Beiträge von xfoil

    Ich bin in letzter Zeit nicht besonders aktiv hier, leider. Aber falls es euch interessiert, seit ca. 6 Wochen testen wir ununterbrochen verschiedene Herangehensweisen an das Thema Abspannpunkt / Folientarp. 4 Varianten sind seid mehreren Wochen aufgebaut, verschiedene LSE-Klebebänder, 3D-gedruckte Eckpunte, welche aus dem Laser-Cutter aus PETG, mit ShockCord und ohne, mit statischen / dynamischen Leinen abgespannt, stark und eher lose abgespannt etc., bisher bis zu Spitzenwindgeschwindigkeiten von 60 km/h. Unzählige zerstörte Abspannpunkte und Folien später kommen wir unserem Ziel näher, ein UL-Tarp-Bausatz für unter 20 € anzubieten, inkl. lasergeschnittenen Eckpunkten und entsprechendem LSE-Klebeband. 3 Aufbauvarianten sollen damit möglich sein, je nach Wetterlage, und es soll unter 100 g bleiben.

    Das Ganze wird sich bei unserem Zeiteinsatz niemals finanziell auszahlen (dafür ist das Thema viel zu nischig, und Vorbehalte gegenüber Folien sind groß, so wie gegenüber vielen UL-Materialien), aber es macht einfach super viel Spaß, sich mit Kreativität und Durchhaltevermögen dem Ziel zu nähern. Wir machen es einfach, weil wir Lust drauf haben.

    Und für wen? Puh, für alle die mal in das Thema Folientarps reinschnuppern wollen, die, die von einem >100 g-Tarp träumen, für FastpackerInnen, für die, die nur ein Not-Tarp für den Fall des Falles brauchen, die, die experimentierfreudig sind etc.

    Hier noch ein Blog-Beitrag für die, die sich die Abspannpunkte selber drucken wollen: https://www.xfoil.shop/post/abspannpu…-ponchos-und-co (da sind auch welche, die uns Kunden zur Verbindung empfohlen haben, z. B. für Ponchos).

    Das in aller Kürze

    Danke für den Entwurf, interessant. Ja, Weiterreißfestigkeit ist halt das Manko bei Folien. Es ist einfach superwichtig, Schnitte in einem Zug mit einem scharfen Cutter zu machen, um keinen Mikroriss zu bekommen. Dann kann auch ein Zug von knapp 30 kg (je nach Größe es Abspannpunktes) auf die Folie angewandt werden, ohne dass sie reißt.

    Manche Kunden nutzen ihren Induktionsherd (zwei Platten), um das (1m) Lineal auf Temperatur zu bringen :)

    Ach du ahnst es nicht, ob ich das meinem Herd antun will ich weiss nicht.

    Hilf mir, wo sollte das Problem für den Herd sein? Da wird ja nix zerkratzt oder so, wenn dann bestehr eher da Problem dass es nicht langsam und gleichmäßig genug erwärmt wird, oder was übersehe ich?

    Das Riesengebirge ist großartig, wünsche dir eine gute Zeit! Das Wetter dort ist schnell wechselhaft, oft windig und nass, und ein Tarp funktioniert nur gut, wenn du weißt, was du tust (Platzwahl, Aufbau, Windrichtung). Falls du dich für das Tarp entscheidest, wirst du in kürzester Zeit enorm viel lernen und am Ende vielleicht gar nicht mehr zum Zelt zurückwollen ;) Stelle dich auf Frust und eine Menge Lerneffekte ein. Wenn dich das nicht stört, probiere es einfach. Ich selbst besitze gar kein Zelt (nur ein sehr rudimentäres für Festivals) und bin klar subjektiv vorbelastet. Wenn überhaupt, würde ich es mit Hüttenübernachtungen verbinden – also diesen kleinen Schutzhütten –, um ab und zu einen kurzen Schutz zu haben.

