Ich bin auch jemand der die Sachen lieber organisiert hat. Trägt deutlich zu meiner Entspannung bei. Nach einigen hin und her mit zu viel oder zu wenig Beuteln bin ich jetzt bei drei Beuteln für alles ausser Schlafen angekommen und ganz zufrieden. Ich hab mit packing cubes experimentiert aber bin nicht so überzeugt davon. Wenn es nicht perfekt zum Rucksack passt gibt es Lücken. Am besten funktionieren sie im gefüllten Idealzustand. Aber bei mir ändert sich nun Mal unterwegs die Füllmenge. Sie stapeln sich idealerweise aufeinander und dann hat man nur ein Cube im direkten Zugriff. Falls du tagsüber nie an dein Zeug musst und alles penibel rein passt und du den Rucksack nicht maximal ausnutzen musst, dann mag es ganz nett sein. Ich fand auch das Stopfen des Quilts oder Kleidung in ein Cube mit umlaufendem RV umständlicher als in einen Packsack.
Hier mein aktuelles System, dass ich so wieder auf der nächsten Tour einsetzen werde:
Ein 20 Liter Packsack (StS, deren leichteste Linie): ist auch mein Handgepäck im Flugzeug oder Bahn, meine Einkaufstasche unterwegs und ansonsten sind da meine extra Lagen und wasserdichten Socken drin. Könnte mir auch so einen Mini UL Rucksack vorstellen, den hier anscheinend auch einige benutzen. Aber den Packsack hatte ich nun Mal, und hat sich inzwischen auf vielen Touren als sehr nützlich herausgestellt.
Ein 20 Liter Fressbeutel (DCF, müsste aber nicht sein. Könnte man sich sehr einfach aus einem Rest Tyvek selbernähen): am wichtigsten ist für mich die Eigenschaft dass die lange Seite, die offene Seite ist. Hier findet sich mein Essen, Kocher, Kartusche. Der Beutel ist nur lose verschlossen, damit ich beim einpacken in den Rucksack den Inhalt an den zur Verfügung stehenden Platz anpassen kann. Wasserdichtigkeit spielt keine Rolle für mich.
Ein ca 2 Liter Packsack, schmal und lang. Ich meine von Hilltop Packs. Ist rot und hat ein weißes Kreuz drauf. Hier könnte ich mir auch einen Cube oder ein Schuhsack etc vorstellen. Aber hab den nun Mal bekommen und finde die Kennzeichnung für Erste Hilfe ganz nützlich. Da ist nicht nur mein Erste Hilfe Set drin, sondern der ganze Kleinkram: Reparatur, Hygiene, Elektro, 1. Hilfe & Medikamente. Alles in kleinen normalen Haushalt Ziplocks verpackt und in dieser Reihenfolge gestapelt. So komme ich an das, was ich schnell und am wahrscheinlichsten unterwegs brauche, gut ran.
Wichtig für mein System ist, dass die beiden großen Beutel genügend Volumen haben. Den relativ prall gefüllten Erste Hilfe & Co Beutel pack ich an den Rücken. Die beiden großen Packsäcke können dank der Größe und des extra Volumens so arrangiert werden, dass keine Lücken entstehen, aber ich sie mit einem Griff entnehmen und schnell verstauen kann. Der Fressbeutel könnte auch ganz nach unten in den Rucksack. Fand ich von der Gewichtsverteilung nicht so günstig, besonders wenn der für 4-5 Tage gefüllt ist.
Lange Rede kurzer Sinn: ich schließe mich den Vorschreibenden an, die empfehlen erst mal mit dem Zug experimentieren was man hat oder günstig bekommen kann, bevor man 100€ in drei DCF packing cubes investiert. Ein Netz ist für mich zb nur praktikabel für die Kleinteile der Schlafsachen innerhalb des Quilt-Packsacks. Als Ersatz für die oben genannten fand ich es es sehr hautunfreundlich (habe sehr rissige Haut an den Händen) und in weicherer Varianten zu schnell zu großen Löchern neigend. Herausgefunden durch testen.