Beiträge von mars_hikes

    Bei so nem Megamarsch o.ä. könnte ich das nachvollziehen, aber egal, ob ich ne 6, oder 10 Sunden Etappe laufe, Zeit um in Ruhe meine Nahrung zu zubereiten und auch entspannt zu Essen, nehme ich mir immer. Sonst ist das doch alles nur Kampf und Krampf!

    My Point of View!

    Sobald ich mir eine Crew leisten kann, sollen die den ganzen Tag für mich im Camper kochen, ich weiss sehr gut, was auch GaultMillau Fritzen knapp akzeptabel finden. Entsprechenden Traubensaft gibts dann dazu, den Kaffee aus der Katze sowieso, japanischen Rinder, belgisches Bier etc.

    Es sind eben nicht die 7 - 8 Minuten, wenn ich die Anzahl Kalorien erkochen müsste, wäre ich zwei Stunden lang beschäftigt und in Outdoor Nahrung nur schon vom Bergheim wäre ich 50 Euro ärmer, nach nur einem Tag.

    Dies gilt auch für extremen Junk Food, den es in Europa zu Glück gar nicht gibt, wie diese unsäglichen Toast-Kuchen. Jemand hat da eine Methoden erfunden, um Hundefutter sehr schnell zu verpacken, also musste irgendwas zusätzlich erfunden werden, um Menschen zu füttern und die Spitäler auszulasten....

    Ist mir zu aufwendig. Und kaum kümmert man sich nicht darum, detoniert im Rucksack schon wieder die Talenti Büchse. Einziger Vorteil: Man darf oder man ist vielmehr gezwungen, immer wieder eine derartig grosse Portion Glace zu fressen.

    Und: Es ist nicht effizient genug. Ich meine, Chapeau denen die aufwendigst würzen, fermentieren usw. Aber eben.

    Summer Sausage (so gross wie möglich), genossen wie eine Banane, als Hauptspeise einen (natürlich grossen) Block Cheddar oder sonstigen Käse. Als Nachtisch einen grossen Beutel MM's. 2 Stunden später eine Familienpackung Pizza Pepperoni. Dazwischen: Reese Peanut Butter Cups. Oder Justins, je nach Budget. Getrockneter Mango, gerne in der Spicy Variante. Nuun ins Wasser, wegen den Vitaminen und Elektrolyten. Mio mit Koffein Abends für die letzen 10 Meilen am Tag. Wunderbar.

    Ich denke, die ganze Soakerei erhöht das Risiko von ziemlich unerwünschten Viren, weil man halt das Geschirr immer wieder benutzt aber selten vernünftig abwaschen kann (wenn nicht Whitetrash-Camping praktiziert wird). Ich wechsle meine Wasserflaschen mindestens einmal in zwei Wochen. Kaffee wie bereits gesagt. Für Pilgerreisen, wenn die Demut und das Leiden im Vordergrund steht, empfehle ich Folgers, sonst Starbucks.

    WM baut sicher gutes Zeugs, im UL Bereich gibts aber noch besseres - Katabatic etc. Und dann tüftelt Herr Dan D. auch an einem Schlafsystem.

    Auch WM benutzt denselben Stoff wie alle andern. Je leichter der Stoff, desto grösser die Gefahr von herumfliegender Daune z.b. bei starker Flatulenz, verbunden mit mechanischer Belastung.

    Im UL Bereich würde ich sehr dringend von Gore Infinium abraten. Es sei denn, Du willst unbedingt auf einer Eisscholle übernachten und benötigst zwecks Eisbärenabwehr 100 % freie Sicht d.h. ein Zelt würde deine Überlebenschance massiv mindern. Man hört ja ständig von armen Wandernden, die ihr Leben als Snack beendet haben.

    Einen Hype kann ich beim besten Willen nicht erkennen, es sei denn Du bewegst dich in einem andersfarbigen Forum, dort hatte ER diese Schlasa ständig gelobt, den Leuten aber nicht gesagt, dass ER diese selbst den Leuten aufschwatzen muss, SEIN BMW Motorrad will auch getränkt werden. Wenn schon würde ich einen WM in den USA erstehen, gegenüber Patsch und Matsch in De sparst Du hunderte von Euronen. Es gibt in Europa überdies genug gleichwertige Schlasa Modelle.

