Das sieht mega gut verarbeitet aus und optisch gefällt mir dein Rucksack mir auch total!
Ich könnte mir vorstellen, dass ihr in Zukunft vielleicht noch ein Polster über die untere Querstrebe anbringt, damit das nicht so in den Rücken drückt... zeigt sich bestimmt in der Praxis, ob das nötig ist. Wie viele Stunden habt ihr daran gebastelt?
Beiträge von nivi
-
-
In welcher Jahreszeit wollt ihr denn nach Norwegen?
Es wurden ja schon viele gute Vorschläge gemacht, aber wenn bei euch das Budget knapp ist oder ihr erstmal ausprobieren wollt, welches Zelt passen könnte, kann ich euch gerne ein Zelt leihen. 6-Eck Pyramide (mit Innenzelt), 8-Eck Pyramide (ohne Innenzelt) oder 2-Personen Kuppelzelt. Das passt jetzt alles nicht perfekt in dein Tourenprofil, aber ich könnte mir vorstellen, dass ihr bei frühzeitiger Platzsuche schon etwas finden werdet. Viel Erfolg auf jeden Fall! -
Ich habe für mich festgestellt, dass mir Fotografieren als zusätzliche Beschäftigung neben dem Wandern viel Spaß macht (gerade wenn ich alleine unterwegs bin). Dabei ist mir auch die Haptik einer Kamera wichtig und die Möglichkeit, einfach mal an ein paar Reglern zu drehen und Dinge auszuprobieren. Mit einem guten Smartphone wäre das sicher auch möglich, aber ich vermisse dann das Gefühl, eine Kamera zu bedienen

Dieses Jahr bin ich von der Sony R100 Mark1 auf Mark7 gewechselt und aktuell bin ich damit recht zufrieden. Der zusätzliche Zoom macht richtig Spaß und ich benutze den Sucher sehr häufig. Bei der Haptik und "Bedienbarkeit" macht man natürlich Abstriche, weil alles so klein ist, aber für mich ist das ein guter Kompromiss, wenn man das Gewicht von ca. 300g betrachtet. Soweit ich das überblicken konnte, wäre alles "Bessere" auch direkt mindestens doppelt so schwer gewesen.
Man sollte sich aber auch der Limitierungen bewusst sein, sonst ist man vielleicht schnell enttäuscht. Bei gutem Licht macht die Kamera schon auch tolle Bilder, aber sobald man weniger Licht hat, wird alles ein bisschen verwaschen. Auch auf maximalem Zoom ist das Bild leider nicht mehr so scharf. Dafür kann ich jetzt viel besser Tiere fotografieren!
-
Ich hatte ähnliche Bedenken und habe mir dann verschiedene Oberteile genäht, um das Ganze einfach mal auszuprobieren. Mein Fazit nach ca. 50 Wandertagen: Wenn es gleich viel wiegen würde, dann würde ich wahrscheinlich weiterhin Fleecepullover mitnehmen, aber das Gewicht ist bei Alpha schon einfach ungeschlagen.
Am Anfang bin ich auch nicht so richtig damit klar gekommen, dass man Alpha quasi nie ohne zusätzliche Schicht tragen kann. Das stimmt natürlich nicht so ganz, bei Windstille ist das ein ähnliches Gefühl zu einem Fleece, aber schon leichte Bewegung (oder halt Wind) führen zum Abkühlen. Mit Windjacke hingegen ist so ein Alpha Pullover bei Bewegung seeeehr warm, mir in viele Fällen zu warm.
Dann habe ich mir zusätzlich noch einen weiten, luftigen Hoodie aus leichter Merinowolle genäht, quasi als Sunhoodie, aber so, dass der Alphapullover gut drunter passt. Und das hat das Problem dann fast vollständig gelöst. Ich kann dann
- Merinohoodie (warm, mäßiger Wind)
- Alpha+Merino (kalt, mäßiger Wind)
- Merino+Windjacke (warm, viel Wind)
- Alpha+Merino+Windjacke (kalt, viel Wind)
je nach Wetter tragen. Dadurch, dass ich den Merinohoodie über dem Alpha Pulli trage, geht die Wärme nicht direkt verloren. Der einzige Nachteil, der leider bleibt, ist das häufige Wechseln der Schichten.
Wenn die Mücken langsam kein Problem mehr sind und die Temperaturen insgesamt kälter werden, tausche ich die Windjacke gegen eine Daunenjacke. Dann reicht mir die Regenjacke als Windblocker. Und falls ich mal im späten September unterwegs bin, dann tausche ich den Alpha 70 Pullover gegen einen aus Alpha/Wolle (der dann aber wieder 220g wiegt). Damit bin ich jetzt erstmal zufrieden
Ich hoffe, das ist so verständlich. Sonst kann ich nochmal Fotos machen oder so.Zum Vergleich, die Gewichte sind (Größe M/L):
- Alpha 70 Hoodie 105g
- Merinohoodie 228g
- Windjacke 86g
- Regenjacke 215g
- Daunenjacke 218g
Wenn ich mir nochmal einen Alphapullover nähe, dann würde ich wieder Alpha 70 nehmen (das ist warm genug), aber die Kapuze weg lassen, da der Merinohoodie eine hat.
Vielleicht hilft dir das etwas

