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  • Aus aktuellem Anlass ;) frage ich mich, wie ihr mit Blasen unterwegs umgeht.
    Blasenvermeidung kann auch gern Thema sein, aber vorrangig interessiert mich, was ihr tut, wenn es für Prävention zu spät ist, ihr aber noch unterwegs seid und die Stelle weiter belastet wird.

    Zähnchen zusammenbeißen und nichts tun?
    "Nur" Blasenpflaster drauf?
    Mit Tape abkleben?
    Aufstechen? Und Falls ja, welche hygienischen Vorkehrungen trefft ihr? Haltet ihr die Blasen ggf. offen, damit die Flüssigkeit dauerhaft entleert wird (es füllt sich ja bei neuer Belastung ständig nach), und falls ja, wie macht ihr das?

    Danke euch schon mal für eure suppigen Erfahrungen... :S


  • Mit Nadel und Faden einen Faden durchziehen und Leukoplast(nur das)

    drüber und erst wieder weg nehmen, wenn das Pflaster von alleine weg will.

    Hat sich sehr oft bei anderen bewährt. ich bekomme keine Blasen, weil ich rechtzeitig tape.


    Gruß Konrad

    Dauerdraußenschläfer

  • Mit einer Sicherheitsnadel aufstechen und ausdrücken. Seit ich keine Trekkingstiefel mehr trage habe ich allerdings nur sehr selten Blasen, davor eher häufig. Jetzt manchmal an bestimmten Zehen wenn sich an langen Tagen die Haut verschiebt, wenn’s sehr unangenehm wird stülpe ich einen Silikontubus drauf.

  • Seit AltraLonePeak und Injinji Zehensocken so gut wie nie.

    Wenn es vorkommt, was fast nie passiert, aufstechen, desinfizieren und tape drauf. Und dann min 2 Tage in ruhe lassen.

  • Mit Nadel und Faden einen Faden durchziehen

    Muss man den Faden desinfizieren? Steigt mit dem Fremdkörper nicht das Risiko einer Entzündung?


    Mit einer Sicherheitsnadel aufstechen und ausdrücken.

    Ähnliche Frage wie oben - desinfizierst du Nadel und Stichstelle vorher?


    Sportkompressionsstümpfe

    Kannst du das bitte noch kurz erklären - hat die Kompression der Wade etwas mit Blasenbildung zu tun, geht es dir hauptsächlich um die 2. Lage, die die Reibung vermindert, oder haben Kompressionsstrümpfe einen Fußvorteil, den ich noch nicht kenne?

  • Und zur Vorbeugung nicht zuletzt: genug trinken! Hatte mal was dazu gelesen und kritisch belächelt – bis bei einer Zwei-Wochen-Wanderung ausgerechnet derjenige, der beharrlich extrem wenig Wasser schleppen wollte, seine Füße über und über von Blasen bedeckt hatte...

  • Ich schließe mich der „Aufstechfraktion“ an.

    Die Nadel flammte ich vorher mit nem Feuerzeug ab.

    Anschließend mit Leukoplast ankleben.

    Allerdings kann ich mich ebenfalls der Fraktion „keine Blasen mehr“ anschließen, denn seit ich Altra Lonepeaks trage habe ich keine Blasen mehr gehabt…

  • Muss man den Faden desinfizieren? Steigt mit dem Fremdkörper nicht das Risiko einer Entzündung?

    Ich habe das bei einer Malteserin auf dem Jakobsweg 23 mal gemacht und hat funktioniert.

    die bekam jeden Tag eine neue Blase. Allerdings nicht mehr da, wo die Pflaster waren.

    Wenn es dich stört, mache den Faden und die Nadel mit Spiritus keimfrei.


    Gruß Konrad

    Dauerdraußenschläfer

  • Sobald ich etwas spüre "hot spot" oder Druckstelle: so schnell wie möglich Kinesiotape drüber. Das Tape und Mini Vic mit Schere habe ich immer ganz oben im Rucksack. So komme ich nicht in Versuchung das Thema zu ignorieren weil ich abgeneigt bin in meinem perfekt gepackten Rucksack kruschen zu müssen.

    Früher zur Bergstiefel- & Blasenzeit habe ich meist mit der Mini Vic Schere einen möglichst kleinen Schnitt gesetzt. Keine Desinfektionsroutine. Ging immer gut. Dann so Compeed Blasenpflaster drüber.

  • Genau, wenn man was spürt, also bevor die Blase kommt, direkt auf die Stelle Leukoplast

    und dann kommt auch keine Blase.

    Der Nachteil beim Aufstechen ist der, dass sich das Loch wieder schließen kann.

    Mit dem Faden hat man eine Drainage und die Blase wird sehr schnell trocken.


    Gruß Konrad

    Dauerdraußenschläfer

  • Ich bekomme nur Blasen, wenn die Schuhe und Strümpfe tagelang nass sind.

    Wenn es dann passiert, dann lasse ich die Blasen auch in Ruhe und nach 1-2 Tagen ist wieder alles wieder OK.

  • Mit Nadel und Faden einen Faden durchziehen

    Bei dieser "Technik" hatte sich als Faden Zahnseide (aber kein Floss) bei mir bewährt.

