Cumulus Aerial - warum so unterrepräsentiert?

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  • Und was die Kapuze betrifft: ich würde mal die steile These in den Raum stellen, dass der Großteil von uns Seitenschläfern viele Jahre unseres Lebens in Schlafsäcken mit Kapuze lag und trotzdem schlafen konnte😄

    Das stimmt! Allerdings drehe ich mich bei einem Schlafsack mit Kapuze so hin, dass das Rückenteil zur Seite zeigt. Ansonsten sitzt die Kapuze nämlich einfach nicht richtig, da sie sich nur teilweise mitdreht und es am Ohr zieht und ich doch wieder eine Mütze brauche. Zumindest kriege ich das nicht besser hin und verzichte deshalb ohnehin auf Kapuzen. Stattdessen nutze ich (je nach Kälte) lieber Mützen oder Balavlavas als Isolation für den Kopf.

  • Es sind doch an der Rückseite Befestigungslaschen für die Isomatte!?

    Und wenn gar eine Matte innen rein passt, ist das Problem doch eh gelöst.

    Oder was übersehe ich?

    Es gibt doch von Nordisk diese ausgeformten Matten, die innen rein passen könnten.

    Und den RV wegzulassen, spart halt Gewicht. Wer einen möchte, muss ihn halt tragen.

  • Ich habs schon in einem anderen Thread geschrieben:

    Auch wenn der Aerial super Werte hat- meine Erfahrung mit einem Cumulus X-lite ohne RV war, das ich in warmen Nächten schlecht geschlafen habe. Es war nicht möglich zu lüften und als Decke war er zu schmal. Es gab also die Möglichkeit den Schlafsack vollzuschwitzen oder an einer Hälfte meines Körpers zu frieren.

    Ich habe ihn daher irgendwann verkauft.

  • Ich habs schon in einem anderen Thread geschrieben:

    Auch wenn der Aerial super Werte hat- meine Erfahrung mit einem Cumulus X-lite ohne RV war, das ich in warmen Nächten schlecht geschlafen habe. Es war nicht möglich zu lüften und als Decke war er zu schmal. Es gab also die Möglichkeit den Schlafsack vollzuschwitzen oder an einer Hälfte meines Körpers zu frieren.

    Ich habe ihn daher irgendwann verkauft.

    Der Aerial ist - so wie er entworfen wurde - kein guter Schlafsack. Mit Modifikationen allerdings ein sehr guter Quilt.

  • Und ich bin in ähnlichen Schlafsäcken mit Kunstfaserfüllung immer wieder überrascht wie gut man damit die Temperatur regulieren kann!

    Wir macht man das denn , ich steh aufm Schlauch ...

    Zum einen macht es einen großen Unterschied, was ich im Schlafsack an Klamotten trage, also zum Beispiel Puffy, Fleece oder nur Longsleeve.
    Dann habe ich die Möglichkeit die Kordel um den Hals komplett eng zuzuziehen, die Öffnung einfach offen liegenlassen (durchs Eigengewicht bleibt dann nur eine kleine Öffnung wirklich offen), ich kann einen Arm in die Öffnung legen und die damit weit offen halten, Ich kann eine Puffy tragen und den Schlafsack nur als Elephantfoot nutzen, ...

    Damit kann ich einen sehr weiten Temperaturbereich abdecken. Reicht das nicht mehr, hab ich definitiv den falschen Schlafsack für die Temperaturen gewählt!

    mfg
    der Ray

  • Evtl. interessanter Hängematten-Top-Quilt zum Vgl. in diesem Thema:

    https://mavaja.fi/en/product/dow…ck-hex-lesovik/

    Für Rückenschlaf konzipiert, da man sich in solchen Hängematten kaum drehen wird.

    Hab den 400er, falls der wirklich nur 199 € kostet ist es n Schnapper. Ich bevorzuge meinen Taiga 360 in der Hängematte, der Lesovik lässt sich etwas besser an der Isomatte befestigen (allerdings waren keine Shockcord-Kordeln dabei). Die Befestigungspunkte befinden sich im Gegensatz zum Cumulus nicht direkt am Rand, so hat man an den Seiten wie nen Wärmekragen. Von der Wärmeleistung/Loft sind beide ca. gleich.

    Ich finde den Stoff vom Taiga aber angenehmer und die Nähte nicht ganz so grob, aber mit langem Baselayer eher egal.

    Der Lesovik hat aber nicht die Möglichkeit oben nen Kragen zu schließen sondern hat so Nieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Sandtreter (11. Januar 2025 um 01:00)

  • Es gab mal in den 90ern von MacPac einen der leichtesten Schlafsäcke. Die haben damals das Rückenteil nicht befüllt, sondern dieses als Einschubtasche konstruiert. So konnte man die gängingen TARs oder Schaummatten reinschieben.

    Vorteile waren hier, dass der Schlafsack sich nicht wegdrehen konnte und es keine Kältebrücken gab. Und da die Matte aussen war bleib auch genug Platz und man lag nicht auf der blanken Matte.

    Die gute alte Zeit ;)

  • MaikGrosser Nein, da hast du Recht, der Rücken ist dann nur noch dazu da, nicht direkt auf der Isomatte zu liegen.

