Beiträge von extremspaziergaenger

    Hat das schon jemand genutzt? Lohnt sich das?

    Kannste m.E. machen. Hab die HT App und befinde die für gut. Es gibt aber im entsprechenden Faden hier auch kritische Stimmen zur App.

    Ich/wir konnten mit der App 2023 auf den ca 1000 HT Kilometern gut navigieren. Du kriegst die Infos wo du Pennen kannst plus Trekkingcamps, Hütten, Quellen, sowie gefährliche Stellen angezeigt wie essens- und resuppmöglichleiten. Wie's mit so Apps ist. Manches steht drin, manches nicht. Ich bin die 3. Stage nicht gehiked, demnach kann ich zu der stage nix konktees sagen.

    Vorteil ist: Belledonne und Vercors ist auch noch mit drin. 500ish Trailkilometer für 9.99eus ist okayish sag ich mal ;)

    Sieht dann so aus:

    Zwei-in-eins Instant-Kaffee (den noch süßeren 3-in eins bestimmt auch) kann man prima in kaltem Wasser auflösen - in der Flasche durchschütteln, bis er richtig schaumig ist.

    True. Wenn Du stinknormalen löslichen kaffee mit zucker in der flasche so lange schüttelst bis es nur noch kaffeeschaum ist, hast Du tatsache einen frappe wie ich ihn bei mir beim griechen um die ecke trinke^^

    Hatte bei yotam ottolenghi mal mehrere rezepte für spicy porridige gesehen, das sollte auch cold soaked gehen:

    Haferflocken mit Misopaste/-pulver, gomasio und räuchertofu z.B. 👍🏻

    Haferflocken mit den trockenen snacktomaten.von penny, parmesan (oder der veganen parmesanmische von dm, weil cashew gemahlen mit hefeflocken ist immer immer ein coldsoaking helfer 😉) und dem mediterranen räuchertofu von dm

    Gut, das in dem cold soaking feed schon nach drei beiträgen, fast genauso viele "bäh-cold soaking" beiträge zu finden sind😅

    Buuh, ihr Warm-Essen-Zubereitenden, mögt ihr niemals Gaskartuschen finden und Euch an Euren 200Gr-Küchen (oder was die eben wiegen) schwitzig schleppen 😂

    Allein schon sich nicht um Gas kümmern zu müssen.

    Word!

    --

    Couscous ist schon fine. Am besten m.e. geht als Geschmack HuhnBrühe (es sei denn Du bist Veggi/Vegan). Mit schwarzkümmel, Trockenaprikose, minze (teebeutel), chiliflocken, getrockneter Feta (selber dörren;))

    Couscous mit trockentomate, zimt, chili/ oder harisa, dattel/rosine, geröstete mandeln, bissi minze und tomatensaucen pulver (oder noch besser gedörrtes tomatenmark zu pulver vermahlen)


    Ich würde/ hab als ich noch cold soaking unzerwegs war viel selber vorher angemixt. Nur unpraktikabel auf der lanstrecke🙃. Ansonsten empfehle ich ein paar gewürze fürs pimpen einzupacken, je nach gusto.

    Wenn ich coldsoake, dann nur ramen und die direkt in der yumyum tüte. Oder eben ein einer faltschale (abgesägter platypus boden oder so) weil dauert eh nur 5 min. Ich mags gerne auch crunchy😅

    Mein coldsoaking fav ist aktuell:

    Yumyum ente od beef mit veganem landjäger (von dm), dörrpflaume (und cranberries), fenchelsaat und chiliflocken

    Yumyum chicken mit dattel (oder cranberries), erdnüssen/ cashews und röstzwiebel ess ich auch ganz gerne mal

    Ich selber hab länger die haribobox in klein (600ml ish) verwendet. Weil ich gerne auch frisches dazu geschnibbelt hab oder eben direkt frisches no cook gemacht hab :)

    Viel spass beim cold soaken ;)

    Ist der Schutz vor pathogenen "Keimen", zb durch Handdesinfektion, auf Tour nötig? Reicht nicht auch einfachstes Händewaschen? Wie könnte man diesen eventuellen Bedarf minimieren?

    Ich bin team feuchtes tp u hab eh desi im minidropper dabei. Ich desinfiziere nach bedarf die fingertipps der wischwand.

    Händewaschen mit seife wenn waschbecken da. Ansonsten ohne seife (hab ich eh nicht dabei) mal an quelle/ wasserstelle um physische verschmutzungen loszuwerden.

