Beiträge von andreköln

    Das Zeltmaterial ist meinen Beobachtungen zur Folge auch beachtenswert.

    SilNylon oder SilPoly dehnt sich bei Feuchtigkeit (Sturm und Regen gibt's ja gerne gleichzeitig) aus und kommt dann schnell ins Flattern, bzw. muss nachgespannt werden.

    Das war der Grund, warum ich DCF gewählt habe. Einmal gut aufgestellt und abgespannt hat starker Wind weder irgendwelche Flächen zusammengezogen noch Flattern verursacht.

    Ich bin ja selbst am liebsten im Fjäll unterwegs, aber noch lang kein Ausrüstungsexperte. Daher ist der Thread für mich auch hochinteressant. Das meiste ist auch sehr schlüssig, nur eine Sache verstehe ich nicht so recht: warum sehen viele das X-Mid als sehr windanfällig an, während beispielsweise das Stratospire als windstabile Lösung genannt wird? Liegt es nur an der Asymmetrie des X-Mid im Vergleich zur Symmetrie des Stratospire? Man kann das X-Mid doch entsprechend der Windrichtung aufbauen, das ist doch bei Geometrien wie der des Enan auch angeraten?!..
    Erleuchtet mich bitte, bevor ich richtige Bauchschmerzen bekomme, wenn ich das nächste Mal mit meinem X-Mid ins Fjäll aufbreche^^

    Ich schrieb vor Kurzem zur Windstabilität des SSLi:

    "Die Hexagonform des Zeltes bewirkt, dass der Sturm nur kleinteilige, dreieckig geformte Angriffsflächen hat."

    Und das dies bei ständig drehendem Wind eben auch einen großen Vorteil bietet.

    Ganz klar meine erste Wahl seit inzwischen über 10 Jahren:

    Die Berghaus Paclite Pants. Fast unkaputtbar, zuverlässig dicht, bequemes an- und ausziehen und immer noch sehr atmungsaktiv.

    Tach zusammen,

    ich habe das Tarptent Stratospire Li (2 Personen) seit 2019 im Einsatz.

    Aus 20219 ist auch der Erfahrungsbericht nach der ersten langen Tour mit dem Teil im blauen Forum:


    "Werte Gemeinde,

    aus dem Sarek zurück, hier meine Bewertung der Performance des TP-StratoSpire li mit solid Inner:

    Wir haben das Teil auf unserer eben beendeten 12 tägigen Sarektour verwendet und das Fazit fällt durchweg sehr positiv aus.

    Aufbau:

    Ein Klacks. Das Teil steht in spätestens 3 Minuten. Auch in stürmischen Wetterbedingungen. Ich finde den Aufbau logisch und simpel. Die Stellfläche für das Zelt wirkt auf mich zudem nicht so groß, dass man sich Sorgen um geeignete Stellplätze machen müsste.

    Verarbeitung:

    Sehr gut. Optisch gibt es keine krummen, oder ausgefransten Nähte. Auch ist keinerlei Stiching am DCF Material erkennbar.

    So gut wie kein Kondens in luftigen Stellplätzen, das Material nimmt zudem ja auch kein Wasser auf. Wenn es mal nass wird, trocknet es sehr schnell wieder.

    Funktionalität:

    Sehr gut und auf hohem Niveau. Alle Leinen, Schnallen und Abspannpunkte sind gut platziert und sinnvoll zu bedienen. Ich habe die Original Alu-Zeltnägel gegen stabilere Groundhogs ausgetauscht. Besonders gefallen mir die elastischen und dennoch regulierbaren Aufhänger des Inners. Da reisst bei unsachgemässer Belastung nichts aus.

    Die Pitchlocs finde ich genial. Egal, wie der Zeltuntergrund aussieht, man hat immer genügend Kopffreiheit im Innenzelt. Die Ösen für deren Abspannung sind vom Durchmesser nur für die mitgelieferten Zeltnägel passend. Für meine Groundhogs habe ich dort zusätzlich noch kurze Schlaufen befestigt.

    Verhältnis Grösse/Gewicht:

    Ausgezeichnet. 950 Gramm inkl. Heringe für ein vollwertiges, doppelwandiges 2Personen-Zelt mit zwei wirklich großen Apsiden sind eine klare Ansage.

    Die Innenzeltbreite klingt mit 114 cm Breite erst einmal recht sportlich. Es passen jedoch problemlos zwei TAR neo XLite Matten nebeneinander. Die Innenzelthöhe ist wirklich erstaunlich gut und es kam nie zu einem klaustrophobisch anmutenden Gefühl.

    Nachtrag 2026: Inzwischen habe ich mir ein "Wide Solid Inner" zugelegt. Dies hat eine Breite von 1,30 m aber auch ca. 100 g mehr Gewicht.

    Die Apsiden sind eine ganze Nummer größer als etwa beim Duplex. Sehr viel Platz für Rucksack, zum Kochen und regennasses Geraffel zum Trocknen.

    Sturmfestigkeit:

    Ausgezeichnet. Wir hatten im Snavavagge auf dem Pass hinter der Ladebakkte nachts einen echt üblen Sturm, der mir zunächst eine schlaflose Nacht bereitete, da ich mangels Erfahrungswerten schon in Sorge war, ob das Zelt das aushält.

