Don't pack your fear - but i can't

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  • Der UL Abreisskalenderspruch schlechtin ist m.E. neben der "Schere im Kopf" eben jenes "Don't pack yr fears", so sinnvoll er als Reflexionstool sein mag, so sehr lädt er auch zum Scheitern an eben jenen Ängsten ein, weil Ängste oder Sorgen und Befürchtungen lassen sich nunmal nicht einfach so ausladen. Selbst fortwährende Reflexion oder konfrontationstherapeutische Selbtsversuche - ob gewollt oder unfreiwillig- führen nicht immer dazu, dienkndividuellen "fears" aus der Psycholighterpackliste zu streichen.

    Spannend finde weniger welche "fears" ihr erfolgreich überwunden habt, sondern vielmehr welche "fears" tragt ihr weiterhin mit euch rum - egal ob baseweight oder consumerables?

    Haut mals raus. Ich freu mich:)

  • Ich habe meist zu viel Wasser dabei.

    Ist allerdings nicht ganz unbegründet. Auf meinen frühen Bergtouren ist es mir regelmäßig passiert das ich eben zu wenig dabei hatte. Das hat dann zu echt fiesen Krämpfen geführt. Teils so extrem dass ich fast nicht mehr weiter gekommen bin.

    Und gerne auch mal eine Schicht Klamotten mehr. Ist mir aber auch mal für ein notbiwak zugute gekommen.

  • Meine Haupt-"Angst" ist, daß, es mir die LuMa zerreist. Und zwar so, dass man sie nicht mehr flicken kann.:|

    Manchmal hab ich ne zweite Taschenlampe dabei, ein Feuerzeug obwohl der Soto eine Piezozündung hat. Mehr Kaffee als ich jemals trinken kann, selbes für Mikropur, Salz & Pfeffer. Ja, den zweite Buff hatte ich oft dabei, kann man ja für alles brauchen.... ;)

    Gelegentlich "Ausgehklamotten"/Deo wenn ich auf ner Tour immer nahe an der Zivilisation unterwegs bin, ich will meinen Mitmenschen nur ungern das Essen verderben. Eine Regenhose die man nie angezogen hat, weil es trotz Regen zu warm war.

    Ein InReach das wegen dichten Wald nicht wirklich gut funktioniert hat, aber Handyempfang war super dafür 8)

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (24. Januar 2026 um 18:07)

  • Ich habe meist zu viel Wasser dabei.

    Ebenfalls Wasser, es war auch schon öfters mal etwas grenzwertig (Quellen versiegt, der ganze Trail überraschend trocken).

    ein Feuerzeug obwohl der Soto eine Piezozündung hat.

    Das wiederum würde ich immer so machen, der blöde Piezo hat bei mir schon x-mal gestreikt und einmal was übergekocht, kann man den eh erstmal zerlegen.

  • Die "Nassfüsse-Angst" hat mittlerweile zum dritten Paar Socken geführt. Ich habe mir bereits auf zwei Thruhikes meine Füsse durch nasse, dreckige Socken wundgelaufen. Zwei, statt ein Paar, Wechselsocken (plus 80ish gr) fühlen sich mental sehr entlastend an, va weil ich weiss dass es auch iwie mit zwei geht (eben mehr schlecht als recht).

    Zuviel Klopapier😅. Ich pack manchmal klopi für n ganzen thru ein- oder für durchfall.

    Manchmal verbündet sich meine bereits überwundene "verhungerungsangst" mit meinem hikerhunger - und am ende kaufe essen für drei tage statt für 40 km bis zum nächsten supermarkt.

    WonderBär die "luma-fear" kenn ich, nur als reale. Ich habe mir zwei lumas auf meinem ersten thru geschrottet - zwar nicht so, dass sie irreperabel waren, aber so kaputte, dass die nächte kürzer, unbequemer und aufwendiger wurden, das hat (1) dazu geführt das ich dato die letzten 300k mit ZLite gemacht habe und va (2) von polycryo auf tywek gewechselt bin - ich würde aber mittlerweile sagen, dass es eher bequemlichkeit ist, 60gr mehr und ich muss den schlafplatz nicht akribisch absuchen ^^ - also weiss ich nicht wo ich für mich einsortiere😅

  • Kalte Füße...🥶

    Mein nächstes Nähprojekt werden Alpha-Socken sein. Die von Omm sind zwar flauschewarm, aber bei den 38g geht doch gewichtstechnisch bestimmt noch was. Immerhin ist es eine deutlich leichtere Alternative zu den uh Alpakasocken.

    Wie schwyzi gehe ich auch nirgends ohne Messer hin. Braucht man ja auch ständig. Somit eher EDC als Sngstgepäck. Letztens hatte ich eine Klientin zum Amtsgericht begleitet und hab nicht dran gedacht, dass an meinem Schlüsselbund ja ein Schweizer Mini lebt. Ist den Sicherheitsbeamten auch nicht aufgefallen.

    Seit ich mal die Richtungen im Großstadtdschungel verwechselt habe, ist auch immer ein Mini-Kompass (natürlich mit drehbarer Lünette und Marschzahlen) dabei. K&K war schließlich früher unser GPX-Track.

  • Wie schwyzi gehe ich auch nirgends ohne Messer hin.

