Fremdsprachen lernen

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  • Frankreich ist eines meiner Lieblings-Wanderländer. Und wenigstens ein paar Brocken in der Landessprache zu sprechen gehört doch einfach dazu und macht vieles einfacher. Um mein dürftiges Schulfranzösisch aufzufrischen, bin ich bei Duolingo gelandet – inzwischen habe ich den Kurs durch und finde schon dass es etwas gebracht hat, freue mich auch über Gelegenheiten in Frankreich oder der Romandie ein paar (wenn auch immer noch holprige) Sätze anzubringen.

    Das reine "learning by doing" von Duolingo wie schon angesprochen finde ich aber auch nicht so toll. Außerdem wiederholt sich die mir jetzt bleibende "Tägliche Auffrischung" arg oft und eintönig, ich kann die Sätze schon auswendig und lerne nichts mehr dabei. Ist aber auch die kostenlose Variante. Jetzt schau ich mir gerade auf Duolingo den French-Kurs an (auf Englisch, das kann ich dafür gut genug). Scheint mir umfang- und abwechslungsreicher als der Französisch-Kurs auf Deutsch. Babbel wurde hier paar Mal erwähnt, sollte ich mir vllt auch noch anschauen.

    Fürs Französisch-verstehen-Lernen finde ich die arte Mediathek prima, Sprachkanal auf französisch umstellen. Eine Empfehlung dort: de Gaulle à la Plage (Comic-Kurzfilme)

  • in der Schule leider meine Zeit mit Latein verschwendete

    Manchmal nutzt auch das. Als bildungsaffiner Jugendlicher habe ich ein humanistisches Gymnasium besucht und dort Altgriechisch gelernt. Unter anderem haben wir Trinksprüche in Hexametern auswendig gelernt (man merkt sich bekanntlich vor allem den Quatsch) Die haben wir dann auf Kreta in den Kneipen rausgeholt und damit den absoluten Brüller im Lokal geerntet. Natürlich wurden wir dann zu diversen Getränken eingeladen und die Stimmung war super. Für die muss das geklungen haben als ob einer bei uns althochdeutsch redet. Jetzt soll mal noch einer behaupten, dass klassische Bildung nichts bringt. ^^

  • Ich und mein Partner lernen seit ca. 1 Jahr schwedisch an der VHS (1 x im Monat 3,25 Stunden) ich lerne zusätzlich mit Babbel.

    Ich bin leider überhaupt nicht sprachbegabt, bin ich motiviert klappt es besser bin ich es nicht lass ich es auch mal schleifen... aber Kontinuierlich bleibt dann doch immer mehr hängen.

  • Manchmal nutzt auch das.

    Hab ich mir auch immer eingeredet 😁.

    Im Ernst, heutzutage im Zeitalter der europäischen Einigung halte ich das Lernen einer lebendigen Sprache unserer europäischen Nachbarn um Längen sinnvoller.

    Die Tschechen sind meiner Erfahrung nach hocherfreut, wenn Deutsche tschechisch mit ihnen reden (oder es zumindest versuchen).

    Mit den slawischen Sprachen steh ich voll auf Kriegsfuß, stolper schon über Ortsnamen, aber eigentlich eine gute Idee, ich mag Tschechien sehr 😁.

  • Ich lebe seit kurzem in Schweden und starte komplett neu mit Schwedisch. Problem hier: Alle sind super nett, sprechen extrem gut Englisch, und auch auf der Arbeit käme ich mit Englisch aus, wenn ich partout keine Lust auf Lernen hätte... Da war in Frankreich der Ansporn größer :rolleyes:^^

    Will es jetzt längerfristig, zusätzlich zum Sprachkurs, mit einem Tandempartner versuchen (also jemand mit Schwedisch als Muttersprache, der/die Deutsch lernen möchte) – hat jemand damit Erfahrungen?

