Beiträge von Bohnenbub

    Zwei kurze Gedanken dazu:

    1. Ohne eigene Erfahrung, nur vom Hörensagen: In Afrika sehen Großkatzen Zelte als Hürde. Es gibt recht viele Berichte (auch mit Videos) von Leuten, die sich im Zelt inmitten eines Löwenrudels wiederfinden. Sogar das Kondenswasser vom Außenzelt ablecken. Die scheinen nicht zu verstehen, dass da Beute drin ist. Wie gesagt: Hörensagen, keine eigene Erfahrung. Und ob sich das auf Hunde übertragen lässt, weiß ich nicht.

    2. Die Freundin von Gerald Klamer, eine sehr sehr erfahrene Wanderin, ist in Osteuropa auf dem Weg zu Fuß in Richtung Nepal o.ä. von Hunden so übel zugerichtet worden, dass sie nur mit Glück noch lebend ins Krankenhaus kam. Das ist grundsätzlich schon ernst zu nehmen.

    Vielleicht ist das ArcDome 2 wirklich der beste Kompromiss für euch. Ausreichend stabil. Selbststehend wenn nötig. Und für eure spezifischen Ausrüstungs-Lagerungs-Wünsche auch mit großem "3P"-Innenzelt bestellbar. In wieweit man das dann womöglich aushängen kann, um eine Apsis zum Kochen zu schaffen, weiß ich allerdings nicht.

    Mucki

    Da es erheblich mehr Auswahl bei den 2 Personen Zelten gibt, und diese zudem leichter sind und weniger Platz brauchen, würde ich auch durchaus überlegen, ob man nicht doch die Ausrüstung in der Apsis lagern könnte. In Gegenden mit diebischen Tendenzen menschlicher und tierischer Natur habe ich meine sieben Sachen auch lieber im IZ – aber in Skandinavien?

    Seid ihr viele Tage am Stück tief in der Wildnis unterwegs, wo ihr dem Wetter ausgeliefert seid, oder eher 1-2-3 Tage Kurztouren d.h. im Rahmen der halbwegs genauen Wettervorhersage und mit Ausweich-Option DNT Hütte? Das würde in meiner persönlichen Komfort-Zeltentscheidung locker 1-1,5 kg Unterschied machen.

    Gerade für den Erstkontakt würde ich persönlich, wenn alle Ausrüstung mit ins Innenzelt soll, zu einem 3 Personen IZ raten. Also bummelig 170cm IZ Breite. Wenig ist so nervig wie einen Tag im Regen, nasskalt in einem viel zu kleinen und immer nasser werdenden Zelt abzuhängen.

    Es gibt an vielen Orten in Norwegen auch kostenlose Ausleihstellen. Von Ski über Zelte bis zu Schlafsäcken. Sie möchten Menschen egal welchen Einkommens die Natur ermöglichen. Ein super schönes Konzept. Inwieweit das auch für Ausländer gilt, weiß ich nicht. Wie moralisch die Inanspruchnahme als Ausländer ist, müsste man mal drüber nachdenken.

    Bohnenbub

    Er fragte nach einem möglichst leichtem Zelt!

    Da scheidet das SF Crossbow ja wohl aus, hahahahaha!

    Er sucht nach etwas (fast) selbststehendem für abenteuerliche Touren in Skandinavien mit genügend Platz / Komfort / Sicherheit für seine Partnerin als Trekking-Neuling. Da "abenteuerlich" viel heißen kann, habe ich diesbezüglich nachgefragt, um die Anforderungen ans Zelt und damit die Empfehlungen besser einschätzen zu können. Aber bis das konkretisiert wird, scheint mir das ob der wenig spezifischen Fragen eine passende Wahl.

    Von was für "Abenteuern" sprechen wir denn konkret?

    Empfehlung ins Blaue: Slingfin Crossbow 2 Four-Season? Dürfte für viel Geborgenheit und Sicherheit sorgen. Ist im Hochsommer womöglich zu warm.

    Ansonsten erfüllen vermutlich die üblichen Kuppeln eure Vorgabe (Tarptent Arcdome, Trekkertent Saor etc.)

    Rate auch zu Linern aus dem Haushaltsbedarf. Habe den Sinn von wasserdichten Socken nicht verstanden, obwohl ich sie selbst mal ausprobiert habe.

    Wenn es tatsächlich mal so kalt ist, dass feuchte Socken ein Problem werden, steige ich in ~8 L Ziplocks. Die halten in der Regel etwas länger als dünne Mülltüten. Zwei Tage halten die schon mal durch.

    Wenn es um Bequemlichkeit einer geschlossenzelligen Iso-Matte geht, dann werfe ich schnell noch die Ridgerest rein.

    (...)

    finde sie deutlich (!) bequemer als die Z-Lite, bei der sich früher oder später die convexen Kuppeln platt drücken und weniger komfortabel als die 8 mm-Evazote-Matte...

    Fast ein vergessener Champion heutzutage. Alle mir bekannten Noppen Matten liegen sich nach wenigen Wochen platt und sind dann erheblich weniger komfortabel und vermutlich auch kühler. Die Ridgerest hält erheblich länger.

    Auch beim R-Wert pro Gramm ist dieser Klassiker absolut konkurrenzfähig.

