Wandern, wo es politisch schwierig wird?

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  • Die Konservativen waren die, die in der französischen Nationalversammlung rechts saßen

    Betonung auf waren.

    Früher hieß es noch: keine Partei rechts von der CDU

    Nun bezeichnen sie sich als Partei der Mitte.

    Real ist es wohl mittig bis rechts.


    Damit helfen uns diese alten Klassifizierungen doch nicht mehr weiter?

    Schlagen wir den Bogen zum Wandern: wie helfen uns diese alten Modelle nun, um damit ein Fernbleiben bestimmter Regionen zu begründen?

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Da schaut man mal einen halben Tag nicht ins Forum... ^^

    Wichtiges Thema hier, auch wenn es scheinbar allen hier schwerfällt, auch wirklich beim Thema zu bleiben ;)

    Dazu:

    Ich verstehe jeden, der irgendwo nicht hin reist weil er/sie wirklich um seine Sicherheit fürchtet, egal ob nach Berlin oder ins Erzgebirge. Das sollte nicht sein müssen.

    Ich verstehe auch, wenn man beim Wandern einfach mal nicht mit Sachen und Themen konfrontiert sein will, die einen triggern oder bei denen man sich unwohl fühlt. Geht mir genauso. Man macht sich ja jeden Tag schon seine Gedanken über den Wahnsinn in der Welt, da will man dann ja wenigstens beim Wandern ne Auszeit und sich nicht aufregen oder positionieren oder verteidigen müssen.

    Gleichzeitig ärger ich mich dann aber auch über mich selbst. Erstens, weil ich mir so ja selber schon Schranken auferlege und in interessante Ecken nicht reise. Zweitens, weil ich genau weiß, dass mir dort auch nette Begegnungen entgehen. Drittens, weil ich ja tief drin schon weiß, dass man am meisten lernt, wenn man mit anderen Meinungen konfrontiert wird.... Aber will ich das beim Wandern und Reisen?

    Einmal editiert, zuletzt von Jan234 (19. Dezember 2025 um 20:10) aus folgendem Grund: Das -> dass

  • Es sollte mich angesichts der derzeitigen politischen Lage in Deutschland eigentlich nicht überraschen, dass hier einige Beiträge eher von rechts kommen - trotzdem verwundert es mich schon irgendwie ein wenig. Immerhin ist ein wesentlicher Bestandteil konservativer und rechter Politik heutzutage, dass sie Klima und Umwelt mit mehr oder weniger Schwung vor die Wand fahren. Und das ist ja irgendwie sehr konträr zur Naturverbundenheit, die viele hier pflegen.

    Als gebürtiger Erfurter mit Handicap war ich schon viel im Osten unterwegs. Und dabei wurde ich schon einige Male angegangen/beschimpft oder respektlos behandelt. Besonders auffällig/häufig war das, als ich vor etwa 10-14 Jahren insgesamt dreimal von Berlin/Umgebung mit dem Rad an die Ostsee gefahren bin..ein Liegerad mit 3 Rädern. Ich muss sagen, das war teilweise schon sehr unangenehm und finster in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern..Und das vor 10 Jahren! Seit diesen Erfahrungen vermeide ich es, Radreisen zu unternehmen. Und obwohl man mir mein Handicap zu Fuß weniger ansieht, bewege ich mich bei Wanderungen in einigen Gebieten doch so zügig wie möglich durch die Ortschaften und mach außerhalb Pause..

    Ich persönlich bin vor allem tiefgrün, aber auch links. Das wurde auch durch meine persönlichen Erfahrungen geformt. Und auch wenn ich mich als pazifistisch bezeichnen würde, stelle ich mich wo es nur geht verbal und mit Präsenz gegen die Verfehlungen und Missstände konservativer und rechter Politik. Und sorry, aber: Leute, die Menschen angreifen/ausgrenzen, die irgendwie "anders" als die "Norm" sind, kann ich einfach nicht tolerieren. Deswegen finde ich es auch unfassbar, dass Menschen die AfD wählen, aber behaupten "nicht rechts" zu sein. Wenn diese Leute auch nur minimal Intellekt hätten, würden sie das Parteiprogramm lesen und dann die Politik der AfD als das verstehen, was sie ist: rechts und zutiefst menschenverachtend. Ich kann und will sicher nichts dagegen tun, wer hier im Forum aktiv ist, jeder hat ein gutes Recht dazu. Aber durch den Thread hier hab ich jetzt zumindest einen Anhaltspunkt, mit welchen Personen ich hier zukünftig nicht (mehr) kommunizieren brauche. Danke dafür.

