Beiträge von Padjelanta

    Ich nutze seit Jahren wie Christine günstige Tütengerichte aus dem Supermarkt und die sind auch relativ fettig. In meinen unbeschichteten Titantopf von Evernew reicht etwas Wasser und ein kleines Stück Topfschwämmchen völlig aus, um den Topf ausreichend sauber zu bekommen. Nach zwei Wochen Wanderung wird der Schwamm im Resupplypaket ersetzt. Ich trinke meinen Kaffee aus eine fold-a-cup, sind mir die 25 g (?) Wert. Wirkliche Geschmacksrückstände gibt es nicht.

    Ich frage mich gerade, inwiefern das Material eine große Rolle spielt. Mein unbeschichteter (?) Evernew Topf wirkt fast schon fettabweisend. Wie das bei anderen Titantöpfen ist, weiß ich nicht. Habe inzwischen aus dem Grund einen Löffel aus Alu, weil mich beim Plastiklöffel der zurückbleibende Fettfilm massiv gestört hat.

    Edit: Ich empfehle Schwämmchen aus Luffa, da diese im Gegensatz zu herkömmlichen Schwämmchen kein Mikroplastik abgeben.

    Also haltet mich davon ab.

    Ich glaube, wie andere hier schreiben, kann man mit dem Zelt sehr glücklich werden. Man sollte nur die ganzen Versprechen von Dan mit einer ordentlichen Portion Vorsicht genießen. Zum Beispiel würde ich das Zelt nur sehr bedingt für ausgedehnte Touren oberhalb der Baumgrenze empfehlen. Du solltest also bedenken, wo du in deinem neuen Zelt bevorzugt nächtigen möchtest. Wenn Du damit beispielsweise sowas wie Norge På Langs oder Gröna Bandet machen möchtest, würde ich dir tatsächlich davon abraten!

    An dieser Stelle nochmal gesondert Dank an alle, die mir hier bisher geantwortet haben. Wie questor | hanglooseund auch wilbo nochmal richtig und wichtig unterstrichen haben, kommt es am Ende drauf an, dass ich ein ganz persönliches und eigenes Buch schreibe und keines von der Stange und da helfen meine eigenen Werte und Prioritäten, genauso wie die Antworten hier.

    Markierte Zeltplätze in einem Wanderführer wären für mich ein Grund diesen nicht zu kaufen. Sollte dann nicht auch noch markiert sein wo man hin kackt?

    Auch wenn ich erstmal über diese Sätze lachen musste, sehe ich doch auch den Wert, den sie für meine Ausarbeitung haben können und wie wichtig es ist, mich auch daran zu erinnern, dass manche Informationen womöglich durch Abwesenheit durchaus mehr leisten können. Es ist und bleibt alles eine Gratwanderung und ich freue mich auf diesen Prozess.

    Keine Reise ohne Nachbereitung durch ein wirklich gutes Buch.
    Emilie Demant Hatt, With The Lapps in The Mountains - A Woman Among The Sami, 1907-1908 (1913/2013).
    Auf Dänisch hier: https://archive.org/details/medlapperneihj00dema
    gesellschaft und landschaft im übergang. kann man auch als praktische ethik des zeltens und der comfort-zone lesen.

    Vielen Dank für den Hinweis! Das schaue ich mir sehr gerne genauer an, da ich auch an einer anderen Art von Buch über Wandern in Sápmi arbeite und über solche Literaturhinweise sehr dankbar bin. Wenn Du noch mehr Tipps hast oder andere möchtest, können wir gerne auch privat dazu schreiben.

    im vorwort der printausgabe ist überzeugend erklärt, warum die sami sami heissen. weshalb es für mich auch nicht mehr lappland heissen kann.

    Solche Hinweise sind mir als ausgebildeter postkolonialer Anthropologe und Aktivist zum Beispiel sehr wichtig zu erwähnen und das haben viele Leute zum Beispiel gar nicht auf dem Schirm. Hinweise zu lokalen Museen finde ich an der Stelle auch immer toll!

