Beiträge von WeitWanderWade

    Ich bin vor kurzem die Hälfte des Weges von Porta Westfalica bis zum Grünen See bei Rödinghausen gegangen, etwa 40 km und 1300 Höhenmetern (ich habe nicht so genau darauf geachtet, weil ich anschließend noch 20 km querfeldein zu meiner erweiterten Familie angehängt hatte). Ich bin früh mit dem Zug nach Porta angereist und dann von Ost nach West gelaufen und etwa neun Stunden später vom Wittekindsweg abgebogen.

    Vorweg: Ich würde den Weg keinem empfehlen, der nicht schon in der Nähe wohnt oder, wie ich, am Wiehengebirge aufgewachsen ist und die Gegend unbedingt mal wieder sehen wollte. Ich kann nur für die östliche Hälfte sprechen: Sie besteht überwiegend aus breiten Forstwegen in sanftem hoch und runter in der Nähe des Kamms. Im Hochsommer gibt es wenig Ausblicke wegen des Blätterdachs, das mag zu anderen Jahreszeiten lohnender sein. Die von RaulDuke beschriebenden kahlen Flächen sind zum Großteil wieder mit jungen Birken und co besetzt, an der ein oder anderen Stelle kann man aber auch einen Ausblick in die Weite erhaschen. Highlights am Wegesrand gibt es kaum welche. Die Singletrail-Abschnitte konnte ich leider nicht genießen, weil sie sehr zugewachsen waren und die Zecken ein Fest mit mir (geplant) hatten. Für lange Hosen war es deutlich zu warm.
    Ich hatte mir vier Liter Wasser eingepackt, weil ich möglichst schnell unterwegs sei wollte und es am Wegrand direkt kaum Möglichkeiten zum Auffüllen gab. Ich hätte aber durchaus zur Not aus Anwohnende gefragt oder den einen passiserten Friedhof näher inspiziert, wenn ich in Wassernot gekommen wäre. Verdursten muss man auf der Strecke sicher nicht, sollte aber nicht schüchtern sein oder halt schleppen wollen (oder kürzere Etappen planen).
    Ich bin wenigen Menschen begegnet, nur einem Paar das so aussah, als wären sie nicht nur kurz mal auf einem Abendspaziergang. Etwas belebter wurde es in der Gegend um Rödinghausen und den Nonnenstein.
    Schade fand ich, dass immer wieder interessant aussehende Singletrails in den Wald abgingen, die ich gern erkundet hätte - aber das gab meine Tagesplanung nicht her, und zum offiziellen Weg hätten sie ohnehin nicht gehört.
    Die Ausschilderung ist in Ordnung, wenn auch nicht perfekt. Da die Laufrichtung klar ist, kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

    Ich plane erst mal nicht, den Rest des Weges zu gehen; gerade die Strecke von Osnabrück zum Wiehengebirge reizt mich so gar nicht. Für mich war der Weg trotzdem schön, weil er mit vielen Erinnerungen besetzt war. Und natürlich: Laufen im Wald ist immer schön!

    Danke für den Bericht, Schwarzwaldine! Wie wäre denn dein Fazit, hat sich die Anschaffung für dich gelohnt? Das konnte ich nicht ganz herauslesen.
    Ich hatte vorher welche von Alpin Loaker, mit härterer Schlaufe und gleicher Lautstärke, aber je 100g schwerer. Vor ein paar Tagen war ich eine sehr lange Strecke wandern, und habe auf den 60 km die Neuen sehr zu schätzen gewusst. Wenn ich sie unbenutzt in der Hand hatte, was öfter vorkam, haben sie mich nicht gestört, die alten wurden mir auf Dauer unhandlich. Den Vorteil, nicht überlegen zu müssen, ob man sie jetzt wegpackt oder einfach noch in der Hand behält bis zum nächsten Gebrauch weiß ich sehr zu schätzen.

    Es klingt, als hättest du wenig Spaß gehabt? Ich bin den Hochrhöner in der Variante Kuppenrhön gelaufen, für mich die schönere Tour. Ich liebe die Ausblicke und die Gegend, gebe aber jederzeit zu, dass es Spektakuläreres gibt. Würdest du den Weg denn weiterempfehlen?

