Abnehmende Isolation bei Neoair Xlite NXT?

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  • Jetzt musst du uns aber noch verraten, welche Matte du benutzt. Ich finde die Selbstaufblasenden auch bequemer, aber seitdem es die Exped SIM lite UL 2.5 nicht mehr gibt, finde ich keine Alternative mehr unter 500g.

    wahlweise je nach Saison: 90cm TaR Prolite, 200gr, gibt es nicht mehr, z.B. letztes Jahr auf dem Colorado Trail. 120cm TaR Prolite (plus?), so 360 gr, zB auf dem Arizona Trail im Herbst 22, der High Sierra auf dem PCT Herbst 19. 6 Elemente TaR Faltmatte in der Wüste PCT im Frühjahr 19. Saar-Hunsrück-Steig letzte Osterferien mit einem Stück XFoil, der dickeren. Das war temperaturmäßig ab und zu etwas grenzwertig, wenn es auch tagsüber nicht über 6 Grad war.

    Bei Wintertreffen gerne auch mal die pinkfarbene 1,65 lange Damen-Prolite, Gewicht muss ich nachschauen, bei wirklicher Kälte mit (geplant) einer EVA drunter oder (ungeplant, aber dankbarst angenommen) Noodles Wolldecke aus dem Kofferraum.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Wenn ich Blech rede, bewerft mich mit Trek'n Eat Verpackungsmüll, aber ich erinnere mich ganz dunkel an eine Diskussion (ich glaub vor Äonen im ODS), dass die ganze Delaminiererei hauptsächlich erst mit den gestanzten Schäumen losging, die erste Generation der selbstaufblasendes Matten mit flächig geklebten Schaum waren relativ robust, was natürlich auch an ziemlich dickem Außenmaterial lag. Wenn ich mich recht entsinne, ging es damals um die Matten von Ortlieb (die älteren werden sich vielleicht erinnern 😁), durch die die Firma beinahe pleite gegangen wäre.

  • Hatte auch eine von Salewa(? - unsicher, haben die jemals Matten gemacht? Die hatte so ein bronzenes Schraubventil und war so fleischfarben). Die hat mich meine ganze Jugend, inklusive diverser Pfadfinderlager begleitet und wurde an einen Bekannten verschenkt, als ich so um die 40 war. Vielleicht „lebt“ sie ja immer noch?

  • ... nachhaltig ist das alles nicht so wirklich...

    Ich bin komplett von den dicken Luftmatten weg.
    Garantie hin oder her. Ich finde, derartig geplanten Verschleiß nicht unterstützenswert.
    Die Kombi von Feststoff-Matten und den leichten Nordisk Teilen ist bisher (relativ) ausfallsicher.

    Die nächsten Tage werde ich mal meine extra breite 8 mm Xfoil-Matte (260 g) zusammen mit Nordisk Vanna (430 g) testen.
    Am Wochende soll es knack-kalt werden! ;)

    die ganze Delaminiererei hauptsächlich erst mit den gestanzten Schäumen losging, die erste Generation der selbstaufblasendes Matten mit flächig geklebten Schaum waren relativ robust,

    Wir haben in der Familie noch, über 30 Jahre alte Therm-a-rest Matten in Verwendung.

  • Heffer : OT Text markieren und das Sternchen in der Leiste klicken. Bei der Smartphone-Ansicht verbirgt sich das in den drei Punkten

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Hallo zusammen,

    Könntet ihr mal bitte eure Meinung dazu teilen, ob meine Matte bei der seitlichen Delaminierung schon "austauschwürdig" ist? Ich ringe mit mir, da sie erst ca. 4 Jahre alt ist..Andererseits war mir tatsächlich auf der letzten Tour nachts auf der Matte teilweise unerwartet kalt.

    Danke euch!

  • Könntet ihr mal bitte eure Meinung dazu teilen, ob meine Matte bei der seitlichen Delaminierung schon "austauschwürdig" ist? I

    Die Folie im Innern bröselt halt ziemlich (gut zu sehen am Rand links). Wenn Dir das egal ist und Du sowieso erst ab 25 Grad C einen Fuss nach draussen setzt - kein Handlungsbedarf. Möchtest Du hingegen eine gewisse Isolationswirkung - Matte ist reif für die Tonne und wird hoffentlich in Irrland recycelt.

    Andererseits ist es halt so, dass eben diese Matten nicht ewig halten. Tun Trailrunner auch nicht. Früher bot Altra eine Garantie, was haben findige Leute gemacht: Die Schuhe nach 2 Monaten auf dem Trail eingeschickt und gesagt "Ich hab den Schuh erst seit zwei Monaten". Prima, manchmal hats geklappt und ein paar Menschen haben einmal bezahlt aber 5 x ein paar Schuhe verbraucht.

  • Leider ist das ein Problem bei allen modernen Matten. Das Hauptproblem ist nicht das Wasser, sondern die Atemluft. Die ist warm &extrem gesättigt und voller Bakterien und Enzyme. Das sorgt in der kalten Matte für sofortige Kondensation und bietet den perfekten Nährboden für Schimmel. Dieser Pilz und die Enzyme greifen den Kleber chemisch an.