    Ansonsten schließen mich mich dem an, was hier schon einige erwähnt hatten: Auf Reisen sind ein paar Floskeln Zeichen des guten Willens und könne einen Riesen-Unterschied machen. Die letzten paar Male hab ich mir persönliche Spickzettel mit ein paar wanderspezifischen Phrasen gebastelt ("Entschuldigung, ist das Wasser hier trinkbar?"), das ging ganz gut!

  • mit Tandems habe ich die Erfahrung gemacht, dass das wenig effizient ist, zumindest um etwas von Grund auf zu lernen. Habe mich fast immer schnell mit den Leuten angefreundet und man hat sich dann schnell nur noch so getroffen, ohne etwas zu lernen. Aber man findet so neue Freunde :D

  • Wenn man aus einem Land kommt, dessen Muttersprache für alle anderen, als den 5 Millionen einheimischen, wie Beschwörungen eines nordischen Gottes anhört, muss man Fremdsprachen lernen, wenn man in die weite Welt hinaus möchte 😉

    Ich hatte bereits in der Schule Deutsch als dritte Fremdsprache aber wirklich die Sprache gelernt habe ich erst hier. Man lernt eine Sprache am besten durch sprechen mMn.

    Mit Duolingo versuche ich gerade spanisch zu lernen. Klappt sowit ganz gut aber bis ich mich mit jemandem auf spanisch richtig Unterhalten kann dauert es noch ne Weile...

    Ich finde es wichtig, zumindest Bitte, Danke, guten Tag/Abend... in der Landessprache zu beherrschen. Ein bisschen mehr schadet auch nicht.

  • Wenn man aus einem Land kommt, dessen Muttersprache für alle anderen, als den 5 Millionen einheimischen, wie Beschwörungen eines nordischen Gottes anhört, muss man Fremdsprachen lernen, wenn man in die weite Welt hinaus möchte 😉

    Tervetuloa, minä rakastan suomea! 2 Jahre VHS-Kurs waren notwendig um diesen Satz ohne Hilfsmittel produzieren zu können. Mir fällt das Erlernen von Vokabeln schwer, ich verwende aber bisher keine Lern-Apps.

    Einmal editiert, zuletzt von Ruskaman (15. April 2025 um 21:45)

  • Will es jetzt längerfristig, zusätzlich zum Sprachkurs, mit einem Tandempartner versuchen (also jemand mit Schwedisch als Muttersprache, der/die Deutsch lernen möchte) – hat jemand damit Erfahrungen?

    Nicht direkt, aber es gibt hier in praktisch allen größeren Gemeinden ein sogenanntes Sprachcafé (språkcafé). Da trifft man sich (einmal die Woche?) mit einheimischen und unterhält sich zwanglos.

    Mein Freund benutzt Tandem und sagt als deutschsprachiger, der in Schweden lebt, reißen sich die Bewerber geradezu um dich.

    Einmal editiert, zuletzt von PositivDenken (11. April 2025 um 10:13)

  • Ist halt eher für Sprachpraxis, sprich ein gewisses Niveau auf beiden Seiten ist förderlich, ansonsten wird es zäh und leidig.

    Und dann braucht es halt etwas Disziplin, um sauber in den Sprachen zu bleiben beim Austausch. Das fällt ebenso umso leichter, je flüssiger die Konversation bereits läuft.

    Gibt neben Suchplattformen für Tandem Partner auch meetups in bestimmten Sprachen in größeren Städten - und natürlich auch remote ist eine Option inzwischen :thumbup:

    "Not all those who wander are lost"

    Einmal editiert, zuletzt von questor | hangloose (11. April 2025 um 17:44)

  • Denjenigen, die ihr Französisch mit Outdoorbezug pflegen wollen, kann ich Carnets d'Aventures ans Herz legen: nettes unabhängiges Magazin mit Reiseberichten zu Touren ohne Motor, von Wandern bis Kajak, umweltbewusst (1% for the Planet, Recyclingpapier). Fokus auf Frankreich, aber nicht nur. Immer mal wieder Sachen mit UL-Bezug. Erscheint alle drei Monate, Abo kostet auch im Ausland nicht allzu viel.

