Beiträge von Oska
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Capere ach so schlimm fand ich das nicht. Es ist halt wie es ist, gilt ja für jede Wanderung. Ich freue mich über die schönen Augenblicke/Momente und beim Rest wird einfach weiter gegangen, Pause gemacht oder oder. Abgesehen davon ist es ja am Ende nicht nur das Wandern, sondern auch die eine oder andere Begegnung.
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WonderBär Ja ich denke der Boden bei den Zelten ist prinzipiell wasserdicht. Den Footprint habe ich als Schutzschicht dabei wenn der Untergrund Steine oder Sachen aufweist bei der ich die Gefahr sehe, dass der Boden des Zeltes Schaden nehmen kann. Ja das X Mid ist leicht, liegt aber auch daran, dass es ein dünneres DCF ist als bei dem Duplex, da hatte ich damals das dickere genommen, a) etwas blickdichter und b) meine Hoffnung stabiler bei Wind.
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RaulDuke deine Argumentation ist durchaus in sich schlüssig.
Die einzige Frage ist nur, wieviele Patches brauche ich um alles wieder dicht zu haben und was kosten die am Ende. Das könnte noch ein Grund sein, dann doch zu wechseln. Und der wesentlichste Grund, ich müsste das Zelt jetzt erstmal wieder irgendwo aufbauen und erstmal eine Bestandsaufnahme machen. Aber das Thema wird ja eh erst wieder konkret bei der nächsten Wanderung. Also erstmal prokrastinieren und verschieben. 
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Hallo Thomas,
ja ein spannendes Thema. Mein Setup momentan:
Kamera:
Fuji XT5 + Batterie + 512GB SD + 256GB SD = 597gr
Objektiv:
Fujinon XT 16-80mm f4 =-304 mm f4 =-1.216 mm f4 =-440gr (das überlege ich durch das 16-50 f2.8-f4 zu ersetzen, da das nur 240gr wiegt) Ich bin eher im Weitwinkel unterwegs, daher wären 50mm wahrscheinlich ausreichend für mich. Und bisher vermisse ich die Qualität/Vorteile von Festbrennweiten nicht. Ich bin auch nicht der Typ der dann je nach Szene anfängt Objektive wechseln zu wollen. Wenn ich was sehe will ich gleich knipsen.
Akku:
Ich habe prinzipiell 3 Akkus (einer in der Kamera) und ein Ladegerät um zwei Akkus zu laden. Da ich aber mit der Fuji nur Fotos mache komme ich da sehr lange mit einem Akku aus. Ich habe daher mein Setup auf 2 Akkus ohne Ladegerät geändert, ich lade dann die Batterie über USB C direkt in der Kamera auf.
Stativ:
Habe ich noch keine befriedigende Lösung gefunden. Aber durch IBIS brauche ich das für meine Aufnahmen auch nicht wirklich bisher. Bei Nachtfotografie und wenn man bewegendes/fliessendes Wasser länger belichten möchte wäre das ein notwendiges Setup, das mache ich aber unterwegs eher weniger.
Dazu kommt dann noch der Clip um die Kamera schnell am Schultergurt zu befestigen, bzw. griffbereit zu haben bei einem möglichen Motiv und so ein Neoprenartiges Schutzshell was wie eine Socke dann über die gesamte Kamera gezogen werden kann wenn es regnet, das Teil ist unter dem Clip fest montiert und kann daher immer benutzt werden. Gewicht weiß ich nicht und bin gerade zu faul das los zu friemeln um es zu wiegen.

Zur Kamera:
Ich war lange mir der Sony RX100 Mark 3 unterwegs. Die ist was Kompaktheit und Gewicht angeht wirklich super. Mir war damals dieser ausklappbare Augenmuscheldingens zu nervig und die Auflösung des Displays zu niedrig um darüber zu fotografieren und teilweise etwas laggy. Mittlerweilen gibt es da ja die Mark 7, die wird da sicher besser sein. Ich werde mein Setup allerdings erstmal nicht ändern, ich bin froh über die 40mp, da kann ich hinterher noch ausreichend croppen um den passenden Bildausschnitt feinzutunen.Grüße
Oska
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Bohnenbub ist mit einer Fuji XT5 und einem Fujinon XF16-80mm Objektiv geschossen und anschließend in Captureone gecroppt und bearbeitet.
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Ich habe im Großen und Ganzen mein Setup zum Wandern und achte nicht mehr so auf das Gewicht. Sicher ist es angenehmer mit 7-8kg unterwegs zu sein als mit 14-16kg. Aber meine Erfahrung ist, dass ich, je nach Länge der Tour am Ende fit bin, auch mit den 14-16kg klar zu kommen. Ich laufe selten 30-40km am Tag, wenn ich fit bin, also eingewandert, geht das auch, beim PCT muss man das wohl am Ende so machen um ankommen zu können, aber auch das ist zu schaffen, gerade wenn man sich am Anfang die Zeit nimmt, damit sich der Körper an die Belastung gewöhnt.
Ich habe sicher 2kg Elektronik dabei mit der Kamera, Batterien und der DJI jetzt. Je nach Sektionslänge kommt dann das individuelle Gewicht von Essen und Wasser dazu. Da ich gerne die Möglichkeit haben möchte bis ca. 10 Tage maximal autark sein zu können, also primär Essen, Wasser sollte möglichst mit Filter auf dem Weg addierbar sein, kann alleine das schon einen gewaltigen Faktor auf das Gewicht haben. Und wenn man dann mit einem 30l Rucksack unterwegs ist, das wäre nichts für mich. Ich finde es nach wie vor erstaunlich wenn ich andere Hiker mit so einem Setup sehe. Für mich ist das Thema UL eine Orientierung, aber nichts dem ich alles unterordne. Und welches Thema aktuell nach Portugal bei mir in den Fokus gerät ist das Zeltsetup, was ja zu UL gehört bei den DCF und Konsorten Zelten. Aber wenn so eine teure Anschaffung nach 3 Jahren Benutzung solche Verschleißerscheinungen zeigt, bin ich mir nicht sicher ob ich diesen Weg weiter verfolgen werde, oder dann doch ein eher klassisches Material mit längerer Nutzungsdauer. Am Ende, HYOH
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RaulDuke bei YT, ich glaube bei Insta kann man nur kürzere Clips zeigen. Sowas wie das Kungsleden Video, nicht ganz so lang, Strecke war ja kürzer.
