Beiträge von Lignius

    Moin ihr lieben,

    Normalerweise bin ich zum Wandern eher solo unterwegs und dann auch eher der Typ für lange Etappen und viel ungestörte Natur mit möglichst wenig Zivilisation.

    Jetzt hat mich aber ein guter Freund gefragt ob wir mal eine Tour zu zweit machen wollen.

    Konditionell ist er fit, vom Mindset im Urlaub aber mehr Genießer als Asket - fände ich auf einer Tour zu zweit eigentlich auch ganz nett.

    Zeitlich sind wir etwas eingeschränkt, deshalb suche ich jetzt nach einer Route die sich im Juli gut machen lässt und das Landschaftliche mit dem kulinarischen Genuss verbindet.

    Am liebsten wäre es auch für mich etwas neues und idealerweise gäbe es auch noch eine gute Möglichkeit der An und Abreise ohne eigenes Auto.

    Ziel wären also ca. 25km Etappen, bei vielen Höhenmetern weniger, ca. eine Woche Wanderzeit und die Möglichkeiten regelmäßig abends oder auch zwischendurch tagsüber zu Essen oder Kaltgetränk einzukehren oder diese anderweitig zu erwerben.

    Die folgenden Ideen hatte ich, z.t. hier im Forum schon einmal aufgeschnappt:

    Fischerpfad in Portugal - war ich noch nicht, sieht Landschaftlich top aus, kulinarisch ebenfall, ist aber im Juli wohl zu heiß.

    Cami de Ronda /GR92 - war ich noch nicht, Etappen scheint verschiedes möglich, landschaftlich schön und Meer ist immer gut - aber wird Spanien im Juli auch zu warm?

    Vogesen/Pfalz - war ich schon mehrfach, kulinarisch gut, landschaftlich schön, dürfte aber noch etwas außergewöhnlicher sein als ein Mittelgebirge

    Alpenraum - Bewirtschaftung durch Hütten/Refuges auf den meisten Wegen gut, Temperatur gut, zur Hauptsaison ziemlich voll, habe ich auch schon einiges gemacht aber die Alpen sind groß - hier nehme ich gerne noch spezifische Vorschläge an.

    Wer noch völlig andere Ideen hat, ebenso immer gerne her damit, ich weiß dass es hier im Forum ja noch einige gibt von denen ich in Sachen Genuss auf Touren lernen kann!

    Das sieht ja einerseits gut gemacht aus - aber bis die Sohle komplett abgelaufen ist, ist zumindest bei mir auch die Zwischensohle durchgelaufen.

    Gerade bei Laufschuhen und Trailrunnern steckt heute so viel des Lauf- und Tragegefühls in der Zwischensohle, dass ich es nicht für all zu sinnvoll halte nur die untersten paar mm Gummi neu zu machen,

    Wenn du eine ausführliche englische Diskussion zum Thema Feuchtigkeit in Matten suchst hat GearSkeptic das gut aufgearbeitet.

    Da kommt auch das Thema Schimmel auf - weder er, noch einige andere, die danach gesucht haben, haben je Schimmel in einer Matte feststellen können.

    Was man in den Thermarest Matten sehen kann ist meistens die abblätternde Mylar-Isolierung, siehe auch diesen Thread hier im Forum.

    Wenn du tatächlich sicher Schimmel in der Matte hattest fände ich super spannend wenn du noch Bilder o.ä davon hättest!

    ärgerlich deswegen, weil 70 Meter Luftlinie entfernt ein super geschützter Platz hinter der Brücke gewesen wäre.

    Ja, da auf der anderen Seite direkt in der Talsenke am Wasser zu campen wo die Luftfeuchtigkeit maximal ist kann quasi gar nicht schief gehen ^^

    Kein riesiger Fail, aber kam bei der Vorlage direkt in den Sinn. Sowohl außen als auch innen alles voll mit dick gefrorenem Kondens und nach dem Packen ein durchweichtes Zelt. Und die einzige wirklich kalte Nacht mit Frost auf dem WHW für mich. Etwas voher und höher am Hügel zu campen hätte zumindest gegen die Feuchtigkeit, aber wahrscheinlich auch gegen die gesammelte Kälte in der Senke gut geholfen, dachte ich auch schon vor Ort im Nachhinein.

    Wenn noch Platz ist in der Kammer, bringt mehr Daune einen Temperatur Mehrgewinn weil mehr Loft die Folge ist. Wenn Kammer eh schon voll, komprimiert man die Daune nur was nicht mehr Loft und damit keinen Wärmezuwachs bringt.

