Beiträge von mars_hikes

    Um den Zielkonflikt zwischen Hemd (ober-coole Optik, sieht zudem sexy aus, wenn die Knöpfe geöffnet sind, bei allen Personen) und dem Hoody aufzulösen, gibt es seit Jahren von mehreren Herstellern eine Art Kombination. Das Problem: Die Kapuzen sind (oder waren) dort kaum brauchbar (aus UL technischen Gründen will ich keine Kordeln und Stopper). Die Stoffkombinationen sind zudem ebenfalls abenteuerlich. Als kleine Start-ups können sich die leider nicht die Entwicklung von Stoffen wie Arc'teryx leisten.

    Arc'teryx Cormac Hoody: Genialer Schnitt, genialer Stoff, geniale Kapuze. Rutsch nie, macht aber die Bewegungen des Kopfes mit (manchmal muss man nach rechts und links schauen). Der Stoff klebt nicht. Der Brand Arc'teryx macht offenbar bis zu einem drittel des Preises aus, d.h. mensch überweist 30 %, nur weil es Arc'teryx ist (der Laden in Zürich hat sich trotzdem irgendwie aufgelöst, es gibt aber einen "Run Store" im Niederdorf, für Menschen die gerne gepflegt (sehr) viel Geld ausgeben möchten...). Dafür kriegt man anderswo gleich den ganzen Hoody.

    Dann Montbell, Cool Full-Zip Hoodie Men's: Deutlich schlechtere Kapuze, wenn man stundenlang damit läuft muss man diese ca. alle 20 Minuten vor oder zurück schieben. Unter der Kapuze trage ich immer ein Cap. Bei Montbell rutscht die Kapuze z.B nach vorne, dann hat man Scheuklappen oder nach hinten. Wer weiss, vielleicht liebt jemand den Look aus Star-Wars, dann ist dies natürlich ideal. Der Stoff ist schwerer und klebt. Seitliche Bauchtaschen, für Wandern mit Rucksack mässig sinnvoll, vor allem saugt sich das Material der Taschen mit Schweiss voll.

    Obwohl schwerer, ist das Material von Montbell kaum stabiler. Nach ca. 3 Jahren und Einsätzen auf dem PCT sowie dem CDT begann der Vorgänger des Arc'teryx Cormac Hoodies Löcher infolge Abrieb am Rücken zu entwickeln. Er hatte aber locker 3000 km drauf, in teilweise arg verschmutztem Zustand. Es gibt von Montbell mehrere Varianten, vielleicht gibt es auch eine leichtere.

    Als Ergänzung zum Sun-Hoodie schlage ich ernsthaft mechanischen Sonnenschutz für den Handrücken vor. Oftmals haben Hoodies Daumenlöcher im Ärmel, so dass man ca. 3/4 des Handrückens vor der Sonne schützen kann. Will man mehr gibt es von Montbell "Open-Palm Hand Covers". Diese sind tatsächlich auch bei heisem Wetter bequem oder jedenfalls luftiger als Sonnenschutz-Handschuhe.

    Aus Versehen habe ich gerade den Teil des Wolftrails am Bodensee abgewandert. Also wenn man damit Leuten "Thru-Hiking" schmackhaft machen will? Man wandere einer beliebigen Strasse entlang, fertig. Asphalt, kein Schatten, viele Fahrräder. Viele werden sich wünschen, vom Wolf geholt zu werden.

    Darwinonthetrail: "The Harsh Truth about Small Outdoor Gear Companies"

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    Vielleicht interessant...

    Ich habe mir den Podcast kürzlich angehört. Herr Darwin beharrt ständig darauf, ein "Smartass" zu sein, zu deutsch etwa ein "Schlitzohr" oder sonstwie gerissen. Hier beklagt er sich aber immer wieder über undankbare Kunden, die Konkurrenz etc. Es gibt jedoch durchaus erfolgreiche Garage Cottages, z.B. Atompacks oder Hightail Gear. Bei Darwin habe ich immer das Gefühl in seinem Leben steht das Ziel im Weg. Er sieht sich auch als grosser Abenteurer, mit Verlaub eine Tripple Crown (über mehrere Jahre) ist einfach nicht sehr ungewöhlich und hat mit Abenteuer eher wenig zu tun.

