Warum sind Fernwanderungen in den USA so beliebt?

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  • Mein Eindruck ist, dass Reiseberichte von den großen 3 Fernwanderwegen der USA eine größere Reichweite besitzen. Auch ich habe viele davon gelesen ("Journeys North", "Thirst", "Mud, Rocks and Blazes", "Laufen, Essen, Schlafen"). Ich bin noch keinen Fernwanderweg gegangen, aber das erzeugt bei mir schon Sehnsuchtsorte. Ein Stück weit verstehe ich da die Begeisterung und den Andrang.

    Auf der anderen Seite hat Europa ja wirklich viel zu bieten. "Norwegen der Länge nach" ist zwar nicht unbedingt leichtes Trekking, aber macht nicht weniger Lust unterwegs zu sein. Auch hat Christine Thürmer ja schon gezeigt, dass man sich in Europa austoben kann.

  • Mein Eindruck ist, dass Reiseberichte von den großen 3 Fernwanderwegen der USA eine größere Reichweite besitzen. Auch ich habe viele davon gelesen ("Journeys North", "Thirst", "Mud, Rocks and Blazes", "Laufen, Essen, Schlafen"). Ich bin noch keinen Fernwanderweg gegangen, aber das erzeugt bei mir schon Sehnsuchtsorte. Ein Stück weit verstehe ich da die Begeisterung und den Andrang.

    Auf der anderen Seite hat Europa ja wirklich viel zu bieten. "Norwegen der Länge nach" ist zwar nicht unbedingt leichtes Trekking, aber macht nicht weniger Lust unterwegs zu sein. Auch hat Christine Thürmer ja schon gezeigt, dass man sich in Europa austoben kann.

    Danke für deine Lese - Tipps.

    Ich hatte meine E-Book Sammlung mal durchsucht nach Büchern über die US - Trails, hatte dann angefangen zu lesen auf Deutsch "Der große Trip" von Cheryl Strayed. Wurde glaube ich sogar verfilmt.

    Habe dann nachdem ich schon fast ein Fünftel des Buches gelesen hatte abgebrochen, weil mir die Protaganistin einfach zu unsympathisch war und mir die ganzen Darstellungen immer mehr ins unrealistische bzw. "dazuerfundene" abdrifeten...

    Ich werd mal weiter suchen ob ich über die Trails ein Buch finde was mir gefällt zu lesen.

    Wer eine Empfehlung hat bitte her damit...

  • Maxi88 Der große Trip - Wild, wurde verfilmt :).

    Normalerweise ziehe ich bei Reiseberichten Bücher vor, aber Wild ist m.M. nach tatsächlich sehenswert. Und das gleich mehrfach, also, wer sich nicht entschließen kann, nur zu streamen, oder kaufen, dem empfehle ich eher zu kaufen. Gibt's bei den üblichen Verdächtigen, Amazon, Apple TV etc., auch als Blu-Ray mit gutem Bonus Material. Wie ich in einem PCT eBook gelesen habe, wird der Film wohl auch zur Motivation in Hostels oder Camps geguckt. Kann mir gut vorstellen, dass schon die Szene mit Reese Witherspoon, wo sie versucht, ihren sackschweren Rucksack zu schultern, für Heiterkeit sorgt :). Wo wir wieder bei UL sind, diese Szene animiert für sich schon, sich als Einsteiger, am besten gleich mit UL einzusteigen.

  • Was mich ja immer so umtreibt, ist die Frage, warum man freiwillig irgendwo wandern geht, wo man Wasser aus riesigen Viehtränken trinken muss, in denen tote Ratten o.ä. treiben…

    Hahahahaha, nur ein Beispiel!

    Ich bin aber auch das Gegenteil eines Abenteurers, also sind die großen US Trails eh nix für mich.

    Wenn ich von weiten einen freilaufenden Bären zu Gesicht bekäme, würde ich hyperventilieren! Hahahahaha!

    Aber jeder wie er will!

