Quilt pimpen: Wie viel Grad bringen Liner, Inlets etc.

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  • Ich kann mit dem Quilt nur bis ca. 5-7 Grad im T-Shirt ausreichend warm schlafen.
    Auch eine wirklich dicke Jacke (Berghaus 500 Gramm JAcke mit vermutlich Apex o.ä.) bringt weniger als vermutet ( aus meinen Notizen "Nach der Tour im Caddy geschlafen, 4 grad ohne Kleidung anfangs gut, später in der Nacht bei 2 Grad kalt gefühlt, dann Jacke und zusatzdecke, trotzdem kalt.")

    Wenn du bei 5 Grad noch im T-shirt gut warn hast, solltest du mit Jack und Zusatzdecke bei 2 Grad eigentlich schwitzen.

    Anstatt Jacke nutze ich gerne meine Fleeceweste, wenn dabei. Die gibt schön warm und kann auch als Wärmeschicht außerhalb vom Schlafsack/Quilt benutzt werden. An den Armen friert man ja nicht so schnell und Ärmel sind beim schlafen eher störend. Mit 200g in L wiegt die nicht mehr wie ein Inlet, Biwaksack ...

  • Zum Benzinhandwärmer wurde hier im Thread bereits ein Thread im Nachbarforum verlinkt. https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/14…-im-schlafsack/ In dem Thread kommt die Mehrweit auch mit Hilfe chemischer Formeln etc. zu dem Ergebnis, dass das Restrisiko von Kohlenmomoxidproblemen zu hoch ist.
    Bei Lampen gehe ich stark davon aus, dass die Wärmeleistung ähnlich wie bei Kochern sein dürfte - es wird etwas wärmer bei hohem Verbrauch. Auch hier sehe ich Probleme dass die Luft gefährlich dünn wird - insbesondere in den Zelten, in denen die Wärmeleistung funktioniert (wenn viel frische Luft reinweht, ist auch die Wärmeleistung gering).

  • Benzintaschenöfen produzieren eigentlich kein CO, sondern nur CO2 und Wasser. Es ist auch keine Verbrennung im eigentlichen Sinne sondern eine katalytische Reaktion. Im Schlafsack würde ich aber immer eher die Variante Wärmflasche nutzen.

    Gaslaternen produzieren erstaunlich wenig spürbare Wärme in einem Zelt, ausserdem hatte ich schnell den Eindruck dass die Luft nach einiger Zeit etas „dünn“ wurde. Ich schätze Sauerstoffmangel, da der CO Melder nichts detektiert hat. Beim kleinsten lüften ist die Wärmeleistung dann eh komplett dahin.

  • Benzin "Taschen-Öfen" im Schlafsack geben, im Vergleich zu meiner Wärmflasche nur eine geringe Menge an Wärme ab. Zudem wird die Verbrennung im Laufe der Nacht immer schwächer, (ich nehme an aus Sauerstoffmangel).

    Eine Gaslaterne bringt in sehr kleinen Zelten schon etwas. Allerdings ist der Energieverbrauch über einen längeren Zeitraum recht hoch. Und der Schlafsack muss trotzdem mit eigener Energie warm gehalten werden.

    Möchte ich es im Winter richtig mollig haben, nehme ich ein Hottent. Damit kann ich mich komplett durchwärmen und alles durchtrocknen. Dann wiegt das Shelter-System mit Ofen halt 1,5-2 Kg.

  • Benzin "Taschen-Öfen" im Schlafsack geben, im Vergleich zu meiner Wärmflasche nur eine geringe Menge an Wärme ab. Zudem wird die Verbrennung im Laufe der Nacht immer schwächer, (ich nehme an aus Sauerstoffmangel).

    ...

    Mir sind alle Taschenöfen (Benzin, Kohle) in meiner Jagdacke im Nierengurt mach rel. kurzer Zeit ausgegangen.

    Loden mit Gore Tex.

    Auch da vermute ich Sauerstoffmangel.

    Grüße Azes

  • Möchte ich es im Winter richtig mollig haben, nehme ich ein Hottent. Damit kann ich mich komplett durchwärmen und alles durchtrocknen. Dann wiegt das Shelter-System mit Ofen halt 1,5-2 Kg.

    Aber der kleine Ofen brennt Dir doch auch nicht durch, oder? Wacht man dann alle Stunde von der Kälte auf und legt nach, oder wie macht man das?

  • Es gibt kaum kleine, "leichte" Holzöfen, die reduziert einen längeren Zeitraum durchbrennen.
    Den Einzigen, den ich kenne, ist der russische Poshehonka.
    Leider sackschwer und zudem ist der Import dem Sanktions-Wahnsinn zum Opfer gefallen.

