Wandern, wo es politisch schwierig wird?

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  • Ein guter Freund unser Familie hat eine dunklere Hautfarbe als ich ihn 2018 gefragt hab ob mir uns in die Sächsische Schweiz kommt hat mit der Begründung abgelehnt das er sich da nicht mehr hin traut. Das fand ich erschreckend hat mir aber auch meine Privilegien vor Augen geführt. Als wir dort in einem kleinen Freibad waren sind wir auch prompt Menschen mit eindeutigen Tattoos die uns deutlich körperlich überlegen waren über den Weg gelaufen. Da musste ich direkt an besagten Freund denken.

    Seid dem ist seine Sorge noch stärker geworden und ich kann es mittlerweile sehr gut nachvollziehen z.B. wegen dem Edeka der sich für den Spruch »Für Demokratie – gegen Nazis« entschuldigt hat weil sich so viele Menschen daran gestört haben und er sorge um sich und seine mitarbeitenden hatte.

  • Außer du rechnest nicht wahlberechtigte und Nicht-Wähler mit rein.

    Ja, es geht mir vor allen um die nicht-Wähler, und besonders um die nicht wahlberechtigten Erwachsenen. In Bayern ist es immer wieder erstaunlich, wie wenige wirklich CSU wählen, und wie bunt das Land tatsächlich ist, trotz oder vielleicht auch wegen erzkonservativen Stammtischen...

  • Natürlich grüßt dich wohl niemand mit dem Hitlergruss in einem Hotel.

    Also ich wohne seit 2012 in Dresden, und wo ich schon überall den Hitlergruß gesehen habe…an der Tankstelle in der Nähe von Görlitz, auf dem Fahrradweg bei Wilsdruff von mehreren Jugendlichen welche am Rastplatz mit ihrer Reichsflagge und diversen anderen Symbolen saßen und herum pöbelten, am vorbeifahrenden Transporter einer Dresdner Tischlerei an der Roten Ampel welcher extra die Seitentüre öffnete um mich auf dem Fahrrad zu begrüßen, …da kann ich es durchaus verstehen, wenn sich die Möglichkeit anbietet, woanders wandern zu gehen.

  • Also gut, um auch dazu noch was zu sagen: Mir ging es bei meiner Entscheidung nicht darum, dass ich befürchte, mir würde konkret Gewalt angetan, sondern dass ich mich auf meiner Wanderung nicht mit Situationen psychisch belasten will, wenn ich ohnehin unter dem Eindruck eines voranschreitenden Faschismus in den USA mir sonst schon zu viele Sorgen und Gedanken mache. Das hab ich auch - denke ich - so geschrieben. Wer meint das ins Lächerliche ziehen zu müssen, tut sich selber wohl kaum einen großen Gefallen damit. Aber jeder, wie er meint.

    Ich war ohnehin in keiner guten psychischen Verfassung und wollte dann im Urlaub mir keine Gedanken machen müssen, ob ich jetzt in dieses Wirtshaus gehe oder nicht, weil ich zwar eigentlich gern gut essen würde, ich aber Gesprächsfetzen aufschnappen könnte, die mich nur wütend machen. Weil ich mich nicht bei jeder Begegnung fragen wollte, ob mein gegenüber jetzt ein „besorgter Bürger“ ist oder vielleicht doch eine ganz dufte Type.

    Ich finde es halt auch gruselig, wenn ich lese wie Personen in Ungarn von wildgewordenen, selbsternannten Hilfssheriffs aufgegriffen werden und danach abgeklopft werden, ob sie denn keine Sinti oder Rroma sind. Das mögen manche Leute einfach abschütteln oder ignorieren und sich denken „kein Problem, die meinen mich ja nicht“. Privilege my ass. Ich finde es nicht geil.