    Waschen an den neuralischen stellen (schritt, achseln, gesicht) wenn die gelegenheit es ergibt (cafe oder bach) oder es das wohlbefinden es erfordert. Bzw gerade im schritt abends mittlerweile babywipedusche - weil wolfempfänglich. Mit dem "restlichen" tuch mach ich die füsse sauber (blasen/wundestellenprävention).


    Generell ist hygiene on trail in der reihenfolge1. um das laufen nicht zu behindern (füsse, schritt sauber, zähneputzen), 2. Körperl. Wohlbefinden sicher zustellen (gesichtwaschen, weil krieg iwann aua-pickel) oder emotional-soz. Wohlbefinden sicher zustellen (manchmal vor towndays beine, gesicht sauber ubd etwas entstinken) erst an dritter stelle kommt die konvention - der glaube iwie einen sauberschein aufrecht zu erhalten...

    (Langstreckenhygien. U100km trails nur zähneputzen :D)

    Meine UL Lifehacks:

    • Mehr Minimalismus im Alltag (Ausser bei Büchern😊)
    • Bewussterer Konsum (weil Haltung "Brauch ich das wirklich?")
    • Immer ein paar Yumyums in der Outdoorschublade - falls ich verpeilt habe einzukaufen ;)
    • Mehr Running-Shorts und Langarmhend im Alltag tragen (HikertrashUniform galore!)
    • Mehr Strechting, Fittness im Alltag, damit ich Verletzungsfrei meine Trails machen kann - das Alter🙄
    • Mehr Improvisationstalent beim Kochen mit wenig Utensilien (gut für Camping und schlecht ausgestattet FeWos)
    • Mit wenig Reisegepäck gut klar kommen
    • Als Haltung sicherlich auch: das was da ist wertzuschätzen (weil das wenige eben reicht, mehr noch, es erleichterr den rest)

    Die dünnen PETs kann man nahezu beliebig oft (50+) „platt machen“ und ggf. auch aufrollen,

    Was die 1.5er PET Flaschen ggf zu einem super"Wassersack" macht, der auch noch leichter ist, als die leicheste Bladderoption. Doof ist nur dass das PET-Material so knisterig ist, weil ich sie damit nicht mehr als Kopfkissen nutzen kann/ will.

    Naja, aber meine Platy hat mir den "gefallen" getan letzte season kaputt zugehen und damlt kann ich auch ma mit der "1.5l PET-Bladder-Falsche" (auch als Kopfkissen 🤪) experimentieren. Lol

    Ich bin aber auch oft länger als einen Monat unterwegs. Da ändern sich die Bedingungen. Von der Faltmatte bis zum Multitool bin ich dabei, inkl. dritter Unterhose.

    relativieren sich auf der Langstrecke nicht manche "fears" und andere treten dafür hinzu?

    Die "Nassefüsse/-socken-Fear" ist (m)ein 'Langstreckenproblem', auf der Kurzstrecke (weekender) ist mir das recht wumpe. Klopi ist eher zu ne Kurzstrecken-fear, weil ich oft genug einfach meinen Ditty ohne tp fürn Weekender eingepackt hab und klar ist ich muss/ will gar nicht für tp orga einkehren oder gar welches (feuchtes) extra einkaufen gehen, auf der Langstrecke, c'mon, einzwei Klogänge musste improvisieren, aber der tp-resupp kommt wieder, genau so wie das toi-biz😅 - aber klar hängt ab von der Wanderregion

    Auf dem Hexatrek, Alpensection hab ich mir tatsache noch ne Regenjacke in Chamonix gekauft weil ich nach der ahälfte der Alpen dann doch dachte, nur mit awindbreaker, Schirm und Wetterapp ist vllt irgendwas zw. Gewagt und stupid light😅

    Die "Nassfüsse-Angst" hat mittlerweile zum dritten Paar Socken geführt. Ich habe mir bereits auf zwei Thruhikes meine Füsse durch nasse, dreckige Socken wundgelaufen. Zwei, statt ein Paar, Wechselsocken (plus 80ish gr) fühlen sich mental sehr entlastend an, va weil ich weiss dass es auch iwie mit zwei geht (eben mehr schlecht als recht).

    Zuviel Klopapier😅. Ich pack manchmal klopi für n ganzen thru ein- oder für durchfall.

    Manchmal verbündet sich meine bereits überwundene "verhungerungsangst" mit meinem hikerhunger - und am ende kaufe essen für drei tage statt für 40 km bis zum nächsten supermarkt.