-
Das systematische Verrotten-Lassen des öffentlichen Verkehrs über Jahrzehnte dient der fortdauernden Faschisierung
Geschätzter Kollege, so Begriffe wie Faschismus haben tatsächlich eine Bedeutung. Ja, man kann das umgangssprachlich einsetzen, aber dann werden sie auf Dauer ihre Bedeutung verlieren. Da tust du deinen Idealen eher einen Bärendienst auf....
Oder vielleicht bin ich hier auch zu naiv den roten Faden zu finden. Aber was konkret treibt die Menschheit aufgrund von vernachlässigtem ÖPV in Faschismus!?
Ich fand dazu diesen Artikel eigentlich ganz gut (leider Paywall): Was haben kaputte Brücken mit der Afd zu tun?
Die grobe Argumentation ist, dass die marode Infrastruktur dazu beiträgt, dass Leute vermehrt unzufrieden sind und das Vertrauen in die Demokratie verlieren. Und das zeigt sich im Wahlverhalten. Ob man das Nicht-Investieren in den letzten Jahrzehnten als "systematisches Verrotten-Lassen" bezeichnen muss, sei mal dahin gestellt.
@moosmaennchen vielleicht auch für dich interessant.
-
Carsten K. Gernstl Ich verstehe echt nicht, wieso ihr es für angebracht haltet, so über andere Menschen/Forenmitglieder zu schreiben. Wenn ihr eine andere Meinung zum Thema habt oder Kritik ausüben wollt, dann geht das doch sicher auch konstruktiv?
Zum Thema Kungsleden: Ich verstehe den Wunsch, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, aber durch die (inbesondere im nördlichen Abschnitt) umfangreiche Infrastruktur kann man auf dem Kungsleden gut aus der eigenen Komfortzone herausgehen. Die meisten ultraleichten Zelte sind völlig in Ordnung und auch mit einem Poncho kann man dort viel Spaß haben. ChristianS hat es in Beitrag #27 sehr gut beschrieben. Durch Vorausplanen kann auch Gewicht gespart werden
Viel Spaß bei der Tour! -
Wenn es dir in erster Linie um Klamotten geht, würde ich mir an deiner Stelle eine Overlock-Maschine organisieren. Damit geht das Zusammennähen deutlich leichter und du sparst dir sehr viel Zeit. Mit einer normalen Nähmaschine bist du natürlich etwas vielseitiger aufgestellt, aber der Spaßfaktor ist bei Klamotten sehr viel niedriger
Das finde ich gerade am Anfang wichtig, damit man dabei bleibt und Ergebnisse sieht. -
Hi Nivi, ich hoffe es geht dir gut.

