Artikel über Daunen bei ScineXX

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  • Was ich in dem Artikel interessant finde, ist folgendes Zitat: „Im direkten Vergleich erzielen synthetische Polyesterfüllungen zwar niedrigere Tierwohlbelastungen, weisen aber doppelt so hohe Treibhauspotenziale auf, wenn End-of-Life-Szenarien unberücksichtigt bleiben.“

    Wenn man am Ende der Nutzung ein sortenreines Recycling hinbekäme (was freilich schwierig zu machen ist), wäre die Bilanz der Daune noch besser.

  • Ich habe 2 Salewa Daunen Schlafsäcke die über 40 Jahre alt sind und die tatsächslich immer noch gut funktionieren.

    Die brauchen nicht kompostiert zu werden, ev. neu aufgepolstert.

    Aber ja, ich habe auch gerade einen Daunen Quilt mit hydrophobierter Daune gekauft.

    Allerdings benutze ich meine Sachen sehr lange (s. O.).

    Aber in dem Zitat wird ja davon gesprochen, dass End-of-Live Scenarien unberücksichtigt bleiben.

  • Was ich in dem Artikel interessant finde, ist folgendes Zitat: „Im direkten Vergleich erzielen synthetische Polyesterfüllungen zwar niedrigere Tierwohlbelastungen, weisen aber doppelt so hohe Treibhauspotenziale auf, wenn End-of-Life-Szenarien unberücksichtigt bleiben.“

    Setzen wir diese Treibhauspotentiale doch mal ins Verhältnis.

    Wie viel (Kunststoff-) Müll produziert der gemeine Mitteleuropäer pro Jahr? Welchen Anteil machen davon wenige 100 g „Puffy“, die nach Jahren entsorgt werden?


    Wieviele Zip-Locks hab ich in der Zwischenzeit verballert, weil die Dose zu schwer ist?


    Wieviele kg Treibstoff verballert der Transport von meinem Equipment, wenn ich eine Ami-Penntüte importiere.


    Dass man sich in der Textilindustrie Gedanken um Rohstoffe, Energiebilanz und Entsorgung macht ist logisch und gut. Für den Endverbraucher ist sowas ziemlich unerheblich. Werbung damit kann man getrost als Greenwashing bezeichnen.

    UL wobei das L auch für Luxus stehen kann 😅

  • Was ich in dem Artikel interessant finde, ist folgendes Zitat: „Im direkten Vergleich erzielen synthetische Polyesterfüllungen zwar niedrigere Tierwohlbelastungen, weisen aber doppelt so hohe Treibhauspotenziale auf, wenn End-of-Life-Szenarien unberücksichtigt bleiben.“

    Setzen wir diese Treibhauspotentiale doch mal ins Verhältnis.

    Ok. Das Argument hätte ich gebracht, wenn ich Probleme nicht angehen möchte…

    Meine Entscheidung ist ja nicht Schlafsack versus Zip-Locks oder Schlafsack lange nutzen versus Schlafsack in USA bestellen. Es ist ja eher…

    • Schlafsack A: Daune aus PL, Stoff aus TW, genäht in USA - Gesamtökobilanz X
    • Schlafsack B:  Synthetik aus EU, Stoff aus TW, genäht in VN - Gesamtökobilanz Y
    • Schlafsack C: … - Gesamtökobilanz Z

    Was ist besser: X, Y oder Z?

    Und klar würden mir (als Verbraucher) hier standardisierte Vergleichswerte der Ökobilanz helfen. Um das Ziplockproblem kann ich mich dann ja noch zusätzlich kümmern.

  • Zum Nachhaltigkeitsthema:

    Meiner Erfahrung nach sind die moderne Kunstfaserisolierungen nach ein paar Jahren platt.

    Eigene Bsp: Rab Solar Schlafsack nach ca 250 Nächten, Rab Alpine Isolationsjacke (Primaloft Gold) nach 2 1/2 Saisons.