    WonderBär die "luma-fear" kenn ich, nur als reale. Ich habe mir zwei lumas auf meinem ersten thru geschrottet - zwar nicht so, dass sie irreperabel waren, aber so kaputte, dass die nächte kürzer, unbequemer und aufwendiger wurden, das hat (1) dazu geführt das ich dato die letzten 300k mit ZLite gemacht habe und va (2) von polycryo auf tywek gewechselt bin - ich würde aber mittlerweile sagen, dass es eher bequemlichkeit ist, 60gr mehr und ich muss den schlafplatz nicht akribisch absuchen ^^ - also weiss ich nicht wo ich für mich einsortiere😅

    Der UL Abreisskalenderspruch schlechtin ist m.E. neben der "Schere im Kopf" eben jenes "Don't pack yr fears", so sinnvoll er als Reflexionstool sein mag, so sehr lädt er auch zum Scheitern an eben jenen Ängsten ein, weil Ängste oder Sorgen und Befürchtungen lassen sich nunmal nicht einfach so ausladen. Selbst fortwährende Reflexion oder konfrontationstherapeutische Selbtsversuche - ob gewollt oder unfreiwillig- führen nicht immer dazu, dienkndividuellen "fears" aus der Psycholighterpackliste zu streichen.

    Spannend finde weniger welche "fears" ihr erfolgreich überwunden habt, sondern vielmehr welche "fears" tragt ihr weiterhin mit euch rum - egal ob baseweight oder consumerables?

    Haut mals raus. Ich freu mich:)

    Kennt jemand von euch einen sinnvollen Kalorienrechner?

    Bauchgefühl und (Hiker)Hunger! ^^ okay im ernst. Wofür genau wird der gebraucht? Geht es um kcal Bedarf? Geht es um Kalkulation Tagesrationen? Einkaufsplanung?

    Unabhängig davon - Kalorienzähler haben einen Nachteil, sie berücksichtigen eben nur vorkonfigurierte kcal-Standardwerte - viel wichtiger ist m.e. das individuelle Hungergefühl bzw. der "ganzheitliche Bedarf" dh auch psychofaktoren oder emotionale Befindlichkeiten. Ich z.b hab lange Zeit "Verhungerungsangst" gehabt und musste erstmal meinenm Kopf klar machen, dass passiert schon nicht (auch wenn es kein/ wenig essen mehr im Rucksack hat). Ich snack alleine on trail manchmal auch aus langeweile/ beschäftigungslosigkeit - obwohl ich keinen Hunger habe ("snacketit").

    Also was brauche jenseits der standard kcals - was braucht meine Angst/Unsicherheit, was brauchen meine Essengelüste usw. - das berechnen Kcal- Rechner nicht, das lohnt sich aber selber rauszufinden :)

    GirlOnTrail Danke Dir!❤️

    War mit Shelter unterweg. 150gr flat tarp von wild sky gear plus etwas abspannleinen und 6 heringen - und ja bis potsdam auch ohne inner - ab da haben dann die mücken gesiegt und ich hab mir ein sts nano bugshelter geholt (80gr) - indoor nur in Freiberg gepennt und die beiden zeros in berlin ;)

    Er trägt auch meistens nicht viel Wasser mit sich rum

    0.75l meist right. Und das mit der Pfütze war immerhin ein Entwässerungsgraben😄 - pfützen meist zu krümmelig 8o Dazu gibts doch auch den tollen "wie viel Wasser tragen macht sinn" den micha90 mal eröffnet hat.


    GirlOnTrail packliste in videoform (auf dem OT hatte ich fast das gleiche dabei 😉)

    Ist jemand mit Einweg-Poncho unterwegs? Unter welchen Bedingungen?

    extremspaziergaenger , hab ich das richtig gesehen, dass Du bei Deinem Ost-Thru so einen dabei hattest?

    ja war ich. die leidige Frage nach der Regenbekleidung - eine stetige Begleitung:S

    Bin wieder mit einwegponcho unterwegs - esi ist so geil und doof wie es eben mit den dingern ist:; topp belüftung, handling, k.i.s.s., sie sind leicht, billig, (fast) jederzeit gut zu ersetzen, mini packmaß (1 eus für 40 gr) - ein UL Traum. deshalb habe ich einen ;)