  • Nur das Egalität faktisch nicht erreichbar ist, denn es bedeutet, soziale Gleichheit anzustreben, Chancengleichheit zu fördern und Ressourcen sowie Rechte möglichst gleich zu verteilen.

    Ein Idealbild ist somit zur Bewertung von individuellen No Go areas beim Wandern nur bedingt hilfreich. Es ist wie immer im Leben, wähle dein individuell kleinstes Übel

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  • Eine kleine Anekdote hätte ich noch, welche uns vielleicht auch nochmal zurück zum Thema führt. Ich hatte hier in Schweden mal eine Weile eine LGBTQ Wandergruppe. Zum Einen musste ich mir dafür ziemlich viele Anfeindungen gefallen lassen, so nach dem Motto „Schade, dass es sowas braucht“, „bist du sicher, dass es hier in Schweden sowas braucht?“ bis hin zu Unterstellungen, ich würde damit ein ungerechtfertigt schlechtes Bild auf Schweden werfen.

    Tatsächlich war es dann aber so, dass diese Gruppe nach und nach immer mehr von hetero, cis Frauen genutzt wurde. Scheinbar hatte sich das irgendwo rumgesprochen, dass sie hier in der Gruppe vor ungewollter Anmache durch irgendwelche Typen geschützt sind. Das führte aber auch dazu, dass immer weniger LGBTQ Menschen teilgenommen haben, vermutlich weil sie sich in der Gruppe nicht mehr wiedergefunden haben. Auch eine gewisse Form von Abuse. Jedenfalls hatte ich dann auch irgendwann keine Lust mehr. Und auf die Idee, dass sie ihre eigene Gruppe nur für Frauen machen könnten, sind sie auch nicht gekommen.

  • Nur das Egalität faktisch nicht erreichbar ist, denn es bedeutet, soziale Gleichheit anzustreben, Chancengleichheit zu fördern und Ressourcen sowie Rechte möglichst gleich zu verteilen.

    Ein Idealbild ist somit zur Bewertung von individuellen No Go areas beim Wandern nur bedingt hilfreich. Es ist wie immer im Leben, wähle dein individuell kleinstes Übel

    "Ein Idealtypus (auch: Idealtyp) ist in der Wissenschaftstheorie ein zielgerichtet konstruierter Begriff, der Ausschnitte der sozialen Wirklichkeit ordnet und erfasst, indem er die wesentlichen Aspekte der (sozialen) Realität heraushebt und oft mit Absicht überzeichnet. Insofern stellt er ein Gedanken- bzw. Idealbild dar und grenzt sich demnach vom empirisch durchschnittlich gegebenen Realtypus ab."
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Idealtypus)

    Da weiter oben nach Begriffen und Definitionen gefragt wurde, habe ich die (moderne) Unterscheidung zwischen Hierarchisch und Egalitär statt der verstaubten "Links - Rechts" aufgemacht. 

    ferals.eu - Wir sind Menschen, die das Gehen suchen. Wir entziehen uns den Wegen, um Pfade zu finden.

  • Ein Narzisst kann gar nicht anders, als alles Gesagte auf sich zu beziehen. Kommt es zum Streit, ist tendenziell alles ein Angriff auf seine persönliche Integrität. Er ist unfähig auf Gesagtes einzugehen und Argumente in ihrem tatsächlichen Umfang zu erfassen. Die eigene, verzerrte Wahrnehmung steht da dem reel Artikulierten scheinbar unüberwindbar im Wege. Gleichzeitig vermag er es nicht auch nur einen einzigen kohärenten, logisch klar durchstrukturierten Gedanken zu formulieren, auf den man als Gesprächspartner sinnvoll eingehen könnte. Der Ergebnis ist in aller Regel aussichtslose Frustration auf beiden Seiten.

