Der Quilt vs Schlafsack Anfänger Faden

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  • Hm, ja, bei Cumulus 300 / 450 ist das delta zwischen öffenbar und geschlossen unglaubliche 40g. Das könnte einem ein mehr an Flexibilität eigentlich schon wert sein. 🤔

    Und ich bin über das Video hier gestolpert wo der normale Quilt als Jacke verwendet wird:

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    Das geht nur mit öffenbaren, fand ich cool 🤩

    3 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (11. Februar 2026 um 17:45)

  • Ich habe gerade eine Tendenz den Cumulus 300er mit einem 50g overfill zu nehmen. Habe jetzt aber gelesen dass dies bei gut gefüllten Kammern kaum ein mehr an Wärme bringt sondern nur die Lebenszeit des Quilts verlängern kann. Hat wer Erfahrung mit Cumulus, ob die ab Werk so underfilled sind dass es das Wert ist? Vom Verhältniss Gewicht Daune zu Gesamtgewicht schneiden die Cumulus recht gut ab im Vergleich, was zum einen ein Kaufgrund für mich ist, mich zum anderen in die Richtung bringt, dass ein Overfill am Ende gar nicht notwendig wäre und man sich einen "von der Stange" kaufen kann. Was meint ihr?

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (11. Februar 2026 um 18:20)

  • Vom Verhältniss Gewicht Daune zu Gesamtgewicht schneiden die Gumulus recht gut ab im Vergleich, was zum einen ein Kaufgrund für mich ist, ...

    Genau das ist die Strategie, die hinter dem "underfill" steht. ;)

    Ich habe einen Comforter, (mit overfill) und einen Serien-Schlasack den ich wieder zurückgesandt hatte weil er mir zu wenig gefüllt und zu kurz war. (Bin 1-85)
    Der Einwand, dass ein Overfill bei richtig gefüllten Kammern keinen Wärmegewinn bringt, kann ich nachvollziehen. Nur habe ich seit Ewigkeiten keinen serienmäßig ausreichend gefüllten gesehen. Auch mein Versalite hätte etwas mehr Füllung gebraucht. Dabei hat er schon 50 g zusätzlich bekommen.

    wilbo
    28. Januar 2025 um 17:03
  • Genau das ist die Strategie, die hinter dem "underfill" steht. ;)

    Bin mir nicht sicher was du genau meinst, aber bei Cumulus sind eben im Vergleich zu anderen Herstellern recht viele Daunen pro Gesamtgewicht. (Ähnlich wie bei Western Mountaineering - sh Spalte Weight/Fill ratio hier, je näher du der 1 kommst desto mehr Daune haste drin, mit 0,65 biste recht gut dran)

    Aber ich verstehe dein Post, dass du einen underfill für eine gängige Praxis hältst, einfach um Gewichtstechnisch konkurrenzfähig zu sein, und du ein overfill immer empfehlen würdest

  • wenn 400g draufsteht ist das ja kein Underfill.

    Die Frage war nicht ob auch 400g drin sind, sondern wie "prall" die Kammern sind, und ob es Sinn macht mehr Daune rein zu packen um mehr loft zu erreichen. Sh link oben in post #22. 

    Wenn noch Platz ist in der Kammer, bringt mehr Daune einen Temperatur Mehrgewinn weil mehr Loft die Folge ist. Wenn Kammer eh schon voll, komprimiert man die Daune nur was nicht mehr Loft und damit keinen Wärmezuwachs bringt.

    Allerdings verstehe ich nicht was es dem Hersteller bringen soll, seine Kammern nicht ausreichend zu füllen, da das nicht-wärmende Gewicht der unnötig großen Kammer das Gesamtgewicht des Quilts, ohne wärmeverbesserung nach oben treibt

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (11. Februar 2026 um 20:14)

  • wenn 400g draufsteht ist das ja kein Underfill.

    Kommt auf die Kammergröße an. ;)
    Als Extrem-Beispiel verlieren sich 400 g nur auf 8 Kammern verteilt.

    Allerdings verstehe ich nicht was es dem Hersteller bringen soll, seine Kammern nicht ausreichend zu füllen, ...

    Für 80-90 % der User wird die Füllmenge ausreichen. Neu und trocken wirkt das Ganze recht ordentlich. Nach einiger Zeit hat man ein Ergebnis wie bei Zippi. Wobei es bei seinem Teil nur marginal war.

