Trekking bedeutet nicht immer romantisches Naturerleben. Der Alltag auf dem Trail kann anstrengend, langweilig, nass, dreckig, stinkig und auch mal einfach schlimm sein.
Ich fände es spaßig Bilder aus solchen Situationen zu sehen und fange mal mit der schlechtesten Lagerplatzwahl ever am Anfang meiner Trekking-Karriere an:
Biwak direkt auf dem Langenberg in NRW. In der Nacht gab es 10 Std. Starkregen und wir sind komplett abgesoffen.
Eure größten Fails.. schlechtesten Lagerplätze.. trampeligsten Missgeschicke auf Tour: Verpackt in einem Foto.
Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
-
-
-
Ziemlich harmlos, aber andere fails hab ich (m.W.) nicht fotografisch festgehalten, Löffel in der Schweiz verloren:
-
Hahaha, lustiges Thema!
Von den größten fails gibt es (zum Glück?) keine Fotos, aber ein sehr subtiles habe ich.
Eine kleine Erklärung ist notwendig...
Was man nicht sieht und was ich zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht wusste... unter dem Schnitzel befindet sich noch ein zweites. Die Portion meiner Frau war ähnlich üppig. Mit dem vollen Hikerhunger habe ich meine ganze Portion und dann noch alles was sie übrig gelassen hat in mich rein gestopft. Übervoll konnte ich nicht schlafen und vor lauter voll hab ich morgens auch kein Frühstück runter gebracht. Weitere folge unterzucker und Nickerchen um 11.
-
Biwak direkt auf dem Langenberg in NRW. In der Nacht gab es 10 Std. Starkregen und wir sind komplett abgesoffen.Hab auch mal genau da oben geschlafen, da war es seit Tagen trocken und trotzdem war der Boden noch extrem feucht da oben.
-
Was man nicht sieht und was ich zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht wusste... unter dem Schnitzel befindet sich noch ein zweites.
Wie, nicht wußte?!? Jedenfalls in Süddeutschland gehört sich das doch so; wenn's ausnahmsweise nur ein Schnitzel gibt, muß das schon riesig sein... Der "fail" liegt also wohl in mangelnder (eß-) kultureller Anpassung begründet, oder?

-
OT:
Ich hätte die Schnitzelreste einfach mitgenommen und später mit Erdnussbutter oder Nutella gegessen..
Essensfails auf dem Trail passen natürlich auch hervorragend in diesen Faden!
-
Biwak direkt auf dem Langenberg in NRW. In der Nacht gab es 10 Std. Starkregen und wir sind komplett abgesoffen.Hab auch mal genau da oben geschlafen, da war es seit Tagen trocken und trotzdem war der Boden noch extrem feucht da oben.
Dieser offizielle Biwakplatz mit Schutzhütte mit Holzboden ist da doch nicht so weit weg …
-
OT:
Ich hätte die Schnitzelreste einfach mitgenommen und später mit Erdnussbutter oder Nutella gegessen..
Essensfails auf dem Trail passen natürlich auch hervorragend in diesen Faden!
Es gab doch keine Reste .... das war ja das Problem
-
Biwak direkt auf dem Langenberg in NRW. In der Nacht gab es 10 Std. Starkregen und wir sind komplett abgesoffen.Hab auch mal genau da oben geschlafen, da war es seit Tagen trocken und trotzdem war der Boden noch extrem feucht da oben.
Dieser offizielle Biwakplatz mit Schutzhütte mit Holzboden ist da doch nicht so weit weg …
Bin ortsfremd da. Hatte auf Bildern gesehen, dass es da ne Bank gibt und der Boden Flach ist. Die Hütte ist mir wohl entgangen.
-
Dieser offizielle Biwakplatz mit Schutzhütte mit Holzboden ist da doch nicht so weit weg …
Bin ortsfremd da. Hatte auf Bildern gesehen, dass es da ne Bank gibt und der Boden Flach ist. Die Hütte ist mir wohl entgangen.
Gut der Biwakplatz und noch ein paar Kilometer weiter weg, aber bei dem Wetter hätte ich da übernachtet. Oder in einer der zahlreichen Schutzhütten, die wirklich nicht weit weg sind. Ich suche bei OsmAnd immer nach Unterstand( Dienstleistung) dann kann Mensch die finden. https://www.winterberg.de/poi-detail/wan…s-ropes-huette/
-
OT:
Ja..wie gesagt. Das Bild ist 12 Jahre alt und wir waren alle damals unerfahren und ortsfremd. Heute weiß ich es auch besser..
Biwak direkt auf dem Langenberg in NRW. In der Nacht gab es 10 Std. Starkregen und wir sind komplett abgesoffen.Hab auch mal genau da oben geschlafen, da war es seit Tagen trocken und trotzdem war der Boden noch extrem feucht da oben.
Dieser offizielle Biwakplatz mit Schutzhütte mit Holzboden ist da doch nicht so weit weg …
-
Ein schöner Platz am West Highland way, nicht wahr?
Steht auch gar nicht offen oder so? Jedenfalls kam dann irgendwann der Sturm....
ärgerlich deswegen, weil 70 Meter Luftlinie entfernt ein super geschützter Platz hinter der Brücke gewesen wäre. (Google Maps)
-
-
ärgerlich deswegen, weil 70 Meter Luftlinie entfernt ein super geschützter Platz hinter der Brücke gewesen wäre.