  • Das Ekelwasser ist von den "großen drei" eigentlich nur im Süden des CDT ein Thema. Der AT hat praktisch überall Wasser (für mich zuviel, von oben), beim PCT ist die Infrastruktur besser als beim CDT:

    Das war die am Schlimmsten aussehende Wasserquelle in ganz Südkalifornien - aber der Viehtrog ist nur Staffage, in Wahrheit füllst Du Deine Flaschen aus dem Wasserhahn vorne, der sein Nass aus einem geschlossenen Tank nebenan bezieht, wohin es aus dem Grundwasser über eine solar betriebene Pumpe gelangt:

    Die Warnung "Unsafe drinking water" bedeutet dabei nur, dass es eben nicht qualitätsüberprüft wird.

    Der Regelfall sind aber von lokalen Trail Angels etablierte Water Caches:

    oder auch mal so:

  • Das ist doch ein Traum!

    Ich habe im März in Spanien aus Wildschweintränken gefiltert. Plus zusätzlich Micropur forte. So eine Infrastruktur ist ein Traum.

  • Maxi88 Der große Trip - Wild, wurde verfilmt :).

    Normalerweise ziehe ich bei Reiseberichten Bücher vor, aber Wild ist m.M. nach tatsächlich sehenswert. Und das gleich mehrfach, also, wer sich nicht entschließen kann, nur zu streamen, oder kaufen, dem empfehle ich eher zu kaufen. Gibt's bei den üblichen Verdächtigen, Amazon, Apple TV etc., auch als Blu-Ray mit gutem Bonus Material. Wie ich in einem PCT eBook gelesen habe, wird der Film wohl auch zur Motivation in Hostels oder Camps geguckt. Kann mir gut vorstellen, dass schon die Szene mit Reese Witherspoon, wo sie versucht, ihren sackschweren Rucksack zu schultern, für Heiterkeit sorgt :). Wo wir wieder bei UL sind, diese Szene animiert für sich schon, sich als Einsteiger, am besten gleich mit UL einzusteigen.

    Es ist nur leicht unrealistisch. Selbst wer die gute alte REI Beratung genossen hat, trägt niemals soviel herum.

  • Maxi88 Der große Trip - Wild, wurde verfilmt :).

    Normalerweise ziehe ich bei Reiseberichten Bücher vor, aber Wild ist m.M. nach tatsächlich sehenswert. Und das gleich mehrfach, also, wer sich nicht entschließen kann, nur zu streamen, oder kaufen, dem empfehle ich eher zu kaufen. Gibt's bei den üblichen Verdächtigen, Amazon, Apple TV etc., auch als Blu-Ray mit gutem Bonus Material. Wie ich in einem PCT eBook gelesen habe, wird der Film wohl auch zur Motivation in Hostels oder Camps geguckt. Kann mir gut vorstellen, dass schon die Szene mit Reese Witherspoon, wo sie versucht, ihren sackschweren Rucksack zu schultern, für Heiterkeit sorgt :). Wo wir wieder bei UL sind, diese Szene animiert für sich schon, sich als Einsteiger, am besten gleich mit UL einzusteigen.

    Es ist nur leicht unrealistisch. Selbst wer die gute alte REI Beratung genossen hat, trägt niemals soviel herum.

    Einfach komplett übertrieben und unrealistisch.

    Eher unerfahrene Wanderer nehmen ja nicht deshalb viel zu viel mit, weil sie schon Probleme damit haben, den Rucksack aufzusetzen. Sondern es ist genau anders herum, weil er am Anfang gar nicht so schwer scheint, es okay ist damit ein paar Kilometer zu gehen, wird übersehen wie der zu schwere Rucksack auf Dauer das Forthommen behindert.

  • Einfach komplett übertrieben und unrealistisch.

    Eher unerfahrene Wanderer nehmen ja nicht deshalb viel zu viel mit, weil sie schon Probleme damit haben, den Rucksack aufzusetzen. Sondern es ist genau anders herum, weil er am Anfang gar nicht so schwer scheint, es okay ist damit ein paar Kilometer zu gehen, wird übersehen wie der zu schwere Rucksack auf Dauer das Forthommen behindert.

    Meine Erfahrung: Juli 2013 in Genua -- "Ich bin dann mal weg!"; Die Reise ins "Ungewisse" ging los, mit vielleicht 25 kg im Rucksack? (Deuter Aircontact 75+10) :/ :D Es war schon von Anfang an ein Struggle, das Monster auf den Rücken zu bekommen.