    Richard Nisley hat auf BPL vor vielen Jahren ganz interessante Daten gezeigt nach denen overfill auch bei schon gefüllten Kammern noch bis zu einem relativ hohen Limit den vollen Wärmegewinn bringt https://backpackinglight.com/forums/topic/1…2/#post-1427673
    Relevant ist laut ihm die Menge der eingeschlossenen Luftkammern in der Daune, die bei höherer Dichte zunächst ebenfalls zunimmt, bevor erst bei ca. zweieinhalbfacher Loftmenge diese zerdrückt werden und dann nicht mehr helfen. Ob man es so weit treiben muss weiß ich nicht aber eine gewisse Menge overfill scheint mir seitdem sehr sinnvoll, wenn man sowohl baffle-Material spart als auch die Daune demit besser vor verrutschen schützt, ohne thermische Nachteile gegenüber höheren baffles zu haben,.

    Kontaktlinsen verbieten sich nun mal aus Staubgründen auf langen Touren. Damit kann man sich seine Augen fast im wörtlichen Sinne auskratzen.

    Schön zu wissen das ich seit Jahren verbotenes tue - ich weiß nicht was du mit deinen Augen anstellst aber so pauschal ist das leider völliger Quatsch.
    Weiche Monatslinsen können problemlos auch auf der Langstrecke funktionieren, nur Flüssigkeit nachkaufen ist unterwegs manchmal etwas nervig, da habe ich im Zweifel lieber ein paar ml mehr mit.

    Für alle die meinen das sei ein so großer Aufwand, mit genug Routine ist Ein und Ausbauen eine Sache von 2-3 Sekunden pro Auge und funktioniert auch völlig ohne Spiegel. Schließe mich aber zergcheese an, üben und gewöhnen sollte man sich wahrscheinlich eher Zuhause.

    Falls jemand eine (noch) leichtere Alternative zu den typischen Kontaktlinsen-Behälter kennt nur her damit. Mekn aktuelles wiegt 11g.

    Ist zwar mehr in der Größenordnung Etiketten abschneiden, aber die Behälter von DM Visiomax Flüssigkeit wiegen laut meinem Lighterpack nur 8g.

    Vor einigen Jahren waren meine Augen auch zwischenzeitlich beidseitig auf gleicher Stärke, da hatte ich sogar einen halbiert gesägten Behälter dabei und beide Linsen in der selben Schale, passend zur Zahnbürste ^^

    Mal als Kontraststimme, ebenfalls kurzsichtig mit leichtem Astigmatismus - immer Kontaktlinsen. Schon seit gut 15 Jahren durchgängig Monatslinsen, nie ernsthaft Probleme gehabt. Habe seit einer ganzen Weile nicht mal mehr eine Brille in aktueller Stärke. Nur einmal in UK im Urlaub mal eine Linse verloren, seitdem normalerweise ein frisches Paar als Ersatz im Hygienekit wenn ich länger unterwegs bin.

    Habe aber dankbarerweise scheinbar auch Augen die das gut vertragen - oder die richtigen Kontaktlinsen. Keine Probleme auch mit langen Tragezeiten, selten aber vorkommend vergesse ich sie sogar abends im Auge und schlafe mit ihnen, geht auch am nächsten Tag noch klar. Ebenso nie Augenentzündungen o.ä. von ihnen gehabt. Selbst wenn ich unterwegs nicht all zu penibel mit Hygiene bin, ist das kein Problem.

    An die Leukoplastfraktion hier - welches genau und wo kauft ihr das?
    Ich weiß dass viele auf Leukotape P schwören - das habe ich im Laden aber bisher noch nicht gefunden undwollte es nicht unbedingt extra bestellen.

    Ich klebe Blasen im Zweifelsfall mit zugeschnittenen Stücken klassischer Pflasterstreifen ab und bilde mr ein, dass die Kompresse darin hilft die Flüssigkeit der Blase aufzunehmen und ein wenig Polsterung und Reibungsschutz liefert.

    Diese Erklärung ist mir bekannt.

    Und trotzdem ist sie nicht schlüssig. Die Membran funktioniert dann nicht, wenn sie am meisten gebraucht wird. Bei feucht - kaltem Wetter. Die Umgebungsluft nimmt keine Feuchtigkeit mehr auf, dazu kommt das "Wet-Out" und ich behaupte, irgendwann tritt eine Art Kapillarwirkung ein. Das Wasser kommt rein. Aber da ist es schon längst durch die Tapes. Und das zu den Preisen, die für eine Garnitur schnell mal 1000 Euro abrufen.

