Haltet mich ab: X-Mid 2

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  • Heiho Leute,

    reißerische Überschrift, aber ich bin sehr kurz davor mir das X-Mid 2 direkt bei durston zu holen (cooler Service mit dem Tax included). Gibt es irgendwas an dem Zelt auszusetzen?
    Ich hatte bis jetzt ein Lanshan 2 Pro und habe das auf dem letzten Trail einem älterem Mann überlassen dessen Zelt bei der französischen Post hängen geblieben ist.

    Was ich möchte:
    - 2 Lagen, weil einlagig zusammenlegen war immer eine Katastrophe: dann war alles komplett nass
    - Platz für 2 Personen
    - Einfach aufzubauen
    - Stabil
    - unter 1kg

    Also haltet mich davon ab. Gibt es was besseres? Leichteres? In der Preisklasse. Oder sagen doch wieder alle: nimm ein Tarp :D (und wenn ja brauche ich Tarpkurs :D )

    Einmal editiert, zuletzt von Bauerbyter (8. Januar 2026 um 19:47)

  • Ist definitiv ein Zelt, mit dem man gut glücklich sein kann. Es ist nicht ohne Grund so populär.

    Hab selbst das 1 und das 2 und bin sehr zufrieden. Hatte vor Jahren mal ein (normales) Lanshan 2 und bin mit dem Durston um Welten zufriedener. Es ist wirklich leicht aufzubauen, hat ausreichend Platz (auch in den Apsiden), Innenzelt lässt sich trocken verpacken, ... einzig unter 1kg wird denke ich eng. Auf der Website steht ja aktuell 965g mit 6 Heringen, aber ich würde unbedingt mehr einplanen. Wir konnten auch bereits ordentlich Wind mit dem Zelt trotzen, aber das erfordert dann schon seine ~10+ Heringe.

    Die Kritik, auch hier im Forum, liegt ja glaube ich weniger am Produkt als Marketing/Beschreibung/Behauptungen von Durston. Und für einen Sturm wär es wohl nicht die erste Wahl.

  • Also das Solid?

    Ich habe die 1-P-Version und mag es sehr. Auszusetzen gibt es immer etwas, bzw. pro/contra. Das Zelt, insbesondere in der 2P-Variante, hat einen sehr großen Footprint. Im Sturm sind die großen Seitenflächen weniger vorteilhaft als andere Aufbauten. Die Ringe, um das inner abzutrennen / einzuklippen, sind recht fummelig und widerspenstig (kann man natürlich modifizieren).

    Manche finden es schwerer aufzubauen oder finden, es brauche einen ziemlich ebenen Untergrund. (Ich persönlich finde, dass man gerade mit den 2 Trekkingpoles in der Höhe etwas „spielen“ und ausgleichen kann. Man sollte ein scharfes Auge für einen möglichst korrekten rechten Winkel haben, damit steht und fällt der Aufbau des Zeltes.)

    Nicht jeder braucht 2 Eingänge und 2 geräumige Apsiden. Mir gefällt die Flexibilität.

    Ich habe wesentlich mehr als das Minimum von 4 Heringen dabei. (Ja, irgendwie stehen tut es natürlich schon mit 4 Heringen. Aber die „usability“ ist dann doch sehr eingeschränk (Türen), und wenigstens die 2 Trekkingstöcke spanne ich wirklich immer ab, damit steht es vernünftig). Sollte man beim Gewicht mit eindenken.

    Kundenservice ist kaum zu toppen. Das Material gefällt mir sehr gut und wäre auch bei zukünftigen Käufen meine bevorzugte Wahl. Lieber kein Silnylon mehr (hängt einfach elendig durch mit Feuchte) und auch kein DCF.

    Ich habe auch 2 Lanshan und finde die Anordnung der versetzten Trekkingpoles schon besser, das ergibt schon einfach ein ganz anderes Zelt. Nicht zuletzt finde ich es auch sehr schön. ;)

    Edit: Der Muthige war 1min schneller! ;)

  • Gibt es irgendwas an dem Zelt auszusetzen?