Hey, ja mir geht es gut und ich hoffe bei dir ist das auch so
Finde ich cool, dass du ins Nähen einsteigen willst!Meine Frage also: Was würdet ihr für den ersten Rucksack verwenden? Ich habe folgendes auf der Merkliste:
Möchtest du mit dem Schnittmuster denn einen Alltagsrucksack nähen oder dich an einem klassischen UL-Rucksack versuchen?
Zu passenden Garn/Nadel Kombinationen finde ich die Infos auf Extremtextil schon sehr gut. Da führen sicher viele Wege zum Ziel, aber generell würde ich für beschichtete Gewebe (was die meisten Rucksackstoffe sind) immer Mikrotex Nadeln verwenden. Wenn dein Rucksack nur 5kg tragen muss, dann würde ich an deiner Stelle ein günstiges 80er Garn nehmen. Du brauchst für einen Rucksack auch nicht so viel davon, wahrscheinlich reichen dir 200m. Als passende Nadel würde ich eine 100er nehmen. In der Stärke brechen die auch nicht einfach so ab bei kräftigeren Materialien und du kannst auch Schulterträger mit Polsterung nähen (wenn du das möchtest).
Deinen gewählter Stoff finde ich eher ungeeignet für ein erstes Projekt. Mit 30d (und der Silikonbeschichtung) ist er sehr dünn und lässt sich nicht so einfach verarbeiten. Es ist eher ein Zeltstoff, als ein Rucksackstoff. Das heißt nicht, dass man damit nicht auch einen ultraleichten Rucksack nähen kann, aber dann muss man sich meiner Meinung nach mehr Gedanken um die tragenden Nähte machen.
Mein Vorschlag wäre dieser einfache 200d Stoff. Der ist recht günstig und bringt eine gewissen Haptik mit. Ist schwer zu beschreiben, aber du wirst damit einfacher arbeiten können, weil er nicht so rutschig ist und du ihn leichter falten kannst. An den Schulterträgernähten würde ich den Stoff dann mindestens doppelt legen. Wenn du etwas mehr Geld in die Hand nehmen möchtest, kann ich die X-pac bzw. Ecopak Laminate sehr empfehlen. EPLX200 ist noch vergleichsweise leicht und noch einfacher zu verarbeiten als RBC200. Bei Adventurexpert gibt es ansonsten noch ein 210d Gridstop, was ich auch sehr empfehlen kann. Für einen Rucksack brauchst du normalerweise so 1,5m² Stoff.
Für die Schulterträger benutze ich außerdem 3mm Abstandsgewebe. Dieses fühlt sich etwas weicher an, als die anderen, die bei Extremtextil erhältlich sind. Für Schulterträger im Laufwesten Stil wird sonst auch gerne Hex Mesh genutzt. Bei deinem Rucksäck würde ich dann vielleicht auch einfach auf weitere Polsterung verzichten.
Bei den restlichen Komponenten kommt es so ein bisschen darauf an, was du gerne alles an dem Rucksäck dran hättest

Hoffe, das hilft ein bisschen. Frag sonst natürlich gerne!
-
Hey! Ich habe irgendwann mal einen Rucksack mit Gestell ähnlich dem ArcBlast gebastelt.
Dabei habe ich mich an diesem Projekt auf reddit orientiert. Im Album gibt es ganz unten auch ein Bild mit groben Maßen. Im blauen Forum gibt es von Andreas K. auch ein paar Schnittmuster und Nähanleitungen für Rucksäcke (soweit ich mich erinnern kann, allerdings keine mit Gestell). Auf learnmyog.com findest du sonst auch ein käufliches Schnittmuster für einen Trailrunning-Rucksack. Da kann ich aber nichts zu sagen, ob das was taugt.
Um so einen Hybrid-Rucksack zu nähen, müsstest du wahrscheinlich verschiedene Ideen zusammentragen. Es klingt nach einem coolen Projekt, aber ich würde trotzdem ein bisschen den Sinn in Frage stellen. Das Gestell mit Rückenbelüftung ist ja irgendwie gegensätzlich zu der Idee eines Trailrunning-Tragesystems: Abstand vom Rücken/weich gepolstert gegenüber möglichst enganliegend/wenig wackelnd. Oder wie siehst du das?