    Vielen Dank für eure vielen Antworten. Eure Rückmeldungen sind sehr interessant, auch wenn ich teilweise über Ton oder Formulierungen etwas schmunzeln muss. Ich glaube an der Stelle ist noch einmal wichtig zu erwähnen, dass sich Wanderführer an ein spezifisches Publikum richten, also tendenziell Menschen mit weniger Erfahrung, und einen bestimmten Zweck haben, nämlich einen (ersten) Überblick zu geben und auf eine Reise vorzubereiten. Ich glaube gerade hier im Forum planen und gestalten viele ihre Reisen anders und das kann ich gut verstehen und doch erfüllen solche Bücher in meinen Augen eine wichtige Aufgabe, dazu später mehr.

    Ich will kurz auf ein paar Punkte eingehen, die ihr zu meinen Beispielen dargelegt habt, und dann mal ein kurzes Zwischenfazit ziehen und vielleicht auch grundlegendes zu solchen Führern sagen und zu meinen Beweggründen, einen solchen zu schreiben - Reichtum und Ehre sind es nämlich sicherlich nicht, hehe.

    üblicherweise sind Etappen ja so geschnitten, dass Anfang und Ende mögliche Übernachtungsplätze sind

    In meinem Fall, ähnlich wie bei anderen Wegen in Nordskandinavien, ist der Weg als Hüttentour konzipiert und soll auf Wunsch des Verlags auch als solcher in den Führern gegliedert werden. Ich selbst schlafe selten in den Hütten und plane meine Etappen anders, daher sind für mich Informationen zwischen Etappenzielen wichtiger, als diese selbst. Ich glaube das geht hier vielen so.

    Wann kann man denn mit einer Veröffentlichung rechnen?

    Im Frühjahr nächstes Jahr sollte es soweit sein.

    Markierte Zeltplätze in einem Wanderführer wären für mich ein Grund diesen nicht zu kaufen. Sollte dann nicht auch noch markiert sein wo man hin kackt?

    Ich glaube an dieser Stelle ist es nochmal wichtig zu erwähnen, was ich genau mit markierten Zeltplätzen meine. Ich bin diesen Sommer über 1000km durchs Fjäll gelaufen und habe manchmal auch bei der Planung solche Führer zur Rate gezogen. Während im Fjäll häufig die Zeltplatzsuche sehr einfach ist, zum Beispiel so gut wie überall in der Finnmark, kommt es meiner Erfahrung nach nicht selten auch vor, dass es durchaus mal für 10km oder sogar 20km keine wirklich geeigneten Orte zum zelten gibt oder nur sehr ungemütliche - gerade für Menschen mit UL Zelten (not me). Ein Beispiel ist zum Beispiel vor und hinter der Røsvatnhytta in Norwegen oder auch westlich von Vaisaluokta, wo es auf 30 km so gut wie keine Möglichkeit zum zelten gibt, außer vielleicht an einer der Brücken. Das ist sicher die Ausnahme, aber genau für solche Fälle finde ich solche Angaben manchmal hilfreich. Das hilft mir persönlich einzuschätzen, wie ich eine Etappe planen kann und wie spontan ich dabei sein kann. Wenn man sowieso nur 20km läuft, machen 5km oder 10km mehr nicht so viel aus. Wenn man aber über 30km oder gar 35km läuft, will man am Ende des Tages nicht feststellen müssen, dass man für weitere Stunden über Blockfelder oder durch tiefen Sumpf laufen muss, weil es nichts zum zelten gibt. Das mag mancher anhand topografischer Karten ablesen können, aber das bedeutet auch viel Aufwand bei langen Wegen und Know-How. Ich möchte auf keinen Fall klumpige Festivalsituationen wie auf dem Kungsleden schaffen, aber ich möchte das Buch eben auch sowohl für unerfahrene wie erfahrene informativ gestalten und dazu zählt meiner Meinung auch, sowas zu erwähnen wie: "hey, auf diesem 30km Abschnitt gibt es nur in diesem Bereich gute Möglichkeiten zu zelten" oder "auf dieser Hochebene geht es gut" oder "neben der Brücke ist ein guter, bereits gut abgenutzter Zeltplatz". Ich finde solche Informationen hilfreich, um Etappen eben individuell planen zu können und einen groben Eindruck von der Beschaffenheit des Weges zu bekommen.

