Gewicht sparen durch nachts wandern und tagsüber schlafen

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  • Hallo zusammen,

    mir kam folgende (nicht ganz ernst gemeinte) Idee zum Gewicht sparen: Tagsüber ist es warm, daher schläft man am besten dann, um beim Schlafsack, Zelt und Isomatte zu sparen. Beim Wandern ist es durch die Bewegung sowieso etwas wärmer, daher kann man es auch in der kälteren Nacht machen. Sicherlich verpasst so man einige Aussichten und es ist je nach Schwierigkeit des Trails eher nicht ratsam. Dennoch meine Frage an die Erfahrenen: Wie viel Gewicht kann man so beim welchen Jahreszeiten/Höhenlagen sparen?

  • Den Hirnpfurz hatte ich jedenfalls auch schon mal. Man kann das ja auch noch weiter drehen bis zu den Extrem, dass es tagsüber zu warm ist, um sich effektiv fortzubewegen, bspw. in Wüsten. Erfahrungen habe ich keine, aber ich glaube sinnvoll ist das höchstens auf Rekordjagt und wenn es die Strecke eben hergibt.

  • Wenn man lebt verbraucht man verdammt viele Nahrungsmittel, die wiegen, also warum nicht ne Pille mitnehmen die mich regelmäßig in einen scheintoten Zustand versetzt, spart bis zu 1 Kilo pro Tag im Rucksack.

    Hab ne Schraube locker, so hat das Leben etwas Spiel

  • Du ahnst es vielleicht, Ray Jordan war schon vorher da

    Zitat

    CHADWICK: You're going to be hiking at night and sleeping during the day, why is that?

    Mr. JORDAN: It allows us to take advantage of hiking at cooler temperatures which allows us to go faster without overheating, and sleeping in the day allows us to get rest at warmer temperatures which means we can carry less weight in our sleep system and insulating clothing.

    https://www.npr.org/transcripts/5461836

  • Ob das Laufen mit weniger Gewicht den Spaß an einem Trail, von dem man nix sieht aufwiegt - naja....🤷

    Das hat sich der Moderator auch gefragt:

    Zitat

    CHADWICK: Wouldn't you be able to make better time if you could see where you were going?

    Mr. JORDAN: In the Arctic we have the luxury of near 24-hour daylight, so that is one of the ideal strategies for trekking up there.

    https://www.npr.org/transcripts/5461836

  • aber ich glaube sinnvoll ist das höchstens auf Rekordjagt

    Ich denke da auch nur bei total simpel, stumpfsinnigen Strecken, Flussradwege oder sowas, ansonsten bist du nachts fast immer auch langsamer (so zumindest meine Erfahrungen, besonders aus 24h Wanderungen), was dann am Ende das Konzept doch eher grenzwertig sinnvoll erscheinen lässt, Sonderfälle wie Wüstenwanderungen mal außen vor.

  • Ich hätte die Befürchtung, das das die Anzahl der Reiseberichte in diesem Forum stark reduzieren würde......... oder die sehen fast alle gleich aus

  • Ich freue mich ja immer über UL Ideen, bei denen man im ersten Moment nicht genau weiß, ob bewusst überzeichneter Trollversuch oder kongenialer UL Einfall unter der Dusche - und merkt, wie eigentlich das reflexhafte wegschmunzeln und Abtun zuckt.

    Ich erinnere mich noch immer an die Diskussion im blauen zu guten, alten Zeiten, ob man nicht durch gezielte Ernährung die Konsistenz seiner Hinterlassenschaften finetunen könnte, um dadurch ein paar Blatt Toilettenpapier einsparen zu können.

    Entgegen meinem ersten Gedanken von don't feed the Troll wurde das ganze sofort wissbegierig aufgegriffen und evaluiert (und dann irgendwann als im Ergebnis nicht praktikabel verworfen)

    Fazit: Der echte ULer zeigt sich dadurch, dass er dahingehend einfach völlig untrollbar ist. Auch der für Außenstehende noch so absurd erscheinendste Gedanke wird zumindest kurz mit dem gebotenen Ernst und ohne direkten Ablehnenungsreflex durchgespielt - es könnten ja ein paar Gramm dabei abfallen (pun intended). 'Hinterfrage alles' in Reinkultur :love:

    Die Tatsache, dass auch dieses erstmal völlig schräg anmutende Thema hier schon längst praktisch erkundet wurde, unterstreicht das noch mal.