    Und ich habe das gar nicht in Frage gestellt. Warum? Weil ich zuvor noch nichts von UL gehört und meine Ängste (bzw. Vor-Sorge(n)) mit eingepackt hatte. "Muss wohl so ein". "Besser Vorsicht, als Nachsicht" etc. :S

    Es gab ja mal ein Youtube-Survival-Format, wo die zwei Protagonisten je 30kg mit sich rumschleppten?

    Insofern kann ich mir vorstellen, dass es hie und da Greenhorns gibt, die ihr Unterfangen mit kaum schulterbarem Gepäck (auch metaphorisch gesprochen) beginnen. Bis sie eines besseren belehrt werden. ;)

  • Ich habe 2018 auf Arte eine Doku über den Appalachian Trail gesehen. Ich war vorher nie wandern, kannte nur die Pilgerwege in Europa, die mich aber nie gereizt haben. Als ich die Doku gesehen habe wusste ich sofort, dass will/muss ich machen. Angezogen hat mich die Natur, die Weite, das Solo unterwegs und auf sich gestellt und zum Teil abseits von der Zivilisation zu sein, archaisch betrachtet wieder zum Jäger und Sammler zu werden, wobei es hier nur um das Fortkommen geht was jahrhundertelang unsere tägliche Beschäftigung war (heute natürlich viel bequemer mit SOS Backup und so weiter), weg von den überbordenen Anforderungen unser Zivilsation, ein simples Leben für eine begrenzte Zeit, ein Stück weit auch so etwas wie Gehmeditation, im Einklang sein mit was auch immer und frei zu sein, atmen zu können, keine sinnlosen ToDos, einfach nur Schlafen, Essen/Trinken, weitergehen, Natur beobachten, sich selbst beobachten und wenn man das Glück hat Anderen zu begegnen mit denen ein wirklicher Austausch stattfindet, Tiefe.

    Ich habe mich dann ein wenig beschäftigt mit dem Thema weitwandern und da kam dann heraus dass es noch den PCT gibt, der immer noch auf meiner Liste ist, mal schauen. Da reizt mich gerade der Nordteil, aber wenn ich ihn gehen sollte, dann komplett, denn so etwas zu machen, so lange Zeit zu Fuß, da passiert etwas mit Einem, etwas was ich in meinem Arbeitsalltag bisher nie erlebt habe, ich würde sagen Sinn und einfach Sein zu können ohne etwas Sein zu müssen.
    Und in Europa sind Trails in dieser Länge und Lage/Beschaffenheit entweder nicht vorhanden oder die Infrastruktur bedeutet eine Menge Planung/Organistaion auf dem Trail dann was nicht meins ist. Ich habe auf dem Kungsleden Leute getroffen die im Sarek wandern wollten, das ist wohl die neue Tendenz in Schweden, weg von den Touritrails und teilweise für 2 Wochen Essen dabei hatten, das hatte ich in Neuseeland auf der Südinsel auch mal, aber auf Dauer brauche ich das nicht und mich reizen Wanderungen über Monate, wo das dann teilweise am Stück schwierig wird.

    Mit der mittlerweilen doch etwas vorhandenen Erfahrung, haben sich für mich ein paar Dinge heraus kristallisiert, ich mag andere Hiker partiell gerne um mich herum haben, allerdings in homöpathischen Dosen wenns geht und Zugriff auf Resupply Optionen hin und wieder ist auch eine feine Sache. :) Das war auf dem Kungsleden von Kvikkjokk aus Richtung Abisko schon spürbar zuviel für mich mit den Menschen und dann ab dem Kebeknaise war dann Hikerautobahn. Ja ich weiß, ich war auch einer von denen. :D Aber das sind halt auch Erfahrungen die man so macht, jeder Trail hat seine eigene Magie und jeder ist mit seinen Bedürfnissen und Wünschen auch unterschiedlich.

  • Oska

    Ich bin den PCT zwar nicht gewandert, aber nach allem, was man darüber liest und sieht (YT und Insta) würde das für dich mittlerweile ausscheiden.

