Daunenjacke oder Weste?

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Hallo,

    als bekennender Warmduscher denke ich über eine mittelwarme Daunenjacke nach.

    Vielen Dank noch mal an @zergcheese  für seine Zusammenstellung der Daunenjacken!

    Ich friere sehr leicht. allerdings v. A. im Torso Bereich.

    Da stellt sich mir dann die Frage, ob eine Daunenweste nicht zielführender ist.

    Gbt es hier Daunenwestenträger? Welche Dimensionen (Füllung) ist sinnvoll?

    Ich möchte die Teile nur in D maximal in Mittelgebirgen tragen und ich kann i. d. R. auch Schlechtwetterphasen aussitzen, weil ich keinen Urlaub nehmen muss.

    Außerdem wäre ich auch dankbar für Empfehlungen für Daunenjacken. Seitentaschen finde ich für mich unabdingbar. Die Dekathlon Teile, auch die Simond sehen so aus, als hätten die keine.

    Ich hatte früher mal eine "Michelin" Daunenjacke für die Jagd. Die war sehr warm, aber an den Schultern hatte ich von Anfang an Kältebrücken.

    Das hat wirklich genervt. Ist das mittlerweile besser geworden im Schulterbereich?

    Danke schon mal

    Azes

  • Meine Daunenweste nutze ich nur in Ruhe bzw. ohne Rucksack. Meistens nutze ich aber als Wärmeschicht in Ruhe doch eher eine Daunenjacke. - Ich empfehle für den Einsatz auch bei Aktivität eine Synthetikfüllung, da sie bei mir seit Jahren auch in Regen/Schneefall, beim Schwitzen und mit Rucksack gut mitmacht; keine Kältebrücke unter den Gurten bei mir.

  • Körperkern warm halten ist grundsätzlich wichtig und im Zweifel überlebenswichtig. Das kann die Weste. Ich persönlich finde eine Jacke deutlich komfortabeler. Wenn die arme kalt werden empfinde ich das bald mal als unangenehm. Das gilt für Ruhe. In Bewegung muss es schon extrem kalt sein dass ich Daunen anziehen würde. Wenn das mit Rucksack und Schulter ein Problem ist... ich glaube ein Modell von Rab hat Synthetik an der Schulter und der Rest ist Daune.

  • OK. Da wird also eher eine Daunenjacke empfohlen.

    Wenn ich mir die Daten so ansehe, kommen mir 2Jacken zusätzlich zu den Decathlon Jacken in die nähere Auswahl:

    Rab Mythic Alpine und

    Cumulus Incredilite Endurance

    Gibt es da Erfahrungen?

    Vielen Dank

    Azes

  • Wenns nur ums Rumsitzen geht: war nicht "Quilt!" die propagierte UL-Multiuse-Lösung? (und falls nicht mehr, warum eigentlich nicht mehr?)

    Wenns nur ums Rumsitzen und Gewicht und gut Wärme geht: Plasma 1000 von montbell und Wind/Nässeschutz bzw. die andere Jacke obendrüber. Preislich noch im Rahmen, wenn man mit phd und so vergleicht.

    Wenns auch um In-Bewegung geht: 120er Merino als unterste Schicht mal ausprobieren? (das langärmelige, eng! geschnittenene Teil von ortovox bringt mehr Wärme als ne leichte Weste), plus Deine sonstige Zwiebelung plus Kufa-Weste. Irgendwas Haglöfs, ähnliches Gewicht wie die Plasma 1000 gibts immer. Vom Schnitt her geht die bei mir unter und über der leichten Jacke, in der ich so rumwandere (Herbst, nicht Winter).

    Hatte mal ne Daunen-Weste von phd. Habe die nur im Winter zum Rauchen vor der Hütte angehabt und zuhause, so ähnlich wie outdoorrama, nach Verweigerung der Sanierung mehrere Jahre ohne Heizung gewohnt.

