Beiträge von Kay

    Meine Alpha Sachen sind alle selbstgemacht. Inzwischen habe ich 5 verschiedene Stoffe in unterschiedlichen Farben verarbeitet. Zwei Beobachtungen:

    Die Stoffe fusseln unterschiedlich stark. Ich wasche Alpha in einen Guppy Friends Netz und kann anhand der farbigen Fusseln die Unterschiede erkennen. Wenn ich einen 4 Jahre alten Hoody mit einem Stoffreste vergleiche, ist das Material schon dünner geworden. Besonders am Rücken. Also vermutlich auch Abrieb durch Belastung.

    Die Angaben 60, 90 etc sind aus meiner Sicht eher grobe Orientierung. Die können durchaus unterschiedlich flauschig sein.

    Im Sommer in den Alpen: Sport BH (Kufa), Sunhoody. Wenn es mal an einem Grat sehr kalt windig ist ziehe ich eine Windweste über.

    Jetzt gerade in Schottland, bei Temperaturen morgens um Null Grad mit kalten Wind: Sport BH (Kufa), von Liod eine Polypropylen Shirt mit Kragen aus der mittleren Stärke, Sunhoody. Im Laufe des Tages nur Polypropylen Shirt, wenn es über 10 Grad wird nur Sunhoody. In Pausen ziehe ich eine Windjacke über. Die Reihenfolge macht für mich so Sinn, da ich als erstes schnell den Sunhoody entfernen kann. Und das Polypropylen Shirt ist enger geschnitten als mein Sunhoody.

    Nachts dient der Sunhoody als gleitende Zwischenschicht zwischen dem Liod Langarmshirt mit Rundhals und in der dünneren Stärke und meinem Tagesshirt von Liod. (Erläuterung: zwei Lagen Polypropylen von Liod haften ähnlich wie Klettverschluss aneinander. Keine gute Idee das übereinander tragen zu wollen.) So kann ich alle Schichten auch Nachts nutzen und hab dennoch einen frischen Baselayer auf der Haut. Da es dieses Jahr in Schottland kälter war als gewöhnlich, hatte ich noch ein Langarmshirt von Brynje (Netz) als unterste Lage für die Nacht dabei. Dann noch Apexjacke und Quilt.

    Warum Polypropylen und kein Merino: ich schwitze viel und Merino wird dann nicht mehr trocken. Gerade in einer feuchten Umgebung wie häufig in Schottland anzutreffen. Die Polypropylen Shirts sind stark hydrophob und schon kurze Zeit nach der Aktivität wieder trocken.

    Bei uns steht der persönliche Geschmack im Vordergrund. Der Mann mag lieber ein Hemd, dessen Kragen er dann hochstellen kann für mehr Schutz gegen Sonne oder Zugluft. Außer im Sommer, wenn es wärmer als ca. 20 Grad ist, dann bevorzugt er auch einen Sunhoody. Ich liebe den luftigen Sitz meines oversize Sunhoodies. Keine Knöpfe, Manschette oder Kragen die mich früher durchaus öfters gestört haben bei Wanderhemden. Ich bin super empfindlich gegen Sonne auf den Kopf und finde es einen großen Vorteil auch auf kurzen Abschnitten schnell die Kapuze aufsetzen zu können. Zusätzlich habe ich einen breitkrempigen Hut dabei, weil es mir unter der Kapuze schnell zu warm wird, gerade im Anstieg auf südseitigen Hängen. Ich bin halt wirklich mimimi was Sonne angeht.

    Persönlich kann ich keinen Grund sehen, warum man das eine oder andere tragen sollte. Die Bedürfnisse des Sonnenschutz sind einfach sehr individuell. Hauptsache man schützt sich. Meine Mutter ist ihr ganzes Leben ohne Sonnencreme viel draußen gewesen, nie als Sonnenanbeterin, wie ich Schattenliebhaberin, einfach nur beim Wandern, garteln, spazieren gehen etc. Hatte nie einen Sonnenbrand. Jetzt mit 80 hat sie einige schmerzvolle OPs wegen Vorstufen von Hautkrebs im Gesicht hinter sich. Die UV Schädigungen holen einen irgendwann ein.