    Die sind mehr undicht, als dicht!

    Das darfst du gerne glauben und wenn du meinst, dass du mit einer Membranfreien Jacke glücklicher wärst möchte ich dich keinesfalls davon abhalten. Nur erweckt deine Anfrage, in der du ja schon prominent im Titel eine Jacke mit Membran und Imprägnierung als Beispiel für Membranfreiheit nennst eher so als wärst du zum einen eher grundsätzlich von Regenjacken enttäuscht und hättest zum anderen wenig Verständnis davon wie Membranen überhaupt funktionieren und vermischst das ganze ziemlich.

    Wenn "Wet-Out" eintritt betrifft das den Oberstoff nicht die Membran und dann hat man auch nichts anderes als eine zwar Wasserdichte aber nicht mehr atmungsaktive Jacke - also genau den Zustand den du in deiner gesuchten Jacke von Beginn an gerne hättest?

    Nass und kalt als Umgebung funktioniert für die Atmungsaktivität, wenn die Imprägnierung hält, auch eher gut, umso größer der Temperaturunterschied, desto höher die Partialdruckdifferenz, desto mehr Dampfdiffusion.
    Nass und Warm ist viel eher der Endgegner, das wäre für mich ein weiteres Indiz, dass gefühlte Nässe hier viel mehr das Problem ist als tatächliches Membranversagen. Denn wie gesagt, kaltes Wasser außen auf der Jacke fühlt sich für die Haut fast genauso an wie kaltes Wasser innen.

    Outdry ist im übrigen auch eine Membran, mit dem Unterschied dass hier der Oberstoff fehlt, wäre die dann ebenso nicht wirklich dicht?

    Ich verstehe wie man von Regenjacken im Allgemeinen eher genervt ist - und dass manche Werbeversprechen etwas großspurig daherkommen.
    Davon aber irrationale Theorien abzuleiten die weit jenseits des wissenschaftlich erklärbaren sind stört mich.

    Ich möchte nur mal allgemein anmerken, die Decathlon Raincut ist genauso eine Membranjacke wie der Großteil der üblichen Regenjacken auch. Merkt man ihr an und ist auch so auf der Website vermerkt.

    Und spezifischer würde ich auch in stark in Frage Stellen wie häufig Membranstoffe echt undicht werden, so lange es sich nicht um physische Löcher im Stoff oder Abfallende Nahtdicht-Bänder handelt. Die Membranschicht selbst bleibt grundsätzlich wasserdicht, auch wenn die Imprägnierung vollständig verschwunden ist, lediglich der Oberstoff überhalb der Membran weicht dann durch.

    Damit bleibt die Jacke dann technisch wasserdicht, nur die Atmungsaktivität ist vollkommen weg und das kalte Regenwasser wird nah an der Haut gehalten.

    Das fühlt sich dann aber trotzdem kalt und ungemütlich an und Mangels echter Rezeptoren auf der Haut die Flüssigkeit wahrnehmen und evtl in Kombination mit Schweiß von innen entsteht entsprechend das Gefühl dass die Membran aktiv durchlässig ist - was üblicherweise nicht der Fall ist.

    Aber mit dem Rep Kit mit separatem Kleber geht es super. Schlauch reinigen, Flicken nehmen - oder aus einem irreparablen Schlauch schneiden, Kleber drauf, ordentlich drauf drücken, einen Moment Druck aufrecht erhalten - fertig.

    Der flicken wellt und zieht sich bei Kleberkontakt direkt zusammen. Warten wäre da nicht möglich und ist auch nicht nötig.

    Wie lange man im Minimum warten sollte, bis man wieder Luft drauf gibt, habe ich nicht probiert, lasse sie immer eine ganze Weile/über Nacht liegen und montiere immer erstmal einen anderen.


    -> macht es Sinn, einen TPU Schlauch Thread aus dem Exkurs hier zu machen?

    Ja, würde sich wohl lohnen - ich wüsste nämlich noch gerne welches Rep Kit das genau ist ^^

    Entscheidend ist das Verständnis, dass:

    Loft (Dicke) die primäre Isolationsgröße ist.