    Um den Zielkonflikt zwischen Hemd (ober-coole Optik, sieht zudem sexy aus, wenn die Knöpfe geöffnet sind, bei allen Personen) und dem Hoody aufzulösen, gibt es seit Jahren von mehreren Herstellern eine Art Kombination. Das Problem: Die Kapuzen sind (oder waren) dort kaum brauchbar (aus UL technischen Gründen will ich keine Kordeln und Stopper). Die Stoffkombinationen sind zudem ebenfalls abenteuerlich. Als kleine Start-ups können sich die leider nicht die Entwicklung von Stoffen wie Arc'teryx leisten.

    Arc'teryx Cormac Hoody: Genialer Schnitt, genialer Stoff, geniale Kapuze. Rutsch nie, macht aber die Bewegungen des Kopfes mit (manchmal muss man nach rechts und links schauen). Der Stoff klebt nicht. Der Brand Arc'teryx macht offenbar bis zu einem drittel des Preises aus, d.h. mensch überweist 30 %, nur weil es Arc'teryx ist (der Laden in Zürich hat sich trotzdem irgendwie aufgelöst, es gibt aber einen "Run Store" im Niederdorf, für Menschen die gerne gepflegt (sehr) viel Geld ausgeben möchten...). Dafür kriegt man anderswo gleich den ganzen Hoody.

    Dann Montbell, Cool Full-Zip Hoodie Men's: Deutlich schlechtere Kapuze, wenn man stundenlang damit läuft muss man diese ca. alle 20 Minuten vor oder zurück schieben. Unter der Kapuze trage ich immer ein Cap. Bei Montbell rutscht die Kapuze z.B nach vorne, dann hat man Scheuklappen oder nach hinten. Wer weiss, vielleicht liebt jemand den Look aus Star-Wars, dann ist dies natürlich ideal. Der Stoff ist schwerer und klebt. Seitliche Bauchtaschen, für Wandern mit Rucksack mässig sinnvoll, vor allem saugt sich das Material der Taschen mit Schweiss voll.

    Obwohl schwerer, ist das Material von Montbell kaum stabiler. Nach ca. 3 Jahren und Einsätzen auf dem PCT sowie dem CDT begann der Vorgänger des Arc'teryx Cormac Hoodies Löcher infolge Abrieb am Rücken zu entwickeln. Er hatte aber locker 3000 km drauf, in teilweise arg verschmutztem Zustand. Es gibt von Montbell mehrere Varianten, vielleicht gibt es auch eine leichtere.

    Als Ergänzung zum Sun-Hoodie schlage ich ernsthaft mechanischen Sonnenschutz für den Handrücken vor. Oftmals haben Hoodies Daumenlöcher im Ärmel, so dass man ca. 3/4 des Handrückens vor der Sonne schützen kann. Will man mehr gibt es von Montbell "Open-Palm Hand Covers". Diese sind tatsächlich auch bei heisem Wetter bequem oder jedenfalls luftiger als Sonnenschutz-Handschuhe.

    Aus Versehen habe ich gerade den Teil des Wolftrails am Bodensee abgewandert. Also wenn man damit Leuten "Thru-Hiking" schmackhaft machen will? Man wandere einer beliebigen Strasse entlang, fertig. Asphalt, kein Schatten, viele Fahrräder. Viele werden sich wünschen, vom Wolf geholt zu werden.

    Darwinonthetrail: "The Harsh Truth about Small Outdoor Gear Companies"

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    Ich habe mir den Podcast kürzlich angehört. Herr Darwin beharrt ständig darauf, ein "Smartass" zu sein, zu deutsch etwa ein "Schlitzohr" oder sonstwie gerissen. Hier beklagt er sich aber immer wieder über undankbare Kunden, die Konkurrenz etc. Es gibt jedoch durchaus erfolgreiche Garage Cottages, z.B. Atompacks oder Hightail Gear. Bei Darwin habe ich immer das Gefühl in seinem Leben steht das Ziel im Weg. Er sieht sich auch als grosser Abenteurer, mit Verlaub eine Tripple Crown (über mehrere Jahre) ist einfach nicht sehr ungewöhlich und hat mit Abenteuer eher wenig zu tun.

    Viele deutsche Trails sind ja so angelegt, dass man von Unterkunft zu Unterkunft die Etappen wandern kann. Perfekt fürs JW Publikum.

    Hier in der Schweiz sind sogar die Routen so ausgeschildert, dass mensch quasi von Gaststätte zu Gaststätte wandert, auch in Dörfern, d.h. vom Bären zum Ochsen etc.