Ja, das zelten waren ca. 10€, also deutlich günstiger. Egal, lohnt nicht, sich drüber aufzuregen. 
Achja, noch eine kleine Trailgeschichte, das hatte ich unterschlagen.
Ich bin ja am Anreisetag nach Sines am Rete Sios in Lissabon gewesen, um dort den Rede Expressos Bus zu nehmen. In der Nähe vom Busbahnhof ist ein LIDL, da war ich dann noch für den ersten Wandertag shoppen, etwas zu trinken und Fingerfood. Dort gab es, wie mittlerweile in jedem größerem Supermarkt so eine Selbstbedienungsbackstation. Ich da durch, mir angeschaut was mich anspricht, 0 Ahnung was das sein soll, waren halt lokale Sachen die es hier nicht gibt, mich dann für 3 verschiedene Sachen entschieden, das ganze dann in meine schwarze Stofftüte gepackt und es ging los.
Im Bus habe ich dann noch einen anderen Hiker aus Deutschland getroffen und wir hatten dann während der ca. 3 stündigen Fahrt viel zu quatschen, so ging die Zeit gut rum. Da der Bus in Sines, ca. 7 km vor Sao Torpes hält und der Weg dahin durch Industriegebiet bzw. Autobahn geht, habe ich schon für mich entschieden ein Uber dahin zu nehmen, sofern es da eines geben sollte. Gesagt getan, Philipp ist dann kurzerhand mit und für ca. 10€ ging es dann nach Sao Torpes mit Raul :), ein netter Fahrer der viel zu erzählen hatte (moment, das kennen wir doch irgendwoher :D) und schwupps, waren wir am Startpunkt. Achso noch ein Funfakt, die Fahrt mit den Rede Expressos Bussen muss man über eine App buchen, da werden dann Zeitfenster angezeigt und die jeweiligen Preise. Wonach die allerdings berechnet werden hat sich mir nicht erschlossen. Von Lissabon nach Sines, ca. 3 Stunden Busfahrt kostet so ca. 10-12€, was ich recht günstig finde, ich habe in meinem Zeitfenster 2,95€ gezahlt und war mir bis zur Abfahrt nicht sicher, ob ich nur das Gepäck dafür transportieren dürfe oder mich ebenfalls.
Egal, also dann von Sao Torpes nach Vila nova de Milfontes gegangen, die erste Strecke mit weichem Sand, ca. 10km. Start war ca. gegen 12.30, also in der prallen Mittagshitze. Irgendwann dann an meinen Zielort angekommen und die erste Nacht sollt im Zelt auf einem Campingplatz sein. Alles schön aufgebaut, im Ort gab es einen SPAR, ich brauchte noch Wasser für den nächsten Tag, also meine schwarze Stofftüte leer gemacht, die Papiertüten mit den restlichen Backwaren ins Zelt gelegt. Den Inhalt einer Tüte hatte ich mittlerweile aufgegessen, sahen aus wie dickere Kroketten, irgendwas frittiertes mit einer Fischfüllung, schmeckte ähnlich wie Fischfrikadellen, die anderen Kroketten waren mit einer Fleischpaste gefüllt, da hatte ich von Vieren aber nur Eines bisher gegessen, also nach Adam Riese waren noch 3 übrig.Als ich dann vom Einkaufen wieder kam und meine Einkäufe ins Zelt legen wollte und die Apside vom Zpacks Duplex aufgemacht habe sah ich das Unglück, mein Mesh war zerrissen. Ungläubig schaute ich rauf und verstand es erstmal nicht, da war quer ein ca. 15cm Riss mit kleinen weiteren Rissen. Ich schaute dann von dort in das Zelt hinein und sah die Tüte mit den Kroketten und die war aufgerissen und es sah so aus als ob da jemand drauf gestampft wäre. Erst dachte ich, das wäre ein Mensch gewesen, ich hatte meine Kamera und meine DJI im Zelt gelassen, aber Klamotten drüber gelegt und war etwas nervös, dass da jemand einbrechen wollte, wobei ich mich gefragt habe, warum so brachial, man musste ja nur den Reissverschluss an der Seite hochziehen, das machte eigentlich keinen Sinn. Kamera und sonstige Sachen waren noch da, da dämmerte es mir was passiert war. Bevor ich mein Zelt aufgestellt habe ist mir aufgefallen, dass dort viele Katzen rumlaufen, Portugal scheint ein recht katzenfreundliches Land zu sein, bzw. erzählte mir jemand, dass Sie versuchen die Population der freilaufenden Katzen in den Griff zu bekommen und in und um Orten so dreieckige Minisatteldachhäuser als Katzenhotels aufgestellt haben um dann Zugriff zu den Katzen zu haben. Da also das Essen relativ frei und geruchsaromatisch herumlag, konnte die Katzennase dem nicht widerstehen. Das war dann eigene Dummheit. Um meine Trekkingstücke habe ich immer etwas Ducktape aufgerollt und das ist dann hier zum Einsatz gekommen und ich habe von Außen und Innen dann ein jeweils ca. 20cm langes Stück zwischen die Risse geklebt und dann war es provisorisch auch in Ordnung.