    2023 auf dem PNT wurde ich von einer Art ziviler Bürgerwehr aufgegriffen. Nachts als ich noch am Zelt aufbauen war, tauchte plötzlich ein großer Truck mit drei Typen drin auf, die mich ausgefragt haben, wer ich bin, woher ich komme, was ich hier treibe. Das wohlgemerkt auf public land, kein trespassing (das muss man ohnehin genau im Blick haben, so einem das Leben lieb ist). Auch sowas brauche ich nicht. Schon gar nicht beim Wandern.

    Einmal editiert, zuletzt von PositivDenken (19. Dezember 2025 um 16:03)

  • cooler Thread8)!

    Ich glaub ich sag jetzt lieber nichts zu "konservativ" und "Osten".

    Aber, wo ich nicht wandern gehe: da, wo ich konkret damit rechnen muss, dass mir schwere Angriffe auf die persönliche Freiheit oder körperliche Unversehrtheit drohen. Besonders da, wo diese aufgrund irgendwelcher ziemlich beliebiger Feind-Zuschreibungen oder -Konstruktionen geschehen können (wo dann komischerweise auch checks und balances regelmässig insgesamt ausgehebelt sind bzw. als Vorstellung nie etabliert waren). Der Rest ist persönliche Einzelabwägung oder Gruppenreisekommunikation.

    "Fascholand" (was für mich alle diese Länder und Regionen meint) wird leider weltweit immer grösser. Damit hab ich jetzt doch was gesagt zur Bedeutungsänderung von "konservativ".

  • Saß gerade beim Tippen im Flugzeug. Krass, wie viel ich in 2 Stunden verpasst habe...

    ...

    Auch ich gehöre fast überall auf der Welt zu den Privilegierten (Cis-Mann, Weiß, deutscher Pass, mehrsprachig, Christ, körperlich weitgehend fit, nicht mehr "jung" und auch nicht "alt" ...). Ich muss mir auf jeden Fall ziemlich wenig Bullshit über mich anhören.

    Auf meiner letztjährigen CDT-Wanderung habe ich viel darüber nachdenken können, was das für eine Freiheit bedeutet, das zu machen zu können - und wie viel Mut eine für mich völlig unproblematische Situation anderen Menschen abverlangen muss.

    Ich bin viele Meilen mit jemandem mit Bart und einem Ananas-bedruckten Kleidchen gelaufen. Habe jemanden mit "Make America Gay Again" Cappie getroffen. Habe einige wenige PoC-Hiker getroffen.

    Ich kann mir nicht annähernd vorstellen, wie die sich gefühlt haben müssen auf Hitches in Trump-Country und in den erzkonservativen Kleinstädten des Westens. Ich konnte selbst bei dem schlimmsten Hitch noch darüber reden, wie schön die Landschaft ist und war damit anschlussfähig. Das war bei zwei Besoffenen in einem alten SUV in Montana, die mir stolz ihre Hakenkreuz-Tattoos gezeigt haben, als ich gesagt hab, dass ich aus Deutschland komme. Oder die krasse, herzliche (christliche? Western Settler?) Hilfsbereitschaft von den Leuten in dem Laden in Leadore, Idaho. Hinter dem Ladentisch waren lauter "lustige" Schilder über MAGA und Waffenbesitz und die Rolle von Frauen im Haushalt. Waren die auch zu meinen Mitwandernden so freundlich?

    Mein Weg hat immer wieder den von zwei Frauen gekreuzt, die on-Trail von anderen Hikern sexualisierte Gewalt und Stalking erfahren haben. Die haben ihre Alternates nach anderen Gesichtspunkten wählen müssen als ich.

    Scheiße, das macht mich traurig und wütend. Meine völlig naive "Auf-dem-Trail-wollen-wir-ja-alle-das-Selbe-Annahme" hat Schiffbruch erlitten. Ich war auch kurz angepisst, dass meine heile Welt in Scherben geht und ich mich jetzt auch bei meinem so mühsam erarbeiteten Sabbatical wieder um so einen anstrengenden Mist kümmern muss. "Ich will doch einfach nur in der Natur wandern!" Habe dann aber auch schnell gemerkt, dass meine Angepisstheit vor Allem den Betroffenen schadet weil ich durch Nichtstun und Schweigen dabei helfe, den Raum für den nächsten Übergriff zu öffnen.

