Beiträge von xfoil

    Und ich hab diesen Thread verpasst :) Auch über die Suche kann ich ihn nicht finden. Ja, xfoil ist die normale Variante, xfoil fly die mikroperforierte für Tarps und Co. Auch die xmat ist geschlossenzellig, also wasserdicht.

    Gibt es inzwischen eine leichte und simple Möglichkeit, um die Ecken etwas zu verstärken, damit man die Folie mal zum trocknen oder aus Wimdgründwn kurzfristig sicher fixieren kann?

    Oder sogar Eventuell auch um das Teil kurzfristig als Notfalltarp zu spannen bzw. Etwas abdecken zu können ohne das die Folie wegfliegt?

    Einen Blog-Beitrag zum Thema Abspannpunkte basteln findest du hier: https://www.xfoil.shop/post/abspannpunkte-befestigen

    X Foil ist nicht Wasserdicht da stark perforiert. Nimm lieber weiterhin Polycro.

    Bei dem Thema kann ich stundenlang ranten. Ich würde grob sagen, dass alles und nichts „Polycro“ ist. Wir benutzen die Bezeichnung nur, weil sie geläufig ist, halte aber absolut nichts davon. Gerade in US-amerikanischen und australischen Diskussionen ist damit häufig Fensterisolier- oder Schrumpffolie gemeint. Das beschreibt erstmal einen Verwendungszweck, aber keine eindeutig festgelegte Zusammensetzung oder Qualität. Selbst bei Duck gibt es unterschiedliche Ausführungen. Trotzdem wird das alles mit spezialisierten Folien wie XFOIL in einen Topf geworfen, als wären die Produkte austauschbar.

    Man kauft ja auch nicht einfach „Reifen“, sondern einen für einen bestimmten Einsatzzweck: Wenn ich einen Gravelreifen brauche, hilft mir kein Traktorreifen mit der Erklärung „ist doch auch Gummi“. Bei Folien scheint dagegen „ist doch alles Polycro“ als technische Einordnung zu reichen. Ob zwei konkrete Folien tatsächlich vergleichbar sind, zeigen aber erst Materialaufbau, Dicke, Flächengewicht sowie Reiß- und Durchstoßwerte – nicht das gemeinsame Schlagwort.

    Bestes Beispiel ist das Polycryo Tent Footprint von Gossamer Gear. Die bisherige große Version wird ausdrücklich als mehrlagiges, quervernetztes Polyolefin beschrieben: 183 × 244 cm, selbst nachgewogene 103,4 g. Im aktuellen Herstellershop heißt das Produkt weiterhin „Polycryo“, besteht inzwischen aber aus „PolyEarthylene“, einem biobasierten Polyolefin, und wiegt bei derselben Größe 168 g – gut 62% mehr. GG bestätigt den Materialwechsel, nennt dort aber weder die aktuelle Dicke noch vergleichbare Reiß- oder Durchstoßwerte; auch eine Quervernetzung wird nicht mehr angegeben. Stattdessen stehen Recycling und biologische Abbaubarkeit unter Deponiebedingungen im Vordergrund.

    Gleicher Name, geändertes Material, deutlich anderes Gewicht, und die Daten für einen vernünftigen Vergleich fehlen. Ich verstehe überhaupt nicht, warum kein Anbieter brauchbare technische Werte veröffentlichen. Bei diesen Folien kenne ich persönlich nur einen, der die Daten angibt, die ich für einen ernsthaften Vergleich sehen will. „Ultraleicht“, „extrem stabil“ und „Polycro“ sind jedenfalls keine Messwerte. Das gilt umgekehrt genauso für „speziell für Outdoor“: Auch das muss sich durch nachvollziehbare Eigenschaften belegen lassen.

    Und genau so entstehen diese endlosen Scheindiskussionen: Einer sagt, seine Fensterfolie sei genauso gut wie das Markenprodukt, ein anderer erklärt nach einem Ausfall sämtliche Foliengroundsheets für Schrott. Vielleicht beschreiben beide ihre Erfahrung völlig richtig, aber solange nicht klar ist, welche konkrete Folie sie benutzt haben, sagt das über andere Produkte herzlich wenig aus. Mich ärgert, dass Anbieter diese Unterschiede nicht sauber offenlegen und damit den Ruf der ganzen Kategorie beschädigen. Nennt das konkrete Material und liefert vergleichbare Daten, statt alles unter „Polycro“ zu verkaufen. Und ja, ich behaupte mit fester Überzeugung, dass xfoil genau das ist, was mit aktueller Folien-Technologie maximal leistbar ist, was Robustheit angeht.