    Sie ist halt zusammen gerollt größer als der durchschnittliche voll gepackte UL Rucksack. Wir haben derzeit drei davon im Winter im Einsatz: In einem Arctic Bedding mit Exped Downmat und Schlafsack drüber ist das Packmaß irrelevant. Vielleicht probiere ich die auch mal wieder im Sommer alleine.

    Findest du die 8mm Evazote komfortabler als die Z-Lite, oder auch als Ridgerest?

    Ich empfand die Kombination aus Exped Flexmat Plus (jetzt 3R) LW gekürzt auf ~Torso-Länge und Doublemat Evazote in voller 2x1m Größe darüber gelegt letztes Jahr sehr angenehm.

    Wie transportierst du das Ganze? Prinzipiell auch meine favorisierte Kombi, da ich die Doublemat gerne als "Groundsheet" bzw. Tarpboden nutze, aber das Packmaß ist ein Krampf, va mit zweiter Schaummatte.

    Doublemat gerollt seitlich am Rucksack. Flexmat gefaltet oben drauf oder auf der anderen Seite am Rucksack. Ich bin allerdings seit Ewigkeiten nicht mehr auf Touren unterwegs gewesen, wo kleinste UL Packs zum Einsatz kommen können. Ein HMG Porter o.ä. in den Varianten 55-80 L hat genügend Größe für seitliche Anbringung.

    Eine wie ich finde wichtige Information: Bei einem Zeckenstich wird FSME (also die Viruserkrankung) im Falle einer infizierten Zecke unmittelbar übertragen. Borreliose (also die bakterielle Infektion) üblicherweise erst nach 12-24 Stunden.

    Resultat: Wenn ich gegen FSME geimpft bin, habe ich eine gute Chance die Zecke in den ersten 12-24h zu entfernen und damit auch das Borreliose Risiko minimal zu halten. Zudem: Bei einem rechtzeitigen Erkennen einer Borreliose Infektion besteht eine nahezu 100% Heilungschance durch Antibiotika.

    Durch die Impfung gegen das Virus und rechtzeitige Entfernung der Zecke oder rechtzeitiges Erkennen einer Borreliose, ist die Gefahr nahezu vollständig gebannt.

    Ich bin auch sehr überrascht von der Ruhe. Sowohl im Gestänge bzw. der Struktur, als auch dem Gewebe. Klar, es ist nur ein kleines 1+ Personen Zelt. Die Winangriffsfläche macht einen riesigen Unterschied. Und dennoch: Da ich niemandem Fehlinformationen unterstellen möchte, empfinde ich das zunächst mal als recht beeindruckend, für ein so günstiges Allround Zelt.

    Klingt nach einer tollen Kombination aus Stadt/Kultur und Szenerie 👊

    Edit: Trondheim ist durchaus auch eine charmante kleine Großstadt. Sehr studentisch geprägt. Alter Stadtkern. Muss man nicht zwangsweise eine Nacht bleiben, aber die Dovrebahn Oslo-Trondheim falls möglich so früh wählen, dass vor Abfahrt des Nachtzugs Trondheim-Bodø noch genug Zeit für eine kleine Flaniererei vom Bahnhof zum Nidarosdom und zurück bleibt.

    Wenn du genügend Geld zur Verfügung hast, kannst du auch Kiel-Göteborg über Nacht mit der Stenaline fahren. Dann kannst du morgens weiter nach Oslo und kriegst in Trondheim vermutlich sogar noch den Nachtzug nach Bodø.

    Ich glaube, gerade bei Städten könntest du dich von der Idee lösen, dass du alles erst bei der Radfahrt sehen möchtest. Du wirst bei der Durchreise mit dem Rad sowieso nur einen Bruchteil dessen sehen und erleben können, was eine Großstadt bietet. Und je nach Verbindung, kriegst du womöglich ohnehin direkt den Anschluss an den Nahverkehrs-Zug nach Oslo und siehst außer dem Göteborger Bahnhof nicht viel.

    (1h vom Nordkap mit dem Velo - da hofft man, dass das Wetter mitspielt)

    Das halte ich für sportlich :D
    Ich hatte letzten Sommer zugegeben einen 45 kg schweren Anhänger zu ziehen aber da sind doch ein paar Höhenmeter auf der recht kurzen Strecke. Aber super schön außerhalb der Touri-Bus-Zeiten!

    Ich habe gesehen, dass du viel über Larvik und co planst. Hast du dir die Verbindung über Kopenhagen und Göteborg mal angeschaut? Die bin ich sicher schon 20x gefahren und ist meist unproblematisch, wenn man den Zug nimmt, der nur einmal in Kopenhagen ein Umsteigen erfordert. Kann man ganz normal bei der DB buchen.
    Von Göteborg nach Oslo ist es quasi ein Katzensprung. Die Route wird von vy.no bedient).

    Es gibt über Hamburg (glaube aus Berlin kommen, bin mir nicht sicher) auch 1 oder 2 Nachtzüge Richtung Malmö. Einen von SJ und einen privaten, eher im Billigsegment. Das habe ich allerdings nur einmal probiert und bin prompt für 24h in Malmö gestrandet :D War der Fairness halber erwähnt aber dem Gleisbett und nicht dem Zug geschuldet.