Beiträge von Old School

    habe mich jetzt, ähnlich wie wilbo vorgeschlagen hat, für eine Faltmatte als "Bodenabstandshalter" entschieden.
    allerdings keine "billigvariante" und auch nicht das thermarest z-pack "original".

    sowohl 2 billige als auch die z-packs konnte ich probeliegen, anfassen und drücken, dabei fiel mir auf das diese matten doch sehr weich sind und auf druck die eierbecher recht leicht zusammendrücken, d.h. die so vorhandenen luftkammern werden stark komprimiert was gerade für mich als seitenschläfer ungünstig ist. habe dann mal ein wenig bzgl. der verwendeten materialien recherchiert, die billigen bestehen i.d.r. aus xpe, die teureren eher aus ixpe. der unterschied, xpe wird chemisch aufgeschäumt, ixpe physikalisch. bei der chemischen variante entstehen weniger und eher ungleichmäßige luftporen im schaum, bei der physikalischen variante jedoch sind die luftporen im schaum sehr gleichmäßig, kleiner und zahlreicher, wodurch insgesamt eine etwas bessere isolationfähigkeit entsteht und der schaum fester ist.

    deshalb hab ich mir diese hier bestellt: https://www.amazon.de/dp/B0GWMHQ6T6

    und siehe da, diese matte ist deutlich härter als die z-pack und die beiden billigen die ich kenne. die eierbecher drücken sich kaum zusammen unter meinem gewicht und wenn ich sie unter die eva-matte lege spüre ich den "abstand" zum boden durch die luft in den eierbechern. also genau das was ich haben will, eine gewisse abkopplung der eigentlichen isomatte vom boden damit darunter der schnee möglichst nicht schmilzt und das entstehende wasser, wegen der besseren wärmeleitfähigkeit im vergleich zur luft, die isolation der evamatte entsprechend schlechter wird (so erlebt im winter).
    bin gespannt obs wirklich funzt ...

    achja, die matte wiegt ohne das mitgelierte packand 440g, incl. des bandes 468g

    ... ergibt das sicher eine gute steigerung der gesamtisolation, evtl. größer als die addition der r-werte? hm, kann man mit der physik doch diskutieren?

    Ich würde den kurzen Weg über die Praxis nehmen.
    Fühl Dich herzlich in unser Kühlhaus eingeladen. 8)

    aaah, hätt ich das gewusst, bin ab morgen auf der rückfahrt nach 4 wochen schweden nach hause, da fahr ich doch an hamburg vorbei. ansonsten leider verdammt weit weg, sonst hättste mir schon mal nen schlüssel machen lassen können :)

    wilbo "Eine Z-lite zwischen zwei Kanchen Junga gelegt, ergibt nicht nur eine hervorragende Isolation, sondern auch einen erstaunlichen Liegekomfort" ... das mit der zlite zwischen zwei evas ist ne gute idee. da die obere eva das körpergewicht verteilt und so die "luftlöcher" der zlite nicht so stark zusammengepresst werden, ergibt das sicher eine gute steigerung der gesamtisolation, evtl. größer als die addition der r-werte? hm, kann man mit der physik doch diskutieren? 8o

    wenn da nicht das packpaß wäre ... irgendwas ist halt immer :/

    oder: jemand ne viel einfachere idee was als abstandshalter dienlich wäre? etwas das nicht gleich kaputt geht wie z.b. luftpolsterfolie?

    Was hältst Du davon, die 2‑cm-Eva-Matte in zwei Hartschaum-Einheiten aufzuteilen?
    Die untere wäre eine breitere Eierkarton-Matte und oben drauf dann eine 1,6 cm Evazote. Das sollte mehr Abstand zum Boden und bessere Isolationswerte ergeben.
    Gäbe es auch in Überbreite: https://de.aliexpress.com/item/1005012840705891.html?

    grundsätzlich sicher keine schlechte idee, nur, mehrere matten addieren sich ja in den r-werten, warum sollte die aufteilung in zwei matten die zusammen 2cm dick sind besser isolieren als eine 2cm dicke matte?

    wären dann die luftpolster in der eierkartonmatte ... da habe ich die erfahrung gemacht das sich diese durchs körpergewicht bis zur nichtexistenz zusammenpressen und dadurch die isolation deutlich schlechter ist als eine gleich dicke "massive" eva.