    Verzeiht mir den langen Text, und ja, ich bin befangen, aber ich wollte das nicht so stehenlassen :)

    Ich habe eine Exped Flex 1.5R https://www.exped.de/de/produkte/sc…u=7640423641157. Stelle es mir schwierig vor darauf etwas fest zu kleben. Es können ja auch keine starren Haken oder Ösen sein, sonst kann ich die Matte ja nicht mehr richtig zusammenfalten. Warum keine Löcher? Wenn ich dort anstatt starrer Leinen elastische Kordeln durchziehe, ist die Belastung doch nicht so hoch, oder?

    Ich dachte an sowas wie hier: Quilt-Strap-Befestigung Allerdings habe ich nicht an die Oberfläche gedacht, dass macht das komplexer :) Das mit dem Loch kannst du probieren, ich kann es nicht einschätzen, welche Belastung auf dem Loch liegen wird (drehst du dich nachts viel, wie eng soll der Quilt anliegen etc.). Wenn dann würde ich das Loch aber noch verstärken, z. B. mit dünnem TPU oder robustem Gewebe). Wobei ich heutzutage nur noch auf die einfachste Variante setze, zwei verstellbare umlaufende Shockcord-Schlaufen, MYOG.

    Der simpLite ist länger, einfacher aufgebaut und schließt die Fußbox mit Druckknöpfen sowie außenliegendem Kordelzug; der eLite hat einen verstellbaren Hals-Kordelzug und eine dichter schließende Reißverschluss-Fußbox. Das glatte 10D-Nylon wird dabei nicht besonders „klebrig“ sein, aber wenn du die Oberkante leicht unter den Schultern beziehungsweise seitlich unterlegst, hält es normalerweise; bei viel Bewegung oder Wind ist der eLite-Halszug zuverlässiger.

    Bei gleicher APEX-Füllung ist die Isolation ähnlich, der eigentliche Unterschied liegt in der besseren Abdichtung und Einstellbarkeit des eLite, nicht in der Wärmeleistung.Das mit den Löchern in der Schaummatte würde ich nicht machen, aber du kannst mit den Clip durchaus darauf festkleben. Was für ein Schaumstoff ist es denn (davon hängt die Klebelösung ab)?

    Den eLite würde ich nur nehmen, wenn du später doch regelmäßig unter etwa 8–10 °C gehen oder maximale Zugluftsicherheit haben möchtest.

    Danke. Wieso sollte man auch unter "Produkte" suchen ;)

    Die Lieferung nach Österreich kostet aber 17,50. Ich wollt demnächst Mal bestellen, falls du mit magst bitte PN.

    Wir versenden nur per DHL (bisher die akzeptabelsten Erfahrungen, was die Qualität der Lieferung bei solch langen Packstücken angeht), leider ist das der Preis für Pakete über 60 cm ins europäische Ausland. Falls ihr aber einen Versender habt, der günstiger ist, dann schreibt uns gerne einfach per post@xfoil.shop, und wir machen es möglich. Kunden aus Übersee bzw. Asien nutzen auch Paketweiterleitungsdienste, da wir die xmat nur inenrhalb Europas versenden.

    Das Problem der kalten Seiten, weil die Matte zu schmal ist, war einfach nicht gegeben. Selbst mit locker übergeworfenem Quilt war das eine überraschend angenehme Nacht.

    Hey Wilbo, danke dir für dein Quasi-Langzeit-Feedback. Es deckt sich auch mit den anderen Rückmeldungen, die wir bsiher bekommen haben. Und ist auch ein Beleg dafür, dass R-Werte bei Schaumstoffmatten keine besonders verlässliche Quelle sind. Wir selber geben ja einen auf der Website an, der auf Grundlage der Wärmeleitfähigkeit berechnet wird (btw. ist diese ja auch quasi dieselbe wie bei EVA), weil einfach sehr viele Besucher nach dem Wert fragen.