    Wenn du es eher gemütlicher willst, greif zum Zelt – aber wer richtig draußen sein will, weiß, dass ein Tarp die kompromisslose Erfahrung bringt. Wenn du richtig Lust hast, dich da reinzufuchsen, kannst du das machen, du wirst zwangsläufig schnell lernen, aber die ersten Tage werden ziemlich ruppig. Meine Einschätzung ist: Wenn du entspannt unterwegs sein willst, nimm ein Zelt. Wenn du bewusst minimalistisch unterwegs sein und lernen willst, dann Tarp – aber erstmal auf kürzerer Tour (3–7 Tage). Ich selbst bin reiner Tarp-Nutzer, weiß aber ehrlich nicht ob ich für 30 Tage ohne Erfahrung direkt all-in gehen würde.

    Bei Titan und Edelstahl nutze ich kein Wasser bzw. Feuchtigkeit, sondern packe den Topf nochmal auf die Hitze, bis Fett wieder flüssig und dünn wird, und Brei/Soßen trocknen, und sich quasi selber vom Metall lösen. Dann noch mit etwas trocknem hinterher, das reicht meist. Geht bei beschichtet / Alu nicht. Wenn es angebrannt ist, dann kommen klein geriebene Brennnessel-Pflanzenstängel mit rein, die enthalten auch Saponine, und sind nicht giftig. Sonst kommt ein Zapfen zum Einsatz

    Inzwischen verkaufen wir über Partner-Shops ja auch in Japan bzw. Australien. Vor allem in Fastpacking-Szene in Japan sieht man öfter xfoil-Tarps. Takuya Uehira von ssaw hat auch eine Anleitung/Artikel für ein asymmetrisches Tarp gepostet. ich fand es vor allem interessant weil er für die Abspannpunkte einen 3D-Drucker nutzt.

    Vielen Dank für die weiteren Rückmeldungen und die spannenden Einblicke in eure Modifikationen! Es ist klasse zu sehen, wie die xmat in der Praxis – vom Schneetest bis zur Z-Faltung– performt.

    wilbo

    • R-Wert & Wärme: Die Einschätzung zum R-Wert nehmen wir gerne auf. Basierend auf der Wärmeleitfähigkeit des MPE-Materials von 0,0390\ W/m.K (EVA etwas niedriger mit 0.0394 W/m.K) kommen wir rechnerisch bei der 4 mm Variante auf einen R-Wert von ca. 0,6. In der Praxis spielt natürlich das subjektive Wärmeempfinden auf unterschiedlichen Untergründen eine große Rolle, ich finde geschlossenzelligen Schaumstoff subjektiv ebenfalls etwas wärmer. Der aktuelle Hinweis auf der Website zum R-Wert ist sehr klein, wir werden das prominenter und detaillierter platzieren.
    • Z-Fold: Durch die Rückmeldungen von KundInnen merken wir schon, dass dazu ein gewisses Geschick gehört, vor allem was Anpressdruck bzw. -dauer angeht. Wir haben überlegt dafür kleinere Stücke xmat bereitzustellen, wo man ein wenig vorab probieren kann. Dass die thermische Verformung hier so gut funktioniert, ohne die Zellstruktur zu schwächen, macht die Matte erst richtig vielseitig.

    Sevenfifty

    • Das Bild vom ungeschmolzenen Schnee ist eine starke Visualisierung der Isolationsleistung. Es bestätigt schön, dass das Material die Körperwärme sehr effektiv reflektiert bzw. hält, anstatt sie in den Boden abzuleiten.

    Der Hinweis zur einfachen Reinigung ist wichtig. Durch die geschlossenen Zellen zieht kein Schlamm ein, was die Matte gerade bei nass-kalten Bedingungen sehr pflegeleicht macht.