  • Ich habe damals als ich meinen ersten Jakobsweg gegangen bin, mir Spanisch vier Wochen vorher mit dem berüchtigten Hueber Kassettenkurs beigebracht. Das hatte gereicht um mich dann während des Caminos sich einigermaßen zu verständigen zu lernen.

    Diesen Sommer wollte ich eigentlich den Kyst til Kyst stien in Dänemark laufen und dachte, das ich Dänisch auch in vier Wochen lernen könnte. Ich bin kläglich gescheitert, wegen der Aussprache. Hatte dann aus meinem Umfeld den Tipp für Duolingo bekommen und damit habe ich dann zumindestens den Einstieg geschafft. Grammatik kommt da natürlich nicht vor, die habe ich mir mit einer Grammatik aus der Bibliothek angeeignet.

    Zum Auffrischen von Französisch und Spanisch vor einer Tour habe ich mir eine gute Grammatikkern App, damals für 3 oder 4 Euro gekauft. FreGramD hieß die für Französisch. Gibt es leider unicht mehr im Play Store, sondern nur noch zum apk Download in Englisch/Französisch und Englisch/Spanisch auf entsprechenden Archiv- Seiten.

    Beim Suchen nach Apps bin ich noch auf Lengo gestoßen, die ist vor allem gut für den Wortschatz. Am besten ist es, dass es die Möglichkeit gibt eigene Vokalpacks mit KI Stimme anzulegen.

    Einmal editiert, zuletzt von rosa (10. Februar 2026 um 10:44)

  • Ich finde ja, das Grammatik vollkommen überschätzt wird, wenn es nur darum geht, sich im Urlaub durchzuwurschteln.

    Ich habe die Erfahrung gemacht , das es viel wichtiger ist, möglichst viele Vokabeln zu pauken. ich habe im Spanischen und Französischen, ungefähr 500+X Vokabeln drauf und komme damit sehr gut klar!

    Die Bildzeitung benutzt angeblich auch nur 400 verschiedene.

    Die Antworten zu verstehen, ist natürlich unglaublich schwieriger, als selbst in „Español de Turko“ etwas zu fragen. (Man mag mir diese diskriminierende Floskel verzeihen, aber wenn ich sie einsetze, verstehen immer alle, das ich sehr schlecht Spanisch spreche und lachen sich kaputt)

    Da kommt es darauf an, wie gebildet ein Gegenüber ist. Denn nur wer selbst mal eine Fremdsprache gelernt hat, weiß, das es nicht reicht, mehrfach den Satz zu wiederholen, sondern das man in dem Fall vielleicht eine sprachlich einfachere Umschreibung benutzt, so der Fragesteller oder Gesprächsnachbar etwas verstehen soll.

    In Chile reichten diese 500 Vokabeln aus, um eine stundenlange und wahrhaft ernüchternde politische Diskussion, mit einem pensionierten Polizisten zu führen, der Pro Pinochet war.

    Wenn man sich anständig unterhalten will, ist es natürlich etwas anderes. Dann kommt man um Grammatik nicht herum .

    Übrigens habe ich mir mal, vor einer spontanen Türkeireise, ein paar Sätze und die gesamten Zahlen auswendig gelernt, aber da war es echt schwierig, die auch anzuwenden. Denn immer wenn ich irgendwas auf Türkisch gesagt habe, ist sofort ein anderer Kellner, Taxifahrer, Passant etc…etc… beigesprungen und hat mich auf deutsch vollgequasselt. Hahahahaha!

    Mir gefällt es, wenn ich in ein Land fahre, dessen Sprache mir bisher unbekannt ist, mindestens die Zahlen und ein paar einfache Sätze, wie z.B. „haben sie ein Zimmer frei?“ , „was kostet das?“, „wo geht es zum…“, „gibt es hier…“ etc… etc…, auswendig zu lernen. Genau so habe ich 1993 in Argentinien meine ersten Spanischschritte gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von RaulDuke (10. Februar 2026 um 14:18)

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