    Komperdell: schon drei Mal Reparatur und Gratis Segment Tausch auch nach vielen Jahren und trotz Benutzer Verschulden (Sturz). Und Tausch von einem Stock bei denen sich die Segmente nicht mehr auseinanderziehen ließen nach dem Outer Hebrides Aufenthalt (viel Wandern entlang des Strands in Gischt). Zwei kräftige Hotel Angestellte mussten an jeder Seite ziehen, damit ich den Stock für den Flug falten konnte.^^

    Ich bevorzuge die Liod aus PP, da sie langsamer nass werden, eher nur feucht und dann auch noch meine Finger wärmen. Außerdem kann man an Daumen und Zeigefinger unkompliziert kleine Schnitte quer setzen, die nicht ausbrechen und mir die präzise Bedienung des Smartphones und Kamera ermöglichen.

    Ich trage Größe M bei 21cm Umfang. Meinem Partner mit gleichem Handumfang aber längeren Fingern ist M hingegen zu kurz. Ebenso bei anderen Herstellern, das ist nicht Liod spezifisch. Vielleicht eher materialspezifisch, durch die geringere Elastizität als zb ein Merino Liner?

    Ich hab bei Tagestouren mit Thermos im Winter einen Wildo Cup dabei. Verzeiht durch die leicht nach innen neigende Wand auch leichtes herumschwappen. Hat einen breiten Boden. Ich würde mich als Grobmotoriker bezeichnen und komme mit dem gut zurecht.

    superflow Vielleicht hilft dir meine Erfahrung mit den Ponchos ohne extra Rückenfach, die einfach nur eine Fläche Stoffbahn sind: wenn man den Rucksack hoch aufgebaut trägt, in etwa über der Schulterlinie, oder viel Volumen durch Matte aussen dran hat, dann zieht es dir den Stoff nach hinten oben. Der fehlt dann woanders. Bei mir führte das dazu, dass der Poncho gerade noch den Rucksack abdeckte, aber nicht mehr viel von der Oberschenkel Rückseite. Bei Rücken- und Seitenwind flatterte das sehr und bot nicht mehr viel Schutz. Zusätzlich hat es die Seitenlinie, also da wo die Arme durchgeführt werden nach hinten gezogen. Ich fand das ungünstig für den Bewegungsspielraum der Arme. Beim STS konnte ich das lösen in dem ich die Druckknöpfe auf der einen Seite um eins versetzt geknöpft habe. Ergibt ein größeres Armloch aber halt auch eine größere Öffnung für den Regen.

    Auf der Packa Seite gibt es einen Bereich zum Sizing, da steht alles drin. Zb auch das es Größen gibt, die bis zu 90 l Rucksäcke unterbringen. Auch die Packcover Dimension sind angegeben. Musst natürlich alles was an deinem Rucksack aussen dran ist einberechnen. Und im Zweifel schreib denen doch eine nette Mail mit den Maßen deines Gepäcks mit der Bitte zur Überprüfung der gewählten Größe bevor du aus Übersee orderst.

    superflow ich hab hier einen Tourbericht von den Cairngorms im April gepostet. Dort sind auch Links zu Planungsressourcen. Wandern kannst du in Schottland das ganze Jahr. Markierte Wanderwege gibt es sehr viele. Unmarkierte... so viel kann man in einem Leben wohl nicht wandern.

    Dieses Jahr gab es mal Schnee, aber in den Tälern ist meist alles schnell wieder getaut. Kalt ist es natürlich trotzdem und häufig windig und im Winter sind Wege auch vereist. Winterwandern in den Bergen kann sehr schnell riskant werden. Da weiß man besser was man tut (hat alpine Wintererfahrung) und hat das entsprechende Equipment dabei.

    April und Mai gelten bei vielen als die beste Zeit und dann wieder ab September. Dazwischen können einem die midges die Wanderfreude eintrüben. Ab Ende Oktober werden die Tage schon deutlich kürzer, man ist halt schon recht nördlich.

    Zitat aus den Produktinfos:

    Zitat

    Wir haben uns absichtlich für einen Pulli mit Zip entschieden, da die meisten eh eine Mütze dabei haben. Der Pulli hat einen Raglan Schnitt, das verbessert die Bewegungsfreiheit und erhöht die Haltbarkeit. Die blauen Einsätze sind aus winddichtem Pertex. Das Pertex Material bietet auch besseren Abriebschutz beim Tragen mit Rucksack. Der minimalistische Reissverschluss ist fast unsichtbar und lässt sich einfach aufziehen. An den Ärmeln gibt es ein Daumenloch.

    Der Schnitt ist unisex. Sonderanfertigungen sind möglich. Handgemacht in Bayern.

    Chrispacks Alpha SL Pull
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    Mir war so, dass wir schon irgendwo einen Alpha Thema haben. Ich hab aber nichts Allgemeines gefunden nur spezifische Threads. Gerne verschieben, wenn es woanders besser passt.