    Die alten, schlecht komprimierbaren Kunstfaserfüllungen scheinen mir länger zu halten.

    Meine Daunenprodukte sind dagegen nach ein paar Jahren wie neu.

    Ähnliches gilt meiner Erfahrung nach auch für Lederschuhe gegen Kunststoffschuhe.

  • Meine Daunenprodukte sind dagegen nach ein paar Jahren wie neu.

    Das geht mir leider nicht so. Ich merke nach ein paar dutzend Nächten schon deutlichen Loftverlust bei den HighEnd Daunen. Vermutlich gilt das gleiche wie bei deinem KuFa Vergleich: Je feiner und edler, desto schnelle kollabiert alles.

  • Ok. Das Argument hätte ich gebracht, wenn ich Probleme nicht angehen möchte…

    Das war zwar kein Argument für oder gegen etwas, sondern eine Einordnung der Größenordnung. (Relative Angaben sind halt ohne Bezug nur schöne große Zahlen. Doppelt so viel von fast nix ist halt immer noch fast nix, aber ganze 100 % mehr 😱)

    Aber hey: Vielen lieben Dank für Deine Implikation.


    Du sparst also bei Deiner Schlafsackauswahl das Äquivalent von einer Rolle Ziplocks oder 20 Autokilometern ein. Dann kümmerst Dich Dich noch zusätzlich (!) um ein paar Ziplocks.

    Da kann ich nur neidvoll-beschämt fragen: Wie ist das so Teil der Lösung zu sein?

    UL wobei das L auch für Luxus stehen kann 😅

  • Heisst, du kompostierst sie und die Hülle entsorgst du getrennt? Thumps up! 👍😎

    Ich habe das tatsächlich Mal bei einem Schlafkissen so gemacht. Die Baumwollhülle hätte man im Prinzip auch kompostieren können, ich habe es bei unserem Kompost (Mehrfamilienhaus) gelassen um da Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Die End of life Problematik dieses Kissens hat sich im Prinzip in "Luft" (hier Co2) aufgelöst. Ganz anders bei Kunstfaser- Mikroplastik, Müllberge in Übersee und, das finde ich sogar noch am schlimmsten, Verbrauch einer nicht erneuerbaren Ressource. In ein Paar Jahrzehnten werden wir uns fragen, wie wir das gute Erdöl nur verfeuern konnten um unseren Hintern von A nach B zu schaukeln. Man hätte es ja auch für künftige Generationen im Boden lassen können - damit die dann sowas wie Medizin draus machen. Vor diesem Hintergrund finde ich die Frage nach Lebend- oder Totrupf eigentlich mehr als zweitrangig.

    Das Problem der Plastikverpackungsflut ist natürlich mengenmäßig noch viel schlimmer, da habe ich aber als 08/15- Verbraucher in D kaum die Wahl- da ist IMHO die Politik gefragt.

    Beim Schlafsack habe ich allerdings die Wahl und Daune ist außerdem ja nicht einmal die schlechtere Wahl.

    Das geht mir leider nicht so. Ich merke nach ein paar dutzend Nächten schon deutlichen Loftverlust bei den HighEnd Daunen. Vermutlich gilt das gleiche wie bei deinem KuFa Vergleich: Je feiner und edler, desto schnelle kollabiert alles.

    Was für ein Modell isses denn konkret? Die 900 FP Daune habe ich den Herstellern noch nie abgenommen. Vor gut 20 Jahren war 800 cuin das Ende der Fahnenstange und nur von Feathered Friends oder Western Mountaineering zu bekommen. Nun soll es plötzlich andere Gänse geben die bessere Daune liefern? Never ever! Ich habe da ganz schwer die Marketingabteilungen im Verdacht die einfach ein Paar neue Superlative gebraucht haben. Am Ende kommen dann heillos unterfüllte Schlafsäcke raus und der Kunde ist angeschmiert.