    Mit dem normalen Klipp-Klapp-Ofen wird den ganzen Abend gekocht und zur Nacht gibt es eine feine Wärmflasche. <3

  • Benzin "Taschen-Öfen" im Schlafsack geben, im Vergleich zu meiner Wärmflasche nur eine geringe Menge an Wärme ab. Zudem wird die Verbrennung im Laufe der Nacht immer schwächer, (ich nehme an aus Sauerstoffmangel).

    Ich habe mit meinem Benzintaschenofen immer die gegenteilige Erfahrung - der wird immer heisser und hinterlässt durchaus rote irritierte Hautstellen, wenn er zuwenig Isoschichten dazwischen hat. Nachdem ich meine Atemluft sowieso ausserhalb des Schlafsacks hole, gibt es genug Sauerstoff (unterm Tarp natürlich -8))

  • Keine Ahnung - irgendso ein noname Teil, aber schaue nächste Woche einmal nach, ob ich nähere Infos finde. Jedenfalls: läuft zuverlässig und geht im Gegensatz zu diesen Brennstabdingern nie aus, stinkt und wird zunehmend heisser.

  • Der beste Taschenwärmer ist mWn der Hakkin Peacock, erprobt seit > 100 Jahren. Und durchweg gebrannt, bzw katalysiert, hat meiner (Standard-Version, Mini hätte ich gerne gehabt, gabs aber damals nicht so einfach) die ganze Nacht. Die Wirkung steht also eher nicht in Frage, sondern die Sicherheit (s.o.).

    Hier ist ein ganz aufschlussreicher Test der Jagd-Fraktion (= Leute die stundenlang nachts in der Kälte sitzen) was die Wärmeleistung der verschiedenen Aktiv-Systeme (Benzin- / Kohle- / Einweg- / Akku-Handwärmer). Von der Heizleistung ist der Benziner unerreicht.

  • Ich erinnere Austausche vor einigen Jahren mit Stromfahrer . Der hatte die interessante Erfahrung gemacht, dass es bei niedrigen Termperaturen einen ziemlichen Effekt für die Zelt-Temperatur hat, den gesamten Zeltboden mit einer dünnen Matte (ich glaube, er nahm solche Windschutzscheiben-Matten?)auszulegen. Auch wilbo meine ich so verstanden zu haben mit der dünnen X-Mat.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Schon mal probiert, Steine um und auf den Ofen Zwecks Speicher zu legen ?

    Draußen noch nie, aber bei uns auf der Hexe liegt ein Stein, den wir aus Nordschweden importiert haben.
    Der wird gelegentlich als mobiler Wärmestein genutzt.

    Im Atelier meiner Freundin haben wir in den vergangenen Wochen einen Kaminofen mit Speichersteinen aufgebaut. Das funktioniert einwandfrei, muss aber sehr kräftig beheizt werden, damit genügend Wärme in die Steine übertragen wird. Im kleinen Zelt würde es dadurch deutlich zu heiß werden.
    Aktuell bin ich ganz froh, meinen Ofen über die Drossel recht fein in der Temperatur regulieren zu können.

    Auch wilbo meine ich so verstanden zu haben mit der dünnen X-Mat.

    Bei mir ist das im Winter eher ein Luxus-Ding. Ich empfinde es als sehr angenehm, mich auf zwei Quadratmetern halbwegs frei bewegen zu können.

    Um in einem kleinen Zelt auch ohne Ofen eine effektive Temperatursteigerung zu erzielen, ist die Reduzierung der Konvektion ausschlaggebend. Ein solid-inner statt mesh hilft dabei schon sehr.
    Eichkatz hat dazu einmal eindeutige Messungen gemacht.

    In meinem Hot-Tent werde ich zur Vermeidung von Zugluft doch noch einige Snow-Flaps anbringen. Dabei besonders am Kopfende auf effektive Lüftung achten. In einem anderen (sehr) kleinen Shelter bin ich einmal komplett eingeschneit, aber durfte mit Kopfschmerzen doch wieder aufwachen. ;)

  • Man muss da etwas aufpassen, ich hatte beim Grillen mal für die vermeintlich bessere Luftzufuhr Steine in die Feuerschale gelegt, einen hatte es dann zerrissen und quer durch den Garten gefeuert. Hat sich im Nachhinein als Betonklumpen herausgestellt. Bin mit nicht sicher in wie weit sich das geologisch verallgemeinern lässt....

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