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  • JP4 [... ] Auch beim Hexatrek wird irgendwie die Arbei anderer geschickt weiterverwertet und mit Erfolg ausgeschlachtet. [...]

    Ich verstehe deinen Punkt und sehe es absolut genau so. Genau deshalb habe ich versucht den Kontakt zwischen JW und dem NST herzustellen. Die Bereitschaft war zunächst auch da, leider kam es dann einige Wochen lang nicht zur Kontaktaufnahme, was dazu führte, dass die andere Seite eine mögliche Zusammenarbeit ablehnte. Möglicherweise habe ich das selbst durch eine etwas blöde Formulierung versaut, aber insg. finde ich es extrem Schade, weil ich hier viel Potenzial für die Stärkung der dt. und europäischen Thru-Hiking Szene gesehen hätte. Es gehören aber immer zwei Seiten dazu und es wäre zu einfach den schwarzen Peter nur der einen Seite zuzuschieben. Und...letztlich stellt sich auch die Frage, wessen Arbeit hier geschickt weitervermarktet wird. Der NST ist - wenn auch nicht kommerziell - "auch nur" eine Vernetzung bestehender Trails, die entsprechend vermarktet wird. Und das meine ich überhaupt nicht böse. Ich finde das gut und freue mich auch sehr drauf, dass wir den NST mit dem Video über den Rheinsteig auf den Fernwander-Tagen haben.

    Ich habe allerdings das Gefühl, dass mit JW sich hier ein "Weltkonzern" sehr stark versucht in die Szene einzukaufen. Das sieht man imho auch an den Trail Days, wo JW ja ein Hauptsponsor ist. Ich, aus der UL-Szene kommend, habe eigentlich gar kein Interesse daran, auf solchen Veranstaltungen Big Player bzw. deren Stände zu sehen

    Nun, JW ist auch bei den Fernwander-Tagen in Wiesbaden als Aussteller dabei. Ob das jetzt ein "einkaufen" ist, oder ein "ich setze mich mit der Zielgruppe, die ich ansprechen will, auseinander" kann jeder beurteilen, wie er möchte. Ich finde es jedenfalls Schade, dass dich so etwas von dem Besuch einer Veranstaltung abzuhalten scheint, die insg. doch so viel mehr zu bieten hat, als das.

    Bei beiden Trails passt der kommerzielle, marketingtechnische Hintergedanke nicht mit meinem Trailverständnis zusammen. Aber die Zeit wird zeigen wie sich das entwickelt.

    Ja, ich denke das sehen hier im Forum Viele ähnlich. Auch uns von den Fernwander-Tagen wurde ja bereits eine Kommerzialisierung vorgeworfen. Ich verstehe den Kern des Arguments, finde es oft aber etwas verlogen. Fast alle von uns laufen mit Ausrüstung herum, an der irgendwann mal jemand etwas verdient hat. Ich will sicherlich auch nicht alle 10m auf dem Trail ein JW Logo sehen, oder überfüllte Trails erleben, wenn aber Mittel aus der Kampagne für Trail-Maintenance, Naturschutz, oder bspw. für Wanderclubs genutzt wird und - perspektivisch mehr Akzeptanz für das Fernwandern in Deutschland geschaffen wird - und das vielleicht (sehr hypothetisch) sogar zu einer Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Biwakieren / Zelten führt - bin ich absolut dafür. Das kann u.U. sogar dazu führen, dass sich mehr Menschen auf den Geschmack von UL und Thru-Hiking kommen - was wiederum Cottages und Innovationen fördern kann.

    Sofern das ganze erfolgreich verläuft wird sich zeigen wie positiv sich das auf die Szene auswirken wird und ob z.B. die doch sehr kleine Cottage "Industrie" in Europa dann davon negativ beeinflusst wird oder gar ganz abgewürgt wird. Mit Decathlon gibt es ja auch einen anderen Giganten der aggresiv in den Markt drängt. Andere werden folgen. Das killt dann Innovation und Fokus auf das Wesentliche und im Endeffekt drehen einem die Großen dann wieder ihren unausgereiften Mist an, nachdem sie die Innovationen von den anderen (dann vom Markt verschwundenen) übernommen haben und selbst nicht mehr weiterkommen.

    JW wird weitestgehend den Thru-Hiking Mainstream abdecken. An den Rändern wird weiterhin genug Platz für UL-Rucksäcke, Zelte u.s.w. bleiben. Ich würde es sehr begrüßen einige "heimische" (JW wurde 2025 von Anta gekauft) Konkurrenzprodukte zu gängigen amerikanischen Marken zu haben. Innovationen wird es auch weiterhin geben, da die Produktionszyklen bei großen Konzern viel zu langsam sind.

    Ich sehe dem Ganzen sehr entspannt entgegen und sehe mehr Chancen als Risiken für die Szene.

  • "Jack Wolfskin ist mehr als nur eine Marke – es ist der Ruf der Wildnis.

