Fazit zum Trail
Zwar kann ich keinen Vergleich zu anderen Fernwanderwegen in Deutschland ziehen, aber durchaus zu denen, die ich bisher im Ausland gegangen bin.
Folgendes ist mir auf sowohl auf dem Soonwaldsteig, als auch auf dem Saar-Hunsrück-Steig aufgefallen:
- Ortschaften sind zwar selten weit weg, werden aber oft umgangen
- Noch nie bin ich einen Wanderweg gegangen, der derart gut markiert ist
- Die Verpflegungssituation ist luxuriös im Vergleich zu den Trails, die ich sonst gegangen bin. Da diese vom Trail selbst meist umgangen werden, sind dafür nur kleine Umwege nötig. Mehr als zwei Tage Verpflegung muss man aber nicht tragen.
- Der Anteil an naturnahen Wegen und Singletrails ist groß, der Asphaltanteil verschwindend gering. Zudem ist er fast immer einfach zu gehen, was ein schnelles Tempo erlaubt.
- Die Zeltplatzsuche war sehr einfach. Jedes Mal habe ich spontan während der Dämmerung oder kurz danach ein passendes Plätzchen gefunden. Dabei habe ich darauf geachtet, Naturschutzgebiete zu meiden. Auch Trekkingcamps und Campingplätze gibt es reichlich, wenn man den Weg innerhalb der üblichen Saison geht.
- Von der Jahreszeit her war es für meinen Geschmack ideal. Die Herbstlaubfärbung war auf dem Soonwaldsteig auf ihrem Höhepunkt. Im Hunsrück Hochwald war ich etwas zu spät, hier wäre es ein oder zwei Wochen früher optimal gewesen. Auch vom Klima her war es zum Wandern noch ganz in Ordnung. Nachts war es nicht zu kalt und tagsüber angenehm mit 8-15 Grad.
Wahrscheinlich werde ich in Zukunft in der Vor- oder Nachsaison noch den ein oder deutschen Trail gehen, wenn es für die hohen Berge schon zu spät bzw. noch zu früh ist.