    Das kann gut sein, für ein Gebiet mit hohem Schutzwert und wenig geeigneten Plätzen. Im skandinavischen fjäll halte ich das aber eher für kontraproduktiv, da im allgemeinen eh mehr als genug Platz ist und es besser ist, wenn sich die Besucher möglichst gleichmäßig verteilen.

    Dazu finde ich wichtig zu erwähnen, dass es aus Sicht des Naturschutzes tatsächlich häufig besser ist, bereits benutzte Zeltflächen zu gebrauchen, anstatt neue "anzulegen" - auch im Fjäll. Ich zelte auch gerne an besonders entlegenen oder szenerischen Orten, aber es ist auch gut, sich manchmal an "Abnutzungen" zu orientieren, um die Flora zu schützen, weil erholen tut sich die Natur an diesen Stellen oft sowieso nur sehr langsam oder auch gar nicht mehr. Ich finde das persönlich manchmal auch angenehmer, weil diese Flächen über die Jahre geebnet wurden und ausnahmsweise mal nicht schief oder steinig oder voller kleiner Mulden sind. Im namensgebenden Padjelanta gibt es sehr viele dieser Stellen, da Hippies aus ganz Europa den Park in den 70er und 80er Jahren im Sommer regelrecht eingenommen haben. Manche dieser Stellen sieht man sofort, andere weniger und manchmal finde ich diese durchaus erwähnenswert, weil sie sowohl komfortabel oder geschützt oder eben auch gut gelegen sein können.

    Und genaue Angaben sind doch gerade für das Fjäll in vielen Fällen schwierig bis unmöglich. So kann eine Furtstelle sich von Hüpfen über Steine bis zu stehen bis über die Knie in reissendem eisigem Wasser verändern

    Da hast du vollkommen recht und ich finde auch, dass es nicht Ziel sein sollte, alles bis ins Detail zu erläutern. Klar, müssen Leute auch eigene Erfahrungen machen. Ich finde aber in den Alpen zeigt sich sehr gut, wie viele unerfahrene Leute in Bergnot geraten, weil sie nicht richtig vorbereitet sind und Situationen nicht richtig einschätzen können - da hilft diese Erfahrung in dem Fall dann auch erstmal wenig. Warum ich das Furten erwähnt habe, ist, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass das Furten in solchen Führern häufig banalisiert wird. Dabei ist es imho ein kritischer Moment beim Wandern, bei dem viel schief gehen kann, gerade, weil man das auf die leichte Schulter nimmt. Ich kann verschiedene Szenarien und Wasserstände nicht ellenlang erläutern und auch keine Anleitungen geben, aber ich kann erwähnen, dass manche Furten z.B. nach tagelangem Regnen oder zu Beginn der Saison sehr schwierig oder gar unpassierbar sein können - habe ich alles schon erlebt. Und diese Hinweise sind glaube ich wichtig und richtig, weil sie im Ernstfall vielleicht helfen, dass Unerfahrene die richtige Entscheidung treffen.

    Teilweise so, dass man direkt auf deutsch angesprochen wird, weil scheinbar davon ausgegangen wird, dass das jetzt annektiertes Staatsgebiet ist.

    Das habe ich auch schon oft erlebt und fand ich jedes mal grauenhaft. Habe mich auch schon erwischt, wie ich Leute grundsätzlich mit möglichst akzentfreiem Englisch oder meinem gebrochenen Schwedisch anspreche ^^

    für mich ist ein Wanderguide ein Wanderguide und kein Kulturführer.