    Wenn das hier das zentrale Identifikationsmerkmal von Narzisten darstellt, sind verdammt viele Leute in Interneforen welche.

    Damit helfen uns diese alten Klassifizierungen doch nicht mehr weiter?

    Es hat sich erschreckend wenig geändert die letzten hundert Jahre. Ein politisches Lager ist nur die Abstraktion der Menschen, die es bilden. Die Menschen ändern sich tatsächlich sehr wenig und das auch noch langsam. Deswegen lassen sich massenhaft Parallelen ziehen zwischen der Situation in der Weimarer Republik und den aktuellen Verhältnissen. Erschrecken daran ist, dass das vielen überhaupt nicht bewusst ist und manche Leute jetzt so etwas sagen wie "Ach, lasst die doch mal ran! Das wird schon nicht so schlimm. Dann sehen die Leute, dass die eigentlich auch nix sind...". Genau das gleiche Geschwätz gab es damals auch schon. Wer die Geschichte nicht kennt...

    Die grundlegende Trennlinie im Denken über eine ideale Gesellschaft verläuft zwischen „Hierarchie“ und „Egalitär“ imho.

    Gesellschaft ist schon wieder so eine Abstraktionsebene. Ich sehe den Menschen als die einzige relevante Ur-Sache.

    Es gibt Menschen, die finden andere Menschen ganz toll. Man müsste die Menschen nur befreien und machen lassen. Dann würden wir uns alle lieb haben, alles teilen und die Welt wäre ein Paradies.

    Dann gibt es Menschen, die finden andere Menschen grundübel. Man müsste die Menschen kontrollieren und zu ordentlichem Verhalten zwingen. Nur manche sind fähig und fleissig. Andere verdienen die Knechtschaft oder Schlimmeres, oder sind gar Ursache allen übels und müssen aktiv bekämpft werden.

    Das sind jetzt Extreme. Dazwischen gibt es alle Varianten in statistischer Normalverteilung.

  • Das Wahlergebnis, auf das ich mich bezogen habe, war übrigens Trump in den USA, durch welches sich eben rechtsradikale jedweder Couleur befeuert sehen. Nicht zuletzt wenn ein paar Tage später ein abgehalfterter C-Prommi mit zu viel Geld auf dem Konto sich tatsächlich ermutigt fühlt auf einer Bühne und großem Publikum einen Hitlergruß zu zeigen.

    Tut doch nicht so, als würde das alles nicht passieren. Ihr macht euch mitschuldig. Es gibt keine Toleranz für Intoleranz. Kann es nicht geben. (Mal abgesehen davon, dass das mit der Toleranz eh so eine Sache ist. Aber das ist nochmal ein anderes Thema)

    Ich kann mir nicht annähernd vorstellen, wie die sich gefühlt haben müssen auf Hitches in Trump-Country und in den erzkonservativen Kleinstädten des Westens. Ich konnte selbst bei dem schlimmsten Hitch noch darüber reden, wie schön die Landschaft ist und war damit anschlussfähig. Das war bei zwei Besoffenen in einem alten SUV in Montana, die mir stolz ihre Hakenkreuz-Tattoos gezeigt haben, als ich gesagt hab, dass ich aus Deutschland komme. Oder die krasse, herzliche (christliche? Western Settler?) Hilfsbereitschaft von den Leuten in dem Laden in Leadore, Idaho. Hinter dem Ladentisch waren lauter "lustige" Schilder über MAGA und Waffenbesitz und die Rolle von Frauen im Haushalt. Waren die auch zu meinen Mitwandernden so freundlich?