    WonderBär "eher rgendwas zwischen "(Temperatur unter eva - Bodentemperatur) / 2"" ... prima, dann ist es sehr wahrscheinlich das der schnee unter der eva nicht schmilzt und darum gehts ja. die wärmeleitfähigkeit des wassers im gegensatz zu luft (diese beiden hat tsaufreisen in seiner tabelle vergessen, nur um diese geht es) ist nun mal viel höher und die wärmeabgabe aus der eva nach unten ist viel schneller/größer wenn sie auf einen wasserfilm, geschmolzener schnee, liegt als wenn es ein luftpolster ist, eben die luma.

    zunächst: das soll keine diskussion pro oder contra luftmatte oder evazotematte werden. die hauptisolation ist und bleibt für mich die klassische evazote weil unkaputtbar.

    situation: ich habe für mich die erfahrung gemacht das ich mit einer 2cm eva bei z.b. -10° bequem warm schlafe, solange kein schnee und vor allem kein eis drunter ist. klar, die physik sagt das die wärme im wasser viel besser überzragen wird als über die luft. lege ich nur die trekkinghose und ne jacke zwischen die eva und den boden, luftschicht, isses schon viel wärmer. die klamotten hab ich aber dann eher lieber im schlafsack an

    also: müsste doch eine einfache (robuste !!) luftmatte, braucht keinen hohen r-wert, als abstandshalter das problem leicht lösen bei der "winterexpedition". die luft in der matte hat mehr oder weniger die temperatur der umgebung, leitet die wärme aber eben schlecht an den schnee/eis am boden weiter?

    welche matte: eine der einfachen, "günstigen" exped matten mit 75d gewebe schwebt mir vor. jaja, gewicht, das lassen wir hinter der fragestellung jetzt mal außen vor!

    oder: jemand ne viel einfachere idee was als abstandshalter dienlich wäre? etwas das nicht gleich kaputt geht wie z.b. luftpolsterfolie?

    Noch n paar Ergänzungen am Zelt, bisschen Kosmetik, abgesehen von abgedichteten Nähten ...

    Habe an den Apsiden, an der kleinen am Fußende eine und an der größeren am Kopfende zwei weitere Sturmabspannungen angebracht um den Windruck von Material etwas wegzubehmen wenn der Wind genau aufs Fußende, das ist gewünscht, oder aufs Kopfende trifft, wenn der Wind dreht. Einfach in die RV-Naht, innen mit Silnylon verstärkt je einen Linelock mit Klips angenäht und an der Firstabspannung fixiert. Hier eine Gummischnur um harten Zug zu vermeiden.

    Da die optimale Zugrichtung natürlich vom Winkel der Firstabspannung abhängig ist, werde ich wohl den eingeknoteten O-Ring wieder raus nehmen und die Schnur lieber mit nem Prusikknoten befestigen, dann ist es verschiebbar.

    An beiden Apsiden unten am Ende des RVs noch jeweils nen Klips angebracht, einmal um generell den RV zu entlasten und um die Türen auch bei geöffnetem RV zusammenzuhalten für optimale Belüftung.

    Noch der totale Luxux: innen so auf Brusthöhe am First ein O-Ring zum Einhängen einer Lampe oder so in die Firstnaht genäht.

    Noch schnell nen Packsack aus dem Zeltmaterial gemacht, sehr groß, ist ein Winterzelt und nix ist mieser als morgens in kaltem Wind mit eisigen Fingern oder Handschuehen das Zelt in einen grade so passenden Packsack reinzufummeln. Im Winter muss alles möglichst komfortabel bedienbar sein!

    Die Gummuis kommen natürlich nicht mit raus, sollen nur etwas komprimieren um das tatsächliche Packmaß besser zu zeigen. Ich packe alles auf 50cm breite, da meine EVA Isomatten 50cm breit sind. So kann ich Zelt, Tarp oder Bivi in die Matte einrollen und komprimieren.

    Y-Heringe sind für mich, abgesehen vom Winter mit viel Schnee die Universalteile, die halten unproblematisch, sind mit nem Stein ohne Schaden reinkloppbar, fetig. Die Rumfummelei mit irgendwelchen kleinen Pieksern geb ich mir nicht mehr. Im richtigen Winter brauchts natürlich Schneeheringe und/oder Schneeanker.
    6 Heringe sind das Minimum, damit steht das Zelt mit offenen Apsiden bei schönem Wetter, 10 Heringe Standard ohne Sturm, Maximum 14 Heringe mit allen Sturmabspannungen.