    Wenn man nicht länger als zwei Nächte am Stück unterwegs sein will, ist auch der Loftverlust bei hoher Luftfeuchte irrelevant. Kommt halt immer auf den Anwendungsbereich an ...

  • Mein Partner hat sich seinen Cumulus Schlafsack vor ein paar Jahren mit zusätzlichen 50g bestellt - sooo gemütlich fluffige prall gefüllte Kammern.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Cumulus, Pajak, Valandre...

    Ich habe die fast alle von der Stange gekauft.

    Bis auf den Cumulus Winterschlafsack, der bekam sofort Overfill.

    Der "3 JZ" bei der ersten Reinigung.

    Alle anderen bekommen ebenfalls einen Overfill bei ihrem ersten Kundendienst.

    Sollte ich mal wieder einen brauchen, wir der Overfill direkt bestellt.

  • Wenn noch Platz ist in der Kammer, bringt mehr Daune einen Temperatur Mehrgewinn weil mehr Loft die Folge ist. Wenn Kammer eh schon voll, komprimiert man die Daune nur was nicht mehr Loft und damit keinen Wärmezuwachs bringt.

    Richard Nisley hat auf BPL vor vielen Jahren ganz interessante Daten gezeigt nach denen overfill auch bei schon gefüllten Kammern noch bis zu einem relativ hohen Limit den vollen Wärmegewinn bringt https://backpackinglight.com/forums/topic/1…2/#post-1427673
    Relevant ist laut ihm die Menge der eingeschlossenen Luftkammern in der Daune, die bei höherer Dichte zunächst ebenfalls zunimmt, bevor erst bei ca. zweieinhalbfacher Loftmenge diese zerdrückt werden und dann nicht mehr helfen. Ob man es so weit treiben muss weiß ich nicht aber eine gewisse Menge overfill scheint mir seitdem sehr sinnvoll, wenn man sowohl baffle-Material spart als auch die Daune demit besser vor verrutschen schützt, ohne thermische Nachteile gegenüber höheren baffles zu haben,.

  • Auf deine Fragen gibt es so viele Antworten und Faktoren wie Sand am Meer:

    Quilt-Liebhaber, Schlafsackschwörer, 200g Daune passt, 450g Daune ist zu kalt, WM hat die einzig wahre Daune, Cumulus ist Kernschrott, dies ist zu schmal, jenes ist zu schwer, Außenstoff, Innenstoff, Befestigungssystem, Isomatte, Balaklava, Schlafklamotten, Loft, Rückenschläfer, Seitenschläfer, Draft, .. apropos Draft: Zenbivy gibt's auch noch.. oder die günstige Alternative von Rockfront)..

    Tatsächlich ist mMn der einzige Weg, es einfach auszuprobieren. Falls du merkst, es passt nicht, verkaufst du das Teil hier oder auf Kleinanzeigen wieder.

    Mein Fazit mit Quilt und Schlafsack: Quilt find ich toll - aber nur über der Frostgrenze und immer in der wide Version - dann habe ich genug Bewegungsfreiheit und wenig Draft. Fußbox geschlossen ist simpler und leichter, ich brauche sie nie offen. Befestigungssystem von EE funktioniert für mich gut.

    Unter 2-3 Grad nur im Schlafsack, hier der WM Megalite mit extra Daune. Genug Bewegungsfreiheit und ich liebe die Option, über Reißverschluss und Kapuze zu regulieren. Abends ist es oft milder .. nachts/morgens wird es kalt - dann ziehe ich den Reißverschluss hoch und die Kapuze zu und bin von Kopf bis Fuß in einem komplett geschlossenen, warmen Kokon .. egal, wie ich mich drehe.

    Zu deinen Produkten, beide hatte ich schon im Einsatz:

    Der Cumulus X-Lite ist super leicht, aber sehr schmal. Würde ich heute eine Nummer breiter nehmen. Reißverschluss in voller Länge und 5mm statt 3mm - der verhakt sich ständig im Stoff. Die 300er Version reichte mir bis 2-3 Grad da wurde es kühl. Die Kapuze ist minimalistisch.

    Wurde ersetzt vom EE Enigma 30f in wide

    Der WM Astralite ist auch ein gutes Produkt, bei mir aber schon beim Testen wegen des unausgereiften Befestigungssystems rausgeflogen.

    Wurde ersetzt vom Megalite.

  • Meiner Meinung nach haben die Entwicklungen der letzten Jahre Quilts technisch so weit gebracht, dass sie grundsätzlich in allen Temperaturbereichen funktionieren.