    Und es lässt mich fragen, was meine Verantwortung ist, zumindest auf den Trails, wo sich Hiker auch als Teil einer Community verstehen. Das ist ein Feld, auf dem sich sicher noch einiges machen lässt. Klar steht da wohl am Anfang die Herausforderung, sensibel, kritisch und freundlich - oder zumindest kein Arschloch - zu sein, um den weniger Privilegierten die Möglichkeit zu bieten, irgendwie an meinen Privilegien teilzuhaben. Z.B. zusammen ein Stück gehen, wo ein Stalker möglicherweise auftauchen könnte - trotz unterschiedlicher Pace. Oder gemeinsam Hitchen für Sicherheit - obwohl das meist schwieriger ist. Und (am schwierigsten): dabei nicht Gönnerhaft rüberkommen.

    Es gibt aber auch Möglichkeiten für kollektives Handeln. Da sehe ich besonders die Internet-Orte (beim CDT FarOut, Facebook- und Reddit-Gruppe) als wichtig. Eine der Betroffenen Personen vom Stalking hat versucht, über FarOut-Kommentare rauszubekommen, wo der Stalker ist, um bessere Entscheidungen über ihre Route treffen zu können und ihm nicht in die Arme zu laufen. Statt Solidarität und hilfreichen Kommentaren, wollten einige Leute da erstmal so eine Art Online-Gerichtsverfahren mit Beweisen uns sowas. Offensichtlich jede Menge Leute ohne das geringste Verständnis von Trauma und Retraumatisierung. Vielleicht könnten wir in diesem Forum mal überlegen, was in so einem Fall eigentlich ein gutes Vorgehen wäre und was nicht hilfreich ist. Dann gäbe eine Blaupause für Andere (ich denke da auch an HexaTrek und NST und so) und auf jeden Fall schon mal mehr Leute auf den Trails, die sich damit schon mal beschäftigt haben, bevor sie aus Unwissen retraumatisierende Kommentare posten.

    Die oben zitierte Umfrage von Halfwayanywhere finde ich deshalb so gut, weil sie der Problematik zumindest teilweise erstmal Sichtbarkeit verleiht.

    Ein anderes - für mich - wichtiges Thema betrifft uns als Touristen allgemein. Welche Message senden wir mit unserem Trip - auch ungewollt? Klar unterstützen wir auf Touren meistens vor Allem lokale Geschäfte in entlegenen Regionen. Aber ist es OK, den Lykischen Weg in der Türkei Erdogans zu wandern? Oder in den USA unter Trump? Oder den EB durch Orbans Ungarn? Ungarn find ich gerade ein ganz gutes Beispiel: wenn queere Leute da gerade nicht (easy) hingehen können weil die Gefahr von Übergriffen krass hoch ist, kann ich das dann guten Gewissens machen? Macht mir auf jeden Fall ein blödes Bauchgefühl. Was denkt ihr? Gibts für Entscheidungen hilfreiche Erfahrungen oder Haltungen?

  • Ich bin nicht-binär, bisexuell/pansexuell und lebe in einer deutschen Stadt, die eher links-liberal ist.
    Wenn ich wandern gehe, wie zum Beispiel dieses Jahr in den USA, oder letztes Jahr in Albanien, Bosnien oder den Deutschen Alpen, dann kleide ich mich bewusst "maskulin" um nicht in doofe Situationen zu kommen.
    Leider ist das für mich nicht anders möglich. Würde eigentlich auch gerne mal im Rock und Bauchfrei unterwegs sein. Aber geht für mich einfach nicht, weil ich immer wieder sexualisierte Kommentare, Beleidigungen, spöttische Blicke etc. abbekomme.