Das Zelt hat bisher nach über 3000km keine größeren Schäden gehabt, aber mir ist auf der Reise aufgefallen, dass es den Zenit der Zeit wohl so langsam überschritten hat, da ich teilweise von Innen durch das Dach kleine Öffnungen sehen konnte, wo das Gewebe auseinander gezogen war, wahrscheinlich durch Zugkräfte bei Wind. Es sind keine großen Öffnungen, ich schätze max. einen halben Millimeter, aber wie dicht das dann noch bei einem Regen ist, möchte ich ungerne bei einer Wanderung ausprobieren. Jetzt ist die Frage ob ich da überall Patches drauf klebe, was das Zelt wieder schwerer macht oder ob ich langfristig das Setup ändere und ein eher etwas schwereres Zelt dann nehme, was langlebiger ist. Ich bin da noch unentschieden. -
Hi,
so nachdem ich meinen Plan mit Nepal und dem Annapurna Circuit dieses Jahr verworfen hatte, musste ein Plan B her. Schon viel von gehört vom Fischerweg, daher war das dann meine Alternative. Ist ein recht entspannter Weg, man weiß am Anfang läuft man halt durch weichen Sand, später dann ein gefühltes zum nächsten Strand runter, wieder auf, wieder runter und so weiter. Sofern es trocken ist, was bei mir das Fall war, sind auch die steileren Passagen eigentlich kein Problem. Wenns nass ist könnte es allerdings recht rutschig und damit auch nicht ganz ungefährlich werden. Es wird wohl zunehmend touristischer, eine Menge Bauaktivitäten in den Orten gesehen, und im Oktober, wo ich unterwegs war sind auch teilweise noch recht viele Surfer unterwegs. In Carrapateira hat mich das dann für eine Nacht 100€ gekostet, aber da ich nicht vorgebucht hatte und durchgehen wollte, war das halt der Preis dafür. Eigentlich soll es bei den 13 Etappen möglich sein, wenn man die letzte von Salema nach Lago in 2 kurzen Etappen macht, mit 10 mal Campingplätzen zelten können, aber ich habe auf meiner Tour nur 3 davon genutzt. Teilweise liegen die etwas fernab vom Trail und ich war dann einfach zu faul. Es war recht warm, mir eigentlich so 5 Grad zu warm, aber so ist das nunmal in der Natur, wünschen kannst Du dir viel, aber das geht nicht immer in Erfüllung. Obwohl das mit dem Wünschen und nicht in Erfüllung gehen ja irgendwie, zumindest bei meiner subjektiven Wahrnehmung im (un)normalen Leben auch nicht immer so hinhaut.
Habe dann doch recht häufig in Hostels gepennt, war überrascht, dass es doch recht zivilisiert war und man sogar pennen konnte.
Ich habe mir dann nach den 2 Übernachtungen in Lagos noch einen Rede Expressos Bus nach Fatima gegönnt, das war auch so im Vorfeld geplant und habe mir dann den Wallfahrtsort angeschaut und dort noch mit 2 Übernachtungen meine Reise ausklingen lassen, was aus diversen Gründen dann partiell doch etwas emotional war, aber so sollte es auch sein. Ich war relativ schwer bepackt unterwegs, durch die Elektronik und mein Zeltsetup und da man keine sauberen und vorhandenen Flüsse unterwegs hat geht Wasser filtern nicht, also das Wasser jeden Tag mitgeschleppt, so ca. 3 Liter, warm, schwitzen und so weiter. Einmal in Odeixe wäre ich fast mit 5 Litern gestartet, da ich nicht auf dem Schirm hatte beim Einkaufen, dass ich noch genügend Wasser dabei hatte, hab dann morgens irgendwo 1.75l Wasser abgestellt, das war spürbar. Viele Solo Hiker/innen gesehen, viele mit sehr leichtem Gepäck, ok kein Zelt dabei und nicht so viel Elektronik, aber ich habe es eh als kostenloses Workout gesehen, da ich seit Schweden wieder faul war, von daher Win/Win, auch wenn die erste Woche partiell etwas zäh war und ich den Eindruck habe, dass die neuen Altra Lonepeaks nicht mehr dasselbe sind wie früher, ich hatte nach 20km teilweise so platte und schmerzende Fußsohlen. Ich hatte diese Schuhe letztes Jahr in Schweden beim Kungsleden wo ich doppelt so weit gewandert bin und kann mich da nicht dran erinnern.
Achja, ich laufe mir ja gerne Blutblasen in den Trailrunnern unter den Zehennäglen, vor allem unter den Großen. Tag 3 hatte ich da eine am linken großen Zeh, hat etwas beim Drücken weh getan, aber ansonsten ging es. Plan war also, einfach weiterlaufen und möglichst nicht gegen alles gegentreten was auf dem Boden liegt und zur Prophylaxe diese Zehennägel noch etwas kürzen, damit dann bei einem Stoß von Vorne das nicht alles über den Zehnagel weiter getragen wird. Also Nagelknipser raus und Zehennägel kürzen, dabei aus Versehen die Haut unter dem Zeh zur Blutblase angeschnitten, kam dann halt raus, prinzipiell kein Problem, aber nun war das Ding offen und dadurch potentiell einer Entzündung empfänglich. Es war ja abzusehen, dass das unter dem Zehnagel wahrscheinlich nicht einfach trocknen und ausheilen wird. Ich also, KI befragt was man da am Besten macht. Mir wurde irgendwas mit Hydrochloridsprach empfohlen, das drauf sprühen und dann mit Compeed versiegeln. Dumm nur, Compeed hatte ich nicht mitgenommen, da ich mit normalen Blasen eigentlich weniger Probleme habe und das Hydrochloridspray hatte ich natürlich auch nicht zur Hand, aber es gab eine Apotheke, also dahin, mit Händen und Füßen erklärt worum es geht, das Spray erhalten, naja drauf gesprüht, Compeed gekauft in der XXl Version, draufgemacht und mit Tape dann nochmal fixiert. Ist gut gegangen. Glaube ich, also weh tuts nicht, aber ich sollte jetzt vielleicht mal das Tape abmachen und nachschauen was der große Onkel sagt.
Wenn Fragen da sind, fragen, ansonsten lasse ich das in der Tiefe hier mit einem Bericht. Ein paar Impressionen mit Bildern und wenn die Videoschnipsel was taugen gibts auch noch ein Hikervideo später dazu.so long - happy hiking
Oska
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ich danke euch für die vielen Infos. Habe mir mal die Seiten vom Eskapist angeschaut, da sind auch viele hilfreiche Infos zum Trail.