    Ein Meilenstein sind für mich Anti-Draft Pad-Attachment-Systeme. Wenn die Straps weiter innen am Q uilt angebracht sind (nicht direkt am Rand), wird der Quilt stärker um den Körper und unter ihn gezogen. Seitenzugluft wird dadurch faktisch eliminiert – jedenfalls bei sauberem Setup.

    Dazu kommt: Gute Winter-Quilts haben inzwischen ausgeprägte, daunengefüllte Wärmekragen. Bei sehr niedrigen Temperaturen funktioniert auch eine separate Daunenkapuze hervorragend – thermisch absolut auf Augenhöhe, und ich muss sie nicht immer mitschleppen, wenn mir auch eine Mütze reicht. Und mit passender Breite des Quilts und der Matte entsteht auch in Seitenlage keine Kältebrücke.

    Mein Neve Gear ist relativ weit geschnitten. In Kombination mit einer NeoAir kann ich die Knie anziehen, ohne dass Spannung entsteht oder sich seitlich etwas öffnet.

    Der einzige valide Punkt aus meiner Sicht: Wer sich extrem viel dreht, könnte mit einem Quilt eher an Grenzen kommen. Wobei man fairerweise sagen muss, dass sich ein Schlafsack dann komplett mitverdreht – und man schnell das „Wurstpellen-Gefühl“ hat.

    Ein offenes Fußteil ist bei solchen Temperaturen natürlich keine Option – das sollte konstruktiv geschlossen sein.

    Einen zwingenden Grund, bei Kälte noch zum Schlafsack greifen zu müssen, sehe ich ehrlich gesagt nicht. Für mich war der Wechsel eine Entscheidung, die ich eher zu spät getroffen habe.

    Eine offene Fußbox habe ich nie gebraucht, denn wenn mir warm ist, mach ich halt den oben ein Stück auf.

    Meine aktuellen habe ich bisher max. bei minus 11 Grad genutzt, meinen vorherigen Cumulus 450 bis zu minus 18 (natürlich dann mit Daunenjacke, Daunenhose etc.)

    xfoil.shop - gewerblich

    Einmal editiert, zuletzt von xfoil (14. Februar 2026 um 16:04)

  • Für 80-90 % der User wird die Füllmenge ausreichen. Neu und trocken wirkt das Ganze recht ordentlich. Nach einiger Zeit hat man ein Ergebnis wie bei Zippi. Wobei es bei seinem Teil nur marginal war.

    Wenn man nicht länger als zwei Nächte am Stück unterwegs sein will, ist auch der Loftverlust bei hoher Luftfeuchte irrelevant. Kommt halt immer auf den Anwendungsbereich an ...

    Toll, jetzt war ich gerade meine Daunen Paranioa los.... ;)

    Ich will schon mal mehr als eine Woche unterwegs sein. Und wenn es Tags 20°C hat weil die Sonne runter ballert, und es dann Nachts 5°C hat, hat man halt die Kondenshölle im Zelt, so viel kann man gar nicht lüften. Von 3 Tage Regen am Stück mal ganz zu schweigen. Oder wenn man mal wieder in Wolken schläft....

    Ich finde es ja schon auffällig, dass Leute wie z.B German Touristmit einem Apex Quilt rum laufen, z.B Zitat von hier, Kapitel "Sleeping Bag"

    Zitat

    I found down to become very unreliable. Any foggy night or wet tent wall would deteriorate its warming abilities and I never knew when I would be able to dry the bag again. It took me a long time but after several years of frustration with down I started using synthetic. The big downside of synthetic is its higher weight. But I could compensate it by changing from a full sleeping bag to a quilt.

  • Ich finde es ja schon auffällig, dass Leute wie z.B German Touristmit einem Apex Quilt rum laufen, z.B Zitat von hier, Kapitel "Sleeping Bag"

    Und Fr. Türmer ist ja auch nicht die einzige, die die Gewichtsstrafe so locker auf sich nimmt. Robert Klink ink als echter Gear Junky fällt mir noch ein. Auch hier im Forum sind immer Leute die selbstverständlich mit Apex los ziehen. (zB hier)

    Für 0-5°C bräuchte ich eine 200er Apex oder? Oder reicht hier der 167er?

    Von Hyberg gäbs zB den LONER APEX III Synthetic Quilt mit offiziellen 640g (M) und tComf bei 2°C/36°F. Grob 160g mehr als aktuelle mit Daune angepeilt (Cumulus Quilt 300)

    3 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (22. Februar 2026 um 09:34)

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