    Hot-Spot prophylaktisch mit Kinesio-Tape oder Leukoplast tapen.

    Falls doch eine kleine Blase/Reizung vorhanden ist; Abends/über Nacht die Stelle trocken halten, am nächsten Morgen Tape/Leukoplast drüber.

    Zur "Desinfektion" habe ich i.d.R. Teebaumöl auf die betroffenen Stellen gegeben.

    Dank Trailrunner und Zehensocken ist das Blasenthema bei mir aber mittlerweile Gott sei Dank passé.

  • Was bei mir früher am besten geholfen hat, war präventiv dieses weisse Verbandspflaster das sich eher seidig anfühlt drauf zu kleben, meist an der Ferse. Also am besten bevor man los geht, oder zumindest wenn man glaubt da könnte jetzt was kommen. Hab seit Jahren aber quasi kaum Blasen und wenn ignoriere ich sie

  • Falls doch eine kleine Blase/Reizung vorhanden ist; Abends/über Nacht die Stelle trocken halten, am nächsten Morgen Tape/Leukoplast drüber.

    Danke! Das hat mir bei allen Tipps mit Nadel und Faden gefehlt.

    Ist auch meine Erfahrung. Sollte es doch mal zu einer Blase kommen, mit Nadel durchstechen, Faden durchziehen (Eintrittsstelle ist ungleich Austrittsstelle! - also einmal quer durch die Blase ziehen), so das die Blase möglichst gut drainagiert. Den Faden abschneiden und drinnen lassen (an Ein- und Austrittsstelle hängt dann jeweils ein Fadenende). Ich ziehe dann sofort meine Camp-/Schlafsocken an (die sind in der Regel sauber). Die Blase rinnt über Nacht weiter aus, die trockenen, sauberen Socken nehmen das Wundwasser der Blase zusätzlich auf. Ao trocknet die Blase am besten aus (wird sie mit Tape abgeklebt trocknet sie schwerer bzw wegen schwitzen u.U. gar nicht). In der Regel ist die Blase dann am nächsten morgen leer und trocken (leerer Hautfetzen über einer abgelösten Stelle). Damit das am nächsten Tag nicht weiter aufreißt, am Morgen, vor dem Wechsel in die Wandersocken, nun sie Stelle großzügig mit Leukotape auf ssie ausgetrocknete Blase abkleben. Voila.

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  • Danke euch allen!

    Besonders für diese ausführliche Anleitung:

    Ist auch meine Erfahrung. Sollte es doch mal zu einer Blase kommen, mit Nadel durchstechen, Faden durchziehen (Eintrittsstelle ist ungleich Austrittsstelle! - also einmal quer durch die Blase ziehen), so das die Blase möglichst gut drainagiert. Den Faden abschneiden und drinnen lassen (an Ein- und Austrittsstelle hängt dann jeweils ein Fadenende). Ich ziehe dann sofort meine Camp-/Schlafsocken an (die sind in der Regel sauber). Die Blase rinnt über Nacht weiter aus, die trockenen, sauberen Socken nehmen das Wundwasser der Blase zusätzlich auf. Ao trocknet die Blase am besten aus (wird sie mit Tape abgeklebt trocknet sie schwerer bzw wegen schwitzen u.U. gar nicht). In der Regel ist die Blase dann am nächsten morgen leer und trocken (leerer Hautfetzen über einer abgelösten Stelle). Damit das am nächsten Tag nicht weiter aufreißt, am Morgen, vor dem Wechsel in die Wandersocken, nun sie Stelle großzügig mit Leukotape auf ssie ausgetrocknete Blase abkleben. Voila.


    Zur Prävention mache ich es genau wie Kay...

    Sobald ich etwas spüre "hot spot" oder Druckstelle: so schnell wie möglich Kinesiotape drüber. Das Tape und Mini Vic mit Schere habe ich immer ganz oben im Rucksack. So komme ich nicht in Versuchung das Thema zu ignorieren weil ich abgeneigt bin in meinem perfekt gepackten Rucksack kruschen zu müssen.

    ... nur dass das am Wochenende versagt hat. Nach dem Abkleben meines Hotspots (eine ganz neue Stelle, da hatte ich noch nie Probleme), wollte ich noch 30 km weiter, und unter dem Tape wölbte es sich immer mehr, wo vorm Bekleben allenfalls eine kleine rote Stelle zu sehen war. Vielleicht hätte ich das mehrschichtig kleben sollen.

    Ich hatte mir unterwegs überlegt, ob es sich lohnt, das jetzt quasi im Wald zu öffnen, hab es aber unterlassen, weil ich den Schmerz ganz gut ausblenden konnte und ich keine Methode gewusst hätte, die Blase ohne Ruhe trocken zu bekommen.

    Ich muss wohl doch mal neue Schuhe testen. Ich laufe auch nur mit Trailrunnern, meine Socken sitzen gut (Zehensocken mag ich nicht, meine Zehen bekommen aber nie Blasen), aber irgendwo hakt es im System, wenn ich sehr lange Strecken mit viel Höhenmetern gehe. :/

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