Ich kann dir meinen Rucksack auf jeden Fall gerne zusenden, wenn du dir das genauer anschauen möchtest. Wenn du Interesse hast, können wir uns auch mal zusammen anschauen, wie man generell ein Schnittmuster für Rucksäcke erstellen (und dann auch nähen!) würde. Aber ich glaube, das ist eher etwas für ein Forentreffen

-
Hm, das ist tatsächlich nochmal ein Grund mehr erst einmal die Kappnähte an den Aussenzelten fertig zu stellen und dann dort in der Mitte der Naht, dort wo der Stoff vierlagig liegt, den Gestängekanal oder sonstiges Gestängebefestigungsgerödel aufzunähen. Ich meine das das dann auch stabiler ist. In deinem Fall hättest du dann nur die Clipse und Stangentaschen abnehmen müssen und dann deine neuen Gestängekanäle aufnähen müssen. Nachteil meiner Methode ist die Optik: Die Unterkante des Gestängekanals z. B. ist eben nicht schnieke in der Kappnaht versteckt, sondern sitzt oben auf.
Da bin ich voll bei dir und würde das auch jedem empfehlen, wenn der Schnitt noch nicht ausprobiert wurde. Ich war da etwas zu überzeugt von meinem Schnittmuster
Ich glaube, beide Varianten sind im Prinzip gleich stabil. Ein weiterer Vorteil vom direkt Zusammennähen wäre für mich, dass es weniger Zeitaufwendig ist (da weniger Nähte).Hm, das ist in der Tat ein seltsames Verhalten. Vielleicht waren deine kurzen Stangentaschen oben zu weit, so konnte sich das Gestänge da ausbeulen und eine komische Form annehmen. Eigentlich sollte die Stange ja durch die Stoffspannung komplett in die Form der Zeltkante gezwungen werden.
Ich weis du kannst es kaum mehr hören
, aber hier wäre eine Zickzackschnur nochmal um einiges einfacher gewesen. Man hätte mit der Länge der Zickzackschnur die Distanz Stange und Aussenzeltkante nachträglich noch etwas verändern können.... ich muss wohl noch ein Zeltprojekt anfangen, um das mit der Schnur auszuprobieren. Das klingt schon sehr komfortabel in der Benutzung!
Es würde mich interessieren wie die Verstärkungen an den Gestängeenden aus Ultra sich im Laufe der Zeit machen. Ich habe das damals immer aus mehreren Lagen Cordura gebaut und das hat dann immer gerade so gehalten war aber weder elegant noch leicht.
Ich bin auch sehr gespannt. Die Übergänge zwischen Silnylon und dem aufgenähten Ultra bilden ja schon auch "harte" Kanten, die eventuell durch das Einschieben der Stangen mehr Abnutzung erfahren. Mal schauen

-
Sollte meine Handy auch können, aber da habe viel Verzug, und irgendwie noch immer meine Beine/Füsse auf den Aufnahmen... Muss wohl am Benutzer liegen. 😃
Irgendwas wird da sicher gerade gerechnet, damit es weniger Verzug gibt, aber meine Schuhe sind ja auch noch zu sehen

-
Eine Frage, wie hast du das Foto vom Innenzelt von oben erstellt? Mit so wenig Verzug?
Mit meinen Handy kann ich irgendwie auf 0,5 zoomen und dann hat der Bildausschnitt gerade so gepasst, wenn ich es oben ins Innenzelt gehalten habe

