Skandinavien zum ersten Mal - Anfängerfragen

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  • Ich war noch nie in Skandinavien, ich habe eher wenig Urlaub im Sommer. Aaaber - ich könnte im August 2027 2 Wochen weg. Ist das machbar? Und wohin, Skandinavien ist ja riesig... habt Ihr Tipps für ein Gebiet oder einen Trek (so 7-10 Tage, ich hätte ja noch An- und Abreise) oder 2 kürzere, je 3-5 Tage? Ich suche nur eine Idee wohin ich ev reisen könnte...

    Danke :)

  • Was willst du denn erleben? Fjell? Fjorde? Beides? Schärenküste? Wald und Seen? Und würdest du zur Anreise fliegen wollen oder genau das ausschließen? Falls Wald, Seen und Fähre, kann ich die Oslo-Marka z.B. bestens empfehlen. Mit der Colorline entspannt über Nacht nach Oslo, mit der T-Bane an einen Einstiegspunkt und dann loslaufen. Mit Rundtour je nach Einstiegspunkt sind 7-10 Tage gut planbar. Muss man sich allerdings selbst zusammenstellen.

  • Eher Fjell...

    Südlicher Kungsleden. Größtenteils herrlich einsam, gut zu erreichen und in zwei Wochen easy machbar. Die Infrastruktur mit den Hütten bietet Anfängern noch ein Backup, falls doch mal etwas ungeplantes eintritt.

    (SE) Unterwegs auf dem südlichen Kungsleden - haengemattenforum.de
    Unterwegs auf dem südlichen Kungsleden Zeitraum: 07.08 – 23.08.2024 Land: Schweden Region: Dalarnas und Jämtlands län Reisende: Bogus Route: Als…
    www.haengemattenforum.de
  • Dann ist die Frage, wie viel Fjäll du willst. Der "südlichen" Kungsleden (ich glaube außerhalb von Deutschland nennt den niemand so) hat viele Stellen oberhalb der Baumgrenze ohne Bäume, aber du hast schon auch oft noch Wald dabei. Wenn du so richtig oberhalb vom Polarkreis starten willst, und tagelang endlose offene Flächen ohne Bäume willst dann würde ich aber schon den richtigen Kungsleden empfehlen. Je nachdem wann du im August startest ist es sogar am Anfang noch erstaunlich lange hell in der Nacht. Kannst du mit dem Nachtzug gut erreichen, Berlin-Stockholm und dann Stockholm-Abisko. Dann startest du in Abisko und läufst soweit wie du es schaffst, zum Beispiel bis nach Kvikkjokk. Wenn du wild campen willst geht das höchst offiziell dort oben, wenn du lieber in Hütten übernachten willst kommt du täglich an einer vorbei. An jeder kannst du auch immer Essen nachkaufen. Trinkwasser gibt es ständig aus Flüssen und Bächen die nie weit sind, Punkte um frühzeitig abzubrechen sind auch immer in ein paar Stunden zu Fuß erreichbar. Landschaftlich auf jeden Fall ein Abenteuer. Ansonsten gibt es in Norwegen und Finnland auch etliche Wanderwege im Norden, Norwegen ist bei deiner begrenzten Zeit mit dem Zug nur schwer zu erreichen, da müsstest du vermutlich fliegen. Nach Finland kommst du ganz gut mit einer Fähre die nachts fährt, da sparst du auch einen Reisetag, da gibt es aber keinen "fertigen" langen Fernwanderweg wie den Kungsleden.

  • dann würde ich aber schon den richtigen Kungsleden empfehlen

    Würde ich ebenfalls empfehlen. Passt für die zwei Wochen mit Anreise, Abreise und Wanderung ohne viel Stress sehr gut. Die Nachtzüge sind toll. Städtetrip in Stockholm praktisch inklusive beim Aufenthalt zwischen den Zügen.

    Ich würde nur andersrum in Kvikkjokk starten und nach Abisko laufen. Und dort pünktlich zum All-You-Can-Eat-Lunch ankommen. ^^

  • Ich war vor zwei Jahren 10 Tage in der Hardangervidda und fand vor allem den westlichen Teil wunderschön. Gut zu erreichen (Flug nach Bergen, dann Zug), leer aber nicht vollkommen zivilisationsfern, viele gute Angelgewässer und tolle Zeltplätze. Damals hatten wir eine Route geplant, das nächste mal würde ich mich wohl eher treiben lassen. Es gibt ein gut markiertes Wegnetz, aber auch viele kleine Pfade und schöne Ecken zu entdecken. Der Hårteigen z.Bsp. ist mmn einen Besuch wert.