    Bei der äusseren Schicht finde ich den Windschutz gegen das Auskühlen fast wichtiger als die Menge an Isolierungsmaterial. Deshalb hat die uralte mountain-equipment (schwerstes Gore aussen, Iso innen) nen neuen RV bekommen. Leider ist der Stoff an paar Stellen bald durch. Ideal zum Rumsitzen und -stehen im Winter auch bei deutlichem Minus plus Windchill und in Bewegung ok weil relativ weit aber Handy in der Brusttasche braucht ne Tüte drumrum weil sonst zügig nassgeschwitzt. Davon ab ist Feuchtigkeit in der Jacke kein Thema, auch bei Bewegung. Langlauf geht halt nicht.

  • Ich bewege mich aber nicht immer!

    Du stehst aber auch nicht immer still ;) Und überraschenderweise sind daher einige im UL Forum der Denkweise verhaftet, die Ausrüstung so zu wählen, dass sie einen möglichst breiten Anwendungsbereich abdeckt. da wäre Zwiebelprinzip mit Alpha , ggf. auch X2, Windjacke, im Camp schon Schlafklamotten drunter, zur Not noch Regenklamotten und was sonst noch so übrig ist mit anziehen etc. halt gewichtsneutraler UND vielseitiger.

    Zumal ja üblicherweise vom Verhältnis her der Laufanteil gegenüber dem Campleben vor dem Schlafengehen bei weitem überwiegt. Daher ist ein vergleichsweise schweres Kleidungsstück für einen sehr kurzen Anwendungszeitraum den ganzen Tag mitzuschleppen halt suboptimal.

    Den Hinweis auf Quintnutzung im Camp gibt's ja auch schon - schon probiert, ehe jetzt auch noch der unschuldigen Packliste weihnachtliche Speckröllchen angeflanscht werden?

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    "Not all those who wander are lost"

  • Weder Daunenjacke noch -weste für mich. Ich habe darin noch nie einen Sinn gesehen für mich. Im Großen und Ganzen bin ich 3-Jahreszeiten-Typ und habe als Zwiebelschichten dabei:
    1 Merino- oder 1 Kunstfaser- T-Shirt
    1 Langarm-Bluse (entweder eine mit Sonnenschutz oder eine, die schon ein bisschen warm hält)
    1 Alpha oder dünnen Fleece
    1 Patagonia Micropuff

    Upgrade-Möglichkeiten:
    - die Regenklamotten (auch eigentlich immer dabei)
    - zeitweilig Alpha plus dünnen Fleece
    - gefütterter Überrock
    - im Camp: Dauenquilt

    Es gibt einfach keine Schicht, die ich durch die Dauenenweste / Jacke ersetzen könnte - sie wäre immer zusätzliches Camp-Teil, wenn auch ein federleichtes.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Ich bewege mich aber nicht immer!

    Du stehst aber auch nicht immer still ;) Und überraschenderweise sind daher einige im UL Forum der Denkweise verhaftet, die Ausrüstung so zu wählen, dass sie einen möglichst breiten Anwendungsbereich abdeckt. da wäre Zwiebelprinzip mit Alpha , ggf. auch X2, Windjacke, im Camp schon Schlafklamotten drunter, zur Not noch Regenklamotten und was sonst noch so übrig ist mit anziehen etc. halt gewichtsneutraler UND vielseitiger.

    Zumal ja üblicherweise vom Verhältnis her der Laufanteil gegenüber dem Campleben vor dem Schlafengehen bei weitem überwiegt. Daher ist ein vergleichsweise schweres Kleidungsstück für einen sehr kurzen Anwendungszeitraum den ganzen Tag mitzuschleppen halt suboptimal.

    Den Hinweis auf Quintnutzung im Camp gibt's ja auch schon - schon probiert, ehe jetzt auch noch der unschuldigen Packliste weihnachtliche Speckröllchen angeflanscht werden?

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Cool ist das mit dem Video schon. Aber an 7 von 7 Tagen wäre ich dazu zu faul. :D

    Ich werf halt den Liteway Sleeper Quilt über. Oder den Swagman Roll, der aber vom Gewichtsverhältnis nicht so toll ist. Oder den Asta-Gear Quilt. Letzterer soll aber erst mal zeigen, ob mir ein Quilt überhaupt taugt, ansonsten wird er Schlafdecke im Auto.