    👍♥️

    Edit Nur als Tipp: ultraleicht ist ja eine Kompass-App auf dem Handy. Hab ich gefeiert, als ich in Kos (griech. Insel) in der Hauptstadt x mal den Weg verfehlt hab. Da gingen alle Straßen irgendwie auf so Mittelpunkte zu, von denen 5-6 andere Straßen abgingen. Gefühlt nach links, Kompass eingeschaltet, nee, doch entgegengesetzt.😆

    Dabei bin ich wirklich nicht so Handy-affin. Normalerweise. Aber man muss ja auch mit der Zeit gehen😉

    Einmal editiert, zuletzt von schwyzi (25. Januar 2026 um 03:54)

  • Bei mir ist es eigentlich nur noch das Wasser.

    Ich nehme immer 2 Liter Wasser mit, egal wie das Wetter ist und egal durch wie viele Orte ich komme.

    Die einzige Tour wo ich das nicht gemacht habe, war letztes Jahr in der Bretagne. Da kam ich ja teilweise 2x am Tag durch Orte, bzw ich bin ja eh nur 10-15 Kilometer gewandert, oder Spaziert, da habe ich tatsächlich nur 1 Liter mitgenommen.

    Ach, ich nehme immer eine dritte U-Hose mit, da ich einfach den gedanken Scheiße finde, morgens in der gleichen U-Hose weiter zu laufen, die ich nachts oder den Tag vorher schon an hatte…

  • Ich habe immer viel Wasser dabei. Das finde ich noch ok.

    Und zu viel Essen. Am Ende habe ich meist 2 Kilo Essen übrig. Ich schreibe dann genau auf was ich verbraucht habe. Auf der nächsten Tour habe ich dann genauso viel dabei.... Die Angst vor dem Hungerast ^^

  • ein Mini-Kompass (natürlich mit drehbarer Lünette und Marschzahlen)

    hast du da nen link oder Namen? - würd ich mir für "bushcraft" gerne mal anschauen

    Die "Bushcraft"-Ausrede ^^

    Meine Beichte wäre wohl ziemlich lang. Ich bin aber auch oft länger als einen Monat unterwegs. Da ändern sich die Bedingungen. Von der Faltmatte bis zum Multitool bin ich dabei, inkl. dritter Unterhose.

    Die Frage ist für mich, welche Probleme kann ich problemlos lösen, welche sind wichtiger und welche müssen unbedingt gelöst werden und wie! Das sollte jeder für sich geklärt haben, bevor es losgeht.

  • Ich bin aber auch oft länger als einen Monat unterwegs. Da ändern sich die Bedingungen. Von der Faltmatte bis zum Multitool bin ich dabei, inkl. dritter Unterhose.

    relativieren sich auf der Langstrecke nicht manche "fears" und andere treten dafür hinzu?

    Die "Nassefüsse/-socken-Fear" ist (m)ein 'Langstreckenproblem', auf der Kurzstrecke (weekender) ist mir das recht wumpe. Klopi ist eher zu ne Kurzstrecken-fear, weil ich oft genug einfach meinen Ditty ohne tp fürn Weekender eingepackt hab und klar ist ich muss/ will gar nicht für tp orga einkehren oder gar welches (feuchtes) extra einkaufen gehen, auf der Langstrecke, c'mon, einzwei Klogänge musste improvisieren, aber der tp-resupp kommt wieder, genau so wie das toi-biz😅 - aber klar hängt ab von der Wanderregion

    Auf dem Hexatrek, Alpensection hab ich mir tatsache noch ne Regenjacke in Chamonix gekauft weil ich nach der ahälfte der Alpen dann doch dachte, nur mit awindbreaker, Schirm und Wetterapp ist vllt irgendwas zw. Gewagt und stupid light😅

  • crisensus

    Das ist der Suunto Clipper - aber Augen auf bei der Bestellung: den gibt es für die nördliche und südliche Hemisphäre.

    Die Preise schwanken immer mal, aktuell relativ günstig. Hier der Link https://amzn.eu/d/1Gb7Yg7

    Ja, Kompassfunktion im Handy und in meiner schlauen Uhr... Da war ja was. Mal schauen, ob ich mich an einen elektronischen Kompass gewöhnen kann.

    Ich traue der Technik irgendwie nicht, nachdem mein Schneeschiebe-Tracking sehr lustig ausschaut und meine Funkuhr stehen geblieben ist (nein, keine schwache Batterie).

  • Bei Dir macht mich die Thermosflasche fertig! 😅

    Ich finde heißen Tee auch total super, auf Tagestouren in der kalten Jahreszeit immer dabei. Auf Streckenwanderungen kann ich das leider nicht schleppen.

    Auf dem AT im Winter trank ich oftmals "on the rocks", wenn ich vergas, das Wasser in den Schlasa zu nehmen. Eine leicht überambitionierte Trailangel brach in Tränen aus und wollte mich in den nächsten REI (ver)schleppen. Erst als ich ihr Märchen vom Aufwachsen in den Schweizer Alpen ohne Strom und fliessend Wasser zu erzählen begann (10 feet of snow from October to Mai, dodging avalanches on the way to school after having to dig the cows out of the snow), liess sie mich weiter gehen.

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