    In Deutschland ist das leider nicht anders.
    Das hat meiner Meinung nach nix mit dem Osten per se zu tun. Klar, da kommt es vielleicht häufiger vor. Aber man kann sich leider nirgendwo sicher sein, nicht vielleicht auch doch auf jemanden zu treffen, der Menschen die von der Norm abweichen Scheiße findet.
    Bspw. auch in Berlin-Kreuzberg oder -Friedrichshain wird man als androgyne oder trans-weibliche Person manchmal spöttisch angeguckt.
    Dennoch sind diese Berliner Stadtteile eher dafür bekannt, dass man sich dort "zeigen" kann. Demnach gibt es für mich leider keine "absolut" sicheren Orte.

    Naja, ich denke jedoch dass es auch coole tolerante, vielleicht sogar Solidarische Leute in den ländlichen Gegenden Deutschlands gibt. Leider kann man das aber einfach nicht so gut wissen, wie die Stimmung auf bestimmten Dörfern ist, durch die man gerade wandert.
    Das gilt natürlich auch für alle anderen Länder der Welt. Und selbst wenn es in Dorf XY voll coole Leute gibt, gibt es da vielleicht auch ein paar
    Einwohner, die sich gegenüber manchen Menschen abweisend oder gar gewaltvoll verhalten.
    Daher ist es meines Erachtens ist es absolut sinnvoll, auf sich selbst aufzupassen und lieber erstmal vorsichtiger an solche Orte zu gehen oder gar ganz zu vermeiden.

    Liebe geht raus an alle von euch die für Vielfalt einstehen <3

  • Meiner Meinung nach hat so eine Aussage wie von Positiv Denken in so einem Forum nichts zu suchen.

    Aber dann oute ich mich halt auch mal:

    Ich betrete das linksversiffte Loch Berlin auch nicht, weil ich Angst habe das mir dort aufgrund meiner erblich bedingten Glatze Gewalt angetan wird ;)

    das linksversiffte Loch Berlin: wird von der CDU und der in weiten Teilen ebenfalls konservativen SPD regiert. Ich befürchte, die CDU hat entschieden etwas dagegen, als "links" betitelt zu werden. Mit dem "versifft" hast Du , wenn man sich mal die Bauzeiten der Großprojekte in Berlin ansieht, vielleicht sogar ein Stück weit recht.

  • Ihr seid in den letzten Jahren extrem geworden. Konservativ existiert in eurem Wortschatz nicht mal mehr, Ihr seht nur noch Nazis.

    Aber jetzt lass ich euch in Ruhe in eurer Bubble weiter leben.

    Leider hat sich in den letzten Jahren das, was wir in Deutschland als Konservativ kannten, ganz schön nach Rechts bewegt.

    Man denke nur mal zurück an die Zeit mit Merkel, mit der Aufnahme von Millionen von Flüchtlingen, zu den jetzt offen menschenfeindlichen Aussagen von Merz. Ich denke du hast Recht, das man den Begriff "Nazi" nicht zu inflationär verwenden sollte.
    Gleichzeitig macht es glaube ich aber auch Sinn, diesen Begriff im richtigen Kontext immer klar zu benutzen.
    Und gerade bei Merz und vielen weiteren CDU-lern wird immer mehr deutlich, da sind die Grenzen nacht Rechts gesprengt worden. Es ist absolut begrifflich treffend und angebracht da jemanden als Nazi zu bezeichnen.
    Niemand muss menschenfeindliche Sachen sagen, wenn man es aber tut, muss man auch mit der Konsequenz leben dafür einen entsprechenden abwertenden Titel zu bekommen.

    Wir können leider auch nicht jedem Menschen alles im Detail einzeln erklären. Zu groß ist die Macht von Schmierblättern wie der Bildzeitung oder der Einfluss von Social Media. Es wird immer mehr gehetzt und immer mehr Menschen sagen offen menschenfeindliche-, Nazi-ähnliche-, Aussagen.
    Wo kommen wir da hin, wenn wir das nicht auch genau benennen?

