Also erstens, schließe ich mich denen an, die sagen, nimm das hier alles nicht so ernst.
Aber ich finde die 5Kg „Regel“, ziemlich prima.
Als Einsteiger, vor ca. 4 Jahren, hat es mir geholfen, eine imaginäre Zielmarke zu haben.
Bin im ersten Jahr mit 6,5 Kg Baseweight gestartet und es hat nur ein Jahr gedauert, bis ich die erste ein wöchige Tour mit um die 5 Kg hinbekommen habe.
Jetzt bin ich gerade unterwegs zum Mont-Ventoux in der Provence, und werde ihn in ungefähr einer Woche umrunden.
Nachts sind Temperaturen von um die 10-12 Grad zu erwarten und Tags angenehme 20-23 Grad.
Da ist es natürlich leicht, leicht unterwegs zu sein.
Mein Baseweight ist auf dieser Tour 3,8 Kg, nur auf dem Rücken, wohl gemerkt. Das hätte ich nie erreicht, wenn ich nicht auf das alte Forum gestoßen wäre und wenn ich nicht diese 5 Kg Marke vor Augen gehabt hätte.
Noch etwas zu den Gründen, warum ich UL unterwegs bin.
Es wird hier immer nur davon gesprochen, das, wer leicht unterwegs ist, schneller und weiter kommt…
Das trifft auf mich nicht zu.
Ich gehe, egal mit welchem Gewicht auf den Schultern, maximal 25 Km am Tag. Häufig auch nur 15Km… Ich brauche keine sportlichen Wettkämpfe, weder mit anderen, noch mit mir selbst.
Ich will möglichst bequem, oder angenehm, meine Touren machen. Und am angenehmsten ist es, wenn man seinen Rucki fast gar nicht merkt. Inklusive Food, Medikamenten etc… komme ich auf mal gerade 6,8 Kg. Morgens, mit 1,5 Litern Wasser. Im Laufe des Tages wird der Ruckie ja sogar noch leichter. Hatte ernsthaft überlegt, mir meinen Helinox Chair mit zu schleppen, wegen der Bequemlichkeit. Aber da obsiegte wieder der Gedanke, das ich den dann, mit rund 0,5 Kg, durch die Berge schleppen muss… Nee danke! Bin gespannt, ob und wie häufig, auf meiner Runde um den Mont-Ventoux, Bänke vorhanden sind, auf die ich meinen Astralleib niedersetzen kann. Ich mache gerne viele und lange Pausen.
So, viel geschwafel um den heißen Brei, mir geht es um möglichst wenig Gepäck, weil ich einfach Faul bin, hahahahaha!