Zu 7.: Du kannst dich auch an den Begründer der NATTs wenden, Andrees ist Belgier, der in Deutschland lebt und mega hilfsbereit: http://www.nepal-dia.de/Diavortrag_Nep…_de_ruiter.html
Habe mir das eBook von dem gekauft, ist aber viel Text und wenig Bilder.

Bhutan ist teuer und auch stark reguliert.
Was meinst Du mit stark reguliert?
- Da es ja anscheinend doch recht schattig werden kann, wie ist das dann nachts bei den Lodges mit Bettzeug/Decken? Mein Quilt geht bis -6, aber der war in Island schon nachts an der Grenze. Und wenn es dann noch kälter wird weiß ich noch nicht so ganz was ich da noch mitnehmen sollte.
- Sofern nur der AC, Zelt ist also nicht notwendig? Würde mit Thermarest dann ja ca. 1 kg sparen, was dann wahrscheinlich mit Klamotten wegen der Kälte eh wieder dazukommt, aber dann halt nicht doppelt.

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Hi,
ich überlege dieses Jahr in Nepal zu wandern. Unter Anderem den Annapurna Circuit NATT. Da ich das frühe Zeitfenster verpasst habe, wird es wohl so Oktober werden, das scheint dann die andere Reisezeit zu sein. Ich habe da ein paar Fragen:
1. Wie ist die Versorgung der Verpflegung auf dem Trail? Ich habe gelesen, dass es eine Art Teehäuser gibt und man da wahrscheinlich hauptsächlich frisch zubereitetes Essen bekommt? Bekommt man auch Nahrung für unterwegs die nicht frisch ist, bzw. mit welcher Regelmäßigkeit kann man das Essen wieder auffüllen?
2. Wie sind die Erfahrungen mit Trinkwsser? Kann man das gefiltert aus den jeweiligen Wasserressourcen nehmen? Ich frage wegen Düngung, das war ein Teilen von Neuseeland ein Problem.
3. Da ich im besten Szenario 3 Monate Zeit habe, was lohnt sich da noch in der Ecke anzuschauen? Nach Bhutan würde ich auch gerne noch rüber um mir das glücklichste Land der Erde und deren Bewohner anzuschauen.
4. Gibt es jüngste Erfahrungen zu dem Thema Guidepflicht? Eigentlich soll man ja einen haben, aber da ich wie immer solo unterwegs sein werde passt das für mich nicht.
5. Wenn ich das richtig gelesen habe scheint Oktober Monsumzeit zu sein. Mit welchen Temperaturen kann man so in den Höhen rechnen?
6. Ist wildcamping möglich und erlaubt?
7. Irgendwas wichtiges vergessen?
Danke euch
Grüße
Oska
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ich war letztes Jahr in Island und habe mir dafür extra das Durston X Mid 2 Pro in Dyneema gekauft. Was das Material angeht, hätte das Zpacks wahrscheinlich auch keine Probleme gemacht, das hatte ich damals extra in der dickeren Version gekauft (aber eher weil das Material etwas blickdichter ist), aber es hat weniger Abspannpunkte als das X Mid, glaube 6 vs 12 und die 12 habe ich beim X Mid auch häufiger genutzt. Dazu ist die Außenhaut beim X Mid tiefer am Boden als beim ZPacks.
Für Island brauchst Du auf jeden Fall ein Zelt, was im Wind stehen kann. Ich habe Videos von Zelten gesehen, die mir entgegengekommene Hiker gezeigt haben, bei denen die Zelte wegen dem Wind kollabiert sind. Zusammen mit der Tatsache, dass die Temperaturen dort auch im Sommer um den Gefrierpunkt sein können, plus Regen und Wind, musst Du da etwas haben was dann auch funktioniert und Dir wirklich Schutz bieten kann. Zu den anderen Zelten kann ich nichts sagen, aber ein Hilleberg, auch wenn sehr viel schwerer ist ein Traum von mir und sollte eigentlich auch für solche Gebiete taugen. Wobei ich nicht weiß, wie das mit dem Material aussieht, da die leichteren Hilleberg Zelte wahrscheinlich bezüglich des Stoffs nicht so stabil sind wie deren schwerere Modelle, ist aber nur eine Vermutung von mir.
Den Kungsleden habe ich wieder mit dem Zpacks gemacht und war da im großen und ganzen auch zufrieden mit. Eine Nacht hatte ich eine Stellfläche mit sandigem Boden und da ist mir der Eckhering nachts rausgegangen, hatte nachts geregnet, war so um die 8 Grad rum und morgens hatte ich ne Pfütze im Zelt und meine Wanderhose war klitschnass. Das Problem hätte ich aber umgehen können, wenn ich konsequent (wie in Island) auf alle Heringe einen Stein drauf gelegt hätte.
Zum X Mid noch, es ist ein sehr geräumiges Zelt, ok ich hatte auch die 2 Personen Version dabei, aber die seitlichen Apsiden sind glaube ich von den Maßen identisch und ich habe dort sogar mal im Zelt dann in der Apside einen Tee gekocht (im Zpacks nie, ist mir auch zu unsicher dort weil weniger Platz) , weil mir arschkalt war, meine Klamotten feucht vom Schwitzen, starker Wind war und es um den Gefrierpunkt war und ich wieder warm werden musste. Man kann die Apsiden mit einem Reißverschluss zu ziehen was super ist, ich glaube bis zu 12 Abspannpunkte, aber eine Sache hat mich gestört. Das Material war dünner als das vom Zpacks, kann also auch daran gelegen haben, aber ich hatte manchmal die Befürchtung, dass das Zelt undicht ist, was in so einer Umgebung natürlich kritisch sein kann, da ich gefühlt Wassersprenkel ins Gesicht bekommen habe und beim seitlichen schwarzen Moskitonetz es teilweise so aussah, als ob da Wassertropfen runtergelaufen sind. Ich vermute aber, dass statt undicht, der Grund war, dass die Kondensation an der Innenseite mit den ständig vibrierenden Bewegungen durch den Wind gegen die Außenwand, diese kondensierten Miniwassertropfen dann nach innen gesprenkelt sind.