    Gewicht im Packsack ohne die Gummis und ohne Heringe: 885g

    so leid es mir tut, die pappschachtel mit allen stoffmustern drinne ist für mich die beste option, macht keine arbeit, alles ist beisammen und, naja, wirklich reingucken tu ich da nur selten, denn, mitlerweile weis ich ja welchen stoff ich für was verwende, hm, wenn ich jetzt vso drüber nachdenke, könnt ich eigentlich auch wegwerfen, willst du sie haben? 8o

    ... benzin, primus omnifüll titan

    Wie fulminant startet der Brenner?
    (Ich hatte beim alten MSR-XGK mal eine sehr beunruhigende Stichflamme im Keron)

    Kann mir da noch kein Urteil bilden, hab ihn erst einmal kurz brennen gehabt, nur um zu sehen ob ich ihn auf Anhieb mit pumpen und so an kriege, richtigen Test und kochen steht noch aus ...

    Einige Fragen hätte ich noch:

    Warum hast Du Dich gegen Snowflaps entschieden? (Bei guten Bedingungen könnte man damit die Aufbauhöhe vergrößern und bei miesen hat man weniger Drift im shelter).
    Hast Du bei den Innen-Abspannungen schon mal nicht-dehnbare Schnur verwendet?
    Warum hast Du Dich für den schwarzen Stoff entschieden? (Du wirst ja wahrscheinlich das Tageslicht maximal für Dich nutzen wollen. Also wird das Shelter wahrscheinlich nicht lange in der Sonne stehen um zu trocknen).
    Hast Du das sehlter einmal testweise mit Fausthandschuhen aufgebaut und wie lange hat das gedauert?
    Welches Kochsystem nutzt Du?

    hab mich noch nicht generell gegen snowflaps entschieden. will das zelt jedoch jetzt zum test mit nach südschweden nehmen im oktober bis november rein. da will ich nicht unnützen stoff rumtragen, kann ich jederzeit noch dran dengeln

    innenabspannungen mit fester schnur hatte ich schon bei sturm, auch ok aber da musste ich nachregulieren und ich empfand das als zu harte belastung ins material,deshalb diesmal gummi. ist ja jederzeit austauschbar

    warum schwarzer stoff. dachte mir im winter wärmt mich am morgen die sonne vielleicht ein wenig früher oder intensiver. außerden gibts das 6.6 silnylon 40g bei extex nur in hellgrau, laubgrün und schwarz. für winter dachte ich erst das hellgrau, laubgrün ist mir zu grell in natura, naja es wurde schwarz ...

    dieses noch nicht mit handschuhen aufgebaut, guter tip, aber tarps mit ähnlicher ausstattung schon, das sollte funzen, wird aber noch getestet, na vielleicht kommts ja jetzt schweden ohnehin datu

    kochsystem im winter, benzin, primus omnifüll titan

    alles klar? :)

    hab darüber auch schon nachgedacht, jedoch nicht zum wandern sondern zum transport eines 30L wasserkanisters zur zapfstelle.

    was mir so optisch bei deinem auffällt, mir wären die räder zu klein, fährt sich doch im gelände mit größeren rädern sich einfacher.

    und in der mitte die "scharniere", sicher zum zusammenklappen für den transport in öffis, die sehen ziemlich filigran aus, wie eine sollbruchstelle?

    in dem bericht sind etliche fälle angegeben in denen stark hydrierte oder gestürzte personen um rettung gerufen haben, also in deren situation wohl berechtigt.

    in anderen berichten habe ich jedoch auch schon gelesen das in allen altersgruppen die anzahl der rettungsrufe auch deswegen steigt weil die rettung eher wegen lapalien gerufen wird, also nicht wirklich eine rettungssituation vorliegt. überspitzt gesagt "die frisur sitzt nicht mehr".

    deswegen wäre eine aufschlüsselung der rufgründe für alle altersgruppen wichtig um zu wissen welche situationen als lebensbedrohlich in verschiedenen generationen emofunden werden und ob das unterschiedlich empfunden wird in bei babyboomern bis genz?

    So, Zelt fertig ... noch ein paar Details für die interessierten ...

    Ziel dieses Zeltes ist eine Wintertour im kommenden Winter in Nordskandinavien, Schweden Sarekgebiet und/oder Finnland Inari.
    Gerade im Sarek kann es richtig ungemütlich werden, letzten Winter gingen die Temperaturen bis deutlich unter -30 Grad und es gab so einige heftige Schneestürme. Da ich von einer Sarektour Ende September schon weiß wie schnell das Wetter dort in einen Schneesturm umschlagen kann mit null Sicht und plötzlich -10 Grad, will ich dafür ein großes Zelt in dem ich notfalls auch länger Wetter abfeiern kann das ein Weiterkommen ausschließt. Die Pulka soll mit drunter passen, damit alle Ausrüstung greifbar ist und ich die nicht später erst mal ausgraben muss ...