  • Wäre wirklich die Frage, was mit „high end“ gemeint ist. Ich habe einen Katabatic mit 900fp (US Standard) und einen WM Nanolite (850fp US Standard), beide über 120 Nächte auf dem Buckel und sehen beide noch aus wie neu (loftmäßig).

    Ich wasche sie regelmäßig und werfe sie auch ab und an mal so in den Trockner, wenn es mal wieder ein feuchterer Kurz-Trip war.

    Einmal editiert, zuletzt von PositivDenken (17. Dezember 2025 um 12:07)

  • Meine Daunenprodukte sind dagegen nach ein paar Jahren wie neu.

    Das geht mir leider nicht so. Ich merke nach ein paar dutzend Nächten schon deutlichen Loftverlust bei den HighEnd Daunen. Vermutlich gilt das gleiche wie bei deinem KuFa Vergleich: Je feiner und edler, desto schnelle kollabiert alles.

    Ich hab Daunensäcke ohne behandelte Daune: WM Astralite mit 850+ Cuin und 1x Nordisk VIB mit 750+ C.

  • Bei der Ökobilanz von Kunstfaserisolationen wurde (oder hab ich es überlesen?) nicht geschrieben, dass immer mehr Schlafsackhersteller daraum hinweisen, dass die Schlafsackisolation aus PET Flaschen hergestellt wurde.

    Ich hatte mal nach dem Kauf eines Nordisk Schlafsack wegen des Reinigungsservices dort angerufen und hatte ein interessantes Gespräch (das ist ja praktisch Yeti in Görlitz).

    Man verwendet vorwiegend rezyklierte Daune und hat wohl eine Maschine, die angekaufte gebrauchte Daunen nach Qualität sortiert (irgendwas mit Druckluftgebläse). Man ist sich bewusst, dass man nicht die High-End-Daunen hat, aber dafür mehr auf Robustheit Wert legt.

  • Bei der Ökobilanz von Kunstfaserisolationen wurde (oder hab ich es überlesen?) nicht geschrieben, dass immer mehr Schlafsackhersteller daraum hinweisen, dass die Schlafsackisolation aus PET Flaschen hergestellt wurde.

    Wie an anderer Stelle von anderen bereits geschrieben ist es wohl ziemlich Sinnfrei, aus einem funktionierenden Recycling Kreislauf (Hier PET Flaschen) einen Rohstoff raus zu ziehen und ein (wenn auch langlebigiges) Wegwerfprodukt draus zu fertigen, und das dann als "grün" zu bezeichnen. Das ist pures Greenwashing. Dir bleiben alle Nachteile von Kunststoffen erhalten wie nicht Abbaubarkeit und Mikroplastik. Und die "fehlenden" PET Flaschen werden durch neuen Kunststoff ersetzt. Ich fühle mich immer sowas von vera****** wenn ich sowas von kommerzieller Seite höre. Sorry. Sogar mein Bioladen versucht mir Bio Baumwollshirts mit 30% recycelten Kunststoff anzudrehen. Echt jetzt!?

    Bin btw selbst KuFa SchlaSa Besitzer. Bei all dem Plastik das hier so rum fliegt und auch von mir "konsumiert" wird habe ich echt kein Problem mir ein Produkt aus KuFa zu kaufen das ich über Jahre her nehme und im Anschluss angemessen entsorge.

    4 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (4. Januar 2026 um 07:05)

  • funktionierenden Recycling Kreislauf (Hier PET Flaschen)

    Nicht in jedem Land funktioniert dieser Kreislauf gut. Da stellt sich die Frage wo das Garn aus Rezyklat her kommt.

    In Deutschland werden auch nur etwa 50% der PET Flaschen aus Rezyklat in Umlauf gebracht. Trotz Flaschenpfand mit einer Erfolgsquote von über 95%

    Skills are cheap - Passion is priceless

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