Beiträge von dermuthige

    Mein Cumulus X-Lite 300 mit hydrophober Daune hat eine Menge Loft verloren und dringend eine Wäsche nötig. Da 1) ich keinen Trockner habe und mich an das Selberwaschen von hydropher Daune nicht herantraue und 2) das OST Berichten zufolge keine hydrophobe Daune annimmt, habe ich nun bei Cumulus direkt nachgefragt:

    Waschen und Kontrolle kosten weiterhin 39 € und sie melden sich, falls extra Daunenfüllung notwendig wird.

    Ich werde meinen Schlafsack einschicken und melde mich gern mit Updates.

    Wenn das System Hüfttasche funktioniert und an sich nur leichter werden soll, würde ich über MYOG oder Auftragsfertigung nachdenken. Da könnte man aus zwei Taschen schonmal eine machen und leichtere Materialien verwenden.

    Was Balance angeht, vielleicht könnte man dann auch vorne ein klein wenig Gewicht unterbringen? Eine große Tasche kommt natürlich in die Quere der Beinbewegung, aber eine kleine an den Körper gerundete Rolle auf Hüfthöhe könnte vielleicht Platz für Essen bieten, oder auch etwas leichtes wie eine Puffy.

    Dann würde man die Hüfttasche vielleicht nicht vorne, sondern seitlich fest schnallen.

    Keine fertige Idee, aber vielleicht food for thought. :)

    Der Text ergibt im Kontext schon Sinn: "mit ausreichen Dehnungsvermögen für die Belüftung deiner Unterarme" gehört zusammen, nicht bloß "Gummizug [...] für die Belüftung", wie nats bereits sagte. Das ändert durchaus den Kontext, insbesondere im Zusammenspiel mit dem Bild: Ja, ein enges Bündchen verhindert die Belüftung – und genau deshalb machen sie den Gummizug dehnbarer. So ist das Bündchen einfacher und weiter mit den Fingern zu öffnen, was dann ein wenig Belüftung ermöglicht. Ob das nun zu ausreichender Belüftung führt, ist eine andere Frage. Aber ich finde schon, dass sich die werbetextende Person da Gedanken gemacht hat. :)

    Das Argument mit den sich vielleicht dehnenden Nähten finde ich deshalb durchaus bedenkenswert.

    Nun ja, das bezieht allerdings auf Ziehen mit ganzer Kraft. Bloß einen Rucksack vollzustopfen ist noch was anderes 😄

    So ganz abweichend find ich meine Meinung aber nicht? Dan Durston z.B. meinte doch auch, gut für Rolltops und Packsäcke, aber vielleicht nicht Rucksack-Hauptmaterial.

    Allerdings: Mein Gefühl sagt, Dan spricht ebenso wie ich eher von größeren Rucksäcken, wo z.B. die Nähte der Hüftgurte auch eine große Last abkönnen müssen. Der kleine Nero Classic ist da vielleicht nicht so fordernd.

    (Auch wenn dieses genauere Einordnen dir vermutlich auch nicht viel hilft. 😄)

    Nimm Ultra 100 X.

    Zu Ultra TenX gibt es bisher erstaunlich wenig Informationen und auch wenig Erfahrungsberichte. Es sieht optisch sehr aus wie ein Rebranding von Ultra 80 X (wenn auch etwas stärker der Grammatur nach). Ultra 80 X habe ich für meine Kamerataschen getestet und mich erstmal dagegen entschieden, es in mein Sortiment aufzunehmen – die Nähte lassen sich durch Zug deutlich einfacher weiten als bei Ultra (100 X, 200 X, etc).

    Ultra 100 X hingegen hat sich mittlerweile bewährt. Das Grau (ich vermute Glacier Grey) finde ich wirklich schön, ist eine meiner liebsten Ultra-Varianten. Persönlich würde ich für einen Rucksack schon auf 200 X setzen, 100 X ist da schon eher das Mindeste. TenX sehe ich eher für Outdoor-Accessoires. Falls es wirklich stärker als das 80 X ist, vielleicht ein passender Stoff für meine Kamerataschen, mit der man ja eh eher pfleglich umgeht. Aber nicht für den Rucksack, den ich eher durch die Welt werfe, zerre und schleife.