    Das Zelt voll abgespannt, je drei zusätzliche Abspannpunkte an jeder Seite. Bei Verwendung aller Abspannungen werden 12 Heringe benötigt. So aufgebaut bis zum Boden, reichen alle Säume bis ganz runter, auch die hintere Apside am Fußende damit kein Schnee eindringen kann. Nur die vordere Apside am Kopfende reicht nicht ganz bis zum Boden um von innen besser zum Öffnen durchgreifen zu können. Hier werde ich aber wohl noch Schneelatze ergänzen.

    Auch innen gibt es am Kopfende und Fußende noch je zwei Abspannungspunkte die mit einer Gummischnur verbunden werden können. Das bringt bei starkem Wind sehr viel gegen das Flattern des Zeltmaterials. Durch das Gummi werden heftige Belastungsspitzen abgefedert.

    Trekkingstock / Skistock an Kopf- und Fußende sind mit breiter Klette fixiert. Innen am Stoff die Flauschseite und über dem Stock eine "Haube" mit der Häkchenseite über den Knauf. Sitzt bombenfest und wird durch die Abspannung unverrutschbar angepresst. Ich wollte keine labberige Stocktasche die ausreißen kann.

    Die Firstabspannung von außen. Abspannleinen sind einfach mit Linelocks fixiert. So habe ich mit Tarps schon heftige Winde erlebt, hält problemlos. Die sichtbaren O-Ringe sind nicht wirklich nötig, da hab ich noch so ne Idee für später ...

    Die Apsiden unten werden ganz banal mit zwei Strippen fixiert. Kann ich von innen locker unten durch greifen und öffnen. Wobei, mit komplett geschlossenen Apsiden wird das Zelt nur bei richtig miesem Wetter stehen, eine Seite wird zumeist offen sein, schon wegen der Belüftung. Was auch super geht, auch bei komplett geschlossener Apside aber Reißverschluss offen, kann ich durch den sich so öffnenden Spalt sehr gut rein und raus schlüpfen.

    Natürlich Zwei-Wege-RV, also zwei gegenläufige Schieber mit laaangen Bändeln, muss ja auch alles gut mit Handschuhen greifbar sein! Deshalb auch die lange Verlängerung der Klettpunkte zur Fixierung der RV-Abdeckleiste.

    Banale Knebelbefestigung um die Apsiden offen zu halten.

    Eine Lüftung mit Hutzen o.ä. gibt es nicht. Nach meiner Erfahrung sind so kleine Löcher, die auch noch abgedeckt sind eh nur Kosmetik, verhindern Kondensbildung kaum. Entweder sind die Apsiden (halb) offen, oder RV offen oder, wie im Bild, werden Abstandshalter an den vorhandenen Kletten der Abdeckleisten zwischen geklemmt. Wenn draußen nicht voll der Schneesturm tobt, sind ein paar Schneeflöckchen die sich verirren kein Ding.

    Wie man sieht, Platz ohne Ende. Neben das Bivi passt auf eine Seite die Pulka, auf der anderen Seite Ausrüstung, Kochzeugs, ganz bequem. Und bei gutem Wetter kann das ganze natürlich auch höher und dafür schmäler aufgebaut werden, die Stöcke sind ja variabel.

    Die Daten:
    Höhe Kopfende: 100cm
    Höhe Fußende: 75cm
    Breite Kopfende: 200cm
    Breite mittig: 150cm
    Breite Fußende: 130cm
    Länge ohne Apsiden: 285cm
    Länge mit Apsiden: 350cm
    Gewicht ohne Heringe: 865g

    Material: Ripstop-Nylon 6.6, Zeltstoff, silikonbeschichtet, 30den, 40g/qm von Extremtextil

    Alle Nähte sind doppelte Kappnähte die zuerst mit Elastosil verklebt sind und dann erst mit 3 parallelen Nähten vernäht, Nahtzugabe 1,5cm.
    Abspannpunkte sind innen mit Elastosil aufgeklebtem Zeltstoff und außen mit 90g Zeltbodenstoff zur Verstärkung aufgenäht. Darauf dann die Gurtbänder durchgenäht.

    OK, so manche Naht ist ästhetisch sicher nicht die schönste, bisher hat aber jedes Tarp ausgezeichnet gehalten ... also freue ich mich auf jedes Wetter damit :)