-
Das Script auf reddit würde mich natürlich interessieren, kann mir sicher helfen, selber bin ich leider so ein "unglaubliches Mathe Ass", ähm, njaa.
Sharing some Python code to compute tent pole curvatures
Die Clipsversion bzw. Schnurversion sieht zunächst gefühlt deutlich einfacher aus als die Schlauchvariante. Vor allem der Aufbau bei Sturm ist mit Schläuchen schon etwas Quäleriei und man muss sehr aufpassen das es keinen Stangenbruch gibt. Diese Gefahr wäre mit Klipsen/Schnur kein Thema mehr.
Das war auch ursprünglich mein Wunsch, dass der Aufbau einfacher wird

-
D.h. du hast die Kappnaht die die Teile verbindet zwei Mal vernäht. Es sind also doppelt Löcher im Material. Befürchtest du nicht das die Nähte deshalb deutlich geschwächt sind? Wenn mal Sturm und richtig Zug auf die Nähte kommt ...
Tatsächlich habe ich da gar keine Bedenken. Bei Stoffen drückt die Nadel idealerweise eher die einzelnen Fasern zur Seite und beschädigt sie nicht. Das kann man auch bei Silpoly sehen, wenn man mit dem Finger über ein Loch reibt, dann verschieben sich die Fasern wieder und das Loch verschwindet (auch ein großes Loch durch einen Bleistift z.B. verschwindet wieder). Ich denke, mit Microtexnadeln und gerade wenn die Nadel schon etwas beschädigt ist, funktioniert das nicht immer so gut, aber ich glaube, dass das noch in Ordnung ist, wenn man zweimal näht
Außdem geht eine Naht dort durch 9 Lagen Stoff, das ist schon sehr stabil.Du sagtest bei der Variante mit den Clipsen kam keine Spannung auf die Konstruktion, hm, hättest du dazu nicht einfach nur die Stangen verlängern müssen?
Das Problem wurde schlimmer, je länger die Stangen wurden. Also die Spannung ist dann im oberen Teil sehr stark, aber die Gestängeenden ziehen sich quasi Richtung Zeltmitte. Dadurch verliert der Saum komplett an Spannung. Ich muss zugeben, dass ich echt nicht verstanden habe, warum sich Clips da so anders verhalten.
Das schwierigste bei nem Kuppelzelt stelle ich mir das korrekte Ausmessen der Stoffteile vor. Bei nem Tarp, flatt mit 4 Ecken, da kann man nix falsch machen, bei ner Kuppel, nach oben verjüngend, gekrümmt, hm, deshalb hab ich mich noch nicht ran getraut ... allein deswegen Respekt für deine prima Umsetzung !!
Danke dir
Bei ersten mal habe ich noch die Stangen ausgemessen und dann in Sketchup ein Modell gebaut, was sehr mühsam war. Für dieses Zelt habe ich diesmal ein Python Script zur Berechnung Flächen geschrieben, basierend auf einem Script für die Gestängebögen, das ich auf reddit gefunden hatte. Wenn es dich interessiert, kann ich den Link zu dem reddit Post gerne mal raussuchen (oder den Code teilen). Ansonsten ist aber http://www.flusslinie.de/ eine super Infoquelle, dort gibt es auch ein Spreadsheet für Kuppelzelte.Warum hast du dich für dieses Material als Zeltboden entschieden? Schätzt du das als stabil genug für eine Verwendung ohne Zeltunterlage ein oder verwendest du sowieso eine Unterlage? Ich mag ja Unterlagen eher nicht und würde wahrscheinlich ein dickeres Material bevorzugen. 20D Poly/PU ist ja schon eher zart im Nehmen.
Es war für mich der beste Kompromiss aus Gewicht, Preis und Funktion. DCF 34g/m² war raus weil zu teuer und ich wollte gerne einen Boden haben, der nicht rutschig ist. Beim ersten Zelt hatte ich Silpoly PU4000 von adventurexpert benutzt (auch 20d) und bin bis jetzt sehr zufrieden damit. Es wiegt aber 55g/m² und mit dem neuen Stoff kann ich 31g sparen.
Eine Zeltunterlage nutze ich nie. Ich finde, der Zeltboden ist einfach ein Verbrauchsgegenstand, den man flicken kann. Aber wie gesagt, mit dem 20d Silpoly PU4000 hatte ich bis jetzt (in 5 Jahren) keine Probleme