Island würde ich nicht mit dem Zpacks machen, da mir dort zu wenig Abspannpunkte wären.
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Ich bin lange mit der Sony RX100 unterwegs gewesen und bezüglich Kompaktheit ist Sie schon sehr gut. Mich hat aber die ausklappbare Augenlinse gestört und die damit verbundene Zwangsnutzung des Displays zur Motivüberprüfung. Da bei meiner, Mark III glaube ich, die Auflösung des Displays nichts so gut war, war natürlich die Vorschau limitiert, was man dann manchmal erst später am Monitor erkannt hat.
Für Neuseeland habe ich mir dann eine Fuji XE-4 gekauft, eigentlich wollte ich zuerst die kompakte Fuji-X-100 V glaube ich kaufen, aber die war nirgends zu bekommen. Der Vorteil für mich bei der XE-4 war, dass ich dort Wechselobjektive dran machen kann, also etwas flexibler bin. An und für sich, ist die XE-4 eine schöne kompakte Kamera, aber für Outdoor, also längere Wanderungen mit potentiell Regen ungeeignet. Ich konnte Sie in Neuseeland relativ schnell nicht mehr nutzen, bzw. habe darauf verzichtet, weil Wasserdampf im Augensucher und dem elektronischen Display waren. Das ist irgendwann wieder raus getrocknet, ich hatte Sie zu einer Kontaktadresse geschickt in Neuseeland die ich kannte, dort war Sie dann in einer trockenen Umgebung, aber zum Wandern war Sie dann nicht mehr da.
Dann gab es ein Upgrade, die Fuji-XT5, auch eine Kamera mit Wechselobjektiv, mit der ich prinzipiell zufrieden war, Sie ist natürlich nicht so kompakt wie eine Sony RX 100 oder Fuji XE-4, aber für mich noch relativ leicht (je nachdem mit welchem Objektiv, mein Standard ist momentan das Fujinon F4 - 16-80mm, welches für mich ein guter Kompromiss aus Gewicht und verschiedener Brennweite mit nur einem Objektiv auf Reisen ist. Gewicht mit einem Akku, 512GB SD Karte, Objektivdeckel, Sonnenschutz und Peak Design Handschlaufe ca. 1085gr. Dazu kommt dann noch der Peak Design Rucksackclip, damit die Kamera immer griffbereit ist wenn ich unterwegs bin.
Etwas desillusioniert war ich allerdings, was das Thema wetterbeständigkeit angeht. Ich bin davon ausgegangen, dass ich mich bei Regen nicht darum kümmern muss die Kamera großartig zu schützen. In Schweden dieses Jahr habe ich dann aber die Erfahrung gemacht, dass irgendwann Wasserdampt im Augensucher war und ich morgens so ein klackerndes Geräusch gehört habe und die Kamera an war und sich nicht mehr ausschalten ließ. Akku rausgenommen und gewartet, wieder rein gemacht, irgendwann war es dann wieder weg. Ich hatte die Kamera bei Calumet gekauft und bin dann dahin, hab denen das erzählt, die haben das dann zur Werkstatt geschickt und nichts dran gemacht und meinten nur, wetterbeständig wäre nicht wasserfest und dass Korrosion normal sei. Die Kamera geht nach wie vor, der Wasserdampf ist auch wieder raus. Ich hatte mir so einen Strumpf von Peak Design gekauft, der ein ähnliches wasserabweisendes Material wie Taucheranzüge hat, der ist an dem Kameraclip befestigt und den werde ich dann zukünftig schneller nutzen wenn es regnet.
Da ich selbst meine Bilder gerne am PC nachbearbeite und durch die 40MP auch zum croppen dann noch Reserven habe, ist die Cam momentan optimal für mich, aber wenn ich mir so die alten Bilder von Schottland oder der Alpenüberquerung anschaue, die ich mit der Sony RX 100 gemacht habe, am Ende ist es nur ein Tool, was nicht automatisch bessere Bilder macht. Physikalisch hast Du natürlich mit richtigen Objektiven prinzipiell eine bessere Bildqualität, aber das schöne Motiv musst Du da auch weiterhin selbst finden und knipsen.

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ihr machts mir nicht einfach.
Aber danke fürs Feedback, motiviert natürlich, habe sogar wohlweislich jeden Tag abends ne Sprachnotiz in Schweden gemacht. Mal schauen ob ich die Muße finde das aufzuarbeiten.RaulDuke, ok ich werde für Dich ne neue Vertonung mit Schnaufen und Wandergeräuschen machen.
Die Videos haben ja die Geräusche aufgenommen, muss mal schauen wie man die mit der Musik dann unterlegen kann, wäre dann ne Mischung aus beiden Welten. -
so, nachdem ich nun seit dem Black Friday die kommerzielle Version von Davinci Resolve habe, kann ich nun auch den DJI Codec voll nutzen und die Videos auch verarbeiten. Wie ihr schon sicher mitbekommen habt, sind Bilder, vielleicht jetzt auch Videos (sind ja im Grunde auch Bilder) eher mein Ding als das Laber Rhabarber, daher habe ich den Blog meiner Reise nicht mehr fertig gestellt. Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1000 Worte. Vielleicht gefallen euch ja die Impressionen und es wekcht das Interesse mal selbst den Kungsleden zu wandern.

Hier also der Link für das Video für die komplette Tour von Hemavan nach Abisko, kein Gequatsche, nur Bilder und Musik.
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ja, die Befürchtung habe ich mittlerweilen auch.