    Zitat
    • Canopy Fabric: 15D Sil/PE Polyester 3500mm HH in Sage
    • Floor Fabric: 15D Sil/PE Polyester 3500mm HH in Grey
    • Fly Zippers: YKK #3 AquaGuard w buckle

    Die Materialien wären mir zu flimsy.
    (Ich muss dringend zusehen, dass ich meine Reiß-Tests weiterführe)

    Edit:
    die Materialien wurden für die neue Serie geändert!

    Durston X-Mid 2 Solid (model 2026)
    Durston X-Mid 2 Solid ultralight tent available at OUTDOORLINE European stock with Express delivery within 1-2 days
    www.outdoorline.eu
    Zitat

    Canopy Fabric: 20D Sil/PE Polyester 3500mm HH in Alpine Sage
    Floor Fabric: 20D Sil/PE Polyester 3500mm HH in Grey
    Fly Zippers: YKK #5 AquaGuard (water-resistant) with buckles

  • Bis auf den etwas größeren Footprint (muss man nur wissen und bedenken) ein tolles Zelt, wenn man mit Trekkink Stöcken unterwegs ist. Ich finde es toll und nutze es auch mal mit den extra Zeltstangen von Durston.

    Es ist ein gutes Zelt und bietet viel Platz und Funktionen für das Geld.


  • Der Boden ist wirklich recht zart. Ich nutze eine Unterlage (sowieso immer).

    Wo willst Du es denn einsetzen, Bauerbyter ?

    Das Fly des solid hat 20D Poly. Das ist wirklich absolut nicht empfindlich und hat bei mir schon einiges „ausgelitten“. (Ob das im Material noch verändert wurde, weiß ich nicht, ich habe die allererste Version).

    Zipper sind auch #5er Aquagard aussen beim solid und #3er innen. Ich wäre für europäische Verhältnisse und für überall, wo ich mich auf Kondensation einstellen muss bzw. auf Gras stehe, immer beim solid. Dann ist man halt 65g über dem Kilo für das 2P-Zelt, aber es ist sooo viel wärmer, besser windgeschützt, sand- und zeugdichter, komfortabler und mikroregnet kein Kondens durch das Netz.

    Braucht man das inner mal wirklich nicht, klippt man es aus.

    Einmal editiert, zuletzt von GirlOnTrail (8. Januar 2026 um 21:16)

  • Also haltet mich davon ab.

    Ich glaube, wie andere hier schreiben, kann man mit dem Zelt sehr glücklich werden. Man sollte nur die ganzen Versprechen von Dan mit einer ordentlichen Portion Vorsicht genießen. Zum Beispiel würde ich das Zelt nur sehr bedingt für ausgedehnte Touren oberhalb der Baumgrenze empfehlen. Du solltest also bedenken, wo du in deinem neuen Zelt bevorzugt nächtigen möchtest. Wenn Du damit beispielsweise sowas wie Norge På Langs oder Gröna Bandet machen möchtest, würde ich dir tatsächlich davon abraten!

  • Danke Leute, ihr habt zwar "die Aufgabe nicht erfüllt", aber mir sehr weiter geholfen :) Ich schlaf nochmal eine Nacht drüber und dann werde ich es mir wahrscheinlich holen!

    Danke euch für die ganzen Erfahrungen.

    Ich bin eher selten über der Baumgrenze unterwegs und ich meine das normale, also nicht solid oder pro.
    Werde mir allerdings für SoloSessions auch mal noch ein kleines Tarp zulegen, aber da muss ich erstmal noch recherschieren wie man das am besten aufzieht (welche Unterlage? wie groß das tarp? u.s.w)

  • Gibt es irgendwas an dem Zelt auszusetzen?

    Zitat
    • Canopy Fabric: 15D Sil/PE Polyester 3500mm HH in Sage
    • Floor Fabric: 15D Sil/PE Polyester 3500mm HH in Grey
    • Fly Zippers: YKK #3 AquaGuard w buckle

    Die Materialien wären mir zu flimsy.
    (Ich muss dringend zusehen, dass ich meine Reiß-Tests weiterführe)

    Edit:
    die Materialien wurden für die neue Serie geändert!
    https://www.outdoorline.eu/products/durston-x-mid-2-solid

    Zitat

    Canopy Fabric: 20D Sil/PE Polyester 3500mm HH in Alpine Sage
    Floor Fabric: 20D Sil/PE Polyester 3500mm HH in Grey
    Fly Zippers: YKK #5 AquaGuard (water-resistant) with buckles

    Ist das jetzt besser? kenne mich mit Materialien nicht so wirklich aus.

