Trinkt ihr Alkohol unterwegs und wenn ja welchen und wie transportiert ihr ihn?

  • RaulDuke 16. März 2025 um 06:31

    Hat den Titel des Themas von „Trinkt ihr Alkohol unterwegs und wenn ja Welchen und wie transportiert ihr ihn?“ zu „Trinkt ihr Alkohol unterwegs und wenn ja welchen und wie transportiert ihr ihn?“ geändert.
  • Trinkt ihr Alkohol unterwegs und wenn ja Welchen und wie transportiert ihr ihn?

    Ich fange einfach mal an.

    Im Sommer, bei warmen Temperaturen, habe ich nichts an Alkohol dabei.

    Aber im Frühjahr und Herbst, nehme ich meistens Likörchen mit, aber nicht so Kram, wie „kleiner Feigling“ der unter 20% Alkohol hat und wie ein Chemiewerk schmeckt, sondern eher Liköre über 30% Alkohol, wie z.B. der „Fireball“ Whiskey/Zimt Likör.

    Den gieße ich dann 1/3 bis 1/2 Schnaps, mit heißem Wasser auf.

    Gibt eine Art Grog, schmeckt und wärmt recht ordentlich!

    Geht auch hervorragend mit „Irish Mist“, einem Whiskey Honig Liokör.

    Jegliche Kräuter Liköre gehen auch fantastisch.

    Angefangen mit „Averna“ und endend mit „Benedictine“.

    Letztere schmecken am besten, wenn noch, zusätzlich zum heißem Wasser, ein spritzer Zitrone oder Limette hinzugefügt werden.

    Hat man beim Wandern natürlich eher nicht dabei, aber das schmeckt auch hervorragend ohne!!

    Jetzt kommt ihr…

  • Rotwein: entweder im 3 Literschlauch mitgenommen oder aus einer Flasche abgefüllt in eine PET (wenn ich an einem Supermarkt vorbeikomme).

    Whisky: abgefüllt in eine PET, mische ich auch manchmal in den Tee, den ich abends im Camp trinke.

  • Gar keinen, das behindert meine Regeneration, außer natürlich die Tour unterfordert mich - dann kann ich es mir so schwerer gestalten.

    Das dann mit einem 60%+ Rum, der lässt sich gut verdünnen. Dies dann in einem billigen Kunststoff Flachmann, wo mal billiger Fusel drin war ☺️

    Unterwegs schnapp ich mir aber gerne ein alkoholfreies Weizen.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Ich trinke eigentlich nur im Nachtleben (sehr selten geworden ;)) oder am dörflichen Lagerfeuer (selten) Alkohol. Dann gerne durchaus viel. Somit nehme ich alleine beim Wandern nie etwas mit. In der richtigen Konstellation habe ich aber schon mitgeholfen, literweise Rotwein durch die Bergwelt zu schleppen, ohne es zu trinken :)

  • Ouh, unser Kryptonit. Zu den UL-Sünden gehört bei mir ein ordentliches Picknick mit Decke (Double-Use als Handtuch) und kleinen Bechern ohne Henkeln für Rotwein, der in eine 0,75L Wasserflasche umgefüllt wird. Auf dem GR221 hatten wir uns ganz am Anfang zwei Glas-Espressotassen geschnorrt...

  • Früher hatte ich einen Edelstahl Flachman dabei, bin mittlerweile aber auf 250ml PET umgestiegen. Nehme klaren Schnaps mit, zB Plaume oder Kirsche, im Ausland gerne was das Land her gibt. Hat in Norwegen letztlich Aquavit mit zB.

    Nach einem langen Tag am Rande meiner Kräfte habe ich mal festgestellt, dass ein kräftiger Schluck einem nochmal gut eine Stunde weiteres Gehen bescheren kann, war sehr überrascht über die pushende Wirkung.

    Gipfelschnaps ist hingegen oft eine doofe Idee, man muss dann ja wieder runter....

  • Hatte ja auch nach dem „wie transportieren“ gefragt und bin selbst gar nicht darauf eingegangen…

    Ich nehme den Stoff immer abgefüllt in Plastik Flachmänner (mehrere) mit, in denen vorher Fireball drin war.

    Gab da letztes Jahr mal ein Sonderangebot bei Lidl.