Ja, da auf der anderen Seite direkt in der Talsenke am Wasser zu campen wo die Luftfeuchtigkeit maximal ist kann quasi gar nicht schief gehen
Kein riesiger Fail, aber kam bei der Vorlage direkt in den Sinn. Sowohl außen als auch innen alles voll mit dick gefrorenem Kondens und nach dem Packen ein durchweichtes Zelt. Und die einzige wirklich kalte Nacht mit Frost auf dem WHW für mich. Etwas voher und höher am Hügel zu campen hätte zumindest gegen die Feuchtigkeit, aber wahrscheinlich auch gegen die gesammelte Kälte in der Senke gut geholfen, dachte ich auch schon vor Ort im Nachhinein. -
Es war relativ warm, keinen Frost gehabt, meistens den Schlafsack nur als Decke benutzt. War morgens neidisch auf die Leute die da aufgebaut hatten.
-
Wer mich kennt, der weiß, dass ich allerlei Abenteuer auf meinen Touren erlebe und dauernd irgendwas passiert bei mir... wie sagte man mir kürzlich?! "Wenn Mucki nich irgend ne Katastrophe aufm Trail passiert, is es kein richtiger Urlaub für ihn"
Also hätte ich allerlei Storys im Gepäck. Eine dovon beginnt mit diesem Bild (unten drunter gibts dann wieder die Story dazu):
📍 12/2025 Åndalsnes, Norwegen
Es war ein traumhafter Tag. Ich reiste mit der "Raumabanen", eine der schönsten Bahnstrecken Europas, von Dombås nach Åndaldsnes. Das Wetter war unfassbar toll und der Sonnenuntergang deuete an, sehr sehr schön zu werden. Ich entschloss mich daher kurzerhand, nach meiner Ankuft direkt mit der "Romsdalsgondolen" hoch auf die Berge zu fahren, da es bald dunkel werden würde und ich den Aufstieg zu Fuß nich mehr im hellen schaffen würde.
Oben angekommen, stromerte ich noch ein bisschen umher und fand dann einen perfekten Spot. Eigentlich wollte ich dort, an diesem gigantiachen schönen Platz das erste Mal "Cowboycamping" machen, aber nach nem kurzen Blick in die Wetterapp sah ich, dass leichter Regen angesagt war für die Nacht, also doch fix das Zelt aufgebaut.
Es war recht mildes Wetter dafür, dass ich im Winter in den Bergen in Norwegen war, also saß ich noch ne ganze Weile in meinen Schlafsack gekuschelt vor dem Zelt und schaute in die Sterne. Irgendwann ging ich ins Zelt und wollte schlafen. Als ich das Zelt gerade zu machen wollte, erschien über den Bergen nen grelles Licht (ich weiß, klingt total durchgeknallt). Ich hab versucht raustufinden, was das is, weil es wurde so krass schnell hell und immer größer... es war der Mond. Ich hab noch nie gesehen, dass der Mond so unfassbar schnell aufgeht und vorallem so extrem hell war... das war ehr, als würde ich in die Sonne gucken, statt in den Mond... total abgefahren...
Ich knippste noch fix ein paar Fotos und schloss dann mein Zelt. Eigentlich wollte ich ja schlafen, aber es wurde dann etwas windig und das wurde recht schnell, recht doll.
Ich hatte mein Zelt mangels Möglichkeiten nur behelfsmäßig mit Steinen abgespannt, was sich im Nachhinein als großer Fehler herausstellte. Durch den Wind, der mittlerweile zum Sturm geworden war, sind durch die doch sehr scharfkantigen Steine die Zeltstrippen gerissen, was dazu führte, dass nun das gesamte Zelt (semi freistehend) vor sich hin flatterte und nur nich wegflog, weil ich drin saß. Ich versuchte also mein wild umherfliegendes Zeugs im Zelt einzusammeln und packte meinen Rucksack. Irgendwann fing es dann noch an zu regnen, daher beschloss ich, die Nacht auf meinem gepackten Rucksack sitzend zu verbringen, das erschien mir auf Grund des draußen tobenden Sturmes und des Regens die beste Option, da ich im Zelt immerhin trocken saß.
Das Ergebnis dieser Nacht: Zelt komplett kaputt - Boden komplett aufgerissen, beide Absiden gerissen, Mesh kaputt, Gestänge verbogen und stark beschädigt... ach ... und undicht war mein Zelt dann den Rest der Tour auch.
Am nächsten Morgen war dann nen sehr schöner Sonnenaufgang und die Berge taten so, als wäre garnix passiert. Ich packte mein stark beschädigte Zelt ein und erklärte die "Nacht" gegen 4 Uhr für beendet. Kurz vor der Gondel, die erst um 11 fahren würde, fand ich eine Schutzhütte. Dort hab ich mir völlug übermüdet den Arsch abgefroren bis ca 10 Uhr, dann hatte ich keine Lust mehr zu warten und stieg einfach zu Fuß ab.
Zurück in Åndalsnes besorgte ich mir Reperaturtape und fuhr weiter nach Molde. Dort quartierte ich mich für 2 Tage in eine kleine gemütliche Hütte ein und machte mich daran, etwas Schlaf nachzuholen und mein Zelt notdürftig zu reparieren.
Mein kaputtes Zelt wohnt nun bei mir zuhause, aber irgendwie kann ich mich davon nich trennen. Ich überlege tatsächlich, zu schauen, ob ich das einfach reparieren kann, um es weiter zu nutzen. Wir haben doch schon so tolle Abenteuer gemeinsam erlebt.
-
Und das Bild vom Ergebnis? Also ich hätte gerne Vorher-Nachher-Bilder 😅
-
Ich überlege tatsächlich, zu schauen, ob ich das einfach reparieren kann, um es weiter zu nutzen.
So was finde ich super!
Wenn Du Material vom Packsack nehmen kannst oder weißt wie und wo die Beschichtung angebracht ist, würde ich das angehen. Ich berate Dich dazu sehr gerne. -
Dito

(1 für das Forums- Repair Cafe.
-
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!