Alles anzeigenBei mir gibt es einen klaren Favoriten, bedingt durch die Umstände. Es war vor einigen Jahren meine erste richtige Tour, mit einem Freund 10 Tage durch die Hardangervidda. Durch familiäre Gründe musste mein Wanderkumpan nach einer Woche kurzfristig in Garen Richtung Geilo aussteigen und so kam es zu meiner ersten Tour alleine. Drei Tage bis Finse. Ich wählte die östliche Route um bloß keinen Stress zu haben. Ich war trotzdem einigermaßen aufgeregt, wie das wohl klappt, so ganz alleine! Ich bin dann viel zu schnell vorankommen, sodass auf einmal nur noch ~16 km für zwei Tage übrig waren. Also habe ich mir auf der Karte einen irgendwie beliebigen See abseits der Route ausgeguckt und als Ziel festgelegt. Und dann war da dieser perfekte Platz:
Traumhaft am See, trotzdem windgeschützt, kleine improvisierte Feuerstelle. Entgegen aller Befürchtungen, da alleine Angst zu haben, habe ich mich richtig wohl gefühlt und wunderbar geschlafen. Der nächste Morgen belohnte mich mit strahlendem Sonnenschein und Windstille... perfektes Badewetter! Ich hatte ja Zeit, also gleich zweimal gebadet und die Sonne genossen. Das Wetter hielt die drei Tage bis Finse.
Seither weiß ich dass meine Ängste an deutsche Bedingungen geknüpft sind, konkret Verbote und Hunde. Ohne diese beiden bin ich auch alleine tiefenentspannt 😉
als ich in Finse vorbei kam, war da Schneesturm und alles weiß. Ich saß im Zug nach Oslo und war traurig, dass ich nich aussteigen kann, um im Schnee zu spielen. Meine 4-wöchige Tour neigte sich dem Ende und ich war noch in Oslo verabredet 🙈