    Mit dem Pumpsack kommt zwar bei schlechtem Wetter / hoher Luftfeuchtigkeit auch Luftfeuchtigkeit rein (das lässt sich physikalisch nicht zu 100 % verhindern), aber diese Luft ist "sauber" und kalt. Es fehlt der biologische Angreifer, der das Material von innen zerfrisst. Die Matte hält dadurch einfach Jahre länger, was der größte Hebel für Nachhaltigkeit ist. Jedenfalls laut Aussage von Herstelern, macht aber schon Sinn.

    Der Pumpsack ist also wirklich der einzige Weg, die Lebensdauer signifikant zu verlängern. Aber auch wenn ich immer daran denken will, das nachpumpen passiert mir dann doch meistens mit dem Mund (vor allem nachts wenn ich im Quilt liege, da der Pumpsack Teil des Kissens ist).

    Recycling ist bei diesen Verbundstoffen (Nylon + Folie + Alu fest verklebt) quasi unmöglich, das ist leider Fall für die Restmüllverbrennung.

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  • Ich dachte auch dieser Schimmel-Mythos wäre widerlegt?

    Nur am Rande.
    Mir sieht die zerschnippelte Matte nicht nach 8 Jahren intensiver Nutzung aus.
    Ich habe schon Therm-a-rest Matten gesehen die wirklich gut ein-gewohnt waren.
    Dagegen sieht die Oberfläche geradezu appetitlich aus!

  • Ich dachte auch dieser Schimmel-Mythos wäre widerlegt?

    Interessante Video, danke. Ich denke dass da mehrere Sachen zusammenkommen, wenn z. B. nur der Pumpsack genutzt wird, aber die Matte nie richtig gelüftet wird, oder andersrum, nur mit dem Mund ausblasen, aber immer offen und flach lagern das Mikroklima in der Matte stark beeinflusst. Inwieweit das eine Video Hersteller-Aussagen widerlegt, ist eine andere Sache. Wobei es natürlich für Hersteller auch eine Motivation sein kann, teure Pumpsäcke zu verkaufen

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  • Das Hauptproblem ist nicht das Wasser, sondern die Atemluft

    Als ich meine nachlassende XLite erstmal durch eine XTherm ersetzt/ ergänzt habe, bin ich deshalb auf die Tiny Pump umgestiegen, die XLite hab ich vorher immer aufgeblasen. Ob es jetzt ein Mythos ist oder nicht nehm ich da einfach mal in Kauf, zur Not ist es ein kleiner Luxus, dass man abends im Camp nicht mehr so vor sich hin hyperventiliert, sondern die kleine Pumpe die Arbeit macht. Das Gehampel mit dem Pumpsack fand ich immer eher nervend, außerdem ist er schwerer als die Tiny Pump, für dual-use find ich das Format des Sacks etwas merkwürdig.

  • Ich dachte auch dieser Schimmel-Mythos wäre widerlegt?

    Interessante Video, danke. Ich denke dass da mehrere Sachen zusammenkommen, wenn z. B. nur der Pumpsack genutzt wird, aber die Matte nie richtig gelüftet wird, oder andersrum, nur mit dem Mund ausblasen, aber immer offen und flach lagern das Mikroklima in der Matte stark beeinflusst. Inwieweit das eine Video Hersteller-Aussagen widerlegt, ist eine andere Sache. Wobei es natürlich für Hersteller auch eine Motivation sein kann, teure Pumpsäcke zu verkaufen

    Vielleicht muss man(n) sich halt ca. 2 x in der Woche ordentlich einen laden, vom Alkohol in der Atemluft wird dann alles hübsch abgefahnt.

  • Das Gehampel mit dem Pumpsack fand ich immer eher nervend, außerdem ist er schwerer als die Tiny Pump, für dual-use find ich das Format des Sacks etwas merkwürdig.

    Dann nimm deinen Packliner, der ist leichter, multiuse - und größer, mit drei, vier Pumpstößen ist die Matte locker voll!

    Schon oft gepostet:

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    "Not all those who wander are lost"

  • Das mit dem Schimmel hat mich nicht losgelassen, daher habe ich einen Industrievertreter angefragt. Firma darf ich nicht nennen, aber zitieren:

    "Das was da innen schwarz wird oder abblättert ist bei Luftmatten meistens kein Schimmel, sondern Hydrolyse – also chemische Zersetzung. Man merkt das oft daran, dass alte Matten irgendwann anfangen fies nach Kotze zu riechen, das ist dann der sich auflösende Kunststoff und kein Pilz. Aber deine Vermutung dass Atemluft ein chemischer Killer ist, stimmt trotzdem.. Speichel ist halt mehr als nur Wasser, das ist quasi ein Enzym-Cocktail (Esterasen und Proteasen), der wie ein Bio-Reaktor in der Matte wirkt. Diese Enzyme knacken die Verbindungen im Kunststoff ( gerade bei älteren Ester-TPU Matten) viel schneller als es reines Wasser könnte, und dazu kommen noch Bakterien die Säure ausscheiden. Zusammen mit der 37 Grad warmen Atemluft, die im Gegensatz zu kühler Außenluft/ einen echten Kondensations-Schock in der kalten Hülle auslöst , verdaut dieser Mix die Matte von innen regelrecht. Zwar sind ganz moderne Matten da chemisch etwas ressistenter, aber bei den meisten Modellen ist der Mund echt der Tod für das Material."
    Beurteilen kann ich es nicht, schlüssig hört es sich aber an finde ich

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