    Naja, ich denke jedoch dass es auch coole tolerante, vielleicht sogar Solidarische Leute in den ländlichen Gegenden Deutschlands gibt. Leider kann man das aber einfach nicht so gut wissen, wie die Stimmung auf bestimmten Dörfern ist, durch die man gerade wandert.
    Das gilt natürlich auch für alle anderen Länder der Welt. Und selbst wenn es in Dorf XY voll coole Leute gibt, gibt es da vielleicht auch ein paar
    Einwohner, die sich gegenüber manchen Menschen abweisend oder gar gewaltvoll verhalten.
    Daher ist es meines Erachtens ist es absolut sinnvoll, auf sich selbst aufzupassen und lieber erstmal vorsichtiger an solche Orte zu gehen oder gar ganz zu vermeiden.

    Ich (weißer Mainstream) war ja nun auch im vergangenen und laufenden Jahr auf dem PCT unterwegs, und will wahrscheinlich im kommenden Jahr die letzten 500 Meilen komplettieren. Insofern interessant, die Gedanken und Erfahrungen Anderer zu lesen.

    Der CDT ist sicherlich großenteils MAGA-Territorium und stärker betroffen als der PCT; aber wenn man genauer hinschaut, haben auch die Counties, durch die der PCT verläuft, 2024 mehrheitlich "rot" gewählt. Gemessen daran waren meine Erfahrungen (für mich) eher positiv. Ich hatte nur einmal eine Diskussion über politische Inhalte mit einem MAGA-Jünger (car camper), die in gesitteten Bahnen verlief und freundlich endete. Und viele Begegnungen, wo sich mein Gegenüber ( ob hiker oder local) spontan für die Haltung seines Landes gegenüber Europa entschuldigt hat oder mir gedankt, dass ich trotzdem gekommen bin. Am "no kings"-Tag bin ich einer Gruppe von Hikern begegnet, die für eine virtuelle Teilnahme per FB geworben haben. Im Camp am Howard Prairie Lake, das an diesem Wochenende eigentlich von den Queer Families of Southern Oregon gebucht war, wurde ich genauso freundlich aufgenommen wie am von den konservativen Sieben-Tage-Adventisten betriebenen Big Lake Youth Camp, wo ich übrigens auch Squirrel begegnet bin.

    Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, und die USA sind, was der Name sagt: ein Staatenbund, nicht ein Zentralstaat. Ich hoffe, das bleibt so,

  • Carsten K.

    Überflüssig!

    Was heisst da "überflüssig"? Die ganze Brisanz des Themas ist an den Haaren herbeigezogen. Als könne man in Ostdeutschland nicht problemlos auf Wanderschaft gehen :D

    Würde jetzt hier ja die Definition eines Strohmann-Arguments einfügen, aber finde gerade keine aus einer "linken" Quelle, damit man sie dann hinterher einfach ignorieren kann, egal ob es sich um eine fundierte Definition handelt oder nicht.

    Jetzt mal ernsthaft, wenn ihr euch auf dem Niveau unterhalten wollt, dann bleibt doch einfach weg aus dem Faden?

  • Gemessen daran waren meine Erfahrungen (für mich) eher positiv.

    Das waren meine ja auch. Ich bin so krass auf Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit getroffen, das hat mich immer wieder überwältigt. Leute waren immer wieder so offen und neugierig und lieb zu mir.

    Es bildet sich hat der schale Geschmack im Mund bei der Frage: ist das weil ich so bin wie ich bin? Und würde ich das auch so kriegen wenn ich nicht so Mainstream-anschlussfähig wäre in meinem Aussehen und dem was ich ausstrahle? Oder müsste ich dann vor den Leuten Angst haben, die mich so gut behandelt haben?

    Ich hab da keine gute Antwort drauf, was ich damit anfangen soll.

  • Man kann die Frage auch umdrehen, und sich fragen, wo am Land du als visuell eher mänlich attributierte Person mit Rock und bauchfreien Top nicht schräg angeschaut wirst. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen dass das ein ostdeutsches Problem ist. Knutsch doch mal mit deinem gleichgeschlechtlichen Partner auf einer bayrischen oder österreichischen Skihütte. So richtig lange mit Zunge, zB an Sylvester. Das kann sicher gut gehen, aber irgendwann triffst du wieder einen mental in den 1960ern verhafteten, so betrunken, dass er mal sagt was er so denkt.