    Wenn du es gerne alpiner willst könntest du dir diese Route mal anschauen: https://ut.no/turforslag/1115677


    Einmal editiert, zuletzt von zweizehn (22. September 2026 um 16:31)

  • Ist etwas Off-Topic, aber bitte nehmt nicht den Begriff "Südlicher Kungsleden". Die Schweden meinen damit den südlichen Teil des nördlichen Kungsleden. Wie schon gesagt, außerhalb von deutschland nennt das niemand so. Ich bin da schon drauf reingefallen, weil auf der STF-Seite über den Bootstransfer, nämlich "Southern Kungsleden" tatsächlich als Begriff auftaucht. Aber damit ist dann eben der südliche Teil des nördlichen Kungsleden gemeint. Das Wording ist mittlerweile auch etwas anders. Dennoch würde ich den Begriff nicht mehr verwenden.


    Der Kungsleden ist schön. Dabei ist es egal wo man läuft. Jeder Abschnitt hat seine schönen Aspekte und bietet unterschiedliche Herausforderungen. Aber ich teile defintiv nicht die Meinung, dass die Nachtzüge toll sind. Die schwedische Bahn ist stellenweise schlimmer als die deutsche Bahn. Dieses Jahr ist mein Nachtzug zum Beispiel entfallen und ich musste in ein Hotel ausgelagert werden (wie der Rest des Zuges). Also können für An- und Abreise schon einige Tage ins Land gehen. Aber es ist es immer wieder wert. Bei 14 Tagen würde ich aber etwas aussuchen, was schneller erreichbar ist :)

  • Dann ist die Frage, wie viel Fjäll du willst. Der "südlichen" Kungsleden (ich glaube außerhalb von Deutschland nennt den niemand so) hat viele Stellen oberhalb der Baumgrenze ohne Bäume, aber du hast schon auch oft noch Wald dabei.

    Hätte mich vielleicht noch etwas genauer ausdrücken sollen...ich meine den Abschnitt von Grövelsjön bis Storlien. Da ist so gut wie kein Wald mehr vorhanden (außer in den Tälern)


    Davon mal ab...wie soll man den Trail denn sonst nennen? Wir sind nun mal in Deutschland und die Treffer der Internetrecherche sind m.E ziemlich eindeutig bei dem Begriff.

  • Wenn es Dir weniger ums Meilen Fressende ich-bin-den-whatever-trail, als um Natur & Wandern mit Zelt geht, kann man sich auch einen der zahlreichen Nationalparks schnappen und sich seine Route durch planen. Ich war bisher in Jotunheimen (gut mit dem Bus von Oslo erreichbar) und Trollheimen, da geht der Bus eher 2 mal die Woche. Auch die von Schwarzwaldine empfohlene Marka war ich mal WMZ. Hat alles einen eigenen Charakter. Aber alle 3 wirklich schön und empfehlenswert

    Zuletzt Jotunheimen/Marka. Ich hatte in Jotunheimen 500m (!!!) Asphalt. Ansonsten quasi nur single Trails. Wenn Du mal von den Hotspots weg kommst, wird es schnell recht einsam.

  • Wenn du in Jämtland unterwegs bist und eine Anlaufstelle möchtest, biete ich mich als Trail Angel an. Ich wohne hier:

    63°32'09.1"N 15°27'07.4"E
    maps.app.goo.gl

    Gilt übrigens auch für alle andren hier im Forum.

    Das südliche Ende vom Lapplandsleden und das nördliche Ende vom Södra Kungsleden sind von mir aus ganz OK zu erreichen. Wenn jemand eine Anlaufstelle zum Entspannen sucht, auf besseres Wetter warten möchte oder Support in Notlagen möchte.

    Interessant könnte es für Leute sein, die das Gröna Bandet laufen. Die Verbindung zwischen den beiden Wegen ist der logistisch schwierigste Teil (soweit ich weiß), da kann ich gerne mit Food Drop oder Fahrdienst unterstützen.

    Edit: St. Olavsleden geht in Östersund für Norrländische Verhältnisse quasi an meiner Haustüre vorbei.

    Einmal editiert, zuletzt von Lumberjack (22. September 2026 um 21:44) aus folgendem Grund: Vergessen zu erwähnen...

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