Zelte im Fjäll - Erfahrungen und Meinungen

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Ich habe ein Bonfus Middus 2p mit einem single inner. Du hast deine Absis einfach im Zelt.

    Alleine macht nur ein Duomid oder kleiner Sinn. Half inner um schlaf und Kochbereich zu trennen.

    Niedriger bzw so weniger Angriffsfläche weiter oben ist sofort sturmstabiler.

    Hier auf einem Trip mit Auto:

  • Ich habe ein Bonfus Middus 2p mit einem single inner. Du hast deine Absis einfach im Zelt.

    Alleine macht nur ein Duomid oder kleiner Sinn. Half inner um schlaf und Kochbereich zu trennen.

    Niedriger bzw so weniger Angriffsfläche weiter oben ist sofort sturmstabiler.

    Was genau meinst du mit

    "Alleine macht nur ein Duomid oder kleiner Sinn"?

    bzw. "Niedriger bzw. so weniger Angriffsfläche weiter oben ist, sofort sturmstabiler". Beziehst du dich da auf Pyramidenzelte allgemein oder möchtest du etwas spezielles sagen? Ich bin leider wirklich schwer von Begriff :-/

  • Ich finde das Middus 2p für mich allein schon sehr groß. Noch größer sehe ich die Nachteile Gewicht, Packmaß und Angriffsfläche im Wind als zu groß an.

    Angriffsfläche im Wind ist eine Sache. Aber die Windgeschwindigkeit steigt auch mit der Höhe über Grund und du hast auch weniger nutzbare Windbrecher, hinter denen du campen kannst. Damit steigt das Gewicht deiner Heringe und Aufstellstange.

    Deshalb finde ich kleine Pyramiden sinnvoller und habe das 2p, um überhaupt ein 2 Personen Zelt zu haben. Wäre das nicht, hätte ich ein einer genommen.

    Bräuchte ich häufiger ein zweier, hätte ich mir aber etwas anderes als eine Pyramide ausgesucht.

  • [...] Gibt es auch Erfahrungswerte was den Zoll angeht? Beides müsste ja importiert werden.

    Einfach den Kaufpreis + Versandkosten * 1,33 nehmen und man ist schon sehr nah an den zu erwartenden Kosten.

    Bei MLD kann es durchaus passieren, dass die Kosten von Ron geringer angegeben werden und somit Zoll + USt geringer ausfallen.

  • Ich suche ebenfalls ein Zelt für's Fjäll. Aktuell habe ich ein Portal 2 (Grüße aus dem Blauen Forum :D) und möchte etwas Abspecken. Das Saor sieht interessant aus, aber hat auch ein Basisgewicht von 1,2kg. Genauso wie das Arcdome 1. Da frage ich mich, ob sich das wirklich lohnt im Gegensatz zu einem Portal 2.

    Ich liebäugel eher mit einem Tarptent Stratospire 1 oder Tarptent Dipole 1

    Was würdet ihr dazu sagen?


    Ich hätte mir damals auch ein Slingfin Portal gekauft. Leider gibt es das nicht mit einem vernünftigem Inner, sondern nur komplett aus Mückengitter. Für mich hätte es wenigstens ein Half-Solid sein sollen, schon wegen Wind und eben auch den Wasser- und Dreckspritzern, wenn es mal richtig regnet. Gegen ein Portal lohnt sich aus meiner Sicht das Arcdome oder das Saor auf jeden Fall. Dazu kommt das das Portal "Inner-First" aufgebaut wird. Aus meiner Sicht kein Zelt fürs Fjäll.

    Das Stratospire ist ein schönes Zelt, hat aber auch eine ziemlich große Grundfläche. Ich glaube das wird gerade durch das Dipole komplett ersetzt?

    Das Dipole mag ich lieber für den Sommer. Die Wände seitlich sind schon ziemlich steil.

    Persönlich finde ich das Hilleberg Enan kommt schon ziemlich an ein für mich perfektes Zelt für die Gegend hin. Das AZ geht bis zum Boden und es hat zwei große, verschließbare Lüfter an Kopf- und Fußende. Mit der Stange und zwei Heringen vorn und hinten ist es auch schnell mal für ne Pause im Regen aufgebaut. Das wäre bei allen anderen deutlich zeitaufwendiger.

  • Bräuchte ich häufiger ein zweier, hätte ich mir aber etwas anderes als eine Pyramide ausgesucht

    Ich würde mir wieder ein Bonfus Duos kaufen. Regengeschützter Eingang, einfach aufzustellen, ohne Zoll zu bekommen, Qualität ist super, es ist aus DCF, hat keine Mittelstange, 675g.

    StratospireLI oder ein X-Mid 2 Pro (oder pro+) würde ich als gleichwertig ansehen. Teurer und mit etwas mehr Mind fuck beim Aufbau.