    Das ist ein sehr wichtiger Punkt und das entspricht auch ausdrücklich der Philosophie des Verlags und im Grunde auch meiner eigenen. Gleichzeitig finde ich es wichtig, den Führer auch dafür zu nutzen, um auf wichtige Dinge hinzuweisen, die über die Etappenbeschaffenheit etc. hinaus geht. Schließlich sind wir zu Besuch und gerade das Fjäll ist indigenes Gebiet und damit auch vor dem Völkerrecht besonders geschützt.

    Das bringt mich zu meinen Beweggründen, warum ich einen solchen Führer schreibe. Grundsätzlich habe ich natürlich auch Interesse und Spass und Erfahrung beim Schreiben. Gleichzeitig empfinde ich als Fjällenthusiast und häufiger Gast auch eine Schutzpflicht und gewisse Verantwortung gegenüber dieser tollen und einzigartigen Landschaft und ihren Bewohner*innen. Das meine ich nicht in einem paternalistischen Sinne, dass ich etwa besser Bescheid weiß, als beispielsweise die Samen selbst. Ich habe anfangs nochmal erwähnt, dass sich solche Führer an spezifische Gruppen richten, tendenziell an unerfahrenere Personen oder eben alle, die (noch) gar keine Informationen zu der Gegend haben. Es ist wichtig, dem von PositivDenken erwähnten Tunnelblick entgegenzuwirken, damit die Menschen selbst Verantwortung lernen und Erfahrungen machen. Gleichzeitig sehe ich mit Besorgnis, wie manche Menschen in der Natur unterwegs sind, gerade auch z.B. auf dem Kungsleden. Man kann sich streiten, ob ein Wanderführer die Leute erst anzieht, wie beispielsweise beim NKL oder ob sie sowieso kommen. Ich glaube, die Menschen kommen auch so, manchmal dann eben auch ohne den richtigen Respekt oder nötiges Grundwissen für Land und Leute. Und ich finde, da kann ein solcher Führer helfen, erstens kritische Punkte hervorzuheben, wie "diese Passagen sind sehr anspruchsvoll", "diese Furten sind nur für Erfahrene" oder auch "das ist alles seit Jahrtausenden der Lebens- und Kulturraum der indigenen Samen, deren Land systematisch für Ressourcen, aus rassistischen Gründen und zu Zwecken der Erholung bzw. des Tourismus ausgebeutet wird, und daher sollte man nochmal extra umsichtig sein". Ich weiß, dass ich keinen Kulturführer und auch keine kulturkritische Abhandlung schreibe, aber ich finde es auch wichtig, manche Dinge nochmal zu unterstreichen, ohne dabei den Fokus auf das Wesentliche, die Informationen zum Weg selbst, zu verlieren. Denn es geht eben nie nur um den Weg, sondern immer auch zwangsläufig darum, wo ich mich befinde und wie ich diesen Aufenthalt so nachhaltig und freundlich wie möglich gestalte. Und für viele ist eben ein solcher Führer oft die erste und auch einzige Anlaufstelle zur Vorbereitung. Das mag auf die Leute hier im Forum nicht zutreffen, deshalb frage ich nach Dingen, die euch wichtig sind, aber das sollte man auch im Hinterkopf behalten. Das kann ja z.B. auch bedeuten, dass man selbst Dinge weiß, aber es für euch wichtig wäre, dass sie für Leute, die das nicht wissen, in solchen Führern erwähnt werden.

    Ich habe z.B. aus euren Anworten rausgelesen, dass viele eher grobe Beschreibungen bevorzugen, Informationen zu schwierigen oder gar kritischen Passagen oder auch Abschnitten ohne Zeltmöglichkeit aber sehr gern gesehen sind, sowie Hinweise zu infrastrukturellen Anbindungen, Umgehungen, Einkaufsmöglichkeiten/Resupplyadressen, mögliche "Notausgänge" etc.

