auch gut funktioniert, gerade wenn es sehr heiß war. Man muss halt dann dennoch schauen dass dort wo Sonne hinkommt entsprechende Creme aufgetragen wird, oder ich halt zumindest da sehr hellhäutig.

    Für die Alpen wird nun auf Hoody/Cap umgestiegen. Finde das funktioniert besser wenn man sich aktiver bewegt und/oder Wind im Spiel ist. Für den nächsten Camino ebenso, da aber in der Kombination mit Regenschirm den ich eh mal mitnehmen will. Befürchte auch, dass das bei großer Hitze nicht ganz so gut ist wie mein Hemnd, aber ich will die Kombination mal testen.
    Den potentiellen Vorteil vom größeren Schirm der Cap bei Regen nehme ich mal mit. Obs in der Praxis einen Unterschied macht, mal sehen.

    edit: ggf wird es für Spanien aber auch ein Jolly Gear Hemd, quasi Hemd und Hoody in einem. Anschaffungskosten halten mich aber aktuell noch davon ab.

  • Meine Motivation: Ich habe unter einem normalen Sport Shirt schon mal einen leichten Sonnenbrand bekommen (wobei dort die UV Belastung wesentlich höher war als zu Hause).

    8| Ist mir noch nie passiert bei normaler, nicht zertifizierter Bekleidung, ich habe aber auch einen eher mediterranen Hauttyp. Hattest du da ein sehr durchscheinendes Stöffchen an? So könnte ich mir das evtl. noch erklären.

  • Meine Motivation: Ich habe unter einem normalen Sport Shirt schon mal einen leichten Sonnenbrand bekommen (wobei dort die UV Belastung wesentlich höher war als zu Hause).

    8| Ist mir noch nie passiert bei normaler, nicht zertifizierter Bekleidung, ich habe aber auch einen eher mediterranen Hauttyp. Hattest du da ein sehr durchscheinendes Stöffchen an? So könnte ich mir das evtl. noch erklären.

    Das passiert, wenn man keine zertifizierte UV-Bekleidung nutzt.

    Jede Kleidung bietet einen gewissen Schutz:

    - Baumwoll-T-Shirt/Hemd, je nach Webung UPF (=LSF) 5-15

    - Leinen UPF 10

    ...

    Kein Sonnenbrand bedeutet nicht, keine Schädigung durch die Sonne erhalten zu haben. Es heißt nur, dass UVB-Strahlen ausreichend geblockt wurden. Diese sind anteilig deutlich geringer vorhanden als UVA-Strahlen. UVA-Strahlen, zwar schwächer als UVB, dringen in die tieferen Hautschichten ein, führen zu schnellerer Hautalterung und können ebenfalls Hautkrebs verursachen.

    Ich würde also gerade in den Bergen (pro 1000m nimmt die Intensität der Strahlung durch verschiedene Effekte um 10% zu, Schnee und Eis reflektieren zusätzlich) und bei dauerhafter Exposition nur noch geprüfte Shirts anziehen.

  • Mir würde ohne Cap/Hut vor allem die Beschattung für's Gesicht ohne Visor/Krempe fehlen, wenn die Sonne von vorne kommt, sprich vermutlich würde ich eine Kopfbedeckung mit dergleichen trotzdem einplanen. So viel könnte ich sonst gar nicht cremen, dass ich einen kompletten Lauftag in der Sonne, am besten noch Höhensonne, überleben würde.

    Vorteil wäre hoffentlich ansonsten guter Rundumschutz für Ohren, Hals, Nacken - ohne Geflatter wie bei einem cap mit Nackenschutz - oder Ungewissheit, ob die tief stehende Sonne nicht doch gerade unbemerkt die Hutkrempe unterläuft. Vor allem auch mit viel Bewegung/Richtungsänderung, wo man sonst je nach Sinnenstand ständig die Kopfbedeckung etwas im die vorteilhafte Richtung rückt - und der Sonnenschirm bei schwierigem Gelände keine Option ist.

    Und - Cap und Hut sorgen ja schon auch für etwas Hitzestau, mindestens im Bereich Hutband. Wenn da der Wind besser durch die Kapuze lüftet, wäre das auch ein Gewinn.

    Aber die geringere Vielseitigkeit zu Kopfbedeckung und Hemd, nicht zuletzt das beliebig weite Öffnen des letzteren fernab von Zivilisation und shamenden Blicken ist nicht einfach wett zu machen.

    Praktischer Test unter Realbedingungen steht noch aus.

    "Not all those who wander are lost"

  • Das passiert, wenn man keine zertifizierte UV-Bekleidung nutzt

    irgendwo gab's die Diskussion schon mal, nur wo? Vielleicht noch im blauen?

    Ist ein ziemlich multifaktorielles Thema. Material, Grammatur, Webart etc. - vor allem aber auch, wie weit/eng es sitzt.

    Und - Stiftung Warentest hat mal zertifizierte Kinder UV Schutz Badekleidung getestet - und zwar vor allem auch im Laufe der Zeit - Wäschen, Abrasion etc. Da blieb bei fast allen nicht mehr viel übrig, da nutzt der anfängliche, zertifizierte Schutz dann auch nichts. Ausnahme war Hyphen - die haben auch Bekleidung für Erwachsene btw., siehe

    RE: Sun-Hoody? Nur welcher...