    Viele deutsche Trails sind ja so angelegt, dass man von Unterkunft zu Unterkunft die Etappen wandern kann. Perfekt fürs JW Publikum.

    Hier in der Schweiz sind sogar die Routen so ausgeschildert, dass mensch quasi von Gaststätte zu Gaststätte wandert, auch in Dörfern, d.h. vom Bären zum Ochsen etc.

    Ich frag mich ja, ob es von JW nicht pfiffiger gewesen wäre, für den Einstieg in den UL Markt einen neuen Markennamen zu kreieren oder irgendwas zu übernehmen. In den "echten" Outdoorkreisen ist die Marke doch schon seit 20 Jahren verbrannt, sei es wegen ihrer Klagewelle oder dem Image als Rentnermarke.

    Wobei für mich manches Zeug eigentlich sein Geld wert war, besonders die Fleece Sachen, ich hab Pullis und eine Jacke, die noch in D-Mark (für die Jüngeren: Auch so eine Art Geld) bezahlt wurden und noch gut aussehen.

    Ich weiß nicht ob ich "Thru-Hiking" und "UL" automatisch gleichsetzen würde.

    JW wird sicherlich nicht wirklich "UL" werden und auch nicht die UL-Szene als Zielgruppe erreichen wollen. Ich denke es geht eher um ein "Mainstream-Thru-Hiker-Segment", die nicht auf jedes einzelne Gramm achten und die Marke als allg. Outdoor-Marke bereits kennen.

    "Mainstream-Thru-Hiker-Segment" à la Jack Wolfskin? Warum erinnert mich das an Mercedes B-Klasse mit diesen seitlichen Ailerons?

    Die ersten 100km sind doch kostenlos zu laden, dann kannst du dir die App anschauen....

    Danke, weiss ich bereits. Ich bin auch schon vom Start bis an den Genfersee gelatscht. Da war die App teilweise echt nützlich, weil sie eben anzeigt, wo mensch sein Zelt aufschlagen darf und wo nicht (ausser an Orten wo die Strecke durch ein Naturschutzgebiet führt und die App auf Daten zurück greift, die älter als das Naturschutzgebiet sind). Aber die Anzeige von Wasser war häufig unbrauchbar. Etliche Brunnen waren seit Jahren nicht mehr in Betrieb etc.

    In das selbe Gebiet gehört der neue Podcast von Watson hier in der schönen Schweiz. Irgendwer ist sage und schreibe 2000 km weit gewandert. Zitat: "Sie ist eine der grössten Expertinnen der Schweiz, wenn es um das Thema Weitwandern geht." Na dann. Mit Verlaub, es war gerade Ostern, meine 150 km in 3 Tagen habe ich auch noch irgendwie geschafft.

    Moderatoren sind wir schon an dem Punkt angekommen, an dem man JBO zitieren darf?

    Natürlich darfst Du das. Ich wollte einfach darauf hinweisen, dass jedeR schnell mal 2000 km weit gewandert ist. ExpertIn ist mensch deswegen noch lange nicht. Ob mit oder ohne Wolfsfell.

    In das selbe Gebiet gehört der neue Podcast von Watson hier in der schönen Schweiz. Irgendwer ist sage und schreibe 2000 km weit gewandert. Zitat: "Sie ist eine der grössten Expertinnen der Schweiz, wenn es um das Thema Weitwandern geht." Na dann. Mit Verlaub, es war gerade Ostern, meine 150 km in 3 Tagen habe ich auch noch irgendwie geschafft.