  • Der Boden ist wirklich recht zart. Ich nutze eine Unterlage (sowieso immer). Das Fly des solid hat 20D Poly. Das ist wirklich absolut nicht empfindlich und hat bei mir schon einiges „ausgelitten“. (Ob das im Material noch verändert wurde, weiß ich nicht, ich habe die allererste Version).

    Das "Normale" X-Mid hat tatsächlich in der neuesten Version nur noch den 15D Stoff vom X-dome, der bei Wilbo schwach abgeschnitten hat. Das Xmid Solid hat hingegen weiterhin den 20D Stoff sowie YKK #5 Zipper.

    Ich muss dringend zusehen, dass ich meine Reiß-Tests weiterführe)

    Au ja bitte! Ich warte sehnsüchtig darauf meinen Heringsbeutel im Einsatz zu sehen ^^

    cooler Service mit dem Tax included).

    Die Preise sind noch etwas volatil, vor zwei Tagen X-Mid Solid 1 für 318€, heute 332€. X-Mid 2 Solid statt 38x€ jetzt 400. Immer noch gute Preise, keine Frage.

  • Ist das jetzt besser? kenne mich mit Materialien nicht so wirklich aus.

    Der D-Wert (DEN) bezieht sich auf den Fadendurchmesser in den Geweben.

    Geringere Fadenstärken, haben eine herabgesetzte Reiß- und Weiterreißfestigkeit. Leider ist auch die Diagonal-Dehnung der Gewebe höher. Das heißt, bei Wind ist mehr "Bewegung" im Zelt als bei stärkeren Geweben.
    Wenn es möglich ist, verwende ich nichts unter 30 D oder passe meinen Einsatzzweck entsprechend an.


    Die Reißverschluss-Nummer gibt die Breite / Stärke der Spirale an. Wie bei den Geweben, hat ein größerer Durchmesser eine bessere Haltekraft.
    Kommt durch die Konstruktion des Zeltes erhöhter Zug auf dem Reißverschluss, führt dies zu schnellerem Verschleiß. Da sind 3c Reißer eher dran ausgewechselt zu werden als die 5c Größe. (Zu Hause kein Problem, unterwegs sollte man sich nur drauf einstellen und auf längeren Touren vielleicht einen Ersatzschieber dabei haben).

    Mir wäre der Boden mit 3500mm nicht dicht genug um das Teil in einer Pfütze aufzustellen, ...

    Wie immer eine Frage der Anwendung ;) und ob ich weiß was mein Material kann. (Oder es mir schlicht egal ist)

    Wenn man es Wissen möchte, macht man einen schnellen Wasserdrucktest im Bad:
    Nassen Waschlappen auf die Fliesen legen, Zeltboden drauf, darüber ein Papierküchentuch und nun auf das Ganze drauf-knien. Damit simuliert man die Verwendung auf feucht-nassem Boden.
    Das schöne an dem Test ist, dass man nach seinen persönlichen Bedürfnissen entscheiden kann, ob einem der Boden wasserdicht genug ist und man den Versuch auch mit alten Böden beliebig oft wiederholen könnte.

    VG. -wilbo-

  • Um auch noch mal ne Gegenmeinung unters Volk zu bringen (sorry, kann nicht anders):

    Für Nordeuropa wäre das Zelt selbst in der „solid“ Variante nur bedingt tauglich, darin sind wir uns offenbar halbwegs einig. Für Mittel- und Südeuropa stellt sich mir die Frage: wofür brauche ich da wirklich ein *doppelwandiges* *Zelt*. Als solches ist es dann nämlich einfach zu schwer um als echte ultraleicht Lösung durchzugehen.

    Mit allem drum und dran kommt das X-Mid auf locker 950g. Ein Tarp für zwei 400g. Groundsheet ~100g (evtl. weniger), Moskitonetz (wer‘s braucht) 100g, Heringe 80g. Das sind fast 300g weniger bei weniger Geld und mehr Flexibilität. Und meiner Meinung nach auch ein besseres Naturerlebnis. Zudem brauch ich bei einem Tarp nicht unbedingt Trekking poles, besonders nicht, wenn ich eh im Wald unterwegs bin.