    EIn Alptraum bei Wind - und zum Anziehen bei Wind (so geschehen auf den NST Strand Kilometern dieses Jahr) ; Haltbarkeit fürn A*sch (ja, kannste kleben oder eben wegwerfen); anziehen schwierig, eben weil nicht stabil - ein fortwährendes Achtsamkeitstraining, nicht hängen zu bleiben und den kaputt zumachen; anziehen bei Nässe schwierig, weil klebt noch mehr aneinander als schwerere Materialien; weil es so klebt bei Nässe, schwieriger zu trocknen m.E. als Silnylon oder DCF, weil aih das kärftige ausschütteln zu Materialschäden führen kann; Regenschutz - naja, was sind die Standards? es hat auf dem zitierten OstThru genau so versagt, wie alles andere was ich bisher auch hatte, 2-4 Stunden Starkregen heißt eben auch sehr nass zu sein (nicht klatschnass, aber eben auch mehr als feucht). die Kapuze ist bei meinem nicht justierbar, was ich als Manko empfinde, habe aber als Kappenträger die mit Gummi am Kappenschirm festgemacht ;)

    Nichtsdestotrotz: Ich bleib beim Poncho - auch bei mehrfachnutzbaren Einwegponcho. Meine Frau hatte einen recht stabilen vor zig Jahren auf dem INT dabei, mehr wie Material aus blauen Müllsäcken, der war etwas schwerer, aber ziemlich robust - sowas suche ich.

    Auf den ersten Kilometern Ost-Thru hat es immer wieder - teilweise Unwetterwarnungsmäßig viel geregnet. Den Poncho nutze ich nicht dafür um Strecke zu machen, sondern nur um von Unterstand zu Unterstand zu kommen - auch bei Starkregen (macht eben nicht so viel Spaß) - dennoch bleibe ich erstma dabei, in Kobi mit Schirm ne Gute Nummer. Ich hatte für den Ostthru nochn ne leichte "Regen"hose von Raidlight (80gr) (eher ne schwere Windhose mit DWR) und den Schirm habe ich mir nach ein paar Tagen und Einsicht bei Rossmann dazugekauft. das hat okay gut geklappt . Die nassen Füße haben mir mehr Probleme gemacht :)

    es fühlt sich immer als widerspruch an, wenn ich das mal jemanden aussenstehenden erzähle.

    Ohjaa... fühl ich direkt. Ich denke das auch immer iwie, krieg manchmal meinen simplen Alltag nicht geregelt, aber n 1000k+Thruhike gewuppt. Aber ich kann, nachdem ich das diesen Sommer zum 4 mal gemacht habe, sagen das ist für mich kein Widerspruch. Ich habe meine Versehrungen in den Alltag soweit integriert, dass die "Thruhiking-Kur" dazugehört und eine Pause/Reha darstellt, die den Rest des off-trail-lebens erst einfacher macht (ich will nicht sagen möglich macht). Das Privileg der Soloselbständigkeit und eines verständigen sozialen Nahfeldes, inklusives der finanziellen Mittel sollen nicht verschwiegen werden.

    Die Einfachheit und Strukturiertheit helfen mir gut mit mir selbst zu sein - die beste Version meiner selbst vllt sogar. Es ist etwas in dem ich Atmen kann, in dem die Schwere tragbarer wird, in dem Probleme bar ihrer meist physiologischen Unmittelbarkeit und der Prekarität ihrer etwaigen Lösungen genau so unmittelbar gelöst werden müssen. Also die Trailstruktur und -anforderungen orientiert mich ins handeln, ins Lösungen finden, depressive Apathie durchbrechen.

    Der Trail entfaltet eine eigentümliche Sogwirkung die mich recht unmittelbar einfängt, der ich mich bereitwillig und unhinterfragt gar unterwerfe. Es mag Tage geben an denen ich keinen Bock habe oder ich mich schwer, antrieblos fühle - das laufen (müssen) stelle ich jedoch nie in frage. Es ist an den zähesten Tagen klar ich laufe, ich laufe auch zu den (selbst)gesteckten (oftmals notwendigen) Zielen des Tages, murrend zwar und zäh kämpfend, aber nie in fragestellend dass gelaufen wird. Ich kämpfe auch nicht dagegen an, geschweige denn dass ich abbrechen möchte oder pausieren. Es ist eigentümlich zwar, aber es fällt mir jetzt erst auf wie selbstverständlich es ist on trail zu laufen egal wie (mental). Eine kraft und eine Selbstverdtändlichkeit, die ich offtrail nicht immer aufbringe(n kann)

    Ich sehe keinen Widerspruch, kann aber die Aussage sehr gut nachvollziehen... danke fürs teilen <3