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Ich habe 2018 auf Arte eine Doku über den Appalachian Trail gesehen. Ich war vorher nie wandern, kannte nur die Pilgerwege in Europa, die mich aber nie gereizt haben. Als ich die Doku gesehen habe wusste ich sofort, dass will/muss ich machen. Angezogen hat mich die Natur, die Weite, das Solo unterwegs und auf sich gestellt und zum Teil abseits von der Zivilisation zu sein, archaisch betrachtet wieder zum Jäger und Sammler zu werden, wobei es hier nur um das Fortkommen geht was jahrhundertelang unsere tägliche Beschäftigung war (heute natürlich viel bequemer mit SOS Backup und so weiter), weg von den überbordenen Anforderungen unser Zivilsation, ein simples Leben für eine begrenzte Zeit, ein Stück weit auch so etwas wie Gehmeditation, im Einklang sein mit was auch immer und frei zu sein, atmen zu können, keine sinnlosen ToDos, einfach nur Schlafen, Essen/Trinken, weitergehen, Natur beobachten, sich selbst beobachten und wenn man das Glück hat Anderen zu begegnen mit denen ein wirklicher Austausch stattfindet, Tiefe.
Ich habe mich dann ein wenig beschäftigt mit dem Thema weitwandern und da kam dann heraus dass es noch den PCT gibt, der immer noch auf meiner Liste ist, mal schauen. Da reizt mich gerade der Nordteil, aber wenn ich ihn gehen sollte, dann komplett, denn so etwas zu machen, so lange Zeit zu Fuß, da passiert etwas mit Einem, etwas was ich in meinem Arbeitsalltag bisher nie erlebt habe, ich würde sagen Sinn und einfach Sein zu können ohne etwas Sein zu müssen.
Und in Europa sind Trails in dieser Länge und Lage/Beschaffenheit entweder nicht vorhanden oder die Infrastruktur bedeutet eine Menge Planung/Organistaion auf dem Trail dann was nicht meins ist. Ich habe auf dem Kungsleden Leute getroffen die im Sarek wandern wollten, das ist wohl die neue Tendenz in Schweden, weg von den Touritrails und teilweise für 2 Wochen Essen dabei hatten, das hatte ich in Neuseeland auf der Südinsel auch mal, aber auf Dauer brauche ich das nicht und mich reizen Wanderungen über Monate, wo das dann teilweise am Stück schwierig wird.
Mit der mittlerweilen doch etwas vorhandenen Erfahrung, haben sich für mich ein paar Dinge heraus kristallisiert, ich mag andere Hiker partiell gerne um mich herum haben, allerdings in homöpathischen Dosen wenns geht und Zugriff auf Resupply Optionen hin und wieder ist auch eine feine Sache.
Das war auf dem Kungsleden von Kvikkjokk aus Richtung Abisko schon spürbar zuviel für mich mit den Menschen und dann ab dem Kebeknaise war dann Hikerautobahn. Ja ich weiß, ich war auch einer von denen.
Aber das sind halt auch Erfahrungen die man so macht, jeder Trail hat seine eigene Magie und jeder ist mit seinen Bedürfnissen und Wünschen auch unterschiedlich. -
ich stimme Dir da zu WonderBär. Ich frage mich ja schon manchmal was die bekannten US YT Hiker am Ende mit dem ganzen Equipment zusätzlich mit sich rumschleppen. Am Ende des Tages ist es halt aber auch "hike your own hike". Wem es Spass macht auf jedes Gramm zu schauen, ist doch ok.
Ich habe für mich einen Kompromiss gefunden. Ich versuche bei den meisten Teilen schon das leichtere Equipment zu nehmen ohne jetzt auf Dinge zu verzichten die für mich wichtig sind/sein können. In der Regel benutzte ich das meiste Zeug, entweder für mich oder falls es jemand Anderes braucht.
Aber da ich selbst ne Menge Elektronik dabei habe, und ein Handy ersetzt für mich keine Kamera mit Objektiv, nehme ich das halt in den Kauf (und wenn ich Wilbo zitieren darf, der ja auch
). Ich habe gestern mal spaßeshalber Sachen gewogen die ich auf dem Kungsleden dabei hatte und die überflüssig waren. 1 Buch, ja ich war vorher motiviert das zu lesen, ich hoffe jetzt habe ich begriffen, dass das beim Wandern bei mir mit dem Lesen nichts wird ;-), dann insgesamt jeweils 3 Akkus für die Kamera und die Action Cam plus Ladeschale. 2 Akkus je Gerät hätten vollkommen ausgereicht, eigentlich einer, aber als Backup, wenn was kaputt geht sind es dann halt zukünftig jeweils 2 Akkus.
Das waren dann in Summe 433gr zuviel die ich unnötigerweise rumgeschleppt habe. Bei der Action Cam muss sich noch zeigen ob das meins ist, wenn nicht, kann ich das Gewicht plus Akkus auch sparen. Da ich keine Smartwatch habe und auch nicht anschaffen will, da ich davon ausgehe, dass das Teil ständig geladen werden muss und ich auf dem Kungsleden jetzt entschieden habe meine Touren nicht mehr (mit dem Handy) zu tracken, spart das auch ne Menge Energie auf dem Handy. Externes Garmin GPS SOS Gerät als Backup, allerdings das Große und Schwere, ist für mich indiskutabel.
Das Handy ist primäres Gerät zur Navigation, das Garmin ist dann ausgeschaltet, und da hält der Akku ewig. Der Sweetspot für mich sind all around 14-15kg, je nach Essen/Trinken und unnützen Büchern ist es dann auch manchmal mehr geworden. -
Tag 3 – Viterskalet Wildzelten – Syterskalet
Wieder früh raus, denke gegen 6 gestartet, wollte der erwarteten Tageshitze entgehen. Landschaftlich ist das eine sehr schöne Ecke, keine Bäume, freie Sicht. Rechts und links Berge und im Tal geht man längs Richtung Syterskalet. Wobei das nicht ganz stimmt, da es nach ca. 5km dann nach links geht. Am Horizont konnte ich zuerst eine Struktur erkennen, die mein Ziel 1 für den Tag war, da wollte ich dann Pause machen. Auf dem Weg dorthin sah ich links einen jungen Mann zelten, der außen vor dem Zelt saß und auf einmal mit seiner Hand irgendwohin auf meiner rechten Seite hinwies. Als ich mich dann umdrehte sah ich einen einsamen Elch dort langlaufen, das war meine erste Begegnung dort. Da ich davon ausgegangen bin, dass das keine Seltenheit in Schweden ist, bin ich einfach stehen geblieben und habe nur geschaut und kein Photo gemacht.