    Die (mir fehlt der Begriff - woke?) Blase die ihr euch die letzten Jahre/Jahrzehnte erkämpft habt, existiert warscheinlich nur in der Anonymität von Großstädten. Und auch dort wirkt die Mehrheit der Mitmenschen auf mich nicht liberal, es ist ihnen einfach nur wurscht, was schon auch ein großer Unterschied ist. Sorry 😞😕

    Es fällt einem in einer Großstadt auch deutlich leichter mit großen Gruppen von ähnlich oder Gleichgesinnten zusammen zu leben. Am Land leben alle Meinungen bunt gemischt auf kleinem Raum. Das kann für Minderheiten herausfodernd sein, das verstehe ich. Es ist sicher auch die Kunst sich ein Fell wachsen zu lassen und damit um zu gehen. In Österreich habe ich es öfter erlebt: man fängt einen blöden Spruch ein (da muss man nicht aus der quer szene kommen für), du gibst den blöden Spruch zurück, dein Gegenüber lächelt, und schätzt dich als schlagfertige Person mit Humor.

    4 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (20. Dezember 2025 um 14:40)

  • Carsten K.

    Überflüssig!

    Was heisst da "überflüssig"? Die ganze Brisanz des Themas ist an den Haaren herbeigezogen. Als könne man in Ostdeutschland nicht problemlos auf Wanderschaft gehen :D

    Definiere "man" und "problemlos". Du kannst Dich schon als Frau nicht so unbedarft bewegen wie als Mann ,fast überall (Fragt Eure Töchter;)). Red mal mit PoCs was die im alltag so erleben, oder schwulen Pärchen. Ein Idiot reicht, um einem gehörig den Tag zu vermiesen. Je nach Gegend ist die Idiotendichte und Art der Idioten halt unterschiedlich. Je nach dem wer Du bist, fühlen sich dazu unterschiedliche Idioten getriggert.

    Geil für Dich, wenn Du solche Erfahrungen nie machen musstest. Wobei Du ja auch mit gewissen Kreisen Deinen "Spaß" zu haben scheinst.

    Leben und leben lassen. Dazu solche Erfahrungen am besten am Lagerfeuer von Angesicht zu Angesicht bequatschen. Auf wundersame weise gibt's so Anfickerei da extrem selten.

    UL wobei das L auch für Luxus stehen kann 😅

  • Man kann die Frage auch umdrehen, und sich fragen, wo am Land du als visuell eher mänlich attributierte Person mit Rock und bauchfreien Top nicht schräg angeschaut wirst. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen dass das ein ostdeutsches Problem ist. Knutsch doch mal mit deinem gleichgeschlechtlichen Partner auf einer bayrischen oder österreichischen Skihütte. So richtig lange mit Zunge, zB an Sylvester. Das kann sicher gut gehen, aber irgendwann triffst du wieder einen mental in den 1960ern verhafteten, so betrunken, dass er mal sagt was er so denkt.

    Die (mir fehlt der Begriff - woke?) Blase die ihr euch die letzten Jahre/Jahrzehnte erkämpft habt, existiert warscheinlich nur in der Anonymität von Großstädten. Und auch dort wirkt die Mehrheit der Mitmenschen auf mich nicht liberal, es ist ihnen einfach nur wurscht, was schon auch ein großer Unterschied ist. Sorry 😞😕

    Ländlicher Raum ist ein besseres Argument als "der Osten" - Danke dafür!
    Allerdings haben sich Menschen auf dem Land doch auch schon einige woke Blasen erkämpft.

    Anekdote aus den bayerischen Voralpen: ich traf dann doch auch sehr verwunderte und beschämte Blicke, als ich mit meinem Wanderrock um die Ecke kam. Aber, sagen wir so, bei 30° war ich dann doch auch über die lange Softshellhose, die schweren Stiefel, den riesigen Rucksack und die hochroten Köpfe verwundert.

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