    [edit] Und ich wage mal zu behaupten, ein A-Frame pitch mit einem Tarp ist um Längen einfacher als ein X-Mid halbwegs vernünftig aufgestellt zu bekommen. Ich hab da schon weiß Gott wieviel Zeit mit verplempert Freunden und Bekannten beizubringen, wie sie das Ding so aufgebaut bekommen, dass es auch halbwegs straff und gerade ist.

    Einmal editiert, zuletzt von PositivDenken (9. Januar 2026 um 08:39)

  • Wo wir beim Abhalten sind, die anderen Kommentare habe mich ans Erinnern gezwungen: Ich nutze sowohl das 1 als auch 2 nur noch mit einer XFOIL-Zeltunterlage. Ja, sonst drückt Wasser durch, auch ohne Pfütze, nasser Boden genügt. Außerdem hat unser 2 auf der letzten Tour durch einen herabfallenden Ast etwas gelitten und kleinere Risse bekommen. Ob ein anderes Zeltmaterial das ausgehalten hätte, kann ich nicht beurteilen. Wir konnten es mit ein paar Klebe-Patches flicken und das hat dann so funktioniert und gehalten.

    Edit: Kenne mich mit den einzelnen Varianten und Stoff-Änderungen nicht sonderlich aus. Mein 1er hab ich gebraucht erstanden und müsste aus der allerersten X-Mid-Serie stammen. Das 2er haben wir im Mai '23 direkt bei Durston bestellt.

  • Ich hatte ein Tarptent Stratospire 2, das ich geliebt habe und das auch gut Wind ab konnte, dann bin ich dem Hype erlegen und habe das Xmid 2 gekauft, da es einfacher aufzubauen und leichter ist. Das habe ich dann verkauft, da es mir in Schweden immer das AZ ans IZ gedrückt hat und mir so die ganze Kondensbrühe ins Zelt gelaufen ist (war ein Mesh Inner). Da Dan meinte der Schnitt sei bei der neuen Version verbessert worden, habe ich die neue Version gekauft (das war das erste mit Solid Inner das es gab). Das war besser, hat mich aber nie wirklich überzeugt. Vorallem kam mir das Stratospire deutlich stabiler vor. Also hab ich das zweite X-Mid auch wieder verkauft und bin zurück zum Stratospire gewechselt, mit dem ich jetzt wieder ziemlich happy bin:).

    In Regionen, wo mit heftigeren Bedingungen zu rechnen ist, oder ich keine Möglichkeit habe, in zumutbarer Zeit eine Hütte zu finden, würde ich beide Zelte nicht verwenden.

  • dann bin ich dem Hype erlegen und habe das Xmid 2 gekauft, da es einfacher aufzubauen und leichter ist. Das habe ich dann verkauft, da es mir in Schweden immer das AZ ans IZ gedrückt hat und mir so die ganze Kondensbrühe ins Zelt gelaufen ist (war ein Mesh Inner). Da Dan meinte der Schnitt sei bei der neuen Version verbessert worden, habe ich die neue Version gekauft (das war das erste mit Solid Inner das es gab). Das war besser, hat mich aber nie wirklich überzeugt. Vorallem kam mir das Stratospire deutlich stabiler vor. Also hab ich das zweite X-Mid auch wieder verkauft und bin zurück zum Stratospire gewechselt, mit dem ich jetzt wieder ziemlich happy bin :) .

    In Regionen, wo mit heftigeren Bedingungen zu rechnen ist, oder ich keine Möglichkeit habe, in zumutbarer Zeit eine Hütte zu finden, würde ich beide Zelte nicht verwenden.

    Würde ich genau so Unterschreiben! Für eine Sommernacht in Deutschland, Kanuwandern an der Weser etc top, für den Norden und vor allem viel Wind "flop".

    Und vielleicht als Zusatz: Ich "musste" mit 1,93m Körperlänge auf das 2P zurück greifen. Da kann man dann alleine diagonal drin liegen. Dann klappst auch ohne Wandkontakt.

    Bei <1KG wirst du nicht bleiben da m.M.n weitere und vorallem längere Abspannleinen und defenitiv mehr Heringe benötigt werden. Die langen Flächen sowie ein Zusätzlicher Hering pro Tür sollten eingeplant werden.

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