Nach kurzer Zeit bin ich dann weiter gegangen. Als ich bei der Struktur angekommen bin, stellte sich heraus, dass es sich um eine Notfallhütte samt externem Plumpsklo handelte. Diese war ca. in der Mitte der beiden Hütten, also 6km von denen entfernt. Ich fand das am Anfang etwas seltsam, da mir 6km nicht so lang vorgekommen sind, aber nach einem Gespräch mit einem Hüttenwart sagte man mir, dass das Wetter hier schnell umschlagen und daher auch gefährlich werden kann. Nach meiner Pause bin ich dann weiter und habe, nein, eigentlich hat Mattesch mich gesehen, mich kurz mit ihm unterhalten. Er war wildzelten, das Zelt war ca. 5m links vom Weg entfernt und ich habe ihn überhaupt nicht bemerkt. Er meinte, dass er zu viel Essen dabeihätte, also das Gepäck zu schwer sei. Er war gerade dabei eine Vitamin C Tablette in sein Wasser zu geben, ich war kurz neidisch, da ich auch Bock auf etwas Kühles mit Geschmack hatte. Normalerweise schmeckt mir, gerade kühles gefiltertes Wasser nach einer Zeit lang beim Wandern ausgesprochen gut und brauche dann eigentlich auch nichts anderes. Außer meine Belohnung mit Zucker dann am Ende des Tages.
Egal, ich bin dann kurze Zeit später weiter gegangen und hatte mir als Tagesziel Syterskalet vorgenommen. Auch wenn es wieder mal ein kurzer Tag werden sollte, ich war körperlich noch nicht drin, es eindeutig viel zu warm, ich hatte genug Urlaub für den Trip im Gepäck, insgesamt 5 Wochen, also wozu rushen?
Um auf das Areal mit der Hütte zu kommen musste man eine Hängebrücke überqueren, davor war ein etwas breiterer Fluss mit stark fließender Strömung, hieß also, kühles Nass, was erstmal eine schöne Vorstellung war. Nach dem obligatorischen Gang zum Hüttenwirt und der Frage nach Getränken musste ich dann feststellen, dass nur jede 2. Hütte Essen und Trinken zum Verkauf anbieten, also keine Getränke. Was relativ schnell aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass hier sehr, sehr sehr viele von diesen Bruums rumflogen. Und diese Viecher sind echt die Pest. Das sind Riesenteile, die, wenn Sie eine Stelle auf Dir finden, reinbeißen, was weh tut und anschließend auch blutet. Ich erwähnte die steile Lernkurve. Ich fand beim Wandern bei diesen Viechern heraus, wenn ich mit meinen Trekkingstöckern vorne und hinter Sie jeweils nach oben und unten kreuze, diese anscheinend davon beeindruckt sind und irgendwann von einem ablassen. Allerdings war das bei der Anzahl von Insekten dann teilweise doch nur bedingt wirksam. Ich habe dann den Hüttenwirt gefragt ob ich hier in der Nähe auch für lau wildzelten kann, und ohne, dass ich es wirklich erwartet hätte, war das möglich in ca. 50m Entfernung in einem Bereich wo kleine Birkenbäume standen. Ich konnte dort auch schon Menschen sehen, die dort zelten, das war natürlich wunderbar. Bäume=Schatten=angenehmer im Zelt mitten am Tag.Denn das war Plan A, Zelt schnell aufstellen, rein und mich vor den Insekten schützen und vor der direkten Sonneneinstrahlung schützen. Auf dem Weg zu meinem potentiellen Zeltplatz habe ich noch ein Pärchen getroffen, die gerade ihre Rucksäcke wieder gepackt hatten und dort vorher zelten waren. Ich weiß nicht mehr genau warum, aber ich habe die beiden gefragt, wohin Sie noch weiterwollten und war etwas erstaunt als der Mann dann sagte, dass Sie mit dem Hubschrauber rausfliegen. OK, dachte ich mir, da muss wohl Kohle vorhanden sein, da meines Wissens Hubschrauberflüge nicht ganz günstig sind und habe kurz überlegt ob das wohl irgendwelche Celebrities sein könnten. Aber da ich auf dem Gebiet eh absolut unwissend bin, bin ich dann einfach weiter gegangen. Nachdem ich dann mein Zelt erfolgreich zwischen kleineren Bäumen aufgestellt hatte und davon ausgegangen bin, dass zwischen den Bäumen tagsüber immer etwas Schatten dabei sein müsste wollte ich mir noch etwas Ambrosia gönnen, also ca. 800ml English Breakfast Tea mit Milchpulver und ner Menge Zucker. Ich war durstig. Das Wasser zu kochen ging auch irgendwie, obwohl bei jeder an derselben Stelle verbleibenden Tätigkeit immer eine Horde nervender Bruums und Mücken ankamen. Die Mücken konnte ich mit der Myggsalbe in Schach halten, die Riesenviecher aber nicht.