    Edit: Mehr zu TenX von Reddit, mit Input von Zpacks und Durston
    Edit: Hier im letzten Bild das Datasheet zu TenX

    caficon Danke für die Erwähnung!

    Was ich brauche: man kommt schnell ran, im Regen ist es geschützt. es darf nicht so rumklappern. Objektiv und Kamera sind gut gepolstert. Eventuell so eine Art HipBag...

    Sobald es mehr als nur die Kamera wird, gibt es an leichten gepolsterten Fototaschen nicht viel – genau der Punkt, warum ich angefangen habe, meine Taschen zu entwickeln. Daher erlaube ich mir mal die Links zum Leichtmut Roamer (leicht, minimalistisch) und Leichtmut Slinger (schwerer, alltagstauglicher). :)

    Ansonsten gibt es natürlich viele ungepolsterte UL-Taschen.

    Die Entwicklung hab ich hier im Forum mal vorgestellt, hat sich seitdem fleißig weiterentwickelt.

    Wie gut sich das auf dem Fahrrad schlägt? Würde mich über den Austausch zu Befestigungsmöglichkeiten freuen ^^ Aber ist mit Straps als Hüfttasche definitiv denkbar – ein etwas breiterer oder gepolsterter Gurt wäre für lange Strecken womöglich komfortabler!

    Weiterer Game-Changer bei mir bei der Suche nach einem gut sitzenden Rucksack: die Rückenlänge gekonnt ignorieren und ein gutes Stück länger wählen als empfohlen, dann ist Schluss mit dem ständig hochrutschenden Hüftriemen, aber das wäre nochmals ein anderes Thema

    Zu dem Thema: Wär cool, wenn alle Hersteller klar beschreiben würden, wie sie die Rückenlänge in der Konstruktion ihres Rucksacks verstehen. Denn sobald man hier andere Vorstellungen oder Präferenzen hat, passt es einfach nicht mehr. In Zeiten (und der Nische), in der wir Rucksäcke hauptsächlich online kaufen, wäre das sehr hilfreiche Transparenz.

    Ich arbeite mit Leichtmut (meiner Ein-Personen-Manufaktur) auch an einem Rucksack, den ich ausschließlich individuell auf Rückenlänge und Hüftumfang angepasst fertigen möchte. Aber selbst das muss nicht immer treffsicher sein, wenn das Verständnis der Rückenlänge und der gewünschten Höhe, wo der Hüftgurt aufsitzt, auf beiden Seiten nicht gleich ist. Damit das funktioniert, muss die eigene Konstruktion klar beschrieben sein, um die Maße entsprechend anzupassen.

    Vermutlich reichen die beiden Maße allein auch gar nicht aus. Anderer Körperbau = anderer perfekt sitzender Rucksack in vielen Details. Das merke ich schon an einem ganz simplen Beispiel: Eine auf meinen eher schmalen Körperbau angepasste Konstruktion wird bei einem deutlich kräftigeren Körperbau schnell eng. Die "Tiefe" der Schulter (von hinten bis vorne) würde idealerweise die Länge der Schultergurte beeinflussen, damit z.B. Schultergurt-Taschen immer auf einer guten Höhe sitzen (eine "tiefere" Schulter benötigt längere Gurte als eine sehr schmale Schulter).

    Und vielleicht noch die Geschlechter-Frage dazu?

    100 %! Da habe ich auch noch viel zu lernen und zu berücksichtigen. Bisher teste ich meine Konstruktionen auch hauptsächlich an mir selbst, das hat eindeutig Grenzen.

    Die Theorie sagt: Es gibt kein "one size fits all" oder "one construction fits all". Dennoch bieten die meisten Manufakturen nur eine Konstruktion an, mit Abweichungen nur in Hüftumfang und Rückenlänge. Vermutlich sind die Rucksäcke damit für die große Masse gut genug, aber im Einzelnen doch nicht perfekt.

    Wenn man ins Detail geht, wird so ein Rucksack-Design überraschend schnell komplex. Man könnte auch sagen, die Korpus-Maße des Rucksacks (Höhe/Breite/Tiefe) sollten abhängig von der Rückenlänge gewählt werden. Ein kleiner Korpus bei langer Rückenlänge muss höher und dafür weniger tief gebaut werden, um ausreichend Höhe für die Rückenlänge und zusätzlich nach oben versetze Load-Lifter zu erreichen. Ein großer Korpus bei kurzer Rückenlänge sollte vielleicht eher kürzer und dafür breiter (und/oder tiefer) gebaut werden, damit die Last nicht über der Kopfhöhe wackelt, sondern nahe am Rücken konzentriert bleibt.