    Ich frag mich ja, ob es von JW nicht pfiffiger gewesen wäre, für den Einstieg in den UL Markt einen neuen Markennamen zu kreieren oder irgendwas zu übernehmen. In den "echten" Outdoorkreisen ist die Marke doch schon seit 20 Jahren verbrannt, sei es wegen ihrer Klagewelle oder dem Image als Rentnermarke.

    Wobei für mich manches Zeug eigentlich sein Geld wert war, besonders die Fleece Sachen, ich hab Pullis und eine Jacke, die noch in D-Mark (für die Jüngeren: Auch so eine Art Geld) bezahlt wurden und noch gut aussehen.

    Ich weiß nicht ob ich "Thru-Hiking" und "UL" automatisch gleichsetzen würde.

    JW wird sicherlich nicht wirklich "UL" werden und auch nicht die UL-Szene als Zielgruppe erreichen wollen. Ich denke es geht eher um ein "Mainstream-Thru-Hiker-Segment", die nicht auf jedes einzelne Gramm achten und die Marke als allg. Outdoor-Marke bereits kennen.

    "Mainstream-Thru-Hiker-Segment" à la Jack Wolfskin? Warum erinnert mich das an Mercedes B-Klasse mit diesen seitlichen Ailerons?

    Die ersten 100km sind doch kostenlos zu laden, dann kannst du dir die App anschauen....

    Danke, weiss ich bereits. Ich bin auch schon vom Start bis an den Genfersee gelatscht. Da war die App teilweise echt nützlich, weil sie eben anzeigt, wo mensch sein Zelt aufschlagen darf und wo nicht (ausser an Orten wo die Strecke durch ein Naturschutzgebiet führt und die App auf Daten zurück greift, die älter als das Naturschutzgebiet sind). Aber die Anzeige von Wasser war häufig unbrauchbar. Etliche Brunnen waren seit Jahren nicht mehr in Betrieb etc.

    In das selbe Gebiet gehört der neue Podcast von Watson hier in der schönen Schweiz. Irgendwer ist sage und schreibe 2000 km weit gewandert. Zitat: "Sie ist eine der grössten Expertinnen der Schweiz, wenn es um das Thema Weitwandern geht." Na dann. Mit Verlaub, es war gerade Ostern, meine 150 km in 3 Tagen habe ich auch noch irgendwie geschafft.

    Moderatoren sind wir schon an dem Punkt angekommen, an dem man JBO zitieren darf?

    Natürlich darfst Du das. Ich wollte einfach darauf hinweisen, dass jedeR schnell mal 2000 km weit gewandert ist. ExpertIn ist mensch deswegen noch lange nicht. Ob mit oder ohne Wolfsfell.

    In das selbe Gebiet gehört der neue Podcast von Watson hier in der schönen Schweiz. Irgendwer ist sage und schreibe 2000 km weit gewandert. Zitat: "Sie ist eine der grössten Expertinnen der Schweiz, wenn es um das Thema Weitwandern geht." Na dann. Mit Verlaub, es war gerade Ostern, meine 150 km in 3 Tagen habe ich auch noch irgendwie geschafft.

    Seal-Skinz eignen sich nicht zum Wandern. Die Idee ist eigentlich nicht schlecht, nur ist die Plastikschicht im Innern so dünn. dass die bei der kleinsten wandermässigen Beanspruchung Löcher kriegt. Dann saugt sich der Innenteil der Socke voll, dafür entweicht das Wasser nicht mehr. Resultat: Sie speichern ca. 1 Deziliter Wasser am Tag. Bis vor einigen Jahren haben AT-Wandernde diese stolz mit dem Rest ihrer Ausrüstung präsentiert. Nun nicht mehr, warum wohl.

    Zum Wandern in sehr nassen Gebieten würde ich Neopren Socken aus dem Tauchshop vorschlagen. Allerdings funktioniert dies nur für sehr begrenzte Zeit. Anschliessend quilt die Haut auf, es kommt zum belieben Trench-Foot. Dies ergibt dann wiederum je nach Wanderdauer einen Effekt, wie wenn mensch es zwecks erreichen eines Schönheitsideals mit der schweren Hornhaut-Raspel übertrieben hat. Auf dem AT stampften Herr Quadzilla und ich teilweise durch 40 cm Neuschnee, 12 Stunden am Tag, nie hat es uns an die Füsse gefroren. Dann in den Sierras mussten wir halt Flüsse forden, teilweisse bei Regen und Wind. Einfach keine Miene verziehen, nass ist man ohnehin.