    Ist wohl mittlerweile total überlaufen, teilweise haben die alten Trailangels schon aufgegeben, wegen der vielen „Partywanderern“ auf dem Trail.

  • RaulDuke überlaufen: ja, jein, da wurden ja Maßnahmen eingeführt, um genau das zu verhindern - das Permit-System, das man natürlich auch unterlaufen kann, was aber nicht ganz trivial ist. Und man hat auch heute noch eine ganze Menge Platz um sich herum, wenn man das möchte.

    Trailangel aufgegeben wegen Partypeople: halte ich für eine These. Natürlich hat sich der Trail sehr gewandelt. Ich glaube aber, es ist eher ein Generationswechsel, der natürlich auch mit den Änderungen auf dem Trail, aber auch einfach mit altersbedingten Einschränkungen zu tun hat - oder mit Großeltern-Freuden; und L-Rod von Hiker Heaven ist nun schon einige Jahre tot, Ed Meadow seit einem Jahr… Die Manns, in ihren Siebzigern, sind in die Nähe ihrer Kinder und Enkel an der Ostküste gezogen, die Andersons von Casa de Luna hatten 2019, als ich da war, ihr letztes Jahr - und die waren selber eher hippie-esk. Da spielten m.W. gesundheitliche und klimatische Änderungen eine Rolle - ich glaube, sie wollten deswegen aus dem Süden weg, weil es zu heiß wurde.

    Was sich aber geändert hat, ist die schiere Ausdehnung der Fire Season und die Anzahl, Größe und Intensität der Brände. Die Zeit, in der man durch rauchbelastete, dreckige Luft geht, womöglich die Mittagssonne als roten Kreis am Himmel stehen sieht. Und natürlich damit die Meilen, die man in den Jahren danach durch Burn Areas gehen muss. Ich gucke manchmal in Videos rein und denke: Als ich da, an dieser Stelle war, da war da noch Wald und vergleiche das mit meinen Fotos.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • "Partywanderer" mag es in SoCal geben. Du musst ja nicht mitmachen.

    In der Bubble ist es schon recht voll, ich war auf meiner Section (NorCal + Oregon) dieses Jahr noch davor, zu Beginn habe ich nur eine Handvoll andere Hiker getroffen.

    Waldbrände sind leider wirklich ein Problem - aber auch da war dieses Jahr gut, auf dem gesamten Trail bis Anfang WA / bis Mitte August nur eine einzige Trailsperrung wegen aktuellem Waldbrand (50 Meilen), und auch nur für ca. 2 Wochen. Jetzt ist wieder mehr.

  • Oska

    Ich bin den PCT zwar nicht gewandert, aber nach allem, was man darüber liest und sieht (YT und Insta) würde das für dich mittlerweile ausscheiden.

    Ist wohl mittlerweile total überlaufen, teilweise haben die alten Trailangels schon aufgegeben, wegen der vielen „Partywanderern“ auf dem Trail.

    Das ist Humbug. Ich war 2019 nobo in SoCal unterwegs und 2022 sobo die andere Hälfte.

    Partywandern habe ich gar nicht erlebt. Nobo war schon mehr los, aber auch da, nix im Vergleich zu Kungsleden oder WHW. Oder die Massen auf dem Jakobsweg, dir ich in den Pyrenäen überholen musste.

    Sobo war einsam. Ich habe insgesamt vielleicht 5 SoBo Hiker kennengelernt in den 2 Monaten. Ich bin 2 Wochen durch Washington gelaufen, ohne Fußspuren cor mir im Schnee zu sehen. Man sieht dann später in 3 Wochen lang jeden Tag NoBos aber auch nicht so viele.

    Vielleicht einfach mal nichts sagen, wenn man keine Erfahrung hat.

    • 2011: 1 211
    • 2012: 1 497
    • 2013: 1 880
    • 2014: 2 627
    • 2015: 4 462
    • 2016: 5 657
    • 2017: 6 109
    • 2018: 4 475
    • 2019: 7 888
    • 2020: 4 098
    • 2021: 7 216
    • 2022: 6 655 (davon 4 078 „thru travel“, 2 577 „section travel“)
    • 2023: 7 005 (4 610 / 2 395)
    • 2024: 6 810 (4 469 / 2 341)

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