    Übrigens, um Grog zu machen, braucht es ja heißes Wasser, Zucker und Fusel.

    Wer keinen Likör mitnimmt, kann sich natürlich auch zu Hause schon seinen Likör selber herstellen.

    Ganz einfach seinen bevorzugten Stoff mit Zucker oder Honig mischen, ordentlich schütteln um den Zucker/Honig aufzulösen, fertig!

  • Auf dem Habichtwaldsteig bin ich damals mit nem Kumpel gewandert, der ein Alkoholproblem hat, der hat täglich in einem Supermarkt 1-2 Flaschen Rotwein gekauft und die in Softflaschen umgefüllt.

    Das war dann abends immer feuchtfröhlich auf den Trekkingplätzen, denn ich habe ihm beim Wein geholfen und er mir beim Grog!

    Da ich nie Hangover habe und nie Extremtouren mache, kollidiert der Alkoholkonsum zum Glück nicht mit der Regeneration.

  • Glücklicherweise komme ich auf Tour auch ohne Alkohol klar, daher kommt Alkohol höchstens als Brennstoff in den Rucksack. Das ist dann UL durch weglassen. Umfüllen muss ich auch nicht.

    Das heißt jetzt aber nicht dass ich gar nichts trinke. Bei einer Nacht in einem Dorf oder einer Hütte probier ich gerne die lokalen alkoholischen Spezialitäten

  • Als wir 2023 los zum Skye Trail sind, haben wir in Edinburgh extra noch einen Stop bei Cadenhead's eingelegt. Wir durften ein bisschen probieren und haben uns eine kleine Flasche Whisky abfüllen lassen, die wir in die Platy Preserve umgefüllt haben. Stilecht haben wir abends aus den Titan-Töpfen ein Schlückchen genossen, am ersten Abend vorm Feuerchen waren es wohl sogar zwei. ;)

    Nach Abschluss der Tour hab ich in einem Trödelladen in Inverness einen wunderschönen alten Flachmann gefunden. Den konnte ich einfach nicht nicht mitnehmen! Weil der natürlich auch benutzt wurden musste, kam er anschließend mit auf den Forststeig. Diesmal Whiskey (mit e!). In der Schultergurttasche wohlgemerkt, da der Deckel nicht ganz dicht war. Gab's immer lecker was zu riechen. :D

    Die 95g Luxusgut wurden selbstverständlich im Lighterpack vermerkt!

  • Strohrum! in einem kleinen Plastikschraubfläschchen. Und genügend Teebeutel als Flüssigkeitsgrundlage. Das ist immer dabei .

    Dazu im Sommer jeder Biergarten, der darum bettelt mitgenommen zu werden.

    So kommen meist nur 15-25km am Tag zusammen. Aber lustig ist es immer.

    Beim Paddeln in Schweden gibt es bei uns eine seltsame Tradition, die ein schlechtes ökologisches Gewissen mit dem Grusel von Anti-UL vereint:

    Dosenbier mit 3,5 Prozent für das abendliche Lagerfeuer. Ich glaube das heisst Norrlands Güld.

    Weil, Dosenbier macht schlau.🥸

  • Mitnehmen eher nicht egal welche Jahreszeit. Dann eher was sich im Supermarkt am Trail befindet also regional vllt wenn ich Lust habe. Meist am Abend vor oder am Zero. Da ich oft/immer früh starte hindert es oft meinen Schlaf da ich überwiegend Bier trinke dann also oft raus und im Gepäck schwer

  • Im Supermarkt erwische ich mich immer wieder dabei, dass ich nachgucke, ob es diese Mini-Fläschchen auch in Plastik gibt. Gibt es aber nicht (mehr?). Und schon deshalb kauf ich nie eines.

    Manchmal habe ich so ein kleines, seit Jahren gehütetes Jim-Beam-Plastikfläschchen mit ein bisschen Rum für den Tee dabei. Um ihn dann wieder mit nach Hause zu tragen, weil Tee allein doch gelangt hat.

    Bei dem Fireball-Angebot, von dem RaulDuke immer schreibt, hab ich auch zugelangt. Aber nur einmal, eine Packung. Und selbst davon ist auch noch was übrig.

    Mit anderen zusammen wandernd kann es passieren, dass am ersten Tag eine Platypus-Flasche zweckentfremdet ist: Rotwein oder Glühwein.

    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

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