    Ich bin jetzt nur noch zw. 7 und 8 uhr morgens auf meinem kleinen 7 km-Rundkurs von der Haustür aus unterwegs, dann ruft der Schreibtisch wieder und es wird viel zu warm. An manchen Spätnachmittagen war ich im Wald unterwegs. Da MUSS man sich schnell bewegen, sonst fressen einen die Mücken auf, ich stelle das jetzt aber ein.
    Das Wochenendtraining, wenn ich an einem Tag mal etwas Ausgiebiges mit Höhenmetern mache, fällt dieses Mal sicher aus. Das ist ein guter Grund, das Western States-Rennen in den USA zu verfolgen und dabei massenhaft Eis zu essen :)

    Schwarzwaldine Konntest du schon die Stöcke ausprobieren?

    Welche Stöcke hast du genau, WeitWanderWade ?

    Ich habe mich für die Black Diamond Distance Carbon Z entschieden. Die sind nicht höhenverstellbar, man muss sie also gleich für die passende Körpergröße kaufen. Meine Wanderstöcke sind größenverstellbar, genutzt hab ich das allerdings nie. Mein Treckingstockzelt braucht zufällig die gleiche Stocklänge wie mein Körper, also passt alles. Jede Größe hat ein eigenes Gewicht, von 128g (105 cm Stocklänge) bis 148g (130 cm).

    Für die schönen Pfade machen wir das, Schwarzwaldine :):)

    Das "Trailwanderrunning", was du Namie beschreibst, mache ich ganz ähnlich: Ich wechsle die Gangart (wie ein Kind, stimmt!) je nach Untergrund und Laune. Manchmal sieht das so aus, dass ich 5 Sekunden laufe und dann wieder ins (meist schnelle) Gehen verfalle, manchmal jogge ich deutlich längere Strecken. Dieses Art von launebasierter Fortbewegung fühlt sich für mich inzwischen ganz normal an. Das fällt mir immer dann auf, wenn ich in der Stadt unterwegs bin und alle Menschen nur gehen, obwohl die Straße doch so verlockend sanft bergab verläuft :S Als hätte man im Erwachsenenalter das Laufen verlernt oder sich alle stillschweigend darauf geeinigt, dass man das "nicht mehr macht"... (falls jmd von euch Theorien dazu hat, gern her damit.)


    Fast immer bin ich aber im Grünen unterwegs, und je mehr Steigungen auf meiner Route sind, desto öfter hab ich Stöcke dabei. Ich wohne am Rand eines Mittelgebirges, und weiß die Unterstützung sehr zu schätzen. Ich habe derzeit keine gesundheitlichen Baustellen, wie einige von euch, aber ich liebe den Stockeinsatz um mich effizienter fortzubewegen. Oft stören mich die Stöcke in der Ebene dann aber auch wieder, besonders hasse ich das Klackgeräusch auf geschotterten Waldwegen. Ich komme mir dann wie ein akustischer Eindringling vor und nehme die Dinger in die Hand, wo sie mich dann irgendwann wieder stören.


    Da wir hier im Ultraleichtforum sind: Ich habe vor einigen Tagen meine Wanderstöcke durch ultraleichte Trailrunningstöcke ersetzt, 144g pro Stock, faltbar (war mir wichtig, weil sie in den Laufrucksack passen sollen, den ich manchmal dabei habe, wenn ich doch ein paar Stunden unterwegs bin). Die Hürde, die Stöcke mitzunehmen, ist damit für mich noch deutlich kleiner geworden. Für kurze Touren habe ich einen Laufgürtel dabei, um Handy und Schlüssel schlackerfrei unterzubringen. Wasser nehme ich auch erst mit, wenn es deutlich heißer oder länger wird, dazu habe ich einen Laufrucksack, den ich nicht mehr missen möchte.

    nach 3 tagen wieder da Danke für den Link, das finde ich entlastend zu wissen. Bin ich mit voller Ausrüstung unterwegs, hätte ich Isolierendes dabei. Ohne Zubehör oder mit tropfnassem Rucksack muss ich mich dann wohl doch wieder auf meine Muskeln verlassen.