    (Ich hab wohl viele Gedanken zum Thema Rucksack-Konstruktion). ^^

    Hm, würde es nicht reichen einfach den Schultergurt etwas lockerer zu machen und das Teil würde sich "um die Schulter schmiegen"?

    Der Rucksack hat ja einen Hüftgurt und der Abstand zwischen Hüftgurt und Schultergurt ist fix. Machst du die Schultergurte lockerer, kippt der Rucksack einfach nach hinten. Du könntest maximal einen für eine kleinere Rückenlänge kaufen. Bleibt aber das Problem, dass auch dann der obere Teil des Rucksacks eher nach hinten kippt und du ohne Load-Lifter nicht korrigieren kannst.

    Ich verstehe, was du meinst. Das Beispiel aus deinem Bild finde ich auch blöd. Besser wäre, wenn der Schultergurt sich auch hinten noch nach unten um die Schulter schmiegt, um die Last besser zu verteilen.

    Ich sehe gerade: Dein Bild stammt vom Wapta 30. Ja, find ich auch doof. Der hat aber auch keine Load-Lifter. Ist das der Ursprung des Problems? Ich kann mir vorstellen, dass wenn der Schultergurt-Ansatz tiefer säße, der Rucksack sich weiter nach hinten lehnen würde. Als Kompromiss scheint daher der Schultergurt-Ansatz nach oben versetzt.

    Wenn ich mir hingegen z.B. den Durston Kakwa 55 mit Load-Liftern anschaue, schmiegt sich der Schultergurt durchaus um die Schultern. So sind nach meiner Beobachtung viele (oder nur einige?) andere Rucksäcke gebaut, wie zum Beispiel von AtomPacks.

    Aus meiner Beobachtung hilft für einen Rucksack, der wie beschrieben anliegen soll, dass er ein Tragegestell mit Hüftgurt, Frame und Load-Liftern hat. Die gemessene Rückenlänge muss im Abstand zwischen Hüftgurt und Schultergurten/Load-Liftern so berücksichtigt sein, dass das obere Ende der Rückenlänge (also die Schulter) über dem Ansatz der Schultergurte und unter den Ansatz der Load-Lifter sitzt.

    Dabei müssen sich Rucksack und Person einig darüber sein, wie genau die Rückenlänge zu verstehen ist und wie sie im Rucksack berücksichtigt ist. Das ist nicht bei allen Rucksäcken gleich. Etwa: Beginnt die Rückenlänge am oberen Ende des Hüftgurts, sodass der Hüftgurt die Hüfte seitlich umschmiegt, oder beginnt sie in der Mitte, sodass die obere hälfte des Hüftgurtes eher auf der Hüfte aufliegt?

    Ebenfalls wichtig: Load-Lifter erst stramm ziehen, sobald Hüftgurt und Schultergurte gut sitzen. Zieht man zuerst die Load-Lifter stramm, kann es dazu führen, dass man sie zu stramm zieht. Das kann die Schultergurte effektiv verkürzen und ihren Ansatz höher versetzen, sodass die Schultergurte sich eben nicht mehr sauber um die Schulter schmiegen können. Zieht man sie zuletzt stramm, können sie das Rucksackgewicht näher an den Rücken bringen und den Tragekomfort verbessern.

    Beim oben verlinkten Ultrastoff ist zu beachten, dass es sehr vorteilhaft ist, wenn man eine Kevlarschere hat

    Auf jeden Fall Kevlarschere! Wer viele Projekte mit dem Stoff umsetzt: Der mikroverzahnte elektronische Cutter von ExTex funktioniert wirklich sehr gut. Ist leider sehr teuer. Hab meinen glücklicherweise über Kleinanzeigen erstanden.

    Und ich finde ihn für Flaschentaschen fast zu nachgiebig.

    Ich würde hier mittlerweile einen Kordelzug einbauen. Um den Stretch zu haben, falls nötig, aber ihn auch einzudämmen, selbst falls der Stoff irgendwann ausleiert.