    Seal-Skinz eignen sich nicht zum Wandern. Die Idee ist eigentlich nicht schlecht, nur ist die Plastikschicht im Innern so dünn. dass die bei der kleinsten wandermässigen Beanspruchung Löcher kriegt. Dann saugt sich der Innenteil der Socke voll, dafür entweicht das Wasser nicht mehr. Resultat: Sie speichern ca. 1 Deziliter Wasser am Tag. Bis vor einigen Jahren haben AT-Wandernde diese stolz mit dem Rest ihrer Ausrüstung präsentiert. Nun nicht mehr, warum wohl.

    Zum Wandern in sehr nassen Gebieten würde ich Neopren Socken aus dem Tauchshop vorschlagen. Allerdings funktioniert dies nur für sehr begrenzte Zeit. Anschliessend quilt die Haut auf, es kommt zum belieben Trench-Foot. Dies ergibt dann wiederum je nach Wanderdauer einen Effekt, wie wenn mensch es zwecks erreichen eines Schönheitsideals mit der schweren Hornhaut-Raspel übertrieben hat. Auf dem AT stampften Herr Quadzilla und ich teilweise durch 40 cm Neuschnee, 12 Stunden am Tag, nie hat es uns an die Füsse gefroren. Dann in den Sierras mussten wir halt Flüsse forden, teilweisse bei Regen und Wind. Einfach keine Miene verziehen, nass ist man ohnehin.

    Oh, das kenne ich von irgendwo. Erhöht den Mattenabsatz beträchtlich, weil es halt Kunden gibt, die sofort eine neue Matte benötigen und nicht warten können, bis die neue nach ca. 2 Wochen per Post eintrifft. Oder die sich nicht trauen, die alte, verdreckte Matte einzusenden.

    falls das Zitat mir galt, kann ich dir ehrlich gesagt nicht folgen :/

    TaR verbaut diese oder wenigstens ähnliche Folien seit Jahren und diese halten halt nicht ewig. Wurde hier auch schon diskutiert, es gibt wohl weniger als 1 % aller TaR User, die ihre Matte schon mal 6 Monate + am Stück verwenden und entsprechend die Folie zerfetzen, natürlich gibt es immer Ausnahmen.

    Irgendwie denke ich auch dass da bei den Gewichtsangaben was faul sein muss... die 6.5 Mummy in M ist sogar 5g leichter als die 3. Angeblich.

    weniger Kunstfaserfüllung aber dafür ne Schicht Mylarfolie, die deutlich leichter ist.

    Oh, das kenne ich von irgendwo. Erhöht den Mattenabsatz beträchtlich, weil es halt Kunden gibt, die sofort eine neue Matte benötigen und nicht warten können, bis die neue nach ca. 2 Wochen per Post eintrifft. Oder die sich nicht trauen, die alte, verdreckte Matte einzusenden.

    Atompacks hat gegenwärtig 10 Wochen lead-time für custom orders. D.h. meine heutige Bestellung wird am 7. Mai versendet - die Angaben auf der Webseite sind korrekt. Dies ist aber kein Problem, denn durch die verstärkten Marketingtätigkeiten von Hans Wolfsfell wollen ja sowieso bald alle deren tolle Rucksäcke, so gibt es genug Platz in der Pipeline von Atompacks. Vielleicht gibts bei den Wölfen sogar ein Model mit tollen Reisverschlüssen.

    Stören täte mich, wenn jetzt überall am Trail jw-Schildchen als Markierung aufgestellt werden und es bei dem Namen bleibt.

    Also es gibt in der Schweiz eine Tageszeitung, die kleistern jeden Sommer Berggipfel mit ihrem Logo voll. Irgendeine Brunz-Marketingaktion, ungefähr so beliebt wie damals die Bündner Kantonalbank (schraubten an 200 Gipfeln ihr Logo fest). Wenigstens machen auch tragbare Akku-Flexen jedes Jahr grosse Fortschritte. Keinesfalls sollte man beim nächsten Baumarktbesuch so ein Teil erstehen und dann auf einem Berggipfel damit gotteslästerliche Sachbeschädigungen begehen!

    Sinnfreie Taschen an Baselayern kann sogar Arc'teryx (das ist dort, wo die JW Designer gerne arbeiten würden).