Vor sieben Jahren stand ich vor einer ähnlichen Entscheidung. Damals habe ich mich für eine Panasonic Lumix G9 entschieden. Eine Systemkamera mit MFT-Sensor. Auschlaggebend waren Wechselobjektive und dabei ein geringeres Systemgewicht im Vergleich zu Vollformatkameras. Aus Trekkingsicht war das ganze retrospektiv betrachtet aber eher mittelmäßig erfolgreich. Es kommen je nach Umfang der Ausrüstung (ggfs. Stativ, ein, zwei, drei Objektive, Filter, Taschen, Regenschutz, etc.) irgendwas um die ein bis drei Kilo zusammen. Gefühlt hatte ich dann zumeist gerade ein unpassendes Objektiv mit oder gerade montiert. Und gerade bei Tieren kommt ein Wechsel dann meist zu spät. Mir stellte sich zudem die Frage: will ich Wandern/Trekken oder gute Fotos machen? Im letzteren Fall dann ggfs. ordentlich Kilometer weniger machen? Mehr auf Motivjagd sein, als die Entspannung in der Natur genießen?
Für mich war die Antwort meist: Wandern und Natur als Priorität. Seltener Fototour. Auf Fototour gehe ich jetzt selten, dafür aber bewusst. Beim Wandern/Trekking ärgere ich mich manchmal, wenn ich ohne Kamera unterwegs bin und ein super Motiv entdecke. Dafür aber jedes mal umfangreiche Ausrüstung mitschleppen? Möchte ich trotzdem nicht. Zudem war ich die letzten Jahre auch gerne mal mit dem Rad unterwegs. Da scheitert es meist am Platz für die Kamera.
Noch was zu MFT: Auch wenn Panasonic da jetzt nochmals neue Kameras rausgebracht hat und der Nachfolger von Olympus weiterlebt: es bleibt halt doch eher ein Nischensystem. Stand heute würde ich eher zum Vollformat greifen.