    In was für einen Packsack wurde ein 2024er Durston Xmid Pro geliefert? DCF? War der bedruckt? Ein eingenähtes Label?

    Ich habe meins immer in einem anderen Packsack transportiert und suche nun den Original Packsack (weil ich das Zelt verkaufen will). Mein Xmid 1 Solid steckt in einem Packsack auf dem in ziemlich großen Lettern " Xmid 1" aufgedruckt ist. Ich finde keinen ähnlichen für das Xmid Pro in diesem Packsack, in dem alle leeren Packsäcke wohnen. ^^

    Ich kann einen ersten Datenpunkt liefern für die Exped Ultra 6.5 LW rechteckig: 587g (nur die Matte, auf einer ungeeichten Küchenwaage). Herstellerangabe auf Website und auf der Papp-Banderole ums Produkt: 570g

    Bisher habe ich eine TAR XTherm nxt L (mumienförmig) benutzt (600g) plus eine Poolnudel-Verbreiterung an den Schultern für 74g. Die Verbreiterung brauche ich nicht mit den Längsrillen. Also sind das für mich 87g weniger Gewicht, keine Poolnudel-Stücke (die am Rucksack außen baumelten) und volle Breite an den Füßen. Das ist etwas, das ich schon länger ausprobieren wollte, ob damit meine Füße wärmer sind, die bei dem Mumenschnitt öfters von der Matte gerutscht sind. Laut Hersteller ist der Unterschied bei der LW nur 10g zwischen Rechteck und Mumie. Bei den anderen Größen sind es M: 15g; MW: 25g)

    Maier Sports hat eine gute Auswahl in den Übergrößen. So gut wie alle meine Hosen sind von denen. In den letzten Jahren hat auch die Featuritis abgenommen und man findet durchaus etwas leichtere Hosen.

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    Merino Unterwäsche habe ich von Stoic. Bei Liod und Brynje bin ich bei den Herren fündig geworden. Alpha Direct und Fleece Oberteile sowie Windjacke und Hose nähe ich mir selber. Ebenso Apexjacke und Hose. Outdoor Research hat auch grosse Größen, mir waren allerdings die Ärmel und die gesamte Länge beim Echo Sunhoody zu kurz (das Problem habe ich Hersteller übergreifend), aber das Herren 2xl Modell passt perfekt. Wenn man es luftig mag. Ansonsten könnte man es selber recht easy taillieren. Meine Regensachen sind von Patagonia (die alte Torrentshell), Berghaus (ein inzwischen vergriffenes Modell) und sogar die montbell versalite passt. Ist wieder überall etwas zu kurz, aber als leichte immer dabei Sommerregenjacke reicht es.

    Meiner Erfahrung nach sind die Hersteller Maßangaben immer mit etwas Skepsis zu betrachten. Bei der montbell hätte ich nie gedacht, dass sie passt an der Hüfte aber sie war dann doch weiter geschnitten. Ebenso bei der Patagonia Micropuff (auch uraltes Modell) und der Torrentshell. Inzwischen bestelle ich auch wenn es sich in der Theorie um ein paar Zentimeter nicht ausgeht. Geht meist schief, aber manchmal eben auch Jackpot!

    Die Ginger Ale Verwechslung ^^ Hoffentlich ging es dir dann bald wieder besser.

    Erinnert mich an meine Fichtelberg Tour im Februar vor ein paar Jahren mit den Schneeresten der Piste im braun grau des ausgehenden Winters. Wir hatten nur null Aussicht, aber dank deines Fotos konnte ich das nun nachholen.

    Danke, dass so viele von euch in kurzer Zeit geantwortet haben. Das erfreut mich sehr! :love:

    Bei den Dimensionen orientiere ich mich an meinem Daunenquilt, d.h. die 160 cm an den Schulter sollen genau so sein. Die Isolierung möchte ich in Lagen machen. Eine Lage ganz rechts anstossend, eine Lage ganz links und in der Mitte liegt es doppelt. Aktuell stelle ich mir 15 cm an der Seite einlagig vor, dort wo ich den Quilt unter meinen Körper lege. Die Fußbox soll dreilagig werden und der offene Teil des Quilt bis zur Taille ebenso dreilagig.

