Ich hab ein Notch LI solid inner. Gebraucht gekauft im blauen Forum 2023.
Die Taschen habe ich auch direkt umgenäht. Die sind echt. voll blöd. Jetzt passen Uhr, Powebank und Telefon gut rein ohne rauszufallen.
Mittlerweile ist es recht mitgenommen aber immernoch teu und funktional. Hat aber auch einige km auf dem Buckel und wiegt mit den ganzen Patches etwas mehr als zu Anfang. CDT, Eiffelsteig, Rheinsteig, Westweg im Winter und viele Overnighter. Auf dem CDT ist mir bei Sturm ein Ast draufgekracht, der Riss ist getaped. Auf dem Westweg haben Mäuse ein Loch ins solid inner gefressen. Auch geflickt. Das Innenzelt hing mit zu doll durch, ich habe die Gummis gekürzt, mit denen das aufgehängt ist.
Habe das für meinen CDT thru 2024 gekauft. Da war es völliger overkill. Westweg bei tiefem Schnee mit -10 Grad im Februar wars genau richtig. Hab allerdings nicht auf Schnee geschlafen, sondern immer einigermaßen schneefreie Stellen und Fichten gefunden. Jetzt lebe ich in Jämtland eine Stunde vom Fjäll entfernt und freue mich auf Zeit, hier seine Grenzen auszuloten. Da ich Bauer bin, habe ich eigentlich nur Zeit wenn das Wetter wirklich schlecht ist. Passt also.
Baue es mit 6 Groundhog Minis auf. Das hat bisher immer geklappt. Bei Schlechtwetter werden die mit dicken Steinen oder was sich sonst so findet gepimpt. Als Poles habe ich dreiteilige Fizan Compact Stöcke. Hab so einige Gewitter und Hagelstürme sicher drin verbracht und mich immer wohl gefühlt.
Das Solid inner bringt wirklich wahnsinnig viel mehr Wärme, Geborgenheit und Schutz vor Kondens. Weiß nicht, ob sich das gegen eingespartes Schlafsackgewicht aufrechnet, aber ich mags. Die Form finde ich super. Je nachdem, wie ich es in den Wind stelle und wie hoch ich es aufbaue, kann ich das sehr sturmfest oder sehr ventiliert machen. Wenn ich es an 6 Punkten gut abspanne, flattert es für ein UL Zelt wirklich wenig und die Reißverschlüsse sind gut entlastet. Ich habe an allen Heringen relativ viel Freiheit bei Aufbau, wo ich die in den Boden stecke. Hatte trotz der 6 benötigten Punkte dadurch noch keine Probleme.
Oben, wo die Poles das Fly halten, habe ich eine kleine Schnur, die ich über die Teller der Stöcke lege, an der ich mit den Mini-Karabinern (an denen ich tagsüber Zeug außen am Rucksack trockne) meinen Rucksack und meinen Essensbeutel im Vorzelt aufhängen kann. Wenn ich das mache, hatte ich (bisher) noch keine Nager an meinem Essen und auch bei Starkregen ist das Zeugs von Boden weg.
Kleine Kritik neben den schon genannten Punkten: Die zweite Apsis ist eigentlich nicht nötig. Ich hätte dafür lieber etwas mehr Platz im Innenzelt. Das wäre ein Luxus, für den ich gerne noch 50g dazugeben würde. Da fand ich die Aufteilung vom Hilleberg Akto, das ich vorher hatte, besser.
Auch wenn es nicht das leichteste Zelt ist, liebe ich es sehr und hoffe, dass es mich noch einige tausend weitere km beglückt.
Nachtrag: was auch doof ist. Durch die kleinen Stangen an Kopf und Fußende, die fest im Fly eingebaut sind, lässt sich das Zelt nicht gut knüllen, sondern hat im Rucksack immer eine Wurstform. Ich komme damit klar, ist aber gewöhnungsbedüftig.