    Das Packmaß liegt natürlich bei einem selber, je nachdem obs nur die Torso-Variante, oder doch der große Zeltteppich sein soll :)

    Wir freuen uns auf weitere Berichte von euren Touren bzw. Erfahrungen. Ob wir die xmat aber weiter im Sortiment behalten müssen wir uns genau überlegen, das Handling im Lager bzw. der Versand ist doch relativ komplex im Vergleich zu unseren andern Produkten.

    Ich meine, dass die Daunenmenge ein objektiverer Vergleichswert ist als die angegebenen Komforttemperatur, und das nicht nur weil bei Quilts EN 13537 (älter) bzw. heute ISO 23537 nicht genutzt wird, sondern herstellereigene Standards, also faktisch keine Vergleichbarkeit gegeben ist. Und ich habe nirgends die Gewichtsbedeutung der Befestigung als unwichtig bezeichnet, sondern die Relation zum Gesamtgewicht aufgezeigt.

    Vielen Dank für das bisherige Feedback, welches uns auf verschiedenen Kanälen erreicht hat, wir sind sehr zufrieden mit den Rückmeldungen, vor allem zur Haptik, Haltbarkeit und Isolationsleistung. Ein Geheimnis ist für uns allerdings, warum der größte Teil der Bestellungen aus dem skandinavischen Raum kommt (vor allem Schweden und Finnland), obwohl die Versandkosten dahin (aufgrund der Maße des Versandkartons) ziemlich teuer sind...

    Das mag natürlich sein. Dennoch ist ein Quilt doch nicht unbedingt leichter. Ein ausreichend breiter Zuschnitt, Befestigung auf der Matte, Zugbänder am Fußende, Wärmekragen .... Und dann fehlt trotzdem noch die Kapuze.

    https://cumulus.equipment/de/eu/p/schlaf…aune-x-lite-400

    Nenn mir doch einen Quilt mit gleichen Parametern (575 Gramm, Komfort minus 1 Grad) . Natürlich kann jeder seine Vorlieben haben, aber einen Gewichtsvorteil kann ich nicht unbedingt erkennen.

    Ich finde es schwierig hier eine Komforttemperatur als Maßstab zu nehmen, nicht nur weil die Messmethoden zwischen Quilt und Schlafsack verschieden sind. Auch dann sind doch immer noch 25-35 % der Daune ohne Loft, also ohne Isolationsleistung. Und je mehr Füllung der Quilt hat, umso weniger würde doch das Gewicht von Befestigungssystem und Kapuze im Gesamtgewicht von Bedeutung sein.

    Ehrlich gesagt sehe ich bei kälteren Temperaturen keinen Gewichtsvorteil mehr bei Quilts.

    Je mehr Füllung insgesamt im System ist, desto mehr „unnötige“ Unterseiten-Füllung schleppt der Schlafsack mit. Und das sind ca. 25-35 % der Füllung. Also egal bei welcher Temperatur, bleibt dieser Anteil ohne großartige Funktion. Oder ich verstehe dich falsch.

    Wenn man einigermaßen flexibel ist, sind Nachtzüge preislich in Ordnung. Aktuell zahle ich im Mai von Hannover - Innsbruck 99 €, im August 2025 habe ich 79 € bezahlt, inkl. "Frühstück". Wenn ich jetzt gucke liegt der Preis bei 55 €. Kommt auch drauf an wie kurzfristig man bucht wie voll die Züge sind etc.

    Meiner Meinung nach haben die Entwicklungen der letzten Jahre Quilts technisch so weit gebracht, dass sie grundsätzlich in allen Temperaturbereichen funktionieren.

    Ein Meilenstein sind für mich Anti-Draft Pad-Attachment-Systeme. Wenn die Straps weiter innen am Q uilt angebracht sind (nicht direkt am Rand), wird der Quilt stärker um den Körper und unter ihn gezogen. Seitenzugluft wird dadurch faktisch eliminiert – jedenfalls bei sauberem Setup.