    Die dreilagigen Teile haben die gleiche Lofthöhe wie mein Daunenquilt, daher erwarte ich eine ähnliche Wärmeleistung. Ich möchte einen KuFa Quilt probieren, da mein Daunenquilt regelmässig kollabiert. Zum einen durch die kalt-nasse Umgebung in der ich den Quilt verwende, zum anderen durch eine Termperaturanpassungsstörung durch eine neurologische Erkrankung (schon ein kleiner Wärmereiz kann von meinem Körper mit einem Schwitzanfall reguliert werden) und on top noch Nachtschweiß als Wechseljahre-Symptom. Und da ich gerne nähe, teste ich jetzt mal ob KuFa für mich in diesen Szenarien besser funktioniert.

    Gams Bei den Vert Einheiten kommt es unter anderen darauf an, dass man beide Seiten gleich trainiert. Wenn man jetzt viele Step ups macht, und die Gedanken so langsam abschleifen, dann drängelt sich ganz leicht der Lieblingsfuß vor. Um das zu vermeiden hat man natürlich mehrere Möglichkeien als meine Favorisierte. Die ist:

    • Rechts hoch, links nachziehen
    • Rechts runter, links nachziehen
    • 2-3 Tippelschritte um zu wenden
    • Links hoch, rechts nachziehen
    • Links runter, rechts nachziehen
    • 2-3 Tippelschritte um zu wenden

    Mein Tipp: lege dir einen Gegenstand auf eine Seite der Box. Ich stelle meine Schlappen rechts von der Box ab. Wenn ich starte, stehen die Schlappen auf meiner rechten Seite, also "rechts zuerst hoch & runter". Nach der Wende blicke ich in die andere Richtung und somit stehen die Schlappen links von mir, also "links zuerst hoch & runter". So kann ich mental herunterfahren und in einen schönen Flow kommen, weil ich mit einem Blick weiß, welches Bein gerade zuerst dran ist. Und wenn man das eine Stunde macht, braucht man den Flow.

    Man hat mit der Box sehr viele Variationsmöglichkeiten. Hier einige, die ich ergänzend oder zum Abschluss oder während meiner Krafttrainingseinheiten mache.

    • Mit einem Bein auf der Box und dann ganz langsam nur aus den Muskeln aufrichten bis das andere Bein auch die Oberseite berührt, dann genau so langsam absenken. Bis die Muskeln richtig brennen. Erschwert: nur mit dem Vorderfuß auf der Box stehen, trainiert die Knöchelstabilität tipptopp.
    • Mit einem Fuss auf die Box, den anderen nachziehen und dabei sich selber oben auf der Box um 180 Grad drehen (es ist hilfreich, wenn man dabei in einer leichten Hocke bleibt und sich nicht ganz aufrichtet) und dann rückwärts absteigen.
    • Schnelligkeit, bzw. um mal den Puls richtig hochzubringen am Ende eines langen Sitztages. Mit wechselnden Füssen auf die Box springen.
    • Seitliche Step-ups oder Step-overs. Also alles wie vorher beschrieben, nur halt mit einem Seitschritt. 

    Mit einer Faltmatte polster ich die Box ab und mache einbeinige Squats. Mit dem Rücken zur Box, einen Fuß nach hinten mit dem Spann auf die Box ablegen. Mit dem Stehbein schön Kniebeugen machen. Die Box ist mein vielfätigstes Trainingsgerät.

    Für die längeren Vert Einheiten soll die Box deutlich unter Kniehöhe sein. Für die Varianten, die man dann zB nur 2-3 Sets je 10 Reps macht, kann man auch mit den höheren Seiten der Box experimentieren. Stelle ich mir gerade fürs Klettern gut vor, da man dort ja auch häufig in die extremen Range of motions geht.

    Nach einer Knie, bzw einer Knöchelverletzung habe ich das Training mit der Box mit Hilfe eines Trekkingstocks begonnen (mit dem Plastikknubbel über der Spitze um den Boden zu schonen.) Also auch für Anfänger oder Knieversehrte ist so eine Box durchaus geeignet. Es gibt auch 10 oder 20 cm hohe Boxen, mit denen man anfangen kann. Sprecht im Zweifel mit euren Physios. Das beste Mittel gegen diffuse Knieschmerzen beim bergab gehen ist für sehr viele Menschen: eine starke Bein- und Hüftmuskulatur. Was hatte ich früher für Knieschmerzen! Patella Athrose, zerfetzter Meniskus ("nichts mehr zu machen"), verkürzte Achillessehen, chronische Achillessehenentzündung, das waren ein paar meiner Diagnosen bevor ich mit dem Krafttraining begonnen habe. Aber bitte, wenn ihr Beschwerden habt, sprecht mit Physios, die euren Körper kennen und vor sich sehen. Folgt nicht einfach einem Trainigsplan aus dem Internet. Wenn der/die Physio sagt, dass Frauen in ihrem Alter keinen Kraftsport machen sollen (jo, wurde mir Mitte 40 gesagt), oder ähnliche Aussagen aus dem Mittelalter, dann sucht euch jemand anderes.