    Ich denke, wir wissen hier alle, wie man sich richtig in der Natur verhält. Ich glaube aber, dass genau die Zielgruppe solcher Führer das häufig nicht so auf dem Schirm hat. Wie oft habe ich schon Klopapier und Taschentücher am Wegesrand gesehen, bei denen Menschen sicher denken, dass das schnell verottet, oder Hunde im Padjelanta etc. Ich kann das alles auch mit meinem Führer nicht verhindern, aber ich finde es wichtig, einen realistischen Eindruck zu vermitteln und auf Dinge zu verweisen, auch wenn sie für manche schon klar sind, um vielleicht auch Leute dazu zu bewegen, ihre Herangehensweise nochmal zu überdenken oder vielleicht doch ein anderes Ziel zu wählen. Reich werde ich mit dem Führer sowieso nicht, es ist also eher eine Herzensangelegenheit. Wenn es schon Informationen gibt - und die gibt es jetzt auch schon, auch zu meinem Weg - dann doch bitte wenigstens gewissenhaft und verantwortungsvoll und so, dass alle was davon haben,also sowohl Leute die Erfahrungen sammeln als auch Natur und Menschen vor Ort.

    Am Ende ist das ja auch meine erste Erfahrung mit einem solchen Format und ich versuche, viele Aspekte nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Ob das am Ende alles so passiert, ist nochmal eine andere Frage, aber solches gemeinsames Nachdenken ist sicher nicht verkehrt. :)

    Liebes Forum,

    nach langer Pause bin ich wieder zurück und habe eine kleine große Frage an euch. Ich schreibe derzeit an einem Wanderführer für einen kleinen Verlag mit gelben Büchlein und habe mich gefragt, was ihr an solchen Wanderführern grundsätzlich vermisst oder euch zusätzlich wünscht, falls ihr solche nutzt oder genutzt habt. Das Layout etc. kann ich natürlich nicht beeinflussen, den Inhalt aber schon. Also zum Beispiel bestimmte Bilder, Beschreibungen, Angaben, De- oder Alttours, Tagestouren, Bergbesteigungen oder (kultur-)historische Zusatzinformationen.

    Was mir in der Vergangenheit z.B. wiederholt negativ aufgefallen ist, dass viele Autor*innen nur in Ausnahmefällen geeignete Zeltplätze markieren oder Details zur Beschaffenheit von Abschnitten bezüglich Zelttauglichkeit machen. Zwar schreibe ich einen Führer für einen sehr langen Wanderweg im Fjäll, entlang dessen es viele Zeltmöglichkeiten gibt, doch nutzen vielleicht auch gerade solche Leute die Bücher, die bei der Zeltplatzwahl noch nicht so erfahren sind und manchmal gibt es im Fjäll ja auch random irgendwo auf einmal einen richtigen Premiumplatz mit sehr ebener Wiese, den es eigentlich zu erwähnen lohnen würde. Finde sowas bei der Etappenplanung immer hilfreich, gerade auch für UL-Anfänger*innen mit sehr leichten Zelten, die auf geschütztere Zeltplätze angewiesen sind.

    Gibt es andere Dinge, die ihr euch grundsätzlich wünschen würdet, auch wenn ihr meinen Führer selbst gar nicht lesen oder nutzen werdet. Ich möchte zum Beispiel nach Möglichkeit mehr Hintergrundinfos im ABC Teil am Anfang unterbringen, z.B. zum Furten, zu LNT, Geschichte und Gegenwart der Samen, Kolonisierung Sápmis, Buchempfehlungen etc.

    Bin auf eure Meinungen, Wünsche und Ideen gespannt.

    Viele Grüße und Happy Trails

    Padjelanta Du hast glaub ich mehrere Wochen in Nordschweden und im Fjäll mit dem Enan verbracht und dabei auch einige Stürme durchgemacht. Könntest du von deinen Erfahrungen mit dem Zelt berichten?