  • Azes Ich möchte mich nicht generell gegen Westen aussprechen. Ich finde Westen eigentlich klasse und verwende sie im Zweitleben häufig - in Woll- und Kunstfaserqualitäten. Sie halten wunderbar warm als Zusatzschicht und engen nicht so ein wie eine zweite, dritte, vierte Jacke übereinander.
    Einzig die Daune sehe ich für mein Draußenleben als nicht so sinnvoll an.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Gar nicht so einfach rauszubekommen:

    Men's Nano Air Light West. Füllung ist 40g/m² aus 93% recyceltem Polyester. 211g lt. Info.

    Die trage ich wirklich gerne. Drinnen und Draußen, aber sie wärmt (mich) bei kalten Temperaturen nicht genug.

    Gruß Azes

  • Ich kühle auch im Thorso-Bereich schnell aus und habe für mich das Alpha-Tanktop (Omm) entdeckt, was zusammen mit einer Primaloft-Weste (Omm Rotor) wunderbar funktioniert.

    Damit bin ich mehr zufrieden als mit meiner Daunen-Weste (Patagonia). Einerseits kann ich beim Wandern auch nur das Fleece oder die KuFa-Weste tragen oder in Ruhe eben beides. Die Daunenweste war da entweder zu warm oder ohne war es zu kalt.

  • Ich friere auch sehr leicht in der Ruhe und komme besser mit einer Jacke als Weste klar, da ich eine Jacke als vielseitiger empfinde: Ich kann sie mir "nur" über die Schulter legen oder um den Nacken binden, ich kann sie mir um den Leib binden (brauche oft extra Wärme am Rücken oder Unterleib) oder ich kann die Ärmel hochschieben (wenn man beim Kauf oder Schnitt darauf achtet), wenn mir zu warm ist. Ich kann sie um die Hüfte tragen, wenn ich noch einen Gipfel vom Nachtlager aus angehen will und habe dann eine Jacke für den Gipfel/Rückweg.

    Das Mehrgewicht passt für mich, weil meine Wärmekleidung eine Schicht des Schlafsystems ist. Quilt + Wärmehose+Wärmejacke mit Kapuze = gerade ausreichend für warmen Schlaf.

    Eine Weste trage ich sehr gerne auf Tagestouren, aber für Mehrtagestouren ist mir der Einsatz zu nischig. Nischig im Sinne von zu wenig Körpertragestunden und zu viel Rucksacktragestunden pro Tag.

    Ich kann die leider keine Weste empfehlen: meine Westen sind alle selber genäht, meine Wärmejacke auch. Ich bevorzuge Kunstfaser über Daune, da Wanderungen einfach viel Dreck produzieren und die Kunstfaser Sachen kann ich unkomplizierter waschen, wenn sie stinkig werden. Weine aber immer mit einem Auge der Daune hinterher, das ist einfach ein viel besseres Trage- & Wärmefühl (wenn es trocken ist).

  • Gar nicht so einfach rauszubekommen:

    Men's Nano Air Light West. Füllung ist 40g/m² aus 93% recyceltem Polyester. 211g lt. Info.

    Die trage ich wirklich gerne. Drinnen und Draußen, aber sie wärmt (mich) bei kalten Temperaturen nicht genug.

    Wundert mich nicht, 40g/m² ist ja auch wirklich nicht viel. Ich habe eine Weste mit 60g/m² und fand die schon arg nah am reinen Windstopper.

    Wenn du wirklich so schnell frierst scheint eine Jacke schon sinnvoll, da es dann ja um den gesamten Wärmehaushalt geht. Mütze und oder Kapuze ist schon dabei? Baselayer aus Merino? Ein Buff? Vielleicht Handschuhe? Das macht bei mir einen riesen Unterschied. Ich bekomme zwar auch kalte Beine oder Hände, aber friere erst wenn die Schulterblätter kalt sind. Da habe ich aber eh den Rucksack, da wird's nicht so schnell kalt. Das ist dann eher die Folge von grundsätzlichem Auskühlen und lässt sich auch mit zb Mütze und Handschuhen etc ausgleichen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!