    Entwickelt in Deutschland und in der Wildnis erprobt, hält dich diese Ausrüstung warm, trocken und bereit für jedes Abenteuer – vom Gipfel bis in die Stadt. Für alle, die die rohe Schönheit der Natur suchen, bietet Jack Wolfskin Ausrüstung, die dich weiter bringt, tiefer entdecken lässt und dich das Unbekannte mit Mut erleben lässt. Jedes Teil erzählt eine Geschichte von Abenteuer, Widerstandskraft und dem wilden Geist in uns allen.

    Mit Jack Wolfskin gehst du nicht einfach nur nach draußen – du wirst zu deinem wildesten Selbst."

    Quelle

    Ziemlich aggressivst neben jeder Sache. Auf Insta gibt es ja diesen Account, der die Outdoor-Industrie erklärt und am Beispiel internationaler Player die Lieferketten und das Marketing auseinandernimmt. Dort finden sich dann auch Zahlen, wieviel Prozent von bomproofen schweren Regenjacken in der Stadt getragen werden. Über 80% heisst es dort, leider ohne Quellenangaben. Bei solchen Sprüchen wie oben zitiert halte ich das unmittelbar für plausibel. UL mag demgegenüber etwas realistischer sein, aber OMG. Was vermitteln/verkaufen die denn da?

  • Ich glaube einem jeden Individuum geht es um Einzigartigkeit. Darum, etwas besonderes zu sein. Und irgendwie auch darum zu jemandem dazu zu gehören. Zu einer Gruppe, die etwas ganz besonderes, ausgesuchtes, ist.

    Und dann kommt dieser Welt-Konzern, der Plastik Jacken für Mama Beimar strickt, und will da auch dabei sein. Frechheit. Stell dir vor, die ganzen Noops, die jetzt mit der Seilbahn und ihrem High Performance JW Klamotten auf die Zugspitze jetten, trifft man demnächst auf dem Hexatrek. Fehlt nurnoch das YSL mit Aufspringt....

    🤓😉🤗😇

  • Meine 3-lagen gtx Jacke nehme ich auch nicht mit auf Tour ... ist ja viel zu schwer. In der Stadt macht sie sich super und ist chic. Und dabei bietet sie sogar noch wetterschutz bei einem Preis der immer noch deutlich unter dem meist als Kleidung unbrauchbaren guccilagerfeldversaceusw gedöns liegt.

    Aber im Ernst... ich bin leider öfter urban unterwegs und viel zu wenig auf Tour. Da ich keine normalen Jacken habe trage ich bei mistwetter halt gtx auch in der stadt. Regen ist Regen, egal wo.

  • Ich kann die Aufregung irgendwie nicht nachvollziehen, JW macht schon seit Jahrzehnten ultimative Werbesprüche, so wie alle anderen Unternehmen auch, ob Outdoor, Klamotten, Autos, Lebensmittel, Elektronik, ... alle sind, laut eigenen Angaben die besten, schönsten, komfortabelsten, schnellsten, edelsten, ... alle spielen mit der Psyche der potentiellen Käufer, alle suchen neue Vermarktungswege, bilden Allianzen.

    Und das alles ist mir soooo egal wenn ich auf Tour im Wald oder sonst wo hin, mir völlig egal welche "Marke" auf einer Wegemarkierung steht, bin eh möglichst da wo's keine Markierungen gibt. Lass die doch machen, draußen auf Tour ist das völlig uninteressant. Und wer sich von der Werbung und "Machenschaften" blenden lässt, na, selbst schuld. Wenn viele drauf anspringen, tja, wie sagte vor nicht allzu lange Zeit eine gewisse merkwürdige Gruppierung: "Der Markt wird es richten". 8o

    Hab ne Schraube locker, so hat das Leben etwas Spiel

  • Was mich eher nervös macht ist das ja mit dem entsprechenden rühren der Werbetrommel für das "outdoorerlebnis" immer mehr Leute draußen rum laufen. Es wird ja immer schwieriger bzw aufwendiger ein wenig Einsamkeit da draußen zu finden.

    Ich glaub ich hab es schon mal erwähnt... es braucht mehr centerparks, Kreuzfahrtschiff u.ä.

    Und Videospiele... Gaming heißt das glaub ich heutzutage ist auch super.

  • du wirst zu deinem wildesten Selbst

    Klingt eher nach Spirituosenwerbung

    finde ich es extrem Schade, weil ich hier viel Potenzial für die Stärkung der dt. und europäischen Thru-Hiking Szene gesehen hätte.

    Da frag ich mich aber auch immer, ob das überhaupt so wünschenswert ist oder ob eine überschaubare Szene nicht für die meisten Beteiligten der bessere Weg ist.

  • Was mich eher nervös macht ist das ja mit dem entsprechenden rühren der Werbetrommel für das "outdoorerlebnis" immer mehr Leute draußen rum laufen. Es wird ja immer schwieriger bzw aufwendiger ein wenig Einsamkeit da draußen zu finden.