    WeitWanderWade das Hocken zielt darauf, nicht der höchste Punkt zu sein.

    Hieße das umgekehrt: Wenn ich eh in einem Wald bin, könnte ich mich auch genauso gut mit geschlossenen Beinen hinstellen? Der größte Punkt bin ich dann sicher nicht. (Dass Nähe zu hohen Bäumen bei Gewitter eine blöde Idee ist, ist klar. Gehen wir davon aus, dass ich in die Schonung gerannt bin, aber noch deutlich überragt von den jungen Bäumen). Wäre es dann physikalisch egal, ob ich hocke oder stehe?

    Mein Problem mit dem "Hinhocken, Füße zusammen" ist: Ich kann das nicht lange durchhalten. Nach wenigen Minuten ist bei mir Feierabend. Bin ich da die Einzige? Und die meine zweite Frage: Gibt es eine logische "Plan B"-Position für Dauerhockunbegabte wie mich?

    Ich verstehe die Verlockung, sein Zeug zu deponieren statt zu tragen, aber ich würde es lassen (bzw ich lasse es ja schon mein Leben lang; es gibt auch Orte an die ich gern zurückkehre, und ich trage alles hin und rück.)

    Besonders stört mich die Idee, Spiritus zu lagern. Als Kind am Waldrand lebend haben wir alles mögliche da drin entdeckt - alles ist findbar.

    Aber auch ohne Spiritus liegt dann erst mal Müll in der Umwelt (deine Sachen sind anderer Leute Müll), nicht nur an einem Platz sondern gleich an mehreren, wenn ich dich richtig lese. Heißt das, du würdest auch mehrfach Minderwertiges kaufen, damit du dir das Tragen sparst? (Thema Ressourcenschonen)

    Jemand schrieb es ja schon so ähnlich: du hast die Verantwortung, alles wieder zu entfernen. Kannst du sicher stellen, dass das jemand für dich übernimmt, falls du verhindert bist?

    Insgesamt gefällt mir der Grundgedanke nicht, in der Natur Dinge aus Bequemlichkeit zu hinterlassen. Für eine einzelne Aktion, z.B. ein Wasserdepot für diesen einen Trailrun, hätte ich kein Problem, bei "mehreren Depots monatelang denn weniger Schleppen wär schon schön" hab ich Bauchschmerzen.

    Ich möchte nochmal gern die Nutzung als Wickelrock für den Notfall hervorheben - das hat mir im letzten Winter mal den Hintern gerettet, sozusagen. Ich hatte die Dauer meines Tagesausflugs und die Kälte unterschätzt und die falsche Hose gewählt. Die 3mm-Matte auf Torso-Länge um die Mitte gewickelt und unter den Hüftgurt geklemmt hat spürbar die Körperwärme gehalten.

    Also ein paaar Threads zu Kopfkissen gibt es ja nun wahrlich schon, da muss doch nicht jeder im festen Glauben der eigenen Einzigartigkeit des Kissenbedürfnisses einen neuen aufmachen? Vielleicht irgendwo dran flicken das Ganze? Hilft ja auch der Auffindbarkeit von Informationen null weiter, wenn die dann auf zig Threads mit ähnlichen Empfehlungen zerstreut sind.

    Ich lasse noch mal den Verweis auf eine dem Forumsthema angemessene Kissenumsetzung da.

    Wäre ich eine neue Nutzerin und würde das hier lesen, würde ich sofort die Kehrtwende machen anstatt mich zu trauen, einen neuen Beitrag zu verfassen.

    In einem Forum lässt es sich nicht vermeiden, dass über die Zeit hinweg mehrere Threads zu einem Thema entstehen. Diese Threads kann man ja auch zur Not zu einem zusammenflicken lassen von den Moderatoren. Und wenn jemand schon im Eingangspost sagt, dass er die Suche bedient und wenig gefunden hat, dann wäre mir ein wertschätzendes "Na sowas, nix gefunden?" lieber als die Unterstellung, dass der Threadstarter im festen Glauben an seine Einzigkartigkeit gepostet hat.

    @moosmaennchen Schön hier verwurzelt bleiben!