  • Ich bin ja selbst am liebsten im Fjäll unterwegs, aber noch lang kein Ausrüstungsexperte. Daher ist der Thread für mich auch hochinteressant. Das meiste ist auch sehr schlüssig, nur eine Sache verstehe ich nicht so recht: warum sehen viele das X-Mid als sehr windanfällig an, während beispielsweise das Stratospire als windstabile Lösung genannt wird? Liegt es nur an der Asymmetrie des X-Mid im Vergleich zur Symmetrie des Stratospire? Man kann das X-Mid doch entsprechend der Windrichtung aufbauen, das ist doch bei Geometrien wie der des Enan auch angeraten?!..
    Erleuchtet mich bitte, bevor ich richtige Bauchschmerzen bekomme, wenn ich das nächste Mal mit meinem X-Mid ins Fjäll aufbreche^^

  • Ich bin ja selbst am liebsten im Fjäll unterwegs, aber noch lang kein Ausrüstungsexperte. Daher ist der Thread für mich auch hochinteressant. Das meiste ist auch sehr schlüssig, nur eine Sache verstehe ich nicht so recht: warum sehen viele das X-Mid als sehr windanfällig an, während beispielsweise das Stratospire als windstabile Lösung genannt wird? Liegt es nur an der Asymmetrie des X-Mid im Vergleich zur Symmetrie des Stratospire? Man kann das X-Mid doch entsprechend der Windrichtung aufbauen, das ist doch bei Geometrien wie der des Enan auch angeraten?!..
    Erleuchtet mich bitte, bevor ich richtige Bauchschmerzen bekomme, wenn ich das nächste Mal mit meinem X-Mid ins Fjäll aufbreche^^

    Ich sehe den Unterschied bei der Geometrie, dem Material, den Reißverschlüssen usw. Das Stratospire ist einfach weniger windanfällig und wertiger.

  • warum sehen viele das X-Mid als sehr windanfällig an, während beispielsweise das Stratospire als windstabile Lösung genannt wird?

    Es gibt ein recht eindrucksvolles Video, ich denke es war von BackpackingLight selber, finde es aber nicht mehr, da baut er verschiedene Zelte auf und demonstriert, wie stark oder leicht die Stangen am First wackeln. Dadurch, dass das Stratospire diese Pitchlock Corners hat, hat es an beiden Enden zusätzliche Verankerungen, die das Zelt stabil am Boden halten (vgl. Zeltstangen beim Tunnel oder Dome), das haben X-Mid und Co so schon einmal nicht. Egal wie kurz du die guylines an den Ecken auch machst, da wird immer mehr Spiel sein, als beim SS. Je mehr Spiel, je mehr Bewegung umso instabiler steht ein Zelt, da das Schaukeln letztlich Stress aufs Material und auf die Heringe ausübt.
    (Er demonstriert in dem Video auch, dass man beim X-Mid wirklich alle Heringe setzen muss, um es halbwegs stabil zu bekommen)

    Man kann das X-Mid doch entsprechend der Windrichtung aufbauen, das ist doch bei Geometrien wie der des Enan auch angeraten?!..

    Der Wind dreht sich ja gern mal, ich stehe ungern mitten in der Nacht auf und richte das Zelt neu aus. Beim Enan leidet ja die Stabilität deswegen ja nicht gleich so, dass es dann drinnen unaushaltsam würde. Und bleibt es bei ein Mal neu ausrichten? …

    PS: Ich hab auch mittlerweile schon von zu vielen Leuten gehört, dass sie mit dem X-Mid mittlerweile nur noch frustriert sind, weil es eben zu windanfällig ist. Weil sie zu oft in Situationen waren, wo es damit ungemütlich wurde. Sprich: die Praxis spricht da einfach dagegen.

    2 Mal editiert, zuletzt von PositivDenken (1. Februar 2026 um 16:08)

  • BPL bzw. das befragte Wanderer-Sample auf dem Markentrip (Mail von heute morgen), OMG:

    "With Gröna Bandet hikers, we see that wear and tear immediately.

    That allows us to quickly identify:

    • which tents stand up to wind and harsh conditions"

    und dann, tätä, in dieser Reihenfolge: SS2-solid / Enan / xmid2-solid / Anjan :S

    Fehlen Khufu, Hapi, MLD u.ä..

    Wichtig finde ich: der Unterschied zwischen einem 2er und einem 4er ist riesig, was Windanfälligkeit und Anforderungen an STange und Heringe betrifft. Selbst 1,30 in der Höhe ist besser als 1,60 wenn der Rest gleich gut verarbeitet ist.

  • BPL bzw. das befragte Wanderer-Sample auf dem Markentrip (Mail von heute morgen), OMG:

    "With Gröna Bandet hikers, we see that wear and tear immediately.

    That allows us to quickly identify:

    which tents stand up to wind and harsh conditions"

    und dann, tätä, in dieser Reihenfolge: SS2-solid / Enan / xmid2-solid / Anjan :S

    Du redest da vom schwedischen backpackinglight store. Diese Leute … *rolleyes*

    … naja, wollen halt verkaufen, was gerade auf Lager ist. Aber wirklich Ahnung haben die nicht. Heiße Luft und Dummschwatz.