    Ich finde Hauptwanderwege eigentlich ganz gut. Das kanalisiert den Tourismus und nur ein wenig abseits, kann man wieder für sich sein.

  • Das kanalisiert den Tourismus

    ja, auch, ausser dass "die Touris" im Mindset vom Wolfsfell als Teil der Produktivkraft von Wolfsfell ja überall wild und weiterkommend rumzulaufen imaginieren sollen ("Wildnis").

    Ich seh den Schuh etwas versetzt, bin ja selber "Tourist": im öffentlichen Raum habe ich kein Recht auf Alleinsein, weiss das aber zu finden, ohne dass ich den Raum definiere.

    Jack Wolfskin will sich öffentlichen Raum als Teil der Marke(nproduktion) aneignen, definieren. Das stört mich und da habe ich was gegen. Kein Cottage betreibt eine solche Totalität.

    Das "Angebot" ist schon vor und ohne Wolfsfell da.

  • ja, auch, ausser dass "die Touris" im Mindset vom Wolfsfell als Teil der Produktivkraft von Wolfsfell ja überall wild und weiterkommend rumzulaufen imaginieren sollen ("Wildnis").

    Was faktisch am Ende kaum einer macht. Außerhalb Hauptstrecke ist das viel zu anstrengend. :)

  • Ich denke, dass der Einfluss von JW insgesamt massiv überbewertet wird. Vermutlich wird Niemand aus der UL-Szene dort draussen einen nennenswerten Unterschied bemerken.

  • In das selbe Gebiet gehört der neue Podcast von Watson hier in der schönen Schweiz. Irgendwer ist sage und schreibe 2000 km weit gewandert. Zitat: "Sie ist eine der grössten Expertinnen der Schweiz, wenn es um das Thema Weitwandern geht." Na dann. Mit Verlaub, es war gerade Ostern, meine 150 km in 3 Tagen habe ich auch noch irgendwie geschafft.

  • Keine Angst, wir bleiben weiter was gaaanz Besonderes, dass wir UL Thruhikes machen, auch wenn JW jetzt aus Marketinggründen so tun möchte, als seien sie Teil der „Szene“, um ein paar mehr Funktionsjacken für die Fußgängerzone oder Hunderunde zu verkaufen ;)

  • ein paar mehr Funktionsjacken für die Fußgängerzone

    Warum wollen eigentlich alle, dass wir Stadtmenschen im Regen nass werden? Haben wir es nicht auch verdient, trocken zu bleiben? Wo wir doch noch nicht mal wilde Bäume sehen? Zumal Berlin inklusive Fußgängerzonen ca 45km Ausdehnung hat. 😉

  • ein paar mehr Funktionsjacken für die Fußgängerzone

    Warum wollen eigentlich alle, dass wir Stadtmenschen im Regen nass werden? Haben wir es nicht auch verdient, trocken zu bleiben? Wo wir doch noch nicht mal wilde Bäume sehen? Zumal Berlin inklusive Fußgängerzonen ca 45km Ausdehnung hat. 😉

    Habe ich nicht behauptet. Grüße aus Berlin

  • ich kauf mir doch nicht extra einen Stadtmantel🤷‍♀️!

    Auch Grüße aus Berlin🎶

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • In das selbe Gebiet gehört der neue Podcast von Watson hier in der schönen Schweiz. Irgendwer ist sage und schreibe 2000 km weit gewandert. Zitat: "Sie ist eine der grössten Expertinnen der Schweiz, wenn es um das Thema Weitwandern geht." Na dann. Mit Verlaub, es war gerade Ostern, meine 150 km in 3 Tagen habe ich auch noch irgendwie geschafft.

    Moderatoren sind wir schon an dem Punkt angekommen, an dem man JBO zitieren darf?

  • In das selbe Gebiet gehört der neue Podcast von Watson hier in der schönen Schweiz. Irgendwer ist sage und schreibe 2000 km weit gewandert. Zitat: "Sie ist eine der grössten Expertinnen der Schweiz, wenn es um das Thema Weitwandern geht." Na dann. Mit Verlaub, es war gerade Ostern, meine 150 km in 3 Tagen habe ich auch noch irgendwie geschafft.

    Moderatoren sind wir schon an dem Punkt angekommen, an dem man JBO zitieren darf?

    Natürlich darfst Du das. Ich wollte einfach darauf hinweisen, dass jedeR schnell mal 2000 km weit gewandert ist. ExpertIn ist mensch deswegen noch lange nicht. Ob mit oder ohne Wolfsfell.

  • Kann es sein, dass da jemand stumpf NST, E5 und München - Venedig (an der Ostsee geht's einfach an der Küste entlang) zusammengeklatscht hat?

    ..fast...von Oberstdorf nach Muggia ist (mit wenigen Ausnahmen) der (ehemalige) GELBE Via Alpina Weg, der auch auf dem E5 entlang ging.

    Wandern auf der Via Alpina - Der Gelbe Weg
    40 Wanderetappen durch die Alpen in Italien, Österreich und Bayern.
    old.via-alpina.org

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