    Dazu kommt: Gute Winter-Quilts haben inzwischen ausgeprägte, daunengefüllte Wärmekragen. Bei sehr niedrigen Temperaturen funktioniert auch eine separate Daunenkapuze hervorragend – thermisch absolut auf Augenhöhe, und ich muss sie nicht immer mitschleppen, wenn mir auch eine Mütze reicht. Und mit passender Breite des Quilts und der Matte entsteht auch in Seitenlage keine Kältebrücke.

    Mein Neve Gear ist relativ weit geschnitten. In Kombination mit einer NeoAir kann ich die Knie anziehen, ohne dass Spannung entsteht oder sich seitlich etwas öffnet.

    Der einzige valide Punkt aus meiner Sicht: Wer sich extrem viel dreht, könnte mit einem Quilt eher an Grenzen kommen. Wobei man fairerweise sagen muss, dass sich ein Schlafsack dann komplett mitverdreht – und man schnell das „Wurstpellen-Gefühl“ hat.

    Ein offenes Fußteil ist bei solchen Temperaturen natürlich keine Option – das sollte konstruktiv geschlossen sein.

    Einen zwingenden Grund, bei Kälte noch zum Schlafsack greifen zu müssen, sehe ich ehrlich gesagt nicht. Für mich war der Wechsel eine Entscheidung, die ich eher zu spät getroffen habe.

    Eine offene Fußbox habe ich nie gebraucht, denn wenn mir warm ist, mach ich halt den oben ein Stück auf.

    Meine aktuellen habe ich bisher max. bei minus 11 Grad genutzt, meinen vorherigen Cumulus 450 bis zu minus 18 (natürlich dann mit Daunenjacke, Daunenhose etc.)

    Ich habe in einer Woche ne gute Woche Zeit, und überlege, spontan wie bei mir oft, ebenfalls den Track zu laufen (Alternative wären Kanaren).
    Bei einer kurz Recherche habe ich den Eindruck, dass viele Leute in Herbegen schlafen:
    Ich habe ein paar Fragen:
    -An die, die den Trail kennen: Würdet ihr das nächste Mal Herbergen nehmen, oder Zelten? Ich selbst zelte gerne, wenn es an Einsamen Orten und/oder mit viel Panorama geht, wo ich sonst nicht übernachten könnte - aber bei einem verstecken Zeltplatz im Hinterland ohne Wasser oder bei einem Campingplatz im Dorf würde ich eher die Herberge wählen.-
    -Wo gibt es am einfachsten Gas (am besten Schraubkartusche, zur Notz Asialaden-Kartusche) , wenn ich nach Lissabon oder von Faro fliege und dann schnell zum Trail will.

    Ich war letzten Oktober dort, und habe jede Nacht an einem wunderschönen, einsamen Strand geschlafen. Ab 18 Uhr war ich immer komplett alleine, da sind dann die großen Herbergs-Herden vorbei, die alle meist in denselben Dörfern schlafen, und damit auch morgens relativ zeitglich aufbrechen. Alleine deswegen würde ich nicht in den Orten schlafen wollen, wobei da jeder seine Vorlieben hat. Ich würde es jedes Mal wieder so machen. Das Tarp habe ich einmal aufgebaut, gebraucht habe ich es 0 mal. Wasser musst du dir dann fürs Abendessen & Frühstück auf dem Weg mitnehmen, aber Möglichkeiten dazu gibt es eigentlich immer.

    Mein Tipp: Thermisches Prägen - anstatt das Material zu schneiden oder zu schwächen, kollabierst dudurch gezielte Wärme nur eine schmale Linie von Schaumzellen, die dann als Scharnier (Hinge) fungiert.

    Hast Du eine Zick-Zack Matte schon einmal mit zusätzlicher Längsfaltung geprägt?

    Nein, bisher nur quer, da ich nur die 50 cm (bzw. eine Mumienform) nutze. Funktioniert aber laut einer Nutzerin gut. Zuerst muss der Länge nach gefalzt werden, und dann eben die Querfalzungen abwechselnd (Berg Tal Berg etc.)