  • Erleuchtet mich bitte, bevor ich richtige Bauchschmerzen bekomme, wenn ich das nächste Mal mit meinem X-Mid ins Fjäll aufbreche

    Hier hat sich mal wer mit der Aerodynamik von (UL-)Zelten im Starkwind auseinandergesetzt, das fand ich recht aufschlussreich:

    Tents in Strong Wind: What You Need to Know — Slower Hiking
    Understanding wind, tents and terrain can make the difference between an enjoyable hike or a terrible one so, with a little help from tent manufacturers, we’ve…
    slowerhiking.com
  • verstehe ich nicht so recht: warum sehen viele das X-Mid als sehr windanfällig an, während beispielsweise das Stratospire als windstabile Lösung genannt wird?

    Da werden auch oft Äpfel mit Birnen verglichen... Bis vor wenigen Jahren war das Stratospire aus 30D Silnylon, jetzt aus 20d silpoly. Und oft ist nicht klar ob mit X-Mid oder X-Mid Solid verglichen wird.

    Insbesondere beim Vergleich aktuelles Stratospire mit X-Mid Solid* denke ich das schenkt sich nicht viel, es sind beides sehr große Segel. Mag sein, dass das Strat durch die Pitchlocs etwas vorne liegt - aber bis es aufgebaut ist...

    *Das X-mid Solid hat im Vergleich zum non-solid verstärkte Abspannpunkte sowie 5# Zipper (statt #3) und 20d silpoly (statt 15d).

  • Es gibt ein recht eindrucksvolles Video, ich denke es war von BackpackingLight selber, finde es aber nicht mehr, da baut er verschiedene Zelte auf und demonstriert, wie stark oder leicht die Stangen am First wackeln.

    Meinst du das mit den Zelten auf dem Dach eines Autos?


    Ich habe jetzt das Stratospire 1 gekauft. Gab es gerade im blauen Marktplatz für unter 400€. Finde ich unter Berücksichtigung aller Aspekte irgendwie den sinnigsten Kompromiss. Aber das ist meine rein subjektive Einschätzung :)

    Einmal editiert, zuletzt von .zip (3. Februar 2026 um 11:42)

  • Ich bin ja selbst am liebsten im Fjäll unterwegs, aber noch lang kein Ausrüstungsexperte. Daher ist der Thread für mich auch hochinteressant. Das meiste ist auch sehr schlüssig, nur eine Sache verstehe ich nicht so recht: warum sehen viele das X-Mid als sehr windanfällig an, während beispielsweise das Stratospire als windstabile Lösung genannt wird? Liegt es nur an der Asymmetrie des X-Mid im Vergleich zur Symmetrie des Stratospire? Man kann das X-Mid doch entsprechend der Windrichtung aufbauen, das ist doch bei Geometrien wie der des Enan auch angeraten?!..
    Erleuchtet mich bitte, bevor ich richtige Bauchschmerzen bekomme, wenn ich das nächste Mal mit meinem X-Mid ins Fjäll aufbreche^^

    Ich schrieb vor Kurzem zur Windstabilität des SSLi:

    "Die Hexagonform des Zeltes bewirkt, dass der Sturm nur kleinteilige, dreieckig geformte Angriffsflächen hat."

    Und das dies bei ständig drehendem Wind eben auch einen großen Vorteil bietet.

  • Die Hexagonform des Zeltes bewirkt, dass der Sturm nur kleinteilige, dreieckig geformte Angriffsflächen hat

    In der Theorie hatte ich das auch angenommen. In der Praxis ziehen sich die Flächen zu einem "normalen" Firstzelt zusammen. (Abgesehen von den kleinen PitchLoc-Ecken)

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    (Den Ton würde runterregeln)

  • Sorry, aber das ist doch total beschissen aufgestellt. Und was macht der da mit der extra guyline? Dass es ihm das Aussenzelt da nicht direkt zerreißt, ist eh mehr ein Wunder.

    Kann jedenfalls beteuern, dass dem nicht so ist, dass es zu einem großen Segel zusammengestaucht wird, wenn es halbwegs vernünftig aufgebaut wird.

    Was auffällt: die Sturmabspannleine, die vom First kommt, ist falsch gesetzt. Bei starkem Wind muss die längs der Firstachse gelegt werden und nicht längs der Tür. Außerdem (und das ist wohl das Hauptproblem) sieht man, dass sie den First spannt (was er vorher wohl nicht war, vermutlich Trekking poles zu lang eingestellt, häufigster Fehler), dadurch fallen dann die Seitenwände nach innen ein und erzeugen den Segeleffekt. Kurzum, das Zelt war nicht richtig aufgebaut und die Sturmabspannleinen machen dann alles nur noch schlimmer.

    Zugegeben, das Zelt wirklich richtig aufzubauen ist eben nicht ganz so einfach. Das hat es mit vielen anderen Zelten aber gemeinsam.

    Einmal editiert, zuletzt von PositivDenken (3. Februar 2026 um 12:48)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!