    Ich bin in letzter Zeit nicht besonders aktiv hier, leider. Aber falls es euch interessiert, seit ca. 6 Wochen testen wir ununterbrochen verschiedene Herangehensweisen an das Thema Abspannpunkt / Folientarp. 4 Varianten sind seid mehreren Wochen aufgebaut, verschiedene LSE-Klebebänder, 3D-gedruckte Eckpunte, welche aus dem Laser-Cutter aus PETG, mit ShockCord und ohne, mit statischen / dynamischen Leinen abgespannt, stark und eher lose abgespannt etc., bisher bis zu Spitzenwindgeschwindigkeiten von 60 km/h. Unzählige zerstörte Abspannpunkte und Folien später kommen wir unserem Ziel näher, ein UL-Tarp-Bausatz für unter 20 € anzubieten, inkl. lasergeschnittenen Eckpunkten und entsprechendem LSE-Klebeband. 3 Aufbauvarianten sollen damit möglich sein, je nach Wetterlage, und es soll unter 100 g bleiben.

    Das Ganze wird sich bei unserem Zeiteinsatz niemals finanziell auszahlen (dafür ist das Thema viel zu nischig, und Vorbehalte gegenüber Folien sind groß, so wie gegenüber vielen UL-Materialien), aber es macht einfach super viel Spaß, sich mit Kreativität und Durchhaltevermögen dem Ziel zu nähern. Wir machen es einfach, weil wir Lust drauf haben.

    Und für wen? Puh, für alle die mal in das Thema Folientarps reinschnuppern wollen, die, die von einem >100 g-Tarp träumen, für FastpackerInnen, für die, die nur ein Not-Tarp für den Fall des Falles brauchen, die, die experimentierfreudig sind etc.

    Hier noch ein Blog-Beitrag für die, die sich die Abspannpunkte selber drucken wollen: https://www.xfoil.shop/post/abspannpu…-ponchos-und-co (da sind auch welche, die uns Kunden zur Verbindung empfohlen haben, z. B. für Ponchos).

    Das in aller Kürze

    Danke für den Entwurf, interessant. Ja, Weiterreißfestigkeit ist halt das Manko bei Folien. Es ist einfach superwichtig, Schnitte in einem Zug mit einem scharfen Cutter zu machen, um keinen Mikroriss zu bekommen. Dann kann auch ein Zug von knapp 30 kg (je nach Größe es Abspannpunktes) auf die Folie angewandt werden, ohne dass sie reißt.

    Manche Kunden nutzen ihren Induktionsherd (zwei Platten), um das (1m) Lineal auf Temperatur zu bringen :)

    Ach du ahnst es nicht, ob ich das meinem Herd antun will ich weiss nicht.

    Hilf mir, wo sollte das Problem für den Herd sein? Da wird ja nix zerkratzt oder so, wenn dann bestehr eher da Problem dass es nicht langsam und gleichmäßig genug erwärmt wird, oder was übersehe ich?

    Das Riesengebirge ist großartig, wünsche dir eine gute Zeit! Das Wetter dort ist schnell wechselhaft, oft windig und nass, und ein Tarp funktioniert nur gut, wenn du weißt, was du tust (Platzwahl, Aufbau, Windrichtung). Falls du dich für das Tarp entscheidest, wirst du in kürzester Zeit enorm viel lernen und am Ende vielleicht gar nicht mehr zum Zelt zurückwollen ;) Stelle dich auf Frust und eine Menge Lerneffekte ein. Wenn dich das nicht stört, probiere es einfach. Ich selbst besitze gar kein Zelt (nur ein sehr rudimentäres für Festivals) und bin klar subjektiv vorbelastet. Wenn überhaupt, würde ich es mit Hüttenübernachtungen verbinden – also diesen kleinen Schutzhütten –, um ab und zu einen kurzen Schutz zu haben.

    Wenn du es eher gemütlicher willst, greif zum Zelt – aber wer richtig draußen sein will, weiß, dass ein Tarp die kompromisslose Erfahrung bringt. Wenn du richtig Lust hast, dich da reinzufuchsen, kannst du das machen, du wirst zwangsläufig schnell lernen, aber die ersten Tage werden ziemlich ruppig. Meine Einschätzung ist: Wenn du entspannt unterwegs sein willst, nimm ein Zelt. Wenn du bewusst minimalistisch unterwegs sein und lernen willst, dann Tarp – aber erstmal auf kürzerer Tour (3–7 Tage). Ich selbst bin reiner Tarp-Nutzer, weiß aber ehrlich nicht ob ich für 30 Tage ohne Erfahrung direkt all-in gehen würde.