Nachdem dann der Tee im Titantopf fertig war und eh abkühlen musste bin ich dann zum Fluss. Denn der Hüttenwirt hatte davon geschwärmt, dass es dort eine Art natürlichen Pool gibt, der ca. 1m tief ist und das Wasser dort ruhig und ideal zum Baden wäre. Auf dem Weg dahin habe ich dann auch gesehen, dass er den gerade selbst in Anspruch genommen hat. Nachdem er dann fertig war, habe ich mich bis auf den Schlüpper ausgezogen, meine Sandalen an und bin auch reingegangen. Es war kühl, eigentlich herrlich kühl, aber für komplett rein, wars mir dann doch zu kühl. Einer meiner liebsten Buddys, des Waschlappen mitgenommen und damit Oberkörper und Kopf mit Wasser benetzt und dabei immer wieder aufgepasst, dass die Pferdefliegen auf Steroiden mich nicht erwischen. Nachdem ich dann den Kosten-Nutzen-Faktor abgewogen habe zwischen Kühlung und gebissen werden, habe ich mich dann wieder in Richtung meines Zeltes aufgemacht, den Topf mit Tee außen an das Moskitonetz gestellt um später von Innen drauf zugreifen zu können und dann schnell rein mit möglichst wenig ungebeten Gästen von außen. Das hat im Großen und Ganzen auch ganz gut geklappt. Was ich schon häufiger bemerkt habe ist, dass Viecher die einen eigentlich stechen oder beißen wollen im Zelt, zu mindestens in einem so hellen mit DCF-Haut, häufig an die Innenseite fliegen in Richtung Helligkeit und einen dann zufriedenlassen. Nicht das ich mich deswegen beschweren wollte, aber so ganz verstanden habe ich das Verhalten nicht, denn es war tagsüber und draußen ja eigentlich genauso, wahrscheinlich sogar etwas heller.
Wieder alles bis auf die Unterbuxxe ausgezogen, die Apsiden seitlich waren hochgekrempelt, ich hatte mir etwas Luftzug davon versprochen und dann mit dem Rücken auf die Thermarest drauf. Es war warm und mein Rücken nach einiger Zeit klitschnass, Luftzug war eher marginal vorhanden. Aber, Viecher draußen. Ich werde hier mal ein Video hochladen was ich von Innen aufgenommen habe um zu zeigen wie diese Viecher aussehen. Was ich mich an der Stelle gefragt habe ist, ob die, weil diese Hitze in dem Bereich von Schweden eher ungewöhnlich ist, einfach absolut überdrehen. Denn wenn die niemanden zum Beißen haben, wo bekamen die ihre Energie her, ständig in vollem Karacho durch die Gegend zu fliegen, und das über einen wirklich langen Zeitraum. OK, es könnte sein, dass ich da einem Irrtum aufliege und nicht dasselbe Vieh zurückkommt, sondern wie im Staffellauf die sich mit ihren Kumpels oder Kumpelinen abwechseln, who knows? Nun lag ich also im Zelt, zwar geschützt von den Attacken, aber mir dämmerte langsam, dass ich das nicht die ganze Zeit durchziehen kann, denn ich war durstig und hätte zum Fluss gemusst um Wasser für meinen Cnocbeutel zum Filtern zu bekommen. Diese Tatsache arbeitete eine zeit lang in meinem Hirn und irgendwann war ich dann soweit um es einfach in den Angriff zu nehmen und dann bin ich wieder raus in Richtung des Flusses.
Und siehe da, ganz in der Nähe sah ich Mattesch, der auch gerade Wasser gefiltert hat. Ich zu ihm hin und gefragt ob er eventuell etwas von seinen Vitamin C Tabletten abgeben würde und dankenswerterweise hat er mir 5 gegeben. Das war dann meine Feuertaufe, wo ich den Cnocbeutel mit ca. 1.5 l Wasser aus dem Fluss vollgemacht habe, eine Tablette rein, kurz gewartet und dann das köstlich kühle Nass mit Zitronenaroma in mich einverleibt habe. Beim Filtern war am Anfang noch das Problem, dass mein Sawyer, vermutlich wegen Kontakt zu unter 0 Grad sehr lange gebraucht hat das Wasser zu filtern und dann das Wasser halt nicht mehr so herrlich kühl war. Und ich wollte kühles Wasser. Nachdem ich mich bei Mattesch bedankt und ihm alles Gute für seine Wanderung gewünscht hatte, er wollte noch weiter den Tag, bin ich dann zurück ins Zelt und hatte nun zu mindestens für eine zeit lang etwas zu trinken. Ich beobachtete meinen Magen, wegen dem ungefilterten Wasser und hatte am Anfang den Eindruck, dass sich da etwas bemerkbar machen würde, aber es lag wohl nur am zu schnell kalten Wasser trinken.
Nach einigem Dösem kam mir ein Gespräch von den vorherigen Zeltern hier auf dem Platz wieder ins Gedächtnis, dass es weiter in die entgegengesetzte Richtung der Hütte, ca. 10-20m von meinem Standort entfernt einen Bereich gab, der noch etwas höher und exponierter war und damit mit Wind versehen. Wind bedeutet in der Regel weniger Viecher und natürlich auch mehr Abkühlung. Warum auch immer, es gab gefühlt Zeitfenster, da waren die Viecher vor meinem Zelt weniger. Ob Sie eingesehen haben, dass Sie gegen mein Moskitonetz nichts ausrichten können und ich damit unerreichbar, keine Ahnung, aber ich nutzte so einen Augenblick um mich aus dem Zelt zu schleichen und mich in Richtung dieses sagenumworbenen Platzes zu machen der Kühlung und weniger Viecher versprach. Als ich dann dort ankam konnte ich erstmal Beides bestätigen, wobei hier angemerkt sei, dass die Viecher anscheinend Späher unterwegs haben, die dich dann trotzdem aufspüren und ihren Kumpels Bescheid sagen, damit die auch einen Happen von Dir bekommen. Übrigens am Rande, was ich mich bei diesen ganzen Moskitos gefragt habe bezüglich der Evolution, ich hatte ja am Anfang noch im Hüftbereich noch Wohlstandspolster, ich war nach Neuseeland natürlich nicht mehr so aktiv. Es wäre doch ein Win Win für Beide, wenn die Mücken statt Blut einfach an das Fettpolster rangehen würde. Ich meine Energietechnisch kann es doch nichts Besseres geben. Aber gut, ist halt nicht so, muss man das also durch körperliche Ertüchtigungen regeln.
Kurzerhand dann umgezogen von meinem Birkenplätzchen in das offene und ungeschützte Areal. Nachdem dann mein Cnocbeutel leer war, wieder Wasser geholt, aber diesmal gefiltert in die Wasserflaschen, den Tee noch getrunken und dann irgendwann ab in die Heia Popeia.Video hochladen geht anscheinend nicht, daher nur Bilder.