ich war letztes Jahr in Island und habe mir dafür extra das Durston X Mid 2 Pro in Dyneema gekauft. Was das Material angeht, hätte das Zpacks wahrscheinlich auch keine Probleme gemacht, das hatte ich damals extra in der dickeren Version gekauft (aber eher weil das Material etwas blickdichter ist), aber es hat weniger Abspannpunkte als das X Mid, glaube 6 vs 12 und die 12 habe ich beim X Mid auch häufiger genutzt. Dazu ist die Außenhaut beim X Mid tiefer am Boden als beim ZPacks.
Für Island brauchst Du auf jeden Fall ein Zelt, was im Wind stehen kann. Ich habe Videos von Zelten gesehen, die mir entgegengekommene Hiker gezeigt haben, bei denen die Zelte wegen dem Wind kollabiert sind. Zusammen mit der Tatsache, dass die Temperaturen dort auch im Sommer um den Gefrierpunkt sein können, plus Regen und Wind, musst Du da etwas haben was dann auch funktioniert und Dir wirklich Schutz bieten kann. Zu den anderen Zelten kann ich nichts sagen, aber ein Hilleberg, auch wenn sehr viel schwerer ist ein Traum von mir und sollte eigentlich auch für solche Gebiete taugen. Wobei ich nicht weiß, wie das mit dem Material aussieht, da die leichteren Hilleberg Zelte wahrscheinlich bezüglich des Stoffs nicht so stabil sind wie deren schwerere Modelle, ist aber nur eine Vermutung von mir.
Den Kungsleden habe ich wieder mit dem Zpacks gemacht und war da im großen und ganzen auch zufrieden mit. Eine Nacht hatte ich eine Stellfläche mit sandigem Boden und da ist mir der Eckhering nachts rausgegangen, hatte nachts geregnet, war so um die 8 Grad rum und morgens hatte ich ne Pfütze im Zelt und meine Wanderhose war klitschnass. Das Problem hätte ich aber umgehen können, wenn ich konsequent (wie in Island) auf alle Heringe einen Stein drauf gelegt hätte.
Zum X Mid noch, es ist ein sehr geräumiges Zelt, ok ich hatte auch die 2 Personen Version dabei, aber die seitlichen Apsiden sind glaube ich von den Maßen identisch und ich habe dort sogar mal im Zelt dann in der Apside einen Tee gekocht (im Zpacks nie, ist mir auch zu unsicher dort weil weniger Platz) , weil mir arschkalt war, meine Klamotten feucht vom Schwitzen, starker Wind war und es um den Gefrierpunkt war und ich wieder warm werden musste. Man kann die Apsiden mit einem Reißverschluss zu ziehen was super ist, ich glaube bis zu 12 Abspannpunkte, aber eine Sache hat mich gestört. Das Material war dünner als das vom Zpacks, kann also auch daran gelegen haben, aber ich hatte manchmal die Befürchtung, dass das Zelt undicht ist, was in so einer Umgebung natürlich kritisch sein kann, da ich gefühlt Wassersprenkel ins Gesicht bekommen habe und beim seitlichen schwarzen Moskitonetz es teilweise so aussah, als ob da Wassertropfen runtergelaufen sind. Ich vermute aber, dass statt undicht, der Grund war, dass die Kondensation an der Innenseite mit den ständig vibrierenden Bewegungen durch den Wind gegen die Außenwand, diese kondensierten Miniwassertropfen dann nach innen gesprenkelt sind.
Island würde ich nicht mit dem Zpacks machen, da mir dort zu wenig Abspannpunkte wären.