    Allgemein verstehe ich nicht so ganz, warum Cumulus, wenn sie den Aerial so leicht kriegen, nicht einfach Kapuze, Kragen und Rücken weglassen und einen noch leichteren Quilt draus machen..Wie oben schon geschrieben, ist der Aerial ja trotz Kapuze und Rücken so viel signifikant leichter als ihre hauseigenen Quilts..Dass die darauf nicht kommen erschließt sich mir überhaupt nicht 😅

    Würde wahrscheinlich nicht hinkommen. Der Aerial hat zwar ein Füllgewicht von 330g aber sieht jetzt vom Schnitt her eher recht eng anliegend aus. Und dadurch, dass der komplette Rücken nicht befüllt ist, sparst du dir auch viel an Materialgewicht. Und nur dadurch, dass es ein geschlossenes System ist und nah am Körper anliegt, kommt er auf die Temperatur Ratings. Auch wenn der Rücken nicht isoliert ist, hält er trotzdem die wärme mehr als komplett offen.

    Als Quilt wäre er wahrscheinlich so zwischen dem 150 und 250er quilt. Und dann auch von den Werten nicht mehr so krass.

    Vergleichen mit dem Hyberg Loner 250 mit 425g bei compfort 4 °C / 0 limit

  • Ich bin gerade erst auf diesen alten Faden aufmerksam geworden und ergänze als Besitzer eines Cumulus Aerial mal meine Praxiserfahrung; vielleicht ist das ja auch heute noch für jemanden hilfreich.

    Gleich vorweg allerdings die Einschränkung, dass es bei mir nicht um den im ersten Beitrag genannten Aerial 330 geht, sondern um den Aerial 180 (=> hier der Herstellerlink: Aerial 180 Daunenschlafsäcke Cumulus® outdoor). Meiner hat also 150 g weniger Daunenfüllung und somit logischerweise einen anderen Temperaturbereich (+4°C statt -1°C), ist daher - alleine - sicher auch nicht die richtige Wahl für Lappland, selbst im Sommer.

    Im Gegensatz zum 330er hat der 180er keine Kapuze. Da ich nur 170 cm klein bin, habe ich mein Exemplar im Vergleich zum Standardmodell individuell von Cumulus 13 cm kürzer produzieren lassen, was mit 10 g weniger Daunenfüllung einherging. Mein Exemplar ist also eigentlich ein Aerial "170", der statt 175 cm nur 162 cm lang ist. Für mich passt das von der Länge her genau. Und das Gesamtgewicht liegt bei gerade mal 283 g. Die +4°C schafft er meiner Meinung nach nicht ganz, ich würde eher +7°C/+8°C schätzen, aber zum Einen war mir schon vorher klar, dass die offiziellen Angaben wie so oft zu optimistisch sind, und zum Anderen friere ich auch eher schnell. Für meinen Einsatzzweck (sommerliche Touren, nicht alpin, nicht nordisch) reicht das aber.

    Mit der speziellen Bauweise, dass der Rücken durchgehend mit dünnem Stoff bedeckt ist, bin ich zufrieden. Mit einem früheren Quilt, der nur dünne Befestigungsgurte hatte, bin ich nicht klar gekommen. Aber das ist natürlich individuell, evtl. habe ich mich dabei einfach nur blöd angestellt. Beim Aerial mit dem durchgängigen Stoff verrutscht mir nichts, ich habe kein Zugluftproblem. Allerdings schlafe ich auch den Großteil der Nacht recht ruhig auf dem Rücken, und wenn ich mich mal drehe, passiert das - im Zelt - meist so bewusst und wach, dass ich dabei wirklich nur meinen Körper innerhalb des Schlafsacks drehe anstatt meinen Körper MIT dem Schlafsack zu drehen; der Schlafsack bleibt dabei also, wie er ist, die isolierte Seite ist weiterhin oben, die Daune wird nicht platt gedrückt; andernfalls bekäme ich natürlich sofort einen kalten Rücken. Wer also auch auf Tour tief und fest schläft, sich nachts daher unbewusst hin und her dreht und dabei den Schlafsack mit dreht, der wird mit dem Aerial keinen Spaß haben. Und ja, der Aerial 250 und der Aerial 330 mit ihren Kapuzen - zur Erinnerung: Der Aerial 180 hat als einziger dieser Reihe keine Kapuze - setzen dieser Drehtechnik natürlich Grenzen: Man hätte dann in Seitenlage die Kapuze vor der Nase ... Ganz abgesehen davon, dass diese Kapuze auch einen Teil des eingesparten Gewichts wieder zunichte macht.

    Fazit: Ich persönlich bin mit Bauweise, Gewicht und Volumen des Aerial 180 (bzw. 170) zufrieden. Den Stoffrücken werde ich nicht entfernen, er funktioniert für mich besser als dünne Gurte. Ist aber natürlich alles Geschmackssache. Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Aerial zu kaufen, sollte vorher gut überlegen, ob dessen Konzept zu den eigenen Vorlieben passt.

  • Nur mal zum Querverweis - die Diskussion ist hier auch noch etwas weiter gegangen.

    DerLandstreicher
    18. September 2025 um 13:19

    "Not all those who wander are lost"

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