    Ich bin mit dem Enan inzwischen weit über 2000km im sápmischen Fjäll gelaufen und würde es auch nach wie vor dafür empfehlen. Ich habe jedes Wetter mitgemacht, inklusive der oben erwähnten 97 km/h Windböen vor zwei Jahren an der Alesjaure Hütte. ich verwende die langen Hilleberg Y Heringe, lass die Zusatzschlaufen an den Enden unbenutzt. Ich vertraue dem Enan vollkommen. Ich war nie mit was leichterem im Fjäll unterwegs und in den bekannten UL Zelten hätte ich bei so manchem Wetter auch nicht liegen wollen. Die zitierte Geschichte von den Outdoorseiten kann ich bedingt nachvollziehen. Ich habe jedoch auch den Eindruck, dass mögliche Schwachstellen am Enan am ehesten die Leinen sind, die im Vergleich zu Dyneema-Leinen relativ schwach sind. Richtig abgespannt und gesichert hatte ich bisher aber bei keinem stürmischen Wetter den Eindruck, dass was reißen würde. Am ehesten fliegt das Zelt also weg, wie im zitierten Beitrag. Um dem entgegenzuwirken verwende nach Möglichkeit immer übertrieben schwere Steine zum beschweren der Heringe. Damit wird alles durch den Wind zwar zusammengedrückt, es bleibt aber alles warm und trocken und relativ windgeschützt im Inneren. Optional kann man die dicke 10mm Stange fürs Akto nachrüsten, das addiert 44 gr.

    Was mich am Enan persönlich stört, sind eher die schmalen Enden, die bei viel Feuchtigkeit im Fjäll eigentlich fast immer den Schlafsack nass machen über Nacht - auch oder gerade ohne Wind. Das ist lästig, aber auch in gewissem Maße verkraftbar. Witzigerweise habe ich nie die Bodenplane dabeigehabt, obwohl ich sie besitze. Die würde das Problem stark eindämmen.

    Für mich nach wie vor eine gute Lösung, wenn auch nicht die beste - aber ein guter Kompromiss - gerade auch wegen des solid Inner und den bodentiefen Außenwänden, für die ich selbst im sommerlichen Fjäll dankbar bin. Habe diesen Sommer auch im Portal 2 wenige Nächte im Fjäll geschlafen und das fand ich etwas zügig und auch relativ klein.

    Wichtig wie oben auch schon mehrfach erwähnt, ist die Frage, wie man eigentlich wandern möchte. Ich möchte bewusst kein DCF Zelt mit ins Fjäll nehmen, weil ich spontan entscheiden möchte, wo ich zelte. Es gibt so viele atemberaubende Zeltmöglichkeiten im Fjäll und ich möchte nicht traurig weitergehen müssen, weil ich meinem Zelt nicht vertraue. Bei vielen DCF Zelten ist das nicht ohne Weiteres der Fall. Wenn man aber immer bei Hütten zeltet, kann man vermutlich auch ein leichteres UL Zelt nehmen.

    Abschließend möchte ich noch betonen, dass, auch wenn das Enan schon des Öfteren sehr stürmisches Wetter mitgemacht hat, würde ich inzwischen bei sehr stürmischem Wetter nach Möglichkeit eigentlich immer den Weg zur nächsten Hütte auf mich nehmen, denn ein kaputtes Zelt bedeutet im schlimmsten Fall ein gesundheitliches Risiko oder auch das Ende einer Tour.

    Liebe Grüße vom knivskjellodden und der ersten Nacht auf dem Trail auf unserem Weg in den Padjelanta. Wir hatten traumhaftes Wetter und vom Schlafsack aus Blick auf das Nordkapp, wie es in der Mitternachtssonne leuchtet. Gegen eins hat die Sonne uns direkt nochmal angestrahlt. Eine magische erste Nacht. Jetzt nur noch 1300+ km bis zum Ziel 🤪

    Edit: Der Hund steigt in Abisko aus, das Hundeverbot im Padjelanta wird selbstverständlich eingehalten!!

    Ritsem-->Saltoluokta

    Dann könnten wir uns tatsächlich begegnen, da bin ich ab Ende August/Anfang September unterwegs.

    Helags Rundtour

    Dort ist es toll!

    Knivskjelodden

    Da bin ich Ende Juli/Anfang August

    nur shit Wetter

    In Kvikkjokk waren es diese Woche 32 Grad. Überhall in Laponia und darüber hinaus ist höchste Waldbrandgefahr derzeit. Schauen wir mal, was das für die nächsten Wochen bedeutet.