    Bei Titan und Edelstahl nutze ich kein Wasser bzw. Feuchtigkeit, sondern packe den Topf nochmal auf die Hitze, bis Fett wieder flüssig und dünn wird, und Brei/Soßen trocknen, und sich quasi selber vom Metall lösen. Dann noch mit etwas trocknem hinterher, das reicht meist. Geht bei beschichtet / Alu nicht. Wenn es angebrannt ist, dann kommen klein geriebene Brennnessel-Pflanzenstängel mit rein, die enthalten auch Saponine, und sind nicht giftig. Sonst kommt ein Zapfen zum Einsatz

    Inzwischen verkaufen wir über Partner-Shops ja auch in Japan bzw. Australien. Vor allem in Fastpacking-Szene in Japan sieht man öfter xfoil-Tarps. Takuya Uehira von ssaw hat auch eine Anleitung/Artikel für ein asymmetrisches Tarp gepostet. ich fand es vor allem interessant weil er für die Abspannpunkte einen 3D-Drucker nutzt.

    Vielen Dank für die weiteren Rückmeldungen und die spannenden Einblicke in eure Modifikationen! Es ist klasse zu sehen, wie die xmat in der Praxis – vom Schneetest bis zur Z-Faltung– performt.

    wilbo

    • R-Wert & Wärme: Die Einschätzung zum R-Wert nehmen wir gerne auf. Basierend auf der Wärmeleitfähigkeit des MPE-Materials von 0,0390\ W/m.K (EVA etwas niedriger mit 0.0394 W/m.K) kommen wir rechnerisch bei der 4 mm Variante auf einen R-Wert von ca. 0,6. In der Praxis spielt natürlich das subjektive Wärmeempfinden auf unterschiedlichen Untergründen eine große Rolle, ich finde geschlossenzelligen Schaumstoff subjektiv ebenfalls etwas wärmer. Der aktuelle Hinweis auf der Website zum R-Wert ist sehr klein, wir werden das prominenter und detaillierter platzieren.
    • Z-Fold: Durch die Rückmeldungen von KundInnen merken wir schon, dass dazu ein gewisses Geschick gehört, vor allem was Anpressdruck bzw. -dauer angeht. Wir haben überlegt dafür kleinere Stücke xmat bereitzustellen, wo man ein wenig vorab probieren kann. Dass die thermische Verformung hier so gut funktioniert, ohne die Zellstruktur zu schwächen, macht die Matte erst richtig vielseitig.

    Sevenfifty

    • Das Bild vom ungeschmolzenen Schnee ist eine starke Visualisierung der Isolationsleistung. Es bestätigt schön, dass das Material die Körperwärme sehr effektiv reflektiert bzw. hält, anstatt sie in den Boden abzuleiten.

    Der Hinweis zur einfachen Reinigung ist wichtig. Durch die geschlossenen Zellen zieht kein Schlamm ein, was die Matte gerade bei nass-kalten Bedingungen sehr pflegeleicht macht.

    Das Packmaß liegt natürlich bei einem selber, je nachdem obs nur die Torso-Variante, oder doch der große Zeltteppich sein soll :)

    Wir freuen uns auf weitere Berichte von euren Touren bzw. Erfahrungen. Ob wir die xmat aber weiter im Sortiment behalten müssen wir uns genau überlegen, das Handling im Lager bzw. der Versand ist doch relativ komplex im Vergleich zu unseren andern Produkten.

    Ich meine, dass die Daunenmenge ein objektiverer Vergleichswert ist als die angegebenen Komforttemperatur, und das nicht nur weil bei Quilts EN 13537 (älter) bzw. heute ISO 23537 nicht genutzt wird, sondern herstellereigene Standards, also faktisch keine Vergleichbarkeit gegeben ist. Und ich habe nirgends die Gewichtsbedeutung der Befestigung als unwichtig bezeichnet, sondern die Relation zum Gesamtgewicht aufgezeigt.