    Ich komme ursprünglich vom Dorf und wir haben da genug Leute die lange behauptet haben sie wären "nur" konservativ.
    Aber jetzt wo überall alle offen ihre Scheiße rauslassen, da fangen auch die an und zeigen was wirklich in ihnen steckt.

    Das ganze wird natürlich auch nicht besser, wenn die CDU jetzt versucht quasi die AFD-Wähler*innen abzugreifen.
    Die CDU ist Woche für Woche immer wieder mit einem neuen Eklat in der Zeitung, weil sie sich mal wieder so positionieren wie man es bisher nur von der AFD kannte.
    Wie soll man da noch von konservativen Sprechen?
    Wenn die konservative Partei panisch versucht die Wähler von der rechtsextremen Partei abzugreifen, indem sie einfach deren Inhalte übernimmt? ;)

    Gebt mir die Konservativen zurück, wie wir sie unter Merkel hatten! Dann bin ich gerne bereit da auch von "konservativen" zu sprechen. :)

  • Ich zitiere mal aus diesem Artikel: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1158336.konservatismus-und-faschismus-variationen-des-autoritaeren.html

    Zitat

    Konservatismus, so lehrt es die Politikwissenschaft, gehört zu den drei großen politischen Strömungen der Moderne und entstand im Nachgang der Französischen Revolution. Die Wahrung der bestehenden Verhältnisse im materiellen wie im ideellen Sinne ist seine wichtigste Forderung. Trotzdem ist der Konservatismus keine Gegenideologie zu den beiden anderen politischen Hauptströmungen der europäischen Geschichte, dem Liberalismus und dem Sozialismus. Er besitzt vielmehr ein eigenständiges »Ideologieinventar«: Klare Hierarchien und daraus folgende Ungleichheit sichern in seinem Gesellschaftsbild die soziale Ordnung, und trotz gesellschaftlicher Ungleichheit wird an der Vorstellung einer Klassenharmonie festgehalten. Besondere Bedeutung haben das - vom Staat zu schützende - Privateigentum, oft nicht genauer spezifizierte »Werte« und Haltungen sowie religiöser Glaube, der als der menschlichen Vernunft zumindest gleichwertig, wenn nicht sogar übergeordnet angesehen wird.

    Der Faschismus hingegen ist ein Kind des 20. Jahrhunderts. Er teilt die Ungleichheitsvorstellung mit dem Konservatismus, möchte aber im Gegensatz zu diesem nicht bloß Bestehendes bewahren oder in eine realexistierende Vergangenheit zurück, sondern durch gewaltsamen Kampf - unter Verwendung von Revolutionsrhetorik - paradoxerweise vorwärts in eine fiktive, mystifizierte Vergangenheit schreiten. Das Verhältnis von Konservatismus und Faschismus ist prekär, beide Ideologien liegen weder auf einer Linie, noch stehen sie quer zu einander. [...] Hinzu kommt, dass politische Phänomene ohnehin nicht in ihrer sozialwissenschaftlichen Reinform auf der Bildfläche erscheinen.

  • Dann ist Liberalismus, Sozialismus und Konservatismus ein Konzept die Politik der Moderne zu klassifizieren.

    Wie passt das dann zum Konzept von Links, Mitte und Rechts unserer Parlamente?

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum

    Die Konservativen waren die, die in der französischen Nationalversammlung rechts saßen. Daher die Einteilung rechts-links.

    Es ging noch einen Ticken weiter. An sich geht es um die Frage, inwieweit Herkunft & Macht zusammenhängen sollen. Ist Macht (und/oder Wohlstand) Gott gegeben, also durch Geburt & Herkunft "von Gott" geschenkt (Absolutismus/Gott zugewandt/Rechts), oder soll Macht und Wohlstand durch seine Hände Arbeit, Intelligenz & Geschick erhalten werden (links/Bürgerlich). Man hat den Gedanken dann in unterschiedlichen Epochen/Staaten im Detail anders ausgelegt.

    2 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (20. Dezember 2025 um 02:51)

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