    "Not all those who wander are lost"

  • Um den Zielkonflikt zwischen Hemd (ober-coole Optik, sieht zudem sexy aus, wenn die Knöpfe geöffnet sind, bei allen Personen) und dem Hoody aufzulösen, gibt es seit Jahren von mehreren Herstellern eine Art Kombination. Das Problem: Die Kapuzen sind (oder waren) dort kaum brauchbar (aus UL technischen Gründen will ich keine Kordeln und Stopper). Die Stoffkombinationen sind zudem ebenfalls abenteuerlich. Als kleine Start-ups können sich die leider nicht die Entwicklung von Stoffen wie Arc'teryx leisten.

  • Ich habe jahrelang die Craghopper Nuoro Hemden in Skandinavien getragen (wie auf meinem Bild). Perfekt als Sonnenschutz und auch für etwa 6 Wochen als Mückenschutz. Leider verwendet Craghopper seit etwa einem Jahr ein anderes Material, dicker, glänzender und mehr eine Kunststoff Haptik als früher. Seit einem Jahr habe ich auch einen Sun Hoody von Arcteryx. Eine Kappe wird bei Hemd und Hoody getragen, sonst fehlt die Abschirmung der Augen. Allerdings ist mir der Hoody bei über 25 Grad zu warm, erst recht mit aufgesetzter Kapuze. Ein Hemd ist einfach luftiger und kann gut partiell zum regulieren geöffnet werden und ist für mich die deutlich bessere Wahl. Besonders da ich häufig wegen „Sonnenallergie“ auf den Händen Handschuhe trage ist eine offene Manschette deutlich angenehmer als ein eng anliegender Ärmel von einem Hoody.

  • Ich habe das Hoodie ursprünglich gekauft, weil Sonnencreme und Schweiß eine miese Kombi ist. Geht gar nicht. Mit Hoodie creme ich nur noch das Gesicht und die Beine ein.

    Der Stoff ist super luftig und der ganze Oberkörper inkl Hals & Kopf ist "im Schatten" was mir bei praller Sonne tatsächlich kühlend erscheint. Zusätzlich ist es noch Mückenfest, und wenn es mal windiger oder schattiger ist, bilde ich mir auch ein, etwas Wärmung ab zu bekommen.

    Ich trage ein Basecap dazu trotzdem, einfach damit mir die Kapuze nicht im Gesicht hängt Und die Nase sicher im Schatten ist

    Bei warm und schattig (zB im Wald) würde ich T-Shirt vor ziehen. Hier trage ich das Hoodie dann klar ohne Kapuze mit Ärmel hochgekrempelt. Ich finde das Hoodie macht nur Sinn, wenn man die Mehrheit der Zeit in der prallen Sonne läuft

    Nachtrag: so ein Hoodie ist auch deutlich Windresistenter wie ein Hut. Wenns mal wieder richtig pfeift wird das Cap halt eingepackt

    2 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (18. Mai 2026 um 13:08)

  • Bei uns steht der persönliche Geschmack im Vordergrund. Der Mann mag lieber ein Hemd, dessen Kragen er dann hochstellen kann für mehr Schutz gegen Sonne oder Zugluft. Außer im Sommer, wenn es wärmer als ca. 20 Grad ist, dann bevorzugt er auch einen Sunhoody. Ich liebe den luftigen Sitz meines oversize Sunhoodies. Keine Knöpfe, Manschette oder Kragen die mich früher durchaus öfters gestört haben bei Wanderhemden. Ich bin super empfindlich gegen Sonne auf den Kopf und finde es einen großen Vorteil auch auf kurzen Abschnitten schnell die Kapuze aufsetzen zu können. Zusätzlich habe ich einen breitkrempigen Hut dabei, weil es mir unter der Kapuze schnell zu warm wird, gerade im Anstieg auf südseitigen Hängen. Ich bin halt wirklich mimimi was Sonne angeht.

    Persönlich kann ich keinen Grund sehen, warum man das eine oder andere tragen sollte. Die Bedürfnisse des Sonnenschutz sind einfach sehr individuell. Hauptsache man schützt sich. Meine Mutter ist ihr ganzes Leben ohne Sonnencreme viel draußen gewesen, nie als Sonnenanbeterin, wie ich Schattenliebhaberin, einfach nur beim Wandern, garteln, spazieren gehen etc. Hatte nie einen Sonnenbrand. Jetzt mit 80 hat sie einige schmerzvolle OPs wegen Vorstufen von Hautkrebs im Gesicht hinter sich. Die UV Schädigungen holen einen irgendwann ein.

  • Rein praktisch: ich finde den Kegelhut von asta gear ganz gut. Das Gummi reicht nur bis 60 cm, musste ein Stück dazwischen gesetzt werden und die Schnalle konnte ab. Ganz gut belüftet und sehr gut beschattend und krumpelt nicht sov wie andere Hüte. Aber 89 Gr mit Packbeutel sprechen dagegen. Und das Packvolumen auch (der Hut funzt wie ein Wurfzelt und bleibt deshalb auch gepackt ein -kleinerer- Kegel). Material: Tyvvek und Alu.

    Die Kegelhüte aus Reisstroh bzw. Bambusfaser auf ali könnten leichter sein, weiss nicht.

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