Beiträge von hiker7

    Viren sind in unseren Breiten zu vernachlässigen.


    Gruß Konrad

    Theoretisch stimmt das, aber hier in den Alpen gab und gibt es schon immer wieder Schwierigkeiten mit Viren (Noro und Rota), Hütten schließen, zig Leute erkrankt - alles vom Wasser. Die Hütten rüsten mit UV auf, weil Chlor teilweise wohl nix bringt.

    Bei Viren wurde ich stutzig, da Viren eigentlich zu klein sind um von diesen Filtern zuverlässig herausgefiltert zu werden. Im FAQ der Website:

    "Während freie Viruspartikel, aufgrund ihrer geringen Größe, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht von unserem Filter erfasst werden, können Viren, die an Partikel gebunden sind, durch unseren Filter entfernt werden, sofern diese Partikel größer sind als die oben genannte Filtergenauigkeit von 0.2 µm der Membran"

    So ist das imho bei den anderen Filtern auch.

    Bei mir sinds immer viel zu viele Riegel/Bars/Kekse/Flapjaks.

    +1 ... entweder einfach grundsätzlich zu viele oder sie hängen mir so schnell zum Hals raus, dass ich dann doch was anderes esse, wenn es denn irgendwie etwas gibt. Aber gerade auf dem Rad nehme ich sie dann doch immer wieder mit, weil ich Angst habe im Zuckerloch zu enden.

    Hab mich an Riegeln und Süßkram überfressen, daher hab ich... Salziges. Und das viel. Nüsse und auch Frit-Sticks und so Zeug. Das alles mische ich dann mit klassischem Trailmix. Oft sind Mit-Wandernde froh, dass ich davon meist "zu viel" dabei habe. Nach einem ersten irritierten Gucken auf die Sauerei im Ziploc machts aber großen Spaß, sich sein akutes Gelüste da raus zu fischen.

    Also ja, Hungerast ist auch meine fear.

    Bei uns auf dem Blog stellen wir immer wieder Videos vor, die uns besonders berührten oder zum Nach-und Weiterdenken gebracht haben.

    Das Feature über Goro Obata und den "Higashikawa style” war eins solches Video:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Ich war auf dem Alpe-Adria-Trail mit Zelt (fast immer auf Campingplätzen geschlafen, war einfach Etappenende und bequem). Das war schön, teils anstrengend, nicht so wirklich "wild", man kommt täglich in ein Dorf. Roadwalks waren vergleichsweise selten, die Landschaft fühlt sich stellenweise trotzdem "wild" an. So richtig viel los ist da nicht, ich habe auf dem Weg vielleicht 10 Leute in über einer Woche getroffen. Im Mittelteil der Tour bietet die Soča viele Badestellen, falls es doch mal heiß wird. Start war für mich in Krajnska Gora, ich bin dann von Cividale aus mit dem Zug wieder Richtung München gefahren.

    Den Trail würde ich empfehlen, wenn es nicht absolut "wild" sein soll, die Höhenmeter nicht zu krass sein sollen und auch hin und wieder eine Kaffeepause nicht stört.

    „Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ -- Karl Popper, 1945

    Man kann die Frage auch umdrehen, und sich fragen, wo am Land du als visuell eher mänlich attributierte Person mit Rock und bauchfreien Top nicht schräg angeschaut wirst. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen dass das ein ostdeutsches Problem ist. Knutsch doch mal mit deinem gleichgeschlechtlichen Partner auf einer bayrischen oder österreichischen Skihütte. So richtig lange mit Zunge, zB an Sylvester. Das kann sicher gut gehen, aber irgendwann triffst du wieder einen mental in den 1960ern verhafteten, so betrunken, dass er mal sagt was er so denkt.

    Die (mir fehlt der Begriff - woke?) Blase die ihr euch die letzten Jahre/Jahrzehnte erkämpft habt, existiert warscheinlich nur in der Anonymität von Großstädten. Und auch dort wirkt die Mehrheit der Mitmenschen auf mich nicht liberal, es ist ihnen einfach nur wurscht, was schon auch ein großer Unterschied ist. Sorry 😞😕

    Ländlicher Raum ist ein besseres Argument als "der Osten" - Danke dafür!
    Allerdings haben sich Menschen auf dem Land doch auch schon einige woke Blasen erkämpft.

    Anekdote aus den bayerischen Voralpen: ich traf dann doch auch sehr verwunderte und beschämte Blicke, als ich mit meinem Wanderrock um die Ecke kam. Aber, sagen wir so, bei 30° war ich dann doch auch über die lange Softshellhose, die schweren Stiefel, den riesigen Rucksack und die hochroten Köpfe verwundert.

    Nur das Egalität faktisch nicht erreichbar ist, denn es bedeutet, soziale Gleichheit anzustreben, Chancengleichheit zu fördern und Ressourcen sowie Rechte möglichst gleich zu verteilen.

    Ein Idealbild ist somit zur Bewertung von individuellen No Go areas beim Wandern nur bedingt hilfreich. Es ist wie immer im Leben, wähle dein individuell kleinstes Übel

    "Ein Idealtypus (auch: Idealtyp) ist in der Wissenschaftstheorie ein zielgerichtet konstruierter Begriff, der Ausschnitte der sozialen Wirklichkeit ordnet und erfasst, indem er die wesentlichen Aspekte der (sozialen) Realität heraushebt und oft mit Absicht überzeichnet. Insofern stellt er ein Gedanken- bzw. Idealbild dar und grenzt sich demnach vom empirisch durchschnittlich gegebenen Realtypus ab."
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Idealtypus)

    Da weiter oben nach Begriffen und Definitionen gefragt wurde, habe ich die (moderne) Unterscheidung zwischen Hierarchisch und Egalitär statt der verstaubten "Links - Rechts" aufgemacht.