    Fazit: Natürlich ist es drinnen laut und das Material wird von den Sturmböen ordentlich durchgeschüttelt. Aber das wars dann auch schon. Das Teil stand wie eine Eins da, nichts ist beschädigt oder gerissen. Die geniale Hexagonform des Zeltes bewirkt, dass der Sturm nur kleinteilige, dreieckig geformte Angriffsflächen hat. Und man muss sich, - ganz im Gegenteil zu Tunnelzelten,- wirklich keine Gedanken um sich (gerne nachts) drehende Windrichtungen zu machen.

    Erstaunlicherweise haben sich die Schieber der Aussenzeltzipper in der Sturmnacht keinen Millimeter bewegt. Die gesamte Zugbelastung liegt hier ja nur auf einer Seite. Es gibt aber auch eine Schlaufe auf der anderen Seite zum nachbessern.

    Die nächste Sturmnacht werde ich jedenfalls wieder sorgenfrei schlafen ....

    Selbst ergänzt habe ich das Zelt mit:

    • Dyneema Schnur für die Zipper und als Wäscheleine Innenzelt.
    • Verlängerungsschnur für die O-Ringe Pitchlocks.

    Mein Fazit:

    Ich war im Vorfeld schon etwas skeptisch, ob das SSLi den Anforderungen einer 12tägigen Sarektour gewachsen ist. Diese Skepsis ist inzwischen zur Erkenntnis geworden, dass dies wirklich das beste Zelt ist, was ich jemals verwendet habe."


    Zwischenzeitlich hat sich an meiner Meinung zu dem Zelt nichts geändert. Ich habe es immer noch im Einsatz, - meistens in Norwegen/Schweden und bin sehr zufrieden damit. Letztes Jahr habe ich mir noch ein breiteres solid Inner gegönnt,- kann man problemlos nachrüsten. Um die Zipper des Außenzeltes zu entlasten, habe ich pro Apside noch eine zusätzliche Dyneema Schnur für den zweiten Zipper befestigt. Klappt prima.

    Auch kann ich die auch hier mehrfach gelesenen Bedenken wg. einer wie auch immer gearteten "Alterung" des DFC Gewebes bis heute nicht teilen.

    (Ich habe auch noch ein Z-Packs Duplex aus 2016, - auch hier sind beim Material keinerlei "Alters- oder Auflösungserscheinungen" feststellbar.

    Nach wie vor würde ich das Zelt als voll fjälltauglich bezeichnen.

    Grüße

    Andreas

    Moin zusammen,

    ich habe wenig Interesse daran, mich der Willkür eines Grenzbeamten der US Customs ohne Not auszusetzen, dem meine Nase nicht passt, oder dem meine Posts in den asozialen Netzwerken nicht gefallen. Das stresst mich schon, bevor ich überhaupt den Flieger besteige.

    Deswegen gibt's für mich bis auf Weiteres auch erst mal keine Reisen in die USA mehr.

    Denn das ist nunmehr eine völlig andere USA, als wir jahrzehntelang als dorthin Reisende gewohnt waren. Eine USA, welche sich in für mich in bedenklicher Weise immer weiter von demokratischen Strukturen entfernt.

    Ich nenne hier mal Project 2025, der Kreis um Peter Thiel (PayPal Gründer und Strippenzieher im Hintergrund) und eine wie gelähmt agierende Demokratische Partei.

    Natürlich hoffe ich, dass sich dies wieder ändern wird und die US Bürger hoffentlich sehr bald erkennen, auf welchem Irrweg sich die US Regierung befindet.

    Denn ich möchte gerne wieder dorthin und die grandiose Natur und epischen Landschaften weiter genießen.

    Aber eben nicht jetzt.

    Flucht? Mitnichten.

    Es ist eher das aktive, wissentliche Herunterbrechen der menschlichen Essentials.

    Fernab des Heimatlebens mit dutzenden Fragen zum Alltagsleben geht es zb im Sarek NP dann nur noch um drei Dinge:

    - Wie ist das Wetter?

    - Wie ist das Gelände?

    - Reicht das Essen noch für die Tour aus?

    Thats it!

    Eine herrliche Entschleunigung.

    Habe mit Carbon schlechte Erfahrungen gemacht. Ein Stock barst im Sarek,- glücklicherweise gegen ende der Tour,- beim etwas festerem Aufstützen im unwegsamen Gelände.

    Fizan Compact sind seit Jahren die Stöcke meines Vertrauens.

    Ich bin „drüben“ auch eher einer der stilleren Beobachter.
    Natürlich ist auch mir die langsame aber doch stetige Veränderung des Forums aufgefallen, obwohl nichts von mir irgendwie korrigiert, ignoriert oder gar zensiert wurde.
    Aber der Ton macht eben die Musik und wenn er dazu noch mit Oberlehrer-Allüren daherkommt, wird es doch höchste Zeit für einen Neubeginn.

    Ich freue mich, hier wieder entspannter und mit mehr Freude mitlesen und mich auch wieder aktiver beteiligen zu können.