    Ich gehe nicht immer, aber sehr häufig auf Tagestouren mit Extragewicht bis hin zu Maximalgewicht. Gerade im Herbst bin ich dann aber häufig nur mit einem kleinen Rucksack minimalst unterwegs um dann bei Peak Fitness, das meiste an km und Hm aus einem Tag rauszuholen. Und an heißen Sommertagen so wie so. Wochenende ist mein Vergnügen und manchmal, ach gar nicht so selten bin ich von einer Woche so erschöpft, dass es halt nur eine kleine Runde mit kleinen Rucksack wird. Meine Trainerin sagt: der Körper kennt nur die Belastung und reagiert nur darauf. Der Körper reagiert nicht auf die Zahl der km oder Hm, sondern die Belastung daraus. D.h. wenn die Woche sau anstrengend war, ich am Samstag den ganzen Tag im Garten geschuftet habe, dann ist am Sonntag die kleine Runde genauso anstrengend wie eine große Runde in erholten Zustand. Und beides setzt einen vergleichbaren Trainingsreiz.

    Meine Krafteinheiten sind in der Regel mit Gewichten. Meine ersten Gewichte waren Stoffsackerl vom dm mit Isarkieseln (1, 2 3 kg). Wasserblasen mit 3l sind 3kg. Ein 6 Pack Wasser in 1,5l PET Flaschen sind eine 9kg Kettlebell. Ich benutze einen alten UH Rucksack in den passen bis zu zwei Six-Packs der 1,5l Wasserflaschen 18kg .... Als nächstes investierte ich in verstellbare Kurzhanteln und eine Kettlebell (So in etwa: https://www.decathlon.de/p/mp/bowflex-5…a5510e6c1/c1c61) . Bänder sind auch eine super Sache um diverse Übungen schwerer zu machen. Vor einem Jahr habe ich in ein Squat Rack und eine Langhantel investiert. Wenn ich das Geld zusammenrechne und gegenüber 5 Jahre Fitti Mitgliedschaft stelle, bin ich günstiger weggekommen. Ich wohne ländlich, hier gibts keine Billig-Fittis. Und außerdem bringen mich da keine 10 Pferde hin.

    Für den Anfang reichen die einfachsten Sachen, die man vermutlich eh im Haus hat oder nur eine kleine Ausgabe sind im Vergleich zu UL- oder Kletterausrüstung. Und auch fürs Krafttraining bekommt unglaublich viel Gebrauchtes super günstig.

    Und das hier ist der preisgünstigste Einstieg um die Beinmuskeln zu trainieren. Air Squats https://www.youtube.com/watch?v=C_VtOYc6j5c 10 Stück machen , 30 sec Pause, wieder 10 Stück, 30 sec Pause ... wiederholen bis man nur noch 5 saubere Ausführungen hintereinander schafft. Wenn man dann 10 Sets (100 Air Squats) schafft und einem ist fad dabei, dann kann man es sich auch kostengünstig erschweren. Mit zwei Wasserflachen in der Hand, einem beladenen Rucksack (Trailrunning Westenstil würde ich hier für Squats empfehlen oder einen den man gut festzurren kann ohne Hüftgurte) oder Einkaufssackerl mit schweren Zeug (alternativ ein kleiner Getränkekasten) in den Händen vor der Brust halten kann man sich die Übung nach und nach erschweren. Nach 1-2 Sets zum aufwärmen kann man auch den Turbo mit so genannten Tempo Sets einlegen. Ganz laaaangsam und achtsam in der Abwärtsbewegung (so 3 Sekunden lang), keine Pause am untersten Punkt, sondern sofort nach oben explosiv bewegen (1 sec) , 1 Sec "Pause" am höchsten Punkt und das 10 mal wiederholen. Am besten die ersten paar Mal aufhören, wenn die Muskeln müde werden, aber noch nicht brennen. Besser auch keine Tempo Squats beim ersten mal Air Squats trainieren, sonst muss man sich die nächsten Tage abstützen um sich langsam und schmerzhaft auf die Toilette setzen zu können. Woher ich das weiß? :D