    Das ist die übliche Annahme, Richard Nisley hat vor Jahren auf BPL allerdings schon solide Studien dazu geliefert, dass bis zu einer ~2.5 fachen Kompression die Menge an Daune entscheidend ist, nicht ihr Loft. Starkes überfüllen schmalerer Daunenkammern ist laut diesen quasi genau so effektiv wie die selbe Menge in größeren Kammern. https://backpackinglight.com/forums/topic/12505/page/2/

    Das macht für mich auch Sinn, Isoliernd sind ja mikroskopisch in der Daune eingeschlossene Luftvolumina, zwischen denen Wärmetransport jeweils primär durch Wärmediffusion stattfindet, innerhalb derer aber durch Konvektion schnellerer Wärmeaustausch stattfindet und die Temperatur homogenisiert. Kompression erhörht jetzt die Dichte der Daunen und verkleinert zunächst durch die höhere Daunenfaser-Dichte die Größe, aber nicht die Menge dieser Volumina. Erst Kompression oberhalb dieser kritischen 2.5 fachen fängt dann an die Daunen so sehr zu verdichten, dass diese kollabieren und so die Menge dieser isolierenden Volumina abnimmt.

    Aber letztlich bin ich pro Experimentalphysik, die Variante Messkammer und Wärmepuppe ist mir lieber als die theoretische Berechnung ^^

    Meine Tendenz ging schon die ganze Zeit eher in Richtung mechanisch. Und natürlich lese ich auch englischsprachigen Kram wie die oben verlinkten Seiten auf bikepacking.com... wenn mir hier jemand jetzt erklärt hätte warum ich unbedingt ein elektronisches System brauche wär ich vielleicht ja doch schwach geworden 😃.

    Dass das wahrscheinlich ne geile Sache ist mit der elektronischen Schaltung bezweifel ich ja auch gar nicht ;)

    Die Kombination von Rennrad-Hebeln mit MTB-Schaltwerken ist auch viel einfacher. Ich müsste einen Zug weniger durch den Rahmen pfriemeln... 1000 km Akku bevor man laden muss - eigentlich auch dicke ausreichend... Schalten mit (extrem) kalten Pfoten - wahrscheinlich auch einfacher.

    Auf mehr wollte ich als derjenige der den englischsprachigen Kram gepostet hatte gar nicht hinaus. Aber nachdem hier in der Diskussion grundsätzlich in Frage gestellt wurde ob elektronische Schaltungen der Herausforderung eines solchen Einsatzes überhaupt gewachsen sind wollte ich doch auch mal klarstellen das wenn auf Top-Niveau Geld keine Rolle spielt inzwischen elektronische Schaltungen wohl die Überhand haben. Ob es einem die signifikanten Extrakosten wert ist steht auf einem andern Blatt, persönlich fahre ich auch mechanisch.

    Wie ist das denn jetzt gemeint? Also echt jetzt Dichtmilch in den TPU-Schlauch kippen?

    Nein, das war als Alternative zur manchmal eher Sauerei mit Tubeless Milch gedacht. TPU Schläuche funktionieren auch so dauerhaft gut für mich.

    Nur Flicken ließen sie sich bei mir mit dem mitgelieferten patch kits auch Zuhause nicht dauerhaft druckdicht, liegt aber evtl daran dass ich die 18-32mm Schläuche in 32mm Mänteln fahre und die Patches deulich weniger dehnbar als die TPU Schläuche scheinen. bei Einbau und ausdehnen zieht sich dadurch doch wieder ein Teil des Patches von der Klebestelle, trotz identischer Prozedur beim Kleben wie du beschreibst und sogar mit viel Anpressdruck klammern. Sind aber auch die tubes und patches von RideNow von Ali statt die teuren Marken-Tubolitos.

    Danke euch für die hilfreichen Kommentare! Gerade nach den Schutzhütten habe ich noch mal ausführlicher geschaut und festgestellt, dass man die Etappen jede Nacht ziemlich passend an einer davon enden lassen kann. Von daher kommt jetzt wohl nur das kleine Tarp als Backup mit, und plane die drei Nächte jeweils in Hütten oder zumindest unter deren Vordächern zu übernachten. Für alle die den Steig ebenfalls mal wandern wollen habe ich diesen tollen Blog gefunden, der eine akribische Liste aller Hütten und Wasserstellen auf der gesamten Tour gesammelt hat. Das hat die finale Planung für mich sehr vereinfacht.

    Julia mit Hund, von Restaurants und zu viel Zivilisation halte ich mich persönlich auf solchen kurzen Touren gerne eher fern, und bei 4 Tagen ist auch kein Resupply geplant, ist aber sicherlich eine angenehme Möglichkeit wenn man es etwas gemütlicher angehen möchte oder wie du jahreszeitlich deutlich anspruchsvoller unterwegs ist.