-
Warum nicht das leichtere 40gr. 6.6 mit ähnlichen Eigenschaften? Ging es da nur um die Farbe? Ich frage nur deshalb, weil ich mir das 40gr Gewebe für ein Tarpprojekt ausgesucht hatte und jetzt doch wieder unsicher geworden bin.🤔🤔
Ich hatte das 40g 30d Silnylon bei diesem Zelt verwendet und bin damit nach wie vor total zufrieden. Das ist ein unglaublich guter Stoff, finde ich. Ich denke aber auch, dass bei Kuppelzelten Silpoly aufgrund der nicht vorhandenen Dehnung bei Nässe einen kleinen Vorteil bringt. Und ja, die Farbe war auch ein wichtiger Grund
Das 30d Silpoly findest du hier. -
Wieviel Denier hat das Bodenmaterial? Hast du einen Link zum genutzten Material für den Boden?
Es ist ein 20d Material, hier ist der Link.
-
ist das untere Bild ein Treckingplatz? Wenn ja wo?
Im Sauerland - Trekkingplatz Talblick

DANKE!!
Wow, einfach schön. Trau mich ja garnicht mehr an sowas ran, wenn man deine Ergebnisse sieht.
Trotzdem noch ne Frage - kannst du noch die ungefähren "m²" Verbrauch pro "Stoff" dazuschreiben? und die Länge von ggf. Zippern?
Du weist ja ich "träume" noch vom Eigenbau... mit 2 Öffnungen!!
Habe es ergänzt, gute Idee! Ich kann dich nur ermutigen, dein Projekt irgendwann anzugehen

-
Das schaut toll aus. Da bin ich auf deine Details gespannt.
Ich bin heute dazu gekommen, den Beitrag zu schreiben

-
Letztes Jahr hatten mich Freunde gefragt, ob ich ihnen ein Zelt nähen würde. Das passte mir ganz gut, da ich mal wieder Lust auf ein größeres Projekt hatte und ich mich gerne mit Clipsystemen beschäftigen wollte.
Ich muss zugeben, dass ich über die Form des Zeltes viel zu lange nachgedacht habe. Mit abgespannter Apsis wie beim Niak? Ohne Apsis wie bei meinem ersten Kuppelzelt? Ein oder zwei Eingänge? Single-wall oder double-wall? Am Ende habe ich mich dazu entschieden, dass dieses Zelt der komplette Kompromiss wird und ich das Gewicht ein bisschen hinten anstelle. Außerdem war der Wunsch, dass es nicht mehr als 500 Euro kostet (das schließt einige leichte Materialien aus). Daher schon mal Spoiler: Dieses Zelt ist nicht nicht ultraleicht geworden

Ein erster Aufbau im Garten war leider sehr ernüchternd. Der Saum hatte gar keine Spannung und die Gestängetaschen auch nicht. Also bin ich wieder zurück zu Gestängekanälen gewechselt. Und ich muss zugeben: Gestängekanäle sehen auch einfach viel besser aus