    P.s. ich wandere eigentlich fast immer noch etwas in die Dunkelheit hinein, wenn es sich gerade noch gut läuft. Und bei Vollmond o.ä. auch gerne bewusst noch länger - ist eine unvergleichliche Stimmung. Den Rhythmus komplett umdrehen würde ich bis auf die beschriebenen edge cases, die eh nicht mein Thema sind, aber auch nicht.

    "Not all those who wander are lost"

  • Noch mehr Gewicht sparst du wenn du dir einfach ein zwei Flaschen hartes rein kippst und dir dann einfach ganz stark vorstellst, dass du wandern bist.
    Und durch den Alk ist auch sicher gestellt, dass du dich hier und da mal hinlegst! DAs ist quasi echtes wandern!
    Wenn du die Augen zu machst kannst du das sogar in der Nacht tun. Du entscheidest also, gehst du in der Nacht oder am Tag. :)

  • No issue for these blokes-they do all their best work at night


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    Einmal editiert, zuletzt von Walkin' (8. April 2026 um 07:25)

  • Das ist wohl auch ganz stark von der Jahreszeit abhängig: im Sommer mit viel Tageslicht und kurzen Nächten, einfachen Wegen für die Nacht, und stabiler Wetterlage könnte das möglich sein. Und dann müsste das auch für die ganze Tour durchgezogen werden.

    derjasper du könntest eine kurze Nacht-Tour im Sommer ausprobieren und berichten. Kannst du untertags gut schlafen?

  • Hallo zusammen,

    nachdem jetzt alle mal alle gut gelacht haben und ein paar lustige Witze dabei waren, jetzt mal ein Beitrag zum tatsächlichen Nutzen einer solchen Herangehensweise.

    2006, was für die meisten euch junger Hüpfer quasi in der Steinzeit liegen muss, hat Ryan Jordan das genau so bei dem Projekt Arctic 1000 gemacht.

    Schaut euch das gerne hier mal genauer an

    https://backpackinglight.com/wp-content/uploads/2016/04/arctic1000-compilation.pdf

    Ist also unter Umständen auch für Nordskandinavien mit MItternachtssonne eine Idee mit der man mal spielen kann.

    Grüße

  • Stimmt , in Nordskandinavuen bei Mitternachtssonne habe ich das auf dem Padjelantaleden Ende der 90er versehentlich gemacht. Es gab noch keine Handys, es war meine erste Tour im Norden, meine Armbanduhr ging kaputt. Ich war mit Zelt unterwegs und wunderte mich, dass es um die Hüttenherum so geisterhaft ruhig war, ganz "komische" Stimmung, aber ich wollte ja nicht in die Hütten.

    Amvierten Tag war es meinem Gefühl nach Abend, ich war gerade am schlafen gehen, und die Sonne kam dann das erste Mal raus. Im Süden

  • Carsten010 , das steht doch außer Frage, dass es in manchen Situationen tatsächlich gute Gründe fürs Night-Hiken geben kann. Sei es das Aquädukt in Südkalifornien (musste ich nicht, 2019 wars sch…kalt), sei es woanders. Bei mir war es von Belden der lange Aufstieg Richtung Süden, weil tagsüber superheiß. Total interessant, die vielen glitzernden Spinnenaugen auf dem Trail im Lampenlicht.


    Wegen der schwarzen Fotos, und wegen (nicht) „junger Hüpfer“ ein fettes OT: Wer erinnert sich an Alfs tolle Übernachtungs-Berichte in ODS, in denen ein immer wiederkehrendes Element das nächtliche erschreckte Aufwachen war?

    z.B. hier:

    https://www.outdoorseiten.net/forum/viewtopi…t=Alf&start=100

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

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