Materialen und Maße:
Spoiler anzeigen
- 45g/m² - 30d Silpoly für das Außenzelt
- 50g/m² - 30d 6.6 Silnylon für die Gestängekanäle und die Verstärkungen
- 112g/m² - Ultra 100 X für die Gestängeenden und weitere Verstärkungen
- 5c Zipper (wasserabweisend)
- 1,8mm Polyester Kordel für die Abspannungen
- 25g/m² - Moskitonetz
- 32g/m² - 20d Innenzeltstoff
- 47g/m² - Sil/PU Polyester für die Bodenwanne
- 3c Zipper für die Innenzelttür
- 9,3mm DAC NFL Gestänge
- Außenzelt: 265cm x 170cm x 110cm
- Bodenwanne: 240cm x 130cm x 10cm
Silpoly ist ein tolles Material für Kuppelzelte und das 30d Silpoly von Extremtextil empfinde ich als ausreichend robust (und die Farbe ist wunderschön). Aus Preisgründen habe ich für das Innenzelt nicht die leichtesten Stoffe gewählt.
Details:
Die Verstärkungen auf dem Zeltstoff sind zum Großteil nur aufgeklebt, da bin ich sehr gespannt, wie das langfristig hält. Die Abspannpunkte in der Mitte der Seiten habe zusätzlich noch eine kleine Verstärkung aus Ultra, damit man da ordentlich Zug drauf geben kann.
Bei meiner Solokuppel habe ich gemerkt, dass es besser ist, wenn der Reißverschluss direkt am Gestängekanal entlangführt, so lässt er sich immer super easy öffnen. Dieses Zelt hat zwei Eingänge, was ich für ein 2P Zelt sehr komfortabel finde

Die Apsis auf jeder Seite ist so 20-30cm tief und bietet Platz für diversen Kram, aber ist natürlich nicht zum Kochen geeignet. Gepäck kann ansonsten auch einfach mit ins Innenzelt.
Das Gesamtgewicht beträgt: 759g (Außenzelt + Schnüre) + 452g (Innenzelt) + 388g (Gestänge) = 1599g
Spoiler anzeigen
Außenzelt
- 406g Silpoly (ca. 9,1m²)
- 98g Reißverschluss (ca. 4m)
- 24g Reißverschluss Schieber (4 Stk)
- 47g Gestängekanäle (ca. 1m²)
- 38g Gestängeaufnahme (davon ca. 0,3m² Ultra und etwas Gurtband)
- 24g O-Ringe (30 Stk)
- 6g Reißverschlussabdeckung
- 11g Verstärkungen (ca. 0,2m²)
- 6g Gurtband (ca. 3m verschiedene Bänder)
- 4g Leiterschnallen (2 Stk)
- 9g Line-Loks (12 Stk)
- 82g Schnüre (ca. 38m)
Innenzelt
- 183g Zeltboden (ca. 3,9m²)
- 85g Moskitonetz (ca. 3,4m²)
- 77g Innenzeltstoff (ca. 2,4m²)
- 65g Reißverschluss (ca. 6,6m)
- 6g Reißverschluss Schieber (4 Stk)
- 19g T-Bars (32 Stk)
- 12g Elastisches Band (ca. 2m)
- 2g Innenzelttaschen (aus Moskitonetz)
- 4g Handschuhhaken (4 Stk)
Da ich die Clips wieder entfernen und das Zelt deswegen noch einmal komplett auftrennen musste, liegt meine Statistik über die Arbeitszeit voll daneben
Deswegen hier nur die wirklich produktive Zeit:Spoiler anzeigen
Außenzelt 50h
- 9,5h Ausschneiden
- 4h Probenähen
- 3,5h Prototypen von Einzelteilen (z.B. Gestängeaufnahme)
- 23h Nähen
- 2,5h Kleben
- 4,5h Kleinigkeiten (z.B. Schnüre anbringen)
- 2h Aufräumen
Innenzelt 20,5h
- 4h Ausschneiden
- 1,5h Probenähen
- 12h Nähen
- 1h Kleben
- 1h Kleinigkeiten
- 1h Aufräumen
Gestänge 1h
- 1h Gestänge bauen
Ich